Fotos: © by Carsten Knopf, Gerald Hoffman, Gebrüd ...
Fotos: © by Carsten Knopf, Gerald Hoffman, Gebrüder Schulz
Ziel: Ägypten / Rotes Meer
Ort: Marsa Alam
Tauchbasis: Tauchercamp "Beachsafari"
Reisezeit: 3. - 10.11. 2003
Nachdem ich zuvor 2 mal im Beachsafaricamp Marsaalam gewesen bin und total begeistert vom tauchen war, begann ich im Sommer 2003 eine Gruppenreise zu organisieren. Letztendlich waren wir 13 Taucher und mit einem Schweizer, einem Franzosen, einem Hamburger, einer Ostfriesin und einem Görlitzer multikulti. Nach der ganzen Vorbereitung trafen wir uns zum Abflug in Schönefeld. So mehr oder weniger jedenfalls, weil ein, hier nicht namentlich genannt werdender, Teilnehmer in Tegel stand und dadurch den Flieger verpasste. Am nächsten Tag kam dieser Teilnehmer hinterher und die 13 kleinen Taucherlein waren wieder vereint. Am Flughafen Marsaalam wurden wir von Fahrern des Camps in Empfang genommen und sind nach ca. 40 min Fahrt wohlbehalten im Camp angekommen. Im Camp wurden wir vom Campchef Emad herzlich begrüßt und im Restlicht des Tages konnten wir in Ruhe unsere Bungalows beziehen und das Tauchgerödel für den nächsten Tag vorbereiten.
Da unsere Gruppe im Ausbildungsstand recht unterschiedlich war und auch einige Beginner dabei waren, wurde beschlossen am 1. Tauchtag einen Checkdive in Kilo Tomania (schönes Riff mit leichtem Strandeinstieg) zu machen. Nachdem sich alle im Wasser pudelwohl gefühlt haben (Wassertemperatur um 25°C in 20m Tiefe) wurden die Teams, so sie nicht schon feststanden, eingeteilt. Nach zwei Tauchgängen, ging es zum Mittagessen zurück ins Camp. Geplant waren für den Nachmittag noch ein Tauchgang am Hausriff und ein Nachttauchgang. Auf dem Rückweg über das Riffdach trat sich dann mein Tauchpartner einen Seeigel durch seine Füßlinge ein und humpelte zurück zum Bungalow, wo er dann erst einmal versuchte die Stachel aus seinem Fuß zu entfernen, was sich aber als recht schwierig erwies. Er verzichtete auf den Nachtauchgang, so dass wir dann zu viert loszogen. Da um diese Jahreszeit der Sonnenuntergang gegen 16.30 Uhr ist, sind Nachtauchgänge in den frühen Abendstunden möglich. Das Einzige auf das wir Rücksicht nehmen mussten, war die Tatsache, dass wir im Fastenmonat Ramadan in Ägypten waren. In diesem Monat verbietet der islamische Glauben u. a. Essen und Trinken zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Also mussten wir 16.30 Uhr im Camp sein so das die Jungs vom Staff mit der Gabel oder mit dem Löffel in der Hand darauf warteten, das das letzte Stück Sonne unterging um sich dann den Bauch voll zu schlagen. Demzufolge war die Abfahrt zu den Nachttauchgängen gegen 18.00Uhr.
Wenn man Lust und Ausdauer hat, waren 4 Tauchgänge am Tag normal und 5 machbar. Der Tag begann in der Regel 5.30 Uhr zum Early Morningdive am Hausriff, was immer wieder sehr, sehr schön ist, weil mit den ersten Sonnenstrahlen das Leben im Riff erwacht und die Lichtverhältnisse einfach traumhaft sind. Da der Einstieg über das Riffdach nicht so einfach ist, sind diese Tauchgänge stark von der Dünung abhängig und wir mussten einmal unverrichteter Dinge wieder ins Bett gehen um dann gegen 9.00 Uhr nach dem Frühstück den Tauchtag zu beginnen.
Am Hausriff hatten wir wieder mal schöne Erlebnisse, einmal hatten wir 3 Delfine, dann zog einmal ein Dugong vorbei. Adlerrochen, Turtle, Röhrenaale, Muränen und viele bunte Fische waren an der Tagesordnung, auch wenn nicht jeder immer alles gesehen hat. Auch wenn so mach einer doch ganz dicht dabei war!!!!!!!!! Bei einem Tauchgang hatten wir noch einmal das Glück ganz dicht mit 2 Tümmlern in Kontakt zu kommen. Das sind für mich immer wieder Momente die mir für längere Zeit ein breites Grinsen ins Gesicht meißeln. Delfine sind immer wieder das Größte für mich und sind meine absoluten Favoriten was die Unterwasserwelt zu bieten hat. Die in letzter Zeit öfter gesehenen Delfine sind dann wohl auch der Grund, dass man keine Haie zu sehen bekommt - das die Haie bei Konfrontationen mit Delfinen schlechte Karten haben ist ja hinlänglich bekannt.
Weil alle in der Gruppe gerne einen Dugong sehen wollten, ging es einen Tag nach Abu Dabab, wo bisher immer ein Exemplar sein Revier auf der dortigen Seegraswiese hatte. Insgesamt bin ich mehr als 6 Stunden über die ca.2000qm Seegraswiese gedümpelt, ohne das Tier zu finden. Die 99%ige Chance die ich ausgab, dass jeder Taucher mindestens eine Schildkröte zu Gesicht bekommt, wurde aber mehr als erfüllt. Ich hab vorgeschlagen diesen Tauchplatz in Turtlebay umzutaufen, weil jetzt mindestens 7-8 Tiere in den Größen XS ca. 40cm im Durchmesser bis XXL ca. 1,5m anzutreffen waren. Außerdem bietet die Seegraswiese Gitarrenrochen, Röhrenanemonen, Kleberanemone mit ca. 40 Anemonenfischen, einen großen Schwarm Großmaulmakrelen - denen man von vorn bis zum Hintern gucken kann, Sepias, Kalmare, große Drückerfische und vieles mehr. Der riesige Nachteil an diesem Tauchplatz ist der Fakt, dass alle umliegende Hotels um Marsaalam, Safaga und sogar Hurghada, Busse voll gestopft mit Schnorchlern und Taucher ankarren die dann alle "Jagd" auf die Turtles und den Dugong machen. 100 Schnorchler und 50 Taucher pro Tag sind wohl zur Zeit nicht ungewöhnlich. Der Dugong, den sonst nichts aus der Ruhe gebracht hat, hat wohl das Weite gesucht und eine ruhigere Seegraswiese gefunden. Ich kann es diesem Tier nur wünschen!
Ansonsten hatten wir jeden Tag einen Tauchplatz, wo wir alleine waren und viele sehr schöne Tauchgänge hatten. Die Beginner in unserer Gruppe war beim deutschen Guide Leo sehr gut aufgehoben und alle Tauchtage wurden mit uns vorher geplant und durchgeführt. Die 6 € Dekokammerversicherung war auch gut investiertes Geld! Leider mussten wir einen Taucher zum Doktor schaffen, weil erste Anzeichen eines Dekounfalls zu erkennen waren. Aber da er am letzten Tag auf´s Tauchen verzichtete, reichten etwas Infusion und 2h Sauerstoffgabe aus, um den Flug gen Heimat unbeschadet antreten zu können.
Eine Bootsausfahrt zum Dolphinriff, wo eine Gruppe von ca. 60 Spinnerdelfinen beheimatet ist, wurde in letzter Minute abgeblasen! Der Gouverneur von Marsaalam hat zum Schutz der Tiere, welche wohl zur Zeit viele Jungtiere haben, das Riff für mindestens 21 Tage gesperrt. Auch hier verhält es sich ähnlich wie bei dem Dugong, 15-20 Boote mit jeweils ca. 15 Tauchern oder Schnorchlern pro Tag, sind in der Hauptsaison leider keine Seltenheit. Wenn auch alle enttäuscht waren, so bin ich mir doch sicher, dass es letztendlich eine richtige Entscheidung war. Also 35 € gespart und einige hatte ja auch das Glück am Hausriff Delfine zu sehen.
Ein großes Dankeschön an die immer freundlichen und hilfsbereiten Leute vom Staff!!!!!!! Der Chief hat sich in der Küche wieder einmal selber übertroffen und EXTRAWÜRSTE wurden auch gebraten. Als ich den Wunsch nach einem Barbecue äußerte, wurden keine Kosten und Mühen gescheut. Es musste zwar eine Ziege - ich hoffe mal es war eine - dran glauben, aber diese war ausgesprochen lecker zubereitet. Ich glaube jeder ist in diesem Urlaub auf seine Kosten gekommen und so ziemlich alle wollen im nächsten Jahr wieder dabei sein. Ich glaube dieser Fakt spricht für sich! Danken möchte ich auf diesem Weg meinen Freunden Jupp und Joyce Lück, die mir bei der Vorbereitung mehr als nur eine Hilfe waren und beim Campchef Emad und seiner Crew, die uns die Woche zu einem echten Erlebnis haben werden lassen! Der Abschied fiel uns allen etwas schwer, aber wir kommen wieder!!!!
mfg CK
Ziel: Ägypten / Rotes Meer
Ort: Marsa Alam
Tauchbasis: Tauchercamp "Beachsafari"
Reisezeit: 3. - 10.11. 2003
Nachdem ich zuvor 2 mal im Beachsafaricamp Marsaalam gewesen bin und total begeistert vom tauchen war, begann ich im Sommer 2003 eine Gruppenreise zu organisieren. Letztendlich waren wir 13 Taucher und mit einem Schweizer, einem Franzosen, einem Hamburger, einer Ostfriesin und einem Görlitzer multikulti. Nach der ganzen Vorbereitung trafen wir uns zum Abflug in Schönefeld. So mehr oder weniger jedenfalls, weil ein, hier nicht namentlich genannt werdender, Teilnehmer in Tegel stand und dadurch den Flieger verpasste. Am nächsten Tag kam dieser Teilnehmer hinterher und die 13 kleinen Taucherlein waren wieder vereint. Am Flughafen Marsaalam wurden wir von Fahrern des Camps in Empfang genommen und sind nach ca. 40 min Fahrt wohlbehalten im Camp angekommen. Im Camp wurden wir vom Campchef Emad herzlich begrüßt und im Restlicht des Tages konnten wir in Ruhe unsere Bungalows beziehen und das Tauchgerödel für den nächsten Tag vorbereiten.
Da unsere Gruppe im Ausbildungsstand recht unterschiedlich war und auch einige Beginner dabei waren, wurde beschlossen am 1. Tauchtag einen Checkdive in Kilo Tomania (schönes Riff mit leichtem Strandeinstieg) zu machen. Nachdem sich alle im Wasser pudelwohl gefühlt haben (Wassertemperatur um 25°C in 20m Tiefe) wurden die Teams, so sie nicht schon feststanden, eingeteilt. Nach zwei Tauchgängen, ging es zum Mittagessen zurück ins Camp. Geplant waren für den Nachmittag noch ein Tauchgang am Hausriff und ein Nachttauchgang. Auf dem Rückweg über das Riffdach trat sich dann mein Tauchpartner einen Seeigel durch seine Füßlinge ein und humpelte zurück zum Bungalow, wo er dann erst einmal versuchte die Stachel aus seinem Fuß zu entfernen, was sich aber als recht schwierig erwies. Er verzichtete auf den Nachtauchgang, so dass wir dann zu viert loszogen. Da um diese Jahreszeit der Sonnenuntergang gegen 16.30 Uhr ist, sind Nachtauchgänge in den frühen Abendstunden möglich. Das Einzige auf das wir Rücksicht nehmen mussten, war die Tatsache, dass wir im Fastenmonat Ramadan in Ägypten waren. In diesem Monat verbietet der islamische Glauben u. a. Essen und Trinken zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Also mussten wir 16.30 Uhr im Camp sein so das die Jungs vom Staff mit der Gabel oder mit dem Löffel in der Hand darauf warteten, das das letzte Stück Sonne unterging um sich dann den Bauch voll zu schlagen. Demzufolge war die Abfahrt zu den Nachttauchgängen gegen 18.00Uhr.
Wenn man Lust und Ausdauer hat, waren 4 Tauchgänge am Tag normal und 5 machbar. Der Tag begann in der Regel 5.30 Uhr zum Early Morningdive am Hausriff, was immer wieder sehr, sehr schön ist, weil mit den ersten Sonnenstrahlen das Leben im Riff erwacht und die Lichtverhältnisse einfach traumhaft sind. Da der Einstieg über das Riffdach nicht so einfach ist, sind diese Tauchgänge stark von der Dünung abhängig und wir mussten einmal unverrichteter Dinge wieder ins Bett gehen um dann gegen 9.00 Uhr nach dem Frühstück den Tauchtag zu beginnen.
Am Hausriff hatten wir wieder mal schöne Erlebnisse, einmal hatten wir 3 Delfine, dann zog einmal ein Dugong vorbei. Adlerrochen, Turtle, Röhrenaale, Muränen und viele bunte Fische waren an der Tagesordnung, auch wenn nicht jeder immer alles gesehen hat. Auch wenn so mach einer doch ganz dicht dabei war!!!!!!!!! Bei einem Tauchgang hatten wir noch einmal das Glück ganz dicht mit 2 Tümmlern in Kontakt zu kommen. Das sind für mich immer wieder Momente die mir für längere Zeit ein breites Grinsen ins Gesicht meißeln. Delfine sind immer wieder das Größte für mich und sind meine absoluten Favoriten was die Unterwasserwelt zu bieten hat. Die in letzter Zeit öfter gesehenen Delfine sind dann wohl auch der Grund, dass man keine Haie zu sehen bekommt - das die Haie bei Konfrontationen mit Delfinen schlechte Karten haben ist ja hinlänglich bekannt.
Weil alle in der Gruppe gerne einen Dugong sehen wollten, ging es einen Tag nach Abu Dabab, wo bisher immer ein Exemplar sein Revier auf der dortigen Seegraswiese hatte. Insgesamt bin ich mehr als 6 Stunden über die ca.2000qm Seegraswiese gedümpelt, ohne das Tier zu finden. Die 99%ige Chance die ich ausgab, dass jeder Taucher mindestens eine Schildkröte zu Gesicht bekommt, wurde aber mehr als erfüllt. Ich hab vorgeschlagen diesen Tauchplatz in Turtlebay umzutaufen, weil jetzt mindestens 7-8 Tiere in den Größen XS ca. 40cm im Durchmesser bis XXL ca. 1,5m anzutreffen waren. Außerdem bietet die Seegraswiese Gitarrenrochen, Röhrenanemonen, Kleberanemone mit ca. 40 Anemonenfischen, einen großen Schwarm Großmaulmakrelen - denen man von vorn bis zum Hintern gucken kann, Sepias, Kalmare, große Drückerfische und vieles mehr. Der riesige Nachteil an diesem Tauchplatz ist der Fakt, dass alle umliegende Hotels um Marsaalam, Safaga und sogar Hurghada, Busse voll gestopft mit Schnorchlern und Taucher ankarren die dann alle "Jagd" auf die Turtles und den Dugong machen. 100 Schnorchler und 50 Taucher pro Tag sind wohl zur Zeit nicht ungewöhnlich. Der Dugong, den sonst nichts aus der Ruhe gebracht hat, hat wohl das Weite gesucht und eine ruhigere Seegraswiese gefunden. Ich kann es diesem Tier nur wünschen!
Ansonsten hatten wir jeden Tag einen Tauchplatz, wo wir alleine waren und viele sehr schöne Tauchgänge hatten. Die Beginner in unserer Gruppe war beim deutschen Guide Leo sehr gut aufgehoben und alle Tauchtage wurden mit uns vorher geplant und durchgeführt. Die 6 € Dekokammerversicherung war auch gut investiertes Geld! Leider mussten wir einen Taucher zum Doktor schaffen, weil erste Anzeichen eines Dekounfalls zu erkennen waren. Aber da er am letzten Tag auf´s Tauchen verzichtete, reichten etwas Infusion und 2h Sauerstoffgabe aus, um den Flug gen Heimat unbeschadet antreten zu können.
Eine Bootsausfahrt zum Dolphinriff, wo eine Gruppe von ca. 60 Spinnerdelfinen beheimatet ist, wurde in letzter Minute abgeblasen! Der Gouverneur von Marsaalam hat zum Schutz der Tiere, welche wohl zur Zeit viele Jungtiere haben, das Riff für mindestens 21 Tage gesperrt. Auch hier verhält es sich ähnlich wie bei dem Dugong, 15-20 Boote mit jeweils ca. 15 Tauchern oder Schnorchlern pro Tag, sind in der Hauptsaison leider keine Seltenheit. Wenn auch alle enttäuscht waren, so bin ich mir doch sicher, dass es letztendlich eine richtige Entscheidung war. Also 35 € gespart und einige hatte ja auch das Glück am Hausriff Delfine zu sehen.
Ein großes Dankeschön an die immer freundlichen und hilfsbereiten Leute vom Staff!!!!!!! Der Chief hat sich in der Küche wieder einmal selber übertroffen und EXTRAWÜRSTE wurden auch gebraten. Als ich den Wunsch nach einem Barbecue äußerte, wurden keine Kosten und Mühen gescheut. Es musste zwar eine Ziege - ich hoffe mal es war eine - dran glauben, aber diese war ausgesprochen lecker zubereitet. Ich glaube jeder ist in diesem Urlaub auf seine Kosten gekommen und so ziemlich alle wollen im nächsten Jahr wieder dabei sein. Ich glaube dieser Fakt spricht für sich! Danken möchte ich auf diesem Weg meinen Freunden Jupp und Joyce Lück, die mir bei der Vorbereitung mehr als nur eine Hilfe waren und beim Campchef Emad und seiner Crew, die uns die Woche zu einem echten Erlebnis haben werden lassen! Der Abschied fiel uns allen etwas schwer, aber wir kommen wieder!!!!
mfg CK