MV Royal Manta (Inaktiv)

32 Bewertungen

Bewertungen(32)

Royal Manta vom 22.01. bis 29.01.2012Nachdem wir ...

Royal Manta vom 22.01. bis 29.01.2012

Nachdem wir vom 15.01.-22.01.2012 zum zweiten Mal auf der Amba waren und dort sehr gute Erfahrungen gemacht haben, wollten wir nun im Anschluss auch die neue Royal Manta testen und waren vom 22.01. bis zum 29.01.2012 auf dem Luxussafarischiff zu Gast. Es war unser siebter Maledivenaufenthalt und unsere fünfte Safari auf den Malediven. Das Schiff ist wirklich sehr schön geworden und lässt keine Wünsche offen. Die Kabinen sind luxuriös ausgestattet, mit viel Platz, Doppelbett (140 cm) und Einzelbett, Flachbildfernseher, Kühlschrank und ausreichend Schränke und Ablageflächen. Sogar an die Koffer wurde gedacht, die passen ohne Probleme in die Nischen unter den Betten. Das Bad ist großzügig und schön gestaltet, mit Duschkabine, luxuriösem Waschtisch und WC mit automatisch absenkendem Klodeckel. Klimaanlage und Ventilator verstehen sich von selbst. Wir hatten eine Oberdeckkabine (Nr. 12) gebucht, die zusätzlich einen Balkon mit Liegematte hatte. Diesen haben wir allerdings selten genutzt, da das Boot ein riesiges Sonnendeck hat und viele schöne Aufenthaltsbereiche. Was allerdings sehr angenehm war, man konnte nachts die Balkontüre offen lassen, hatte somit immer frische Luft und brauchte keine Klimaanlage. Und mit den vorhandenen Wäscheklammern konnte man seine nassen Sachen auf dem Balkon trocknen. Alle drei Tage gibt es frische Bettwäsche und neue Handtücher. Zweimal täglich ist Zimmerservice. Auch auf dem Tauchdhoni gibt es zusätzlich Handtücher - ein ganz toller Service - denn was braucht man auf einer Tauchsafari am Meisten: Handtücher, Badehosen und Bikinis.

Gespeist wurde dreimal täglich auf edlem Geschirr mit blitzblankem Vorlegebesteck. Manfred legt sehr viel Wert auf gute Küche und hat einen gelungenen Mix aus frischem Fisch, asiatischer und europäischer Küche gefunden. Es gab frische Thunfischsteaks oder ganze Fische, Sashimi, Fischcurry und Garnelen. Für die, wo keinen Fisch mögen oder Allergien hatten, wurde extra gekocht mit Hähnchen oder Rind. Abends wurde ein Drei-Gänge-Menü serviert mit Suppe oder Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch. Faszinierend ist für mich, wie einheimische Köche Apfelküchle mit Vanilleeis oder gefüllte Pfannkuchen mit flambierten Mangostückchen zaubern. Mittags gab es meist Pasta oder Pizza mit frischen Salaten und zum Frühstück Eier in sämtlichen Variationen auf Bestellung, Käse, Tomaten, Butter, Marmelade, frisches Obst, Toastbrot usw. Was aber auch beim Frühstück besonders war: es gab immer dunkles Körnerbrot, Salami oder andere genießbare Wurstsorten, was auf den Malediven nicht selbstverständlich ist. Kaffee und Tee sind kostenlos und es gibt einen richtig guten Kaffeevollautomaten, der natürlich rege genutzt wird. Bier kostet 3 Euro, Softdrinks 2 Euro und 1,5 Liter Wasser 2 Euro. Bezahlt wird in Muscheln, die man immer wieder nachkaufen kann.

Im Aufenthaltsbereich gibt es ausreichend Fischbestimmungsbücher und Lesestoff, eine Musikanlage und einen Bootslaptop mit kostenlosem Internetzugang.

Was Technik und Sicherheit an Bord angeht, ist die Royal Manta auf dem allerneuesten Stand, wer möchte kann sich die Anlagen auch zeigen lassen.

Doch nun zum Tauchen. Wir waren begeistert, von den Tauchguides Rachman und Shahim, von den Tauchplätzen und vom Tauchdhoni mit seiner Crew. Bereits am selben Tag nach Ankunft an Bord sind wir ins Süd-Ari-Atoll gefahren wo wir am nächsten Tag bereits Wahlhaie hatten. Am zweiten Tag hatten wir dann Mantas und sind am immer noch sehr schönen Kudarah Thila getaucht. Am dritten Tag standen die berühmten Plätze 5 Rocks und Broken Rock auf dem Plan und am vierten und fünften Tag hatten wir im Vaavu-Atoll sechs Tauchgänge mit Haifischsuppe satt (graue Riffhaie, Weißspitzen und Schwarzspitzen). Adlerrochen, Napoleons und Schildkröten waren natürlich auch dabei und verschiedenes Kleinzeug, wie Geisterpfeifenfische, Schaukelfische, Schnecken und Strudelwürmer. Der Korallenbewuchs ist leider nicht mehr üppig und im Norden doch noch sichtbar schöner.

Die Tauchguides machten unserer Ansicht nach einen sehr guten Job. Da wir schon mehrfach Maledivenerfahrung haben, erlauben wir uns dieses Urteil abzugeben. Vielen Dank nochmals an Rachman und Shahim für die tollen Tauchgänge. Die Plätze waren exponiert und gut gewählt, die Briefings waren gut und ausreichend und nach einem Strömungscheck wurde – bis auf einmal - immer richtig gesprungen. Was allerdings dazu gesagt werden muss, es waren alles erfahrene und disziplinierte Taucher und eine gewisse Erfahrung mit Strömungstauchgängen, schnellem Abtauchen, Riffhaken, Boje aufblasen, im Blauwasser aufsteigen usw. muss bei Tauchgruppen mit ca. 10 Personen pro Guide auf einer Tauchsafari einfach vorausgesetzt werden. Der Guide kann nicht Kindermädchen für alle sein. Wer Haie schauen will, muss nun mal bei Strömung tauchen und wer Wahlhaie oder Mantas beim Tauchen will, der wird vielleicht mehrfach und das ein oder andere Mal vergebens ins Wasser springen. Wer wollte, konnte sich dem Guide anhängen oder als Buddyteam mit Abstand zur Gruppe tauchen. So entstand trotz den 23 Tauchern kein Rudeltauchen. Gesprungen wurde versetzt in zwei Gruppen. Bei vielen Tauchgängen hat es jahreszeitbedingt sehr heftig geblasen. Das ein oder andere Mal hätten wir uns einen ruhigeren Tauchgang gewünscht. Aber die Guides wollten uns natürlich auch das Maximum bieten. Deshalb eine Bitte, wer noch nicht so erfahren ist mit Strömungstauchgängen auf den Malediven, sollte dies vorab dem Schiff melden, damit evtl. ein weiterer Guide für die Betreuung an Bord ist. Dies ist nur in Eurem eigenen Interesse, damit jeder auf seine Kosten kommt und Spaß bei den Tauchgängen hat.

Die Dhonicrew muss ich auf jeden Fall auch noch erwähnen. Der Kapitän hatte jederzeit die Übersicht und wusste wo seine Taucher waren, er hat uns immer an den richtigen Stellen abgesetzt und die Besatzung war ständig sehr bemüht und hilfsbereit. Die Flaschen standen vor jedem Tauchgang fertig montiert mit Jacket und Atemregler bereit, Nitrox wurde von den Jungs analysiert und beim An- und Ausziehen, sowie beim Einsteigen war immer eine helfende Hand in der Nähe, auch dafür vielen Dank. Das Dhoni selbst war ausreichend groß, gut motorisiert und mit GPS ausgestattet. Es hatte eine Toilette an Bord, ein gute Einstiegsleiter mit Seilen umwickelt, was ein leichtes Einsteigen ermöglichte.

Was vielleicht auch noch erwähnenswert ist, die Royal Manta fährt nur tagsüber und ankert nachts, was ein ruhiges Schlummern ermöglicht.
Täglich werden drei Tauchgänge gemacht und ein Nachttauchgang pro Woche. Am Anreise- und Abreisetag werden nur eingeschränkt Tauchgänge angeboten. Als wir am Ankunftstag nicht mehr tauchen konnten, waren wir zuerst etwas enttäuscht, wurden dafür aber am nächsten Tag mit Wahlhaien belohnt. Deshalb - vertraut der Crew - sie wissen schon was sie tun.
Nitrox kostet 50 Euro pro Woche und ist auf jeden Fall zu empfehlen. Es kommt häufig vor, dass drei Tauchgänge am Tag auf annähernd 30 Meter gemacht werden und die Riffdächer meist in 15 Metern enden. Um mehr Nullzeit am Riff zu haben ist es ratsam, mit Nitrox und entsprechendem Computer zu tauchen.
In der Woche gab es zusätzlich einmal Barbecue am Strand, zweimal hatte man die Möglichkeit, auf einer Einheimischeninsel zu shoppen oder in ein einheimisches Cafe zu gehen und am letzten Tag konnte man noch zwei Stunden in Male verbringen. Neben dem Tauchen wurde also auch absolutes Malediven-Sightseeing geboten.
Die Gäste auf der Royal Manta sind überwiegend Deutsche, Schweizer und Österreicher. Bei unserer Tour waren weiterhin ein Paar aus Litauen, zwei Holländer und ein Engländer an Bord.

Fazit:
Die Royal Manta ist ein luxuriöses Traumschiff in Kleinformat. Für eine Tauchsafari fast schon zu schade. Wer tauchen liebt, braucht unserer Ansicht nach keinen Flachbildfernseher oder Jacuzzi auf dem Sonnendeck. Doch trotz der Annehmlichkeiten bietet die die Royal Manta ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis – auch wenn das Wasser extra kostet - und was zu dem Luxus natürlich hinzukommt ist das Tauchen. Auf der Royal Manta faszinierend und unserer Ansicht nach sehr gut organisiert. Deshalb gibt es von uns alle Flossen und wir kommen mit Sicherheit wieder.

Vielen Dank für die tolle Woche an Barbara, Shahim und die ganze Crew.

Sabine und Harald