Tauchen ist ein schöner, aber auch ein gefährlicher Sport. Um Dir auch die Gefahren dieses Sports aufzuzeigen, gibt es die Tauchunfallseite, auf der aktuelle Tauchunfälle im deutschsprachigen Raum aufgezeigt werden.

Tauchunfall bei Solo-TG im Achensee 9.3.

Am Samstagnachmittag ist ein 62jähriger Tiroler zu einem Solo-TG im Achensee aufgebrochen. Hierbei kam es in einer Tiefe von 17 Metern zu Problemen. Der Taucher führte dann einen Notaufstieg durch.

Er konnte glücklicherweise von zwei deutschen Tauchern an der Oberfläche gefunden und geborgen worden. Diese lösten auch die Rettungskette aus. Der Taucher wird mit dem Hubschrauber in die Unfallklinik nach Murnau geflogen.

Quelle: https://www.meinbezirk.at/schwaz/c-lokales/62jaehriger-tiroler-nach-murnau-eingeliefert_a3249708

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SolosigiPADI DM, RAB/VDST CCR Tec, Poseidon SE7EN CCR
11.03.2019 11:17
Eigentlich habe ich gehofft, dass dieser Unfall hier nicht zu Sprache kommt. Aber da es nun mal so ist und um jeder Spekulation vorzubeugen: der verunfallte Taucher bin ich!

Vorerst einmal an alle Einsatzkräfte, das Rote Kreuz in Maurach am Achensee, der Freiweilligen Feuerwehr, der Wasserettung Achensee, dem Notarzt, der Flugrettung Tirol, dem medizinischen Team in Murnau aber ganz besonders den 2 deutschen Tauchern ein herzliches Danke!
Ich hoffe, diese 2 Taucher, meine Erstretter lesen hier mit und melden sich bei mir. Ich möchte denen gerne die Hand schütteln und persönlich danken!

An diesem Tag wollte ich einen neuen Standfuss (CadroTech) an meinem Rebreather (Poseidonn SE7EN) ausprobieren. Daher auch ein nicht 100%-ig gewohnte Ausrüstung. Doch zu meinen Erkenntnissen und Analysen etwas später. Auch hatte ich leichte Kopfschmerzen, wahrscheinlich vom Wetter(umschwung). Alles nichts außergewöhnliches.

Ich bin abgetaucht und habe auf ca. 15m 2 Sidemount Taucher gesehen. Dem Einen habe ich noch zugewinkt. Auf Grund meiner (leichten) Kopfschmerzen habe ich meinen Tauchgang in der Tiefe beschränkt und bin in ca. 18m ca. 15 Minuten an der Steilwand entlang getaucht. Da ich mich aber irgendwie nicht wohlgefühlt habe, nichts besonderes nur so allgemein, habe ich beschlossen den Tauchgang abzubrechen. Ich bin umgekehrt und langsam bis auf ca. 6m aufgetaucht; dies hat lt. Auswertung des TC ca. 5 Minuten gedauert. Auch diese 6m ist mir vorgekommen, als sacke ich ab. Dies ist im Profil auch zu sehen. Und ab diesem Zeitpunkt gab es das große Black Out!

Das nächste, an das ich mich erinnern kann, war jemand in einem schwarzen Trocki neben mir, der mir gut zugeredet hat! Als ich zu Ausstieg hinüber geschaut habe, sah ich die vielen Retter und dachte mir: "was wollen die denn hier? Ich bin ja absolut ok!"
Ich bin dann selbst ein paar Meter zum Ausstieg hinüber geschnorchelt und war froh, dass sie mir geholfen haben.
Nacht der Ersteversorgung direkt am Wasser wurde ich dann mit dem Heli nach Murnau geflogen, Diagnose: wahrscheinlich Hyperkapnie (CO2 Vergiftung) keine Druckkammer nötig. Und nach 1 bis 2h hat mir der behandelnde Arzt gesagt, ich könne gehen!

Erkenntnisse und Lehren daraus:
- Die Rettungskette hat lehrbuchmäßig funktioniert, angefangen von den 2 deutschen Tauchern, die Alarm geschlagen haben über die Erstversorung bis zu medizinischen Behandlung in Murnau.
- Wahrscheinlich lässt sich die Ursache nie genau feststellen! Aber eine CO2 Vergiftung kann offensichtlich schleichend, ohne (bemerkbare) Symtome eintreten. Es kann dann zur Bewußtlosigkeit kommen.

Ich habe mir auch Gedanken zu Ursache gemacht:
- den Atemkalk selbst schließe ich aus, da ich auch dem gleichen Behälter bereits einmal gefüllt habe.
- der Scrubber war abslut frisch. Ich habe gefüllt wie immer. Daher ist Scrubber-packen ziemlich unwahrscheinlich. Trotzdem da noch besser aufpassen.
- Wie schon Eingangs erwähnt habe ich einen neuen Standfuss ausprobiert. Möglicherweise habe ich durch das (leicht) veränderte Tauchverhalten der Gerätes anders Symtome (unwohlsein) nicht registriert oder falsch gedeutet.
- Den Standfuss habe ich an einen alten Bodendeckel meines Gerätes montiert (angeschraubt). Als ich das Gerät zerlegt habe war der untere Teil des Kalkes nass. Ich habe am Sonntag den Scrubberbehälter mit dem montierten Standfuss 2h in die Badewanne gelegt; kein Tropen Wasser! Also unwahrscheinlich.
- Beim Bodendeckel ist ein kleine Platte montiert, die vermutlich den Schwamm in Position halten soll. Diese Platte habe ich beim alten Deckel nicht angebracht. Möglich also, dass der Schwamm diesen eine cm verrutscht ist und den Gasfluss durch den Scubber verändert/blockert hat. Aber auch das finde ich nicht sehr wahrscheinlich, da der Schwamm ja (zumindest trocken) Luft durchlässig ist.
- Mein SE7EN schreibt mir ja ein anatmen des Kalkes an der Oberfläche für 300 Sekunden vor! Das habe ich eigentlich kaum gemacht. Auch diesmal bin ich relativ gleich abgetaucht. Für mich ist daher das Wahrscheinlichste, dass der Kalk auf Grund des Nicht-Anatmens an der Oberfläche nicht richtig gearbeitet hat - also mein Fehler!

Und jetzt dürft ihr mich in der Luft zerreißen!
Ich bin auf Klischees wie: tauche nie alleine, Rebreather sind tädlich, der SE7EN ist gefährlich usw. vorbereitet.
Aber vielleicht kommt ja eine Erkenntnis-bringende Diskussion auf, die hilft, derartige Unfälle in Zukunft zu vermeiden.

Grüße
Solosigi
HansBCMAS*** und Nitrox
18.03.2019 05:42
Hi Solosigi, Danke für deinen Bericht, ich wünschte mir, jeder verunfalte Taucher der seinen Unfall gut überstanden hat würde so einen Bericht schreiben, so kann jeder daraus seine Lehren ziehen und vieleicht auch etwas daraus lernen, und mann hat Infos aus erster Hand, ohne die Gerüchteküche.
Mehr wiil ich auch gar nicht dazu sagen.

Gruß Hans
MySig... Hit and Run ...
18.03.2019 21:42
Hi Solosigi!

Gut dass dir nicht wirklich was passiert ist! Ich finde es auch gut, so selbstkritisch zu sein und eigene Fehler einzugestehen. Zu gerne schieben wir Taucher die Schuld auf den Regler, die Luft in der Flasche,... Aber manchmal haben wir einfach selbst Scheisse gebaut.

Dominik_EDarf mit zum Schnuppertauchen
18.03.2019 23:26
Hi,

erstmal, gut zu hören dass nicht mehr passiert ist und es Dir gut geht. Und dass die Rettung so gut funktioniert hat!

Ich kann fachlich sicherlich hier nichts beitragen. Ich wünsche Dir aber, dass erstens nur konstruktive Kommentare kommen, und dass Du zweitens auch schnell wieder Vertrauen und Dich und Dein Gerät fassen kannst. Mag jetzt vielleicht den Cracks gleich als nicht zielführende Idee auffallen, aber: Das 300 Sekunden Anatmen dient doch auch dazu, wenn dann an Land schon umzukippen falls was unerkannt nicht funktioniert, oder? Könntest Du vielleicht versuchen, Deine verschiedenen Unfallszenarien so in harmloser Umgebung nachzustellen, und vielleicht herausfinden, ob eines tatsächlich zutrifft? Dann wäre der Fall ja klar, und Du könntest eventuell schneller unbesorgt wieder tauchen(?)

Alles Gute!!
nandersenIANTD CCR
19.03.2019 01:24
Sigi- echt jetzt? Du kommst aus Tirol?

Danke, dass du noch bei uns bist!! Und ebenfalls einen Dank für das Teilen der Erfahrung.

Was mich angeht hatte ich nur 1x eine HC Erfahrung, meine Atemfrequenz stieg dramatisch und ich fing an Luft 'auszuhusten'. Ohne echte Konsequenzen, gewarnt durch die Unfallanalyse von D.Shaw wechselte ich auf BO und war mir seit dem sicher eine HC erkennen zu können. Nun glaube ich (DANK DIR) dass dies unerwartet und überraschend zur Bewusstlosigkeit führen kann.

Ich werde mein zukünftiges Tauchverhalten dramatisch ändern. Dank Deines unfreiwilligen Selbstversuch und Deines Muts diesen zu teilen- dies wird er eine bleibende Lehre sein!

Zu Deiner Fehleranalyse halte ich es für unwahrscheinlich, dass der Scrubber aufgrund eines zu späten Anatmens nicht richtig gearbeitet hätte. Das Anatmen ist üblicherweise nur als Überprüfung zu verstehen (so kapier ich das), die aus Sicherheitsgründen ohne Gagstrap an Land erfolgt.

Was allerdings eher logisch klingt ist die Sache mit dem Schwämmchen. Wie führt ein 7 denn die Luft durch die Füllpatrone? Ist diese zusätzlich gedichtet?

Zwei weitere möglich Faktoren, die mir in den Sinn kommen wären

1) Failure Mushroomvalves, dann wäre es ggf. sogar eine Hypoxie gewesen? Dafür spräche auch der Blackout im Auftauchvorgang.

2) Channeling im Scrubber. Hast Du diesen bereits entleert?

Ich kenne die Bauart des 7 zu wenig um über den Scrubber reden zu können, weiss aber, dass nasser Scrubber ziemlich luftundurchlässig wird. Angenommen dies sei der Fall gewesen (und das Wasser sei nicht bei der Rettung eingedrungen)- wie würde sich der 7 dann verhalten? Würdest Du die Ausatemlunge bis an den Widerstand blasen und dann durch das ADV zuatmen?
DarkOnkelIANTD SF2 eCCR Normoxic Trimix Diver
19.03.2019 08:56
Hallo Solosigi,

erstmal super dass es Dir wieder besser geht und Du das ganze ohne Nachwirkungen überstanden hast. Ebenfalls finde ich Deine Stellungnahme super. Da ich selbst beim Anatmen des Kalks eher schnell ins Wasser gehen und deshalb dem Kalk zu wenig Zeit zum arbeiten lasse, werde ich hier in Zukunft mir mehr Zeit nehmen um so ein Problem zu vermeiden.

Weiterhin gute Tauchgänge sm1
19.03.2019 09:15
Hi Solosigi, danke für die ausführliche Schilderung und gut dass nicht mehr passiert ist.

Die Frage ist jetzt: Was für Lehren kann man daraus ziehen? Solange die Ursache nicht geklärt ist, eigentlich keine. Ich denke eigentlich nicht, dass es an dem fehlenden Anatmen lag. Soweit ich es richtig verstanden habe, ist die Hyperkapnie ja nur eine Hypothese. Läßt sich eine Hyperkapnie im Nachhinein eindeutig belegen? Es könnte ja auch andere Ursachen für den Blackout geben, die nichts mit dem Tauchen zu tun haben müssen.

Weißt du eigentlich inzwischen, was zwischen deinem Blackout und dem Wiedererlangen des Bewußtseins passiert ist? Wie tief bist du abgesackt, wo und in welcher Lage haben dich deine Retter gefunden? Vielleicht warst du ja die ganze Zeit bei Bewußtsein und hast jetzt bloß eine Amnesie?
Gelbe MaskeAbz. "Für gutes Wissen" (Gelb)
19.03.2019 10:34
"Mein SE7EN schreibt mir ja ein anatmen des Kalkes an der Oberfläche für 300 Sekunden vor! Das habe ich eigentlich kaum gemacht. Auch diesmal bin ich relativ gleich abgetaucht. Für mich ist daher das Wahrscheinlichste, dass der Kalk auf Grund des Nicht-Anatmens an der Oberfläche nicht richtig gearbeitet hat - also mein Fehler!"
Das, Solosiggi, halte ich für völlig abwegig (evt. bis auf den letzten Satz hinter also). Erstens wüsste ich nicht, weshalb eine Reaktion von Atemkalk erst nach 300s "richtig arbeiten" sollte, und zweitens bist du bis zum Vorfall schon mehr als 20min getaucht. Mich wundert, dass du diesen Widerspruch zu deiner "wahrscheinlichsten" Erklärung nicht selbst bemerkst. Ich an deiner Stelle würde gründlich nachforschen, oder (wenn keine Erklärung zu finden ist) über Konsequenzen nachdenken.
19.03.2019 14:29
Flatterventile?

Ich habe vor zwei Jahren die Erfahrung machen müssen, dass meine Flatterventile jeden Test vor dem Tauchgang ohne Probleme überstanden haben. Aber dann beim Tauchen wurde mir immer leicht übel, nach dem Tauchen war ich etwas ausser Atem etc. Ich habe vier Tauchgänge gebraucht, um überhaupt zu realisieren, dass das Anzeichen von CO2 sein könnten. Und weitere zwei Tauchgänge um den Verdacht zu überprüfen und die Ursache zu finden.

Die Flatterventile haben im kalten Zustand gedichtet. Und dann während dem Tauchen - wahrscheinlich durch die warme Atemluft - haben sie sich verformt, so dass sie nicht mehr dicht waren.

Herausgefunden habe ich dies dann nach dem Tauchen, als ich den Atemschlauch nochmals überprüft habe. Luft ansaugen, Luft pusten, - nichts. Andere Seite Luft ansaugen, Luft pusten- auch nichts. Mundstück in den Mund, rechte Schlauchseite an die Backe und dann saugen - und bei der Aktion, da hat das Flatterventil durchgelassen. Ursache gefunden!


SolosigiPADI DM, RAB/VDST CCR Tec, Poseidon SE7EN CCR
20.03.2019 09:02
Als ich nach der Entlassung aus Murnau wieder nach Hause kam, habe ich natürlich auch die Flapperventile überprüft. Die schienen ok zu sein.

Als ich aber letztes WE mein Gerät zusammengebaut habe war ich mir absolut nicht mehr sicher, ob ich den oberen Deckel drauf hatte.
Der Poseidon funktioniet folgendermaßen: Er hat einen Scrubberbehälter. Dieser wird auf den Bodendeckel "draufgedrückt". Ein O-Ring dichtet den Behälter ab.
Dann kommt ein oberer Deckel, der den Gasfluss lenkt; ebenfalls durch einen (eigenltich zwei) O-Ringen abgedichtet.
Wenn alles richtig montiert ist strömt das Gas vom Mundstück über die Ausatemgegenlunge außen am Scrubber vorbei bis zum Bodendeckel. Dann durch den Scrubber durch zur Einatemgegenlunge und natürlich weiter zur Einatemseite des Mundstückes (linke Seite).

Da ich mir beim Zerlegen des Gerätes, und wahrscheinlich auch auch auf Grund einer gewissen "Zerlege-Routine", sicher war, dass der nasse Kalk der Auslöser ist, weiß ich nicht mehr ob obere Deckel drauf war. Eher nicht, da durch den neuen Standfuss der ganze Scrubber auf einmal 20cm höher war...

Ich habe meinen SE7EN jetzt 2 mal getestet und er war ok!

Ich habe den Unfall auch Poseidon mitgeteilt und eine CO2 angesprochen. Mal sehen...

Eine Lehre, die ich auf jeden Fall aus diesem Unfall gemacht habe: Die Konfiguration (m)eines Rebrathers erfordert absolute Aufmerksamkeit! Eine gewisse Routine kann unter Umständen fatal sein! Ich habe mir vorgenommen, jedesmal wenn ich den oberen Deckel dauf geben "Pfeifendeckel" zu sagen, als Eselsbrücke...
Denn eine CO2 Vergiftung kann offensichtlich schleichend, ohne Vorwarnung kommen...

Gruss
Solosigi
20.03.2019 10:24
Hi Solosigi,

schön dass du noch unter uns weilst und dir das Glück vergönnt war Poseidon von der Schippe zu springen.
Vielen Dank für dein coming out, für ein so wichtiges Thema. Die Vorredner haben meine Fragen schon angesprochen und um weitere Spekulationen zu vermeiden klebe ich an deinen Lippen und hoffe noch mehr Details zur Ursache zu hören.
Anmerken möchte ich zur HC das die Symptome individuell wohl unterschiedlich sein können. Eine Bekannte von mir hat mit ihrem Buddy in einem Selbstversuch unter Aufsicht im Trocknen aus einem RB ohne Kalkpatrone geatmet. Er entwickelte starken Lufthunger begleitet von Kopfschmerzen während sie einfach ohne Vorwarnung weggedämmert ist. Hinterher konnte sie sich nicht erinnern warum die Aufsicht bei ihr das Experiment abgebrochen hat.

TheCrasherCMAS / DTSA ***
Trainer-C Breitensport Tauchen
16.04.2019 12:51
Zunächst einmal vielen Dank Solosigi für deine Offenheit, die hier leider viel zu selten zu finden ist und der Tauchgemeinde so viel weiterhilft. Was mich etwas wundert, ist das hier nur auf die technischen Details und möglichen Equipmentfehler eingegangen wird. Bei allem Fachwissen und Erfahrung (was ICH im Bereich Rebreather nicht habe), sollte man sich doch darüber im klaren sein, das jeder früher oder später mal Fehler macht. Zerreißt mich gerne für diesen Kommentar, aber wenn man schon solo tauchen muss (was ich nachvollziehen kann, auch wenn ich es selbst nicht machen würde), sollte man dann nicht wenigstens bei neuem bzw. gerade erst verändertem Equipment, wenigstens EINEN Tauchgang damit im Team machen? Wären an diesem Tag nicht noch andere Taucher am See gewesen, wärst du vermutlich als Todesfall im Forum gelandet. Ich finde darüber sollte man vielleicht mehr nachdenken als darüber welche technischen Probleme die Ursache gewesen sein könnten (ja auch das ist wichtig herauszufinden, aber Probleme wird es immer wieder mal geben). My 50 cent.
07.05.2019 16:00
1) Der sogenannte Lufthunger, bei einer CO2 vergiftung ist abhängig vom Sauerstoffpartialdruck. Ab 1,0 pO2 tritt diese Luftnot nicht mehr auf, und die Hyperkapnie tritt ihne dieses klassische Symptom auf.

2) Die 300 Sekunden atmen an der Oberfläche des Gerätes sind enorm wichtig. Dies dient nicht nur dazu das Gerät zu überprüfen, sondern wichtiger, den Kalk warmzuatmen.
Erst dann funktioniert die CO2 adsorbtion vernünftig.

Kalter Kalk in ca 4 Grad kaltem Wasser hat nur noch eine Leistungsfähigkeit von ca 25 %.

3) Solltest du den oberen Deckel vergessen haben, dann ist das auf jeden Fall der Grund. Die ausgeatmete Kuft wird dann nichtmehr zwangsweise durch den Scrubber geleitet, sondern beim Einatmen bekommst du auch die CO2 angereicherte Luft.

4) Wenn du die untere Platte, die den Schwamm fixiert, nicht montiert hast, kann es auch sein, das dieser etwas verrutscht ist beim Zusammenbau und zwische O Ring und Gehäuse zu einer kleinen Undichtigkeit geführt hat.
04.07.2019 21:31
Der Kalk fängt selbst aus dem Tiefkühlfach nach 30 Sekunden an zu arbeiten und ist nach 1 Minute ausreichend am Arbeiten.
Das Voratmen ist wichtig, weil Du bei einem Problem dieses noch an der Oberfläche erkennen kannst und nicht erst im Wasser.

Jeder Backup- Rebreather würde sonst sinnlos sein
und müsste immer wieder „beatmet“ werden.
Häng Dir ein Triton vorn dran und teste es selbst.



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