26. November – 3. Dezember – Brother-Islands & Da ...
26. November – 3. Dezember – Brother-Islands & Daedalus
Vorwort:
Wenn ein Safarischiff auf dem Roten Meer mit dem Slogan ´Taking the Lead´ an den Start geht, dann ist das schon eine massive Ansage – zum einen eine Kampfansage an all die anderen Boote die in den letzten Jahren ihren Job mit Sicherheit nicht schlecht gemacht haben, zum anderen aber auch ein Versprechen an die Gäste, die mit berechtigt hohen Erwartungen auf dieses Boot kommen.
Prolog:
Als mich gute Freunde fragten, ob ich nicht Lust hätte bei einer Rotmeer-Safari Ende November/Anfang Dezember mitzukommen war ich zunächst etwas skeptisch. Nach diversen Touren auf namhaften Boot hatte ich eine gewisse Vorstellung von Welle und Wind um diese Jahreszeit. Letzten Endes ließ ich mich von den guten Aussichten auf Großfisch und dem avisierten Boots (der seven7seas) breitschlagen.
1.Akt – die Anreise:
Der Flug von Düsseldorf (via Zwischenlandung in München) nach Marsa Alam mit Condor verlief ohne besondere Zwischenfälle. Pünktlich trafen wir in Marsa Alam ein und wurden direkt bei betreten des Flughafengebäudes von einem Mitarbeiter mit seven7seas Schild empfangen. Das obligatorische Visum wurde in den Reisepass eingeklebt und weiter ging´s zum Kontrolle – alles in unter 5 Minuten. Die Koffer kamen zeitnah und auch der Kleinbus für die Fahrt zum Hafen stand bereit. Nach guten 10 Minuten Fahrt kamen wir an der nahezu leeren Mole von Ras Galib an – es lagen insgesamt nur 3 Boote im Hafen. Anzumerken ist, daß Ras Galib z.Z. die wohl größte Baustelle am Roten Meer ist – überall wird gearbeitet – es sei denn die Jungs werden durch ´höhere Gewalt´ abgelenkt – Bild 1.). Wenn alles denn irgendwann mal fertig sein sollte, kann es wirklich ein Juwel abgeben.
2.Akt – das Boot:
Da lag sie nun die seven7seas – ganz ehrlich – eine Schönheit ist sie nicht! Groß – ja! Imposant – ja! Gewaltig – ja! Aber schön – nicht wirklich! Die gesamte Linienführung haben andere Safariboote einfach besser hinbekommen – mehr Schwung, fließender, stimmiger, eleganter. Die seven7seas leidet einfach ein wenig unter ihrer Größe die es nahezu unmöglich macht eine harmonische Form zu realisieren – hier stand eindeutig die Funktion und die Zweckmäßigkeit an erster Stelle – das Design musste sich etwas hinten anstellen – Bild 2.). Aber Geschmack ist bekanntlich subjektiv. Das Design ist auch schon der einzige ´Minuspunkt´ den sich die seven7seas gefallen lassen muß! Ansonsten ist das Schiff nahezu perfekt – kleine ´Sticheleien´ möge man mir verzeihen.
Das Tauchdeck und die Tauchplattform sind geräumig mit viel Platz für die 24 Gäste so daß man sich nicht ins Gehege kommt. Einziger Minuspunkt hier – die Ladestation für die Lampen auf dem Tauchdeck – hier wäre ein Fach je Gast wünschenswert um Kabelsalat und Verwechslungen zu vermeiden.
Wo andere Schiffe einen kombinierten Salon/Speiseraum haben, hat die seven7seas einen Salon mit voll ausgestatteter Bar (zugegeben, für den Mochito fehlten die frischen Minzblätter und für den Wodka-Lemon fehlte Bitter-Lemon – ansonsten ist aber alles vorhanden) sowie einen separaten Speiseraum. Alles ist hochwertig ausgestattet, Holz und weiße Poster dominieren im Salon.
Die Kabinen (8 Kabinen unter Deck mit je 2 Einzelbetten & 4 Suiten mit Doppelbett auf dem Oberdeck) sind sehr geräumig, die Betten sind bequem, es gibt ausreichend Stauraum, einen LCD-Fernseher mit DVD-Player, einen Kühlschrank, einen Safe. Highlight ist das Badezimmer – wo auf ´normalen´ Schiffen das Ganze Badezimmer als Dusche fungiert, gibt es hier eine Duschtasse mit Duschtür so daß man duschen kann ohne gleich das ganze Bad und alle darin enthaltenen Sachen zu fluten. Die Badezimmer-Ausstattung ist als hochwertig anzusehen – einzig die Tatsache, daß die Wasserhähne an Waschbecken und Dusche nicht aus der selber Serie stammen könnte absolute Perfektionisten stören.
Auf dem Oberdeck befinden sich die Brücke mit allen technischen ´Spielereien´, die besagten 4 Suiten sowie eine ´Sitzecke´ (ich spreche hier bewusst von einer Sitzecke da im Vergleich zu anderen Schiffen die auf dieser Ebene bereits ihren mit Segeltuch überspannten Liegebereich haben hier wirklich nur kleine Tische mit Bänken und Stühlen sind) mit Bar, Audio-Anlage und BBQ-Grill. Ein weiteres Deck höher wo üblicherweise die Flybridge ist, befindet sich der mit Segeltuch überspannte Liegebereich Bild 3.) – es gibt ausreichend Liegefläche und das Segeltuch ist so gespannt das zu jeder Tageszeit Schatten- und Sonnenplätze vorhanden sind.
Auch hinter den Kulissen stimmt alles was eine Führung in den Maschinenraum am letzten Tag im Hafen zeigte – alles sehr sauber und piko-bello in Schuss!
3.Akt – die Crew:
Mein ganz großes Kompliment an die Jungs von der seven7seas an dieser Stelle. Guten Service ist man von Safaribooten der gehobenen Preisklasse gewohnt – was hier aber geboten wurde ist einfach Top. Alles zu erwähnen ginge zu weit – aber nur ein Beispiel – wir haben Abends immer gerne ganz oben auf dem Sonnendeck mit ein paar Leuten gesessen, einen gepflegten lokalen Wein getrunken und es ist teilweise auch nach Mitternacht geworden – immer war noch ein dienstbarer Geist anwesend der sich dezent im Hintergrund hielt, an und ab leere Gläser abräumte, einen Aschenbecher leerte und auch noch eine Flasche Wein oder Snacks nachreichte. Ein: ´you can go to bed if you like´ von uns wurde höflich aber bestimmt abgelehnt! Eigenheiten und Sonderwünsche der Gäste wurden schnell ´gespeichert´ – die Crew wusste genau, wer was zu den Mahlzeiten trinkt, isst oder aber auch nicht, wer wie bei den Tauchvorbereitungen unterstützt werden wollte und wie sein Equipment betreut werden sollte. Das Essen war ausnahmslos sehr gut, es gab viel Abwechslung; Highlights waren der arabische Abend und das das BBQ Bild 4.). Insgesamt hatten wir sehr viel Spaß mit und ein sehr lockeres & freundschaftliches Verhältnis zu den Jungs der Crew.
4. Akt – Diveguids und Tauchen:
Unsere Tour verlief von Ras Galib zu den Brothers, Daedalus sowie Elphinstone und zurück nach Ras Galib. Zunächst einmal sei angemerkt, daß die Tour von Montag bis Montag ging – somit absolut antizyklisch zu der Masse der Boote die von Donnerstag bis Donnerstag fahren und als große Karawane von Tauchplatz zu Tauchplatz ziehen – Rudeltauchen lässt da oft Grüßen. Wir kamen recht früh aus dem Hafen los und der obligatorische Checktauchgang am Marsa Mubarak verlief reibungslos. An vielen Tauchplätzen waren wir das einzige Boot so z.B. an den Brothers oder am Daedalus. Worst case waren mal zwei andere Boot da – aber das war es dann auch. Die großen Strecken wurden nachts gefahren so daß die Tage wirklich zum Tauchen genutzt werden konnten. Wellen und Wind hatten wir entgegen meiner Befürchtung gar nicht – das Rote Meer war eine Badewanne.
Bezüglich Diveguids sei zu sagen das für 23 anwesende Gäste satte 3 Guides (Moni, Eslam und Hani) zur Verfügung standen von denen immer zwei mit ins Wasser gingen und einer die Aufsicht auf dem Boot hatte. Ein Novum für mich - das Briefing lief auf dem großen LCD Fernseher im Salon mittels Laptop und Powerpoint ab – gute Karten vom Tauchplatz in Kombination mit schönen Fotos vermittelten eine genaue Vorstellung von dem was uns jeweils im/unter Wasser erwarten würde – da steckt wirklich viel Arbeit drin – Kompliment Moni! Verschiedene Möglichkeiten der Tauchgangsgestaltung wurden vorgestellt und die anschließende Gruppeneinteilung erfolgte via Eintrag auf einem Whiteboard; hier konnte man dann auch in Absprache mit den Guides einen geführten Tauchgang ´buchen´, oder aber alleine tauchen gehen - sehr gut. Lobend zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang das ENOS System – ein wirkliches Plus an Sicherheit. Nitrox war kostenlos für brevetierte Taucher verfügbar – der o2 Anteil wurde an den Brothers auf Wunsch der Gäste zugunsten der maximalen Tauchtiefe von 32% auf 28% reduziert. Die Tauchgänge selber verliefen wie geplant – die Strömungsangaben stimmten und der Transport via Zodiak war gut organisiert. Der versprochene Großfisch war auch da – Hai und co. satt Bild 5.)!!!
Die Guides kannten ihre Riffe und verstanden es die Tauchgänge interessant zu gestalten – meine Top 2 waren die Tauchgänge mit Moni durch die Numidia, und am Elphinstone – danke!!!!.
5. Akt – die Mitreisenden:
Mitreisende sind immer so ein Thema – es gibt Leute und Leute. Obwohl – bei der Größe der seven7seas gibt es genug Platz um sich auch mal aus dem Weg zu gehen wenn es nicht so klappt. Insgesamt aber hatten wir großes Glück – wir waren zu 23 Bild 6.) - neben unserer Gruppe von 7 Leuten aus dem Rheinland Bild 7.) waren noch eine Gruppe (6 Leute) aus Hamburg da, dann 3 Paare unterschiedlichen Alters und einige Alleinreisende. Man kam schnell ins Gespräch und es ergaben sich neue Freundschaften.
6. Akt – alles geht zu Ende
Auch die schönste Tour endet einmal. In vielen Fällen ist es so, daß spätestens wenn das Boot im Hafen ist der Urlaub zu Ende ist, es ungemütlich wird und die Vorbereitungen (Schiff putzen, Proviant und Treibstoff bunkern etc.) laufen für die nächsten Tour. Zwar kam es auch hier zu der einen oder anderen ´Abreise´ eines Crewmitglieds aber die restlichen Aktionen blieben aus. Da wir einen recht späten Flug hatten, wurden wir am letzten Tag nach dem Frühstück in ein nahe gelegenes (gutes) Hotel gebracht, bekamen hier ein Zimmer und konnten die letzten Stunden am Pool verbringen – gute Idee – so kann das Schiff für die kommende Tour vorbereitet werden ohne daß die vorherigen Gäste ´stören´.
Epilog:
Zurück in Deutschland – es ist kalt doch zumindest regnet es nicht. Ich sitze im Auto; im Radio läuft ´Sand in my shoes ´ von Dido – noch einmal bin ich in Gedanken auf der seven7seas – allerdings nur kurz – der dichte Verkehr auf Deutschlands Straßen verzeiht keine Unaufmerksamkeit. Aber im nächsten Jahr, da geht es zurück, zurück auf die seven7seas…
Danksagungen:
Ein besonderer Dank an das ganze Team der seven7seas - insbesondere an Moni & Eslam - für den gelungenen Urlaub – meine mit Abstand beste Rotmeer-Safari ever.
Einen Dank auch an die restlichen Mitreisenden und speziell an Martina aus München (unsere Sundowner Sessions waren klasse) und Nicole aus Frankfurt (Hay Bondgirl, wegen Dir wird Port Galib nie fertig).
Last but not least - DANKE an meine guten Freunde André Steffi, Markus & Torsten die mich zu dieser Tour ´überredet´ haben – Leute, wer solche Freunde wie Euch hat, braucht keine anderen Probleme
Bild 1.) ein hübsches Mädel an der Mole und die Arbeit kommt zum Erliegen...
Bild 2.) die seven7seas in ihrer vollen Größe
Bild 3.) viel Platz auf dem Sonnendeck
Bild 4.) BBQ - super lecker!
Bild 5.) Greatest Hits
Bild 6.) Gruppebild mit Crew
Bild 7.) Rheinlands-7 auf dem Daedalus-Leuchtturm
Vorwort:
Wenn ein Safarischiff auf dem Roten Meer mit dem Slogan ´Taking the Lead´ an den Start geht, dann ist das schon eine massive Ansage – zum einen eine Kampfansage an all die anderen Boote die in den letzten Jahren ihren Job mit Sicherheit nicht schlecht gemacht haben, zum anderen aber auch ein Versprechen an die Gäste, die mit berechtigt hohen Erwartungen auf dieses Boot kommen.
Prolog:
Als mich gute Freunde fragten, ob ich nicht Lust hätte bei einer Rotmeer-Safari Ende November/Anfang Dezember mitzukommen war ich zunächst etwas skeptisch. Nach diversen Touren auf namhaften Boot hatte ich eine gewisse Vorstellung von Welle und Wind um diese Jahreszeit. Letzten Endes ließ ich mich von den guten Aussichten auf Großfisch und dem avisierten Boots (der seven7seas) breitschlagen.
1.Akt – die Anreise:
Der Flug von Düsseldorf (via Zwischenlandung in München) nach Marsa Alam mit Condor verlief ohne besondere Zwischenfälle. Pünktlich trafen wir in Marsa Alam ein und wurden direkt bei betreten des Flughafengebäudes von einem Mitarbeiter mit seven7seas Schild empfangen. Das obligatorische Visum wurde in den Reisepass eingeklebt und weiter ging´s zum Kontrolle – alles in unter 5 Minuten. Die Koffer kamen zeitnah und auch der Kleinbus für die Fahrt zum Hafen stand bereit. Nach guten 10 Minuten Fahrt kamen wir an der nahezu leeren Mole von Ras Galib an – es lagen insgesamt nur 3 Boote im Hafen. Anzumerken ist, daß Ras Galib z.Z. die wohl größte Baustelle am Roten Meer ist – überall wird gearbeitet – es sei denn die Jungs werden durch ´höhere Gewalt´ abgelenkt – Bild 1.). Wenn alles denn irgendwann mal fertig sein sollte, kann es wirklich ein Juwel abgeben.
2.Akt – das Boot:
Da lag sie nun die seven7seas – ganz ehrlich – eine Schönheit ist sie nicht! Groß – ja! Imposant – ja! Gewaltig – ja! Aber schön – nicht wirklich! Die gesamte Linienführung haben andere Safariboote einfach besser hinbekommen – mehr Schwung, fließender, stimmiger, eleganter. Die seven7seas leidet einfach ein wenig unter ihrer Größe die es nahezu unmöglich macht eine harmonische Form zu realisieren – hier stand eindeutig die Funktion und die Zweckmäßigkeit an erster Stelle – das Design musste sich etwas hinten anstellen – Bild 2.). Aber Geschmack ist bekanntlich subjektiv. Das Design ist auch schon der einzige ´Minuspunkt´ den sich die seven7seas gefallen lassen muß! Ansonsten ist das Schiff nahezu perfekt – kleine ´Sticheleien´ möge man mir verzeihen.
Das Tauchdeck und die Tauchplattform sind geräumig mit viel Platz für die 24 Gäste so daß man sich nicht ins Gehege kommt. Einziger Minuspunkt hier – die Ladestation für die Lampen auf dem Tauchdeck – hier wäre ein Fach je Gast wünschenswert um Kabelsalat und Verwechslungen zu vermeiden.
Wo andere Schiffe einen kombinierten Salon/Speiseraum haben, hat die seven7seas einen Salon mit voll ausgestatteter Bar (zugegeben, für den Mochito fehlten die frischen Minzblätter und für den Wodka-Lemon fehlte Bitter-Lemon – ansonsten ist aber alles vorhanden) sowie einen separaten Speiseraum. Alles ist hochwertig ausgestattet, Holz und weiße Poster dominieren im Salon.
Die Kabinen (8 Kabinen unter Deck mit je 2 Einzelbetten & 4 Suiten mit Doppelbett auf dem Oberdeck) sind sehr geräumig, die Betten sind bequem, es gibt ausreichend Stauraum, einen LCD-Fernseher mit DVD-Player, einen Kühlschrank, einen Safe. Highlight ist das Badezimmer – wo auf ´normalen´ Schiffen das Ganze Badezimmer als Dusche fungiert, gibt es hier eine Duschtasse mit Duschtür so daß man duschen kann ohne gleich das ganze Bad und alle darin enthaltenen Sachen zu fluten. Die Badezimmer-Ausstattung ist als hochwertig anzusehen – einzig die Tatsache, daß die Wasserhähne an Waschbecken und Dusche nicht aus der selber Serie stammen könnte absolute Perfektionisten stören.
Auf dem Oberdeck befinden sich die Brücke mit allen technischen ´Spielereien´, die besagten 4 Suiten sowie eine ´Sitzecke´ (ich spreche hier bewusst von einer Sitzecke da im Vergleich zu anderen Schiffen die auf dieser Ebene bereits ihren mit Segeltuch überspannten Liegebereich haben hier wirklich nur kleine Tische mit Bänken und Stühlen sind) mit Bar, Audio-Anlage und BBQ-Grill. Ein weiteres Deck höher wo üblicherweise die Flybridge ist, befindet sich der mit Segeltuch überspannte Liegebereich Bild 3.) – es gibt ausreichend Liegefläche und das Segeltuch ist so gespannt das zu jeder Tageszeit Schatten- und Sonnenplätze vorhanden sind.
Auch hinter den Kulissen stimmt alles was eine Führung in den Maschinenraum am letzten Tag im Hafen zeigte – alles sehr sauber und piko-bello in Schuss!
3.Akt – die Crew:
Mein ganz großes Kompliment an die Jungs von der seven7seas an dieser Stelle. Guten Service ist man von Safaribooten der gehobenen Preisklasse gewohnt – was hier aber geboten wurde ist einfach Top. Alles zu erwähnen ginge zu weit – aber nur ein Beispiel – wir haben Abends immer gerne ganz oben auf dem Sonnendeck mit ein paar Leuten gesessen, einen gepflegten lokalen Wein getrunken und es ist teilweise auch nach Mitternacht geworden – immer war noch ein dienstbarer Geist anwesend der sich dezent im Hintergrund hielt, an und ab leere Gläser abräumte, einen Aschenbecher leerte und auch noch eine Flasche Wein oder Snacks nachreichte. Ein: ´you can go to bed if you like´ von uns wurde höflich aber bestimmt abgelehnt! Eigenheiten und Sonderwünsche der Gäste wurden schnell ´gespeichert´ – die Crew wusste genau, wer was zu den Mahlzeiten trinkt, isst oder aber auch nicht, wer wie bei den Tauchvorbereitungen unterstützt werden wollte und wie sein Equipment betreut werden sollte. Das Essen war ausnahmslos sehr gut, es gab viel Abwechslung; Highlights waren der arabische Abend und das das BBQ Bild 4.). Insgesamt hatten wir sehr viel Spaß mit und ein sehr lockeres & freundschaftliches Verhältnis zu den Jungs der Crew.
4. Akt – Diveguids und Tauchen:
Unsere Tour verlief von Ras Galib zu den Brothers, Daedalus sowie Elphinstone und zurück nach Ras Galib. Zunächst einmal sei angemerkt, daß die Tour von Montag bis Montag ging – somit absolut antizyklisch zu der Masse der Boote die von Donnerstag bis Donnerstag fahren und als große Karawane von Tauchplatz zu Tauchplatz ziehen – Rudeltauchen lässt da oft Grüßen. Wir kamen recht früh aus dem Hafen los und der obligatorische Checktauchgang am Marsa Mubarak verlief reibungslos. An vielen Tauchplätzen waren wir das einzige Boot so z.B. an den Brothers oder am Daedalus. Worst case waren mal zwei andere Boot da – aber das war es dann auch. Die großen Strecken wurden nachts gefahren so daß die Tage wirklich zum Tauchen genutzt werden konnten. Wellen und Wind hatten wir entgegen meiner Befürchtung gar nicht – das Rote Meer war eine Badewanne.
Bezüglich Diveguids sei zu sagen das für 23 anwesende Gäste satte 3 Guides (Moni, Eslam und Hani) zur Verfügung standen von denen immer zwei mit ins Wasser gingen und einer die Aufsicht auf dem Boot hatte. Ein Novum für mich - das Briefing lief auf dem großen LCD Fernseher im Salon mittels Laptop und Powerpoint ab – gute Karten vom Tauchplatz in Kombination mit schönen Fotos vermittelten eine genaue Vorstellung von dem was uns jeweils im/unter Wasser erwarten würde – da steckt wirklich viel Arbeit drin – Kompliment Moni! Verschiedene Möglichkeiten der Tauchgangsgestaltung wurden vorgestellt und die anschließende Gruppeneinteilung erfolgte via Eintrag auf einem Whiteboard; hier konnte man dann auch in Absprache mit den Guides einen geführten Tauchgang ´buchen´, oder aber alleine tauchen gehen - sehr gut. Lobend zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang das ENOS System – ein wirkliches Plus an Sicherheit. Nitrox war kostenlos für brevetierte Taucher verfügbar – der o2 Anteil wurde an den Brothers auf Wunsch der Gäste zugunsten der maximalen Tauchtiefe von 32% auf 28% reduziert. Die Tauchgänge selber verliefen wie geplant – die Strömungsangaben stimmten und der Transport via Zodiak war gut organisiert. Der versprochene Großfisch war auch da – Hai und co. satt Bild 5.)!!!
Die Guides kannten ihre Riffe und verstanden es die Tauchgänge interessant zu gestalten – meine Top 2 waren die Tauchgänge mit Moni durch die Numidia, und am Elphinstone – danke!!!!.
5. Akt – die Mitreisenden:
Mitreisende sind immer so ein Thema – es gibt Leute und Leute. Obwohl – bei der Größe der seven7seas gibt es genug Platz um sich auch mal aus dem Weg zu gehen wenn es nicht so klappt. Insgesamt aber hatten wir großes Glück – wir waren zu 23 Bild 6.) - neben unserer Gruppe von 7 Leuten aus dem Rheinland Bild 7.) waren noch eine Gruppe (6 Leute) aus Hamburg da, dann 3 Paare unterschiedlichen Alters und einige Alleinreisende. Man kam schnell ins Gespräch und es ergaben sich neue Freundschaften.
6. Akt – alles geht zu Ende
Auch die schönste Tour endet einmal. In vielen Fällen ist es so, daß spätestens wenn das Boot im Hafen ist der Urlaub zu Ende ist, es ungemütlich wird und die Vorbereitungen (Schiff putzen, Proviant und Treibstoff bunkern etc.) laufen für die nächsten Tour. Zwar kam es auch hier zu der einen oder anderen ´Abreise´ eines Crewmitglieds aber die restlichen Aktionen blieben aus. Da wir einen recht späten Flug hatten, wurden wir am letzten Tag nach dem Frühstück in ein nahe gelegenes (gutes) Hotel gebracht, bekamen hier ein Zimmer und konnten die letzten Stunden am Pool verbringen – gute Idee – so kann das Schiff für die kommende Tour vorbereitet werden ohne daß die vorherigen Gäste ´stören´.
Epilog:
Zurück in Deutschland – es ist kalt doch zumindest regnet es nicht. Ich sitze im Auto; im Radio läuft ´Sand in my shoes ´ von Dido – noch einmal bin ich in Gedanken auf der seven7seas – allerdings nur kurz – der dichte Verkehr auf Deutschlands Straßen verzeiht keine Unaufmerksamkeit. Aber im nächsten Jahr, da geht es zurück, zurück auf die seven7seas…
Danksagungen:
Ein besonderer Dank an das ganze Team der seven7seas - insbesondere an Moni & Eslam - für den gelungenen Urlaub – meine mit Abstand beste Rotmeer-Safari ever.
Einen Dank auch an die restlichen Mitreisenden und speziell an Martina aus München (unsere Sundowner Sessions waren klasse) und Nicole aus Frankfurt (Hay Bondgirl, wegen Dir wird Port Galib nie fertig).
Last but not least - DANKE an meine guten Freunde André Steffi, Markus & Torsten die mich zu dieser Tour ´überredet´ haben – Leute, wer solche Freunde wie Euch hat, braucht keine anderen Probleme

Bild 1.) ein hübsches Mädel an der Mole und die Arbeit kommt zum Erliegen...
Bild 2.) die seven7seas in ihrer vollen Größe
Bild 3.) viel Platz auf dem Sonnendeck
Bild 4.) BBQ - super lecker!
Bild 5.) Greatest Hits
Bild 6.) Gruppebild mit Crew
Bild 7.) Rheinlands-7 auf dem Daedalus-Leuchtturm