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Tarrieren und Geld

Geändert von Atre01,

Ich möchte gerne etwas Tarrieren üben (bin Anfänger) allerdings sprengt es als Student mein Budget für 1h Stunde im Wasser auf 3m überm Boden schweben jedesmal 50€ zu zahlen für Flasche, Blei und Eintritt.

Würdet ihr abgesehen davon Tarrierkurse (Perfect Bouancy oder GUE Fundi (ich weiß der Vergleich zwischen den Kursen wird warscheinlich jeden GUE Taucher knallrot anlaufen lassen und das zurecht warscheinlich)empfehlen ?) Ich bin echt nicht gut im Tarrieren und mein Tauchcomputer meckert bei jedem Aufstieg. Nicht zuletzt wegen meiner Gesundheit muss ich das deswegen unbedingt lernen.

Also zusammengefasst wie lerne ich am besten Tarrierung ohne Pleite zu gehen dabei? Gue fällt aber warscheinlich dann eh raus da die so wie ich das gehört habe fordern dass man mit Wing und Doppelgerät taucht was zur Zeit und gerade als Anfänger komplett mein Budget sprengtsm1

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01.02.2024 06:00Geändert von AlT,
01.02.2024 07:04

Vorneweg: die GUE Rec Kurse und sogar den GUE Fundamentals kann man ohne DIR Ausrüstung und ohne Doppelgerät machen. Du kannst auch einen GUE Instruktor für eine Privatstunde mit Inhalt Deiner Wahl buchen.

Beim Perfect Bouancy kommt es, wie immer, auf den Tauchlehrer an.

Tarieren kannst Du grundsätzlich auf jedem Tauchgang üben. Wieviele Tauchgänge hast Du denn?
Eine Plattform zum trainieren im See ist hilfreich, aber nicht zwingend notwendig.
Die richtige Bleimenge zu ermitteln ist sehr wichtig.


Üben im Flachwasser (3m) ist sehr gut, weil tarieren dort schwerer ist. Vielleicht gibt es eine Tauchschule in Deiner Nähe, die jetzt im Winter ihre Schüler in der Halle ausbildet?! So habe ich es geübt. Für 5€ Obulus haben die mich mit reingenommen und ich habe eine Stunde am Beckenboden oder an der Fliesenwand (Referenz) nur Tariert.


Guter Trimm ist auch eine wichtige Voraussetzung.

blackraiderDM / TEC Nitrox Diver
01.02.2024 07:07
Tja, jetzt kommt ein blöder Spruch: "Tauchen ist eben teuer..." tongue2

Aber im Ernst, deine 50€ pro TG reduzierst Du indem Du Dir einfach ein Gewässer ohne Eintritt suchst und eigene Ausrüstung anschaffst.
Anders geht es eben nicht, sorry.

Einen Fundi kann man nicht im Ansatz mit dem Bouancy Kurs vergleichen.
Alleine preislich schon nicht! Rechne beim Fundi mal mit 800-1000€.
Leihausrüstung ist da in der Regel keine dabei, zumindest kenne ich das bei solchen Kursen so, dass man sein eigenes Zeug dabei hat.
In der Regel kontaktiert man auch den Ausbilder seiner Wahl direkt und das ganze läuft ohne klassische Tauchschule dazwischen.
Bouancy Kurs läuft dann eher ein klassischer, Kurs über ne Tauchschule mit Leihausrüstung und ca. 300€.
Da kommts wie gesagt wurde auf den Ausbilder an...

Aber was heißt nun Du hast Probleme bei der Tarierung?
Es ist relativ normal, dass man damit die ersten TG zu arbeiten hat, mein Tipp: Geh tauchen! So oft es geht.
Tauchen lernt man nicht indem man einen Kurs besucht und es dann nicht mehr macht. Der Bouancy Kurs bringt Dir eben auch nix wenn Du danach wieder 3 Monate Pause machst.
EcKyCMAS *** etc.
01.02.2024 07:42
Du könntest auch mal schauen, ob es in Deiner Umgebung einen Tauchverein gibt. Viele bieten - insbesondere in der kalten Jahreszeit - ein Hallenbadtraining an, was generell nützlich sein kann und wo solche Übungen mit einfließen können. Zumindest reinschnuppern kann man ja mal, um zu schauen, ob es passt.
Stephan K.PADI DM, CMAS***, SSI XR, Apnoe 1, Eistauchen
01.02.2024 08:10

Tauchen lernt man durch tauchen.

Entweder zahlt man einen Kurs, oder sucht sich einen Verein, oder sucht sich einen erfahrenen Buddy.

Dann entweder Indoor, oder irgendwo in einem See, was aktuell bei den Temperaturen schon sportlich ist.

Bleimenge und Bleilage müssen auch unbedingt überprüft werden. Viele Tarierprobleme liegen daran.

In der eigenen Badewanne geht es halt nicht. Und mehr Optionen gibt es nicht.

Tastenchef13Hypoxic Trimix / Full Cave / JJ-CCR
01.02.2024 08:21
Ich wäre überzeugt das dich der Fundi weit vorranbringt.

Er beinhaltet aber auch deutlich mehr als nur das bouancy special. Er kann dir Aowd / Nitrox1 / / Drysuit bringen.
Es wären 4 Tage mit einer menge Theorie und Tauchzeiten zwischen 6-10 Stunden und vielen Dry runs.

Persönlich hat mich dieser Kurs am weitesten gebracht auf meinem weg trotz Master diver und ganzen specials.
Hatte damals auch unter 100 Tauchgänge.

Aber es ist die Frage wo du hin möchtest und wo du tauchen möchtest.

Aktuell bleibt ohne Trocki wahrscheinlich nur Indoor wie das Dive4live oder MontaMare zum Beispiel hier könntest du dir einen ganzen Tag mit 2-3 Buddys suchen eine Menge Wasserzeit realisieren was dich jetzt am Anfang erstmal weiterbringen könnte als einer der beiden Kurse. Gefühlt liest es sich nach unter 10Tauchgängen aktuell.
soylentgreenwar mal Instructor...
01.02.2024 09:10

Paar Gedanken dazu:

- Jeder Tauchgang bringt dich weiter. Es muss nicht jeder TG ein 'Übungs-TG' sein. Spring einfach mal (mit Buddy) ins nächste Baggerloch und geh einfach mal ne Runde Tauchen, nimm dir den Stress, 'perfekt' tarieren zu 'müssen'

- Fundi: Prima Kurs, hat bisher noch jeden weitergebracht. Gibt es mittlerweile auch aufgeteilt in Teil 1 & 2 als separate 'Kurse'. Teil 1 ist primär Tarierung, Trim & Flossenschläge (also eigentlich der wichtige Teil). Ist dann preislich ca 1/2 regulärer Fundi, damit aber nicht mehr soo weit weg von nem 'Perfect Bouancy' Kurs.

- Fundi Ausrüstung: Muss nicht mit Doppelgerät und Tanklampe sein. Monoflasche geht ohne weiteres. Ein Wing muss es aber trozdem sein.

- Was immer geht: Such dir nen GUEten Instructor (auch da gibt es leider solche & solche), sprich mit im, erzähle was du vor hast, wo deine Probleme sind, nimm dir da, wenn es für nen Fundi gerade nicht reicht, einen Trainingstag 1:1 mit ihm, und schau dann, was dabei rauskommt. Sprich mit ihm über Ausrüstung, i.d.R. können die auch mal was zumm Testen oder sogar den Kurs zur verfügung stellen.

- Leider: Spass kostet... Ich hab in den letzten 16 Jahren so viel Geld sinnlos in der Taucherei versenkt, aber der Fundi war das am besten angelegte Geld.. Davon profitiere ich immer noch bei jedem Tauchgang.

AlbWerDiveCMAS***
01.02.2024 09:16Geändert von AlbWerDive,
01.02.2024 09:21
Ich würde dir auch nur empfehlen, einfach nur tauchen zu gehen. Ausrüstung kann man auch günstig bzw. gebraucht kaufen. Perfect Bouancy ist überflüssig, wenn du erst mal ein paar Tauchgänge hinter dir hast. Da kann man viel selbst machen. Vom Fundi profitierst vermutlich auch erst, wenn du schon Sicherheit im Tauchen hast.
Dominik_Emind is like parachute
01.02.2024 10:05
Es ist ja wie bei allem: man braucht Zeit und Übung um etwas gut zu können. Das ist kein Grund zur Sorge, das ist normal!

Grade wenn Geld für kommerzielle Kurse und Eintritte / Füllungen knapp ist, würde ich mal schauen, od Du nicht einen VDST Verein findest. Da gibt es viele wo die Leute echt gut tauchen, ausbilden, und mentoren. Wie immer und überall, es muss halt zueinander passen...
IvoryAOWD DTSA**
01.02.2024 11:45
Kurze Klarstellung. DIR Konforme Ausrüstung verlangt GUE sehr wohl. Das kann aber eben im Rec Bereich auch eine Monoflasche und ein Nasstauchanzug sein. Backplate-Wing, langer Schlauch und Lampen müssen aber gewisse Anforderungen erfüllen. Der Fundi ist ein wirklich guter Kurs nachdem du mit Sicherheit tarieren und noch mehr tolle Sachen kannst. Aber er ist eben nicht billig, geht über vier sehr volle Tage und Leihausrüstung müsstest du dir ggf. nochmal separat beschaffen. Je nachdem wir eilig du es damit hast, ist wird das eher rausfallen. Wenn du allerdings sparen kannst, lohnt es sich.

Ein Tarrierkurs bei den anderen ist natürlich um einiges günstiger aber auch nicht umsonst. Die Variante selbst im Freiwasser üben bringt dir natürlich nur etwas, wenn du einen erfahreneren Buddie hast, der dir dabei hilft. Sichere Aufstiege sollte da schon Voraussetzung für sein.

Der Tip einen Ausbilder, egal welchen Verbandes darum zubitten, einfach mal mit dir ins Wasser zu gehen, ist sicher der günstigste und schnellste weg. Ich habe damals bei meinen GUE Instructor ein personal training gemacht. Kostete mich 200 EUR und war ein kompletter und sehr intensiever Tag. Da dies aber nicht mit einem GUE Kärtchen verbunden ist, kannst du das theoretisch auch mit einem Klodeckel und klassicher Okto Kombi machen. Die Inhalte richten sich dann ausschließlich nach dir und deinem Bedarf.
Punkfish Divingbunte Kärtchen, einfarbige Kärtchen, egal - Hauptsache Tauchen :-)
01.02.2024 13:29

Ich bin schon ein wenig beeindruckt, wie viele hier jemandem, der direkt sagt, dass ihm die 50€ am Tag zu teuer sind, Privatstunden bei GUE-TLs empfehlen. Soll er dafür dann einfach das Essen einstellen und nicht mehr heizen, oder was? Es geht hier um möglichst günstige Arten, Erfahrung und Übung zu bekommen.

Also: Den Tipp mit einem Verein finde ich gar nicht schlecht, das ist nämlich wirklich einigermaßen günstig, und man kriegt Kontakte. Musst halt schauen, ob du die Leute magst, manche Ortsgruppen sind etwas... ehm... also... älter als du Jemanden zu finden, der mit dir übt und Tipps gibt, ist sicher gut, aber bis du weißt, ob die Tipps gut waren, vergeht etwas Zeit.

Du kannst bei jedem Tauchgang, den du irgendwo hinkriegst, für dich ein paar Sachen machen. Erstens: Wenn du keine eigene Ausrüstung hast, jedes einzelne mal - ja, wirklich, jedes mal! - zu Beginn des Tauchgangs die Zeit nehmen, die richtige Bleimenge zu finden. Dafür packst du eine niedrige Schätzung an den Gurt oder in die Taschen, gehst ins Wasser, leerst das BCD und schaust, ob du ganz langsam sinken kannst, wenn du ausatmest. Wenn du echt nicht sinkst - ein kg nach dem anderen dazu, bis du gerade so abtauchen kannst, mit tief ausatmen. Mit der richtigen Menge Blei wird das Tarieren (mit einem r...) schon mal viel leichter.

Dann versuche, immer wieder einfach stehenzubleiben. Das heißt, du liegst horizontal im Wasser und bewegst dich einfach gar nicht. Wenn du in die eine oder andere Richtung kippst, muss dein Blei höher (meistens) oder tiefer, die Flaschen höher oder tiefer - dafür ist es hilfreich, jemanden zu haben, der dir da etwas helfen kann.

Wenn stehenbleiben klappt, kannst du jeden Aufstieg nutzen, um noch ein lustiges Spiel zu machen: Beginne den Aufstieg damit, dass du tief einatmest. Sobald du etwas hochgehst, atmest du natürlich wieder aus, nicht eingeatmet die Luft anhalten! Und dann lässt du nur ganz wenig Luft aus dem BCD ab, gerade so, dass du nicht zu schnell wirst. Am Anfang schwierig, aber du kannst dich wirklich in ganz kleinen Schritten mit Atmung und ohne Flossenbewegung in der Horizontalen hocharbeiten, womit man eine ziemlich gute Kontrolle lernt. Aber nicht frustriert sein, wenn das nicht gleich klappt....

Gibt noch einiges mehr, was du selber machen kannst das wichtigste ist aber, dass du überhaupt Tauchmöglichkeiten findest. Wenns halt im Winter der Pool ist, in dem der örtliche Tauchverein trainiert, dann geht das alles ganz wunderbar auch im Pool

IvoryAOWD DTSA**
01.02.2024 13:43Geändert von Ivory,
01.02.2024 13:58
Gut ins Spiel gebracht, hat er GUE ja selbst und natürlich ist es eine Abwägung. Jedesmal ins Indoorcentrum gurcken um dann für insgesamt 50 EUR am Tag auf sich allein gestellt rumzuflickern, ist halt auf dauer auch nicht günstiger, als einmal 200 EUR für einen 8 Stundentag mit 3 Tauchgängen, bei dem er permanent Feedback bekommt. Gilt ja für normale Tarierkurse analog. Die gibts auch nicht für unter 50 EUR.

Eine Vereinsmitgliedschaft kostet bei uns 100 im Jahr, Schwimmbad Training ist da mit drin, das hilft für die absoluten Basics, aber Aufstiege sind aus drei Metern halt auch einfach nicht so sinnvoll zu üben. Also kommen auch hier in der Regel bei Tauchaktivitäten noch Kosten dazu. Seeeintritte sind in den meisten Vereinen entweder nochmal extra zu zahlen, oder gar nicht Bestandteil, weil der Verein kein eigenes Gewässer hat. Sicher gibt es da auch Ausnahmen, aber wenn wir über ein Gesamtbudget von 50 EUR reden, sollte er vielleicht doch besser den Sport wechseln.

Der Hinweis, dass er durchaus ohne Equipment anzuschaffen für ein Viertel oder weniger der Fundikosten doch schon auch bei GUE geholfen bekommen kann, die er ja ins Spiel brachte, der ist jetzt finde ich nicht zwingend fehl am Platz. Zumal er dann ja auch schon direkt beurteilen kann, ob er den Weg dann zukünftig weitergehen will oder ob er lieber was anderes macht.

Ich denke hier führen mehrere Wege zum Ziel, der billigste ist nicht immer der beste und selten der günstigste. Die Bandbreite ist groß und so hat er doch jetzt einiges an Infos in diesem Thread erhalten. Oder findest du nicht?


Edit: Ach und ich bin seit bald 20 Jahren Vereinsmitglied in einem VDST Verein. Das ist der allerletzte Ort an den ich jemanden schicken würde, der ordentlich tarieren lernen will, das kann selbst unser TL nämlich nicht. Auch das ist sicherlich nicht die Regel, aber die Tendenz alt, altbacken und eher am Stammtisch talentiert, gibt es definitiv in vielen unserer Mitgliedsvereine.
01.02.2024 13:47

Ich muss Male eine Lanze brechen für den Tarrierkurs. Wir hatten damals zu zweit einen im nahegelegenen Hallenbad gemacht. Ging über 4 Stunden in einem Becken mit Sprungturm und somit moderater Tiefe.

Wir haben 69€ gezahlt, zuvor online die Werbung von Ssi gemacht und hatten dann 4 Stunden Tauchspass und unser erstes Brevet.


Wir hatten zuvor einige Sachen besprochen die wir machen wollten. Und so angefangen vom tarieren unter Wasser mit komplett angelegten Equipment bis hin zu klassischen Übungen alles dabei.

IvoryAOWD DTSA**
01.02.2024 14:06Geändert von Ivory,
01.02.2024 14:08
Stefanie, das klingt doch super. Es kommt halt immer auch auf den Taucher an. Wenn ich jemanden habe, der den OWD gemacht hat und dann Anschluss sucht, für den ist ein Verein super. Oft gibt es dort ja Abseits der Ausbildung auch einfach Taucher, die wirklich gut tauchen können und das auch weitergeben, wenn jemand damit zurecht kommt. Andererseits sind gerade Buddieteams, die zusammen den Schein gemacht haben, evtl. auch Familienmitglieder ja gar nicht so sehr angewiesen auf Buddies, und da ist so ein Kurs in dem man gezielt gezeigt bekommt, was man beachten muss super. Manche kommen auch mit den Erklärungen von Punkfish schon super zurecht und bekommen das selbst in den Griff. Tauchen lernt man ja nur durch tauchen. Ich würde dem TO, aufgrund seiner eigenen Schilderungen, nämlich begrenzte Mittel und ernsthafte Probleme beim Tarieren jedenfalls einen Kurs oder einen Trainingstag bei einem TL empfehlen empfehlen. Einmalig eine gewisse Summe zu zahlen, um dann sicher zu sein, ist denke ich zielführender als jedes mal Equipment leihen und hoffen, dass es irgendwann funktioniert.

69 EUR für 4 Stunden ist schon eine Ansage. Fragt man sich aber auch, wie ein TL davon leben will. Denn wenn ihr nur zu zweit wart, sind das gerade mal 140 EUR Einnahmen, Brutto für einen Arbeitstag, denn der ist es für den TL am Ende ja auf jeden Fall, mit Anreise, Vor- und Nacharbeit. Wenn man aber die Chance als Kunde dazu hat und es eben aufs Geld ankommt, top Empfehlung. Günstiger wird man an eine professionelle Unterstützung wohl kaum noch rankommen.
PerkedderCMAS**/DTSA**
01.02.2024 14:09
Einspruch, Ivory!

Mein Tauchlehrer in unserem VDST-Verein kann tarieren. Das konnte ich letzten Sommer an der Baron Gautsch beobachten: Die meisten mit der Hand an der Leine um langsam nach oben zu gehen, bzw. den Safetystop einzuhalten und er ganz ruhig daneben und die Tiefe gehalten.

Also bitte nicht verallgemeinern, nur weil dein Verein keinen guten Tauchlehrer hat, heißt da noch nicht, dass andere Vereine genauso schlecht dastehen
IvoryAOWD DTSA**
01.02.2024 14:20Geändert von Ivory,
01.02.2024 14:21
Das kann jetzt aber gar nicht sein. Ich bin recht sicher, dass die auf der Bundesausbildertagung vor 30 Jahren beschlossen haben, dass Tarieren nur was für Padi Leute ist. Wir haben auch TLs im Verein die das wirklich können, die bilden aber erst ab T2 Stern aus und der TL, der auch Vorsitzender ist, alles organisisiert, das Training leitet, der ist wirklich ein netter Typ, hat unfassbar viele Tauchgänge, hat sicher das Herz am rechten Fleck und opfert ungemein viel Freizeit für den Verein, aber du willst definitiv nicht hinter ihm hertauchen.
mcjwrightJJCCR Normox TX, OC Hypox TMX, Cave 2, CMAS3*
01.02.2024 14:22

Zur Verbesserung der Tarierung (ja, nur ein r 😉) braucht es nicht unbedingt einen Kurs. Ein guter Buddy sollte reichen, evtl. lohnt sich auch eine meist günstige Vereinsmitgliedschaft, manche bieten auch für wenig Geld Ausrüstungsverleih an. An manchen Unis gibt es auch Tauchgruppen im Rahmen des Hochschulsports.
Praktisches: bestimme als erstes die richtige Bleimenge (viel Blei, viel Luft im Jacket), heisst, Du solltest Dich mit fast leerer Flasche und leerem Jacket noch auf 3m halten können. Wenn das passt: tauche auf 10m ab und lass genau soviel Luft ins Jacket (mehrmals kurz den Inflator bedienen statt einmal lang), dass Du ohne Flossenbenuzung auf 10m mit normaler Atmung schwebst: jetzt bist Du neutral tariert. Steige auf 6m auf, ohne Luft ins Jacket zu lassen! Da Du neutral tariert warst, tun es wenige Flossenschlöge. Beim Aufstieg Luft aus dem Jacket lassen. Sauber auf 6m austarieren, so wie vorher auf 10m. Dann auf 3m, selbes Spiel. Von 3m an die Oberfläche: in einer Minute, nicht schneller.

Das Ganze solange wiederholen, bis es klappt. Dein Buddy soll Dich dabei beobachten und idealerweise filmen, da sieht man ganz gut, wo es eventuell nicht passt.

Du brauchst kein Doppelgerät etc! Viel Erfolg!

Muca76Cmas **, Nitrox
01.02.2024 14:25
Genau, der Tipp mit Verein ist auch aus meiner Sicht echt gut, hab ich nämlich auch so gemacht.

Dann entsprechend von Padi OWD zu CMAS ** Lehrgang gemacht und zwischen durch immer viel getaucht und tarieren kommt dann halt auch mit der Häufigkeit der Tauchgänge. Wenn ich das so vergleiche mit meinem Sohn, der keine Lust auf Verein hatte und nur im Urlaub (Warmwassertaucher) meint er könne doch gut tarieren (ich schüttel dann immer nur mit dem Kopp)...

@Atre: Von wo kommst Du denn wech?! Vielleicht könnte man Dir dann konkrete Tipps geben.
rivvynkaltwassertauchlich
01.02.2024 14:27Geändert von rivvyn,
01.02.2024 14:29

Moin,
zuerst mal richtig erkannt, dass ohne Tarierung das Tauchen sehr gefährlich wird, und man diese damit als erstes lernen sollte.

Wo hast Du denn Deinen Tauchkurs gemacht? Eigentlich sollte man da bis zum Schein das Tarieren nämlich gelernt haben. Bei kommerziellen Anbietern mag das in der Praxis leider manchmal anders aussehen...

Am besten ist erstmal Wasserzeit und Übung, sowie eine passende Ausrüstung, mit der Du gut umgehen kannst.

Wenn Du noch keine eigene Ausrüstung hast, ist ein Tauchclub (der VDST z.B. hat überall in Deutschland sehr aktive Vereine) vermutlich die beste Adresse. Leih- bzw. Ausbildungsausrüstung wirst Du dort bekommen (i.a. auch eine Füllstation), und hilfsbereite tauchwillige Menschen mit einem breiten Erfahrungsspektrum findest Du dort ebenfalls. VDST-Vereine habe i.a. Abkommen mit örtlichen Schwimmbädern und dort feste Zeiten für Schwimm- und Gerätetraining, bieten regelmäßig Ausbildung und Ausflüge an.

Ein GUE-Fundi ist eine feine Sache, aber vermutlich nicht für jeden Einsteiger die beste Empfehlung. Üb erstmal ein bißchen und überlege derweil, wo für Dich die Reise hingehen soll.

Punkfish Divingbunte Kärtchen, einfarbige Kärtchen, egal - Hauptsache Tauchen :-)
01.02.2024 14:30

Mann, Ivory, da gebe ich mir hier voll Mühe, fair und freundlich zu sein und auch den VDST mal als echt sinnvoll und gut zu akzeptieren (was ich übrigens tatsächlich so sehe, trotz F.O. und so...) - und du machst alles wieder zunichte.

Ja, stimmt, gibt einige in dem Laden, die immer noch ziemlich kampfschwimmermäßig so was wie Tarierung für Luschenkram halten. Aber es gibt shcon auch welche, die das inzwischen dann doch mal gelernt haben, und so ein paar jüngere, die sich nicht haben vergraulen lassen, also, man kann das zumindest mal versuchen.

Und dann - also, du hast ja recht, dass ein guter Trainingstag mehr bringen kann als sehr viel alleine probieren, einfach weil man gute Rückmeldungen bekommt. Aber gerade beim Tarieren braucht es nach jedem neuen Tipp auhc ien bisschen Zeit, das umzusetzen und damit zu spielen. Deshalb mag ich auch wenn ich etwas lernen will kein allzu kompaktes Training, bis ich mich an was neues gewöhnt habe, vergeht in meinem Alter nämlich echt Zeit....

Dazu kommt, dass ich mir nicht so sicher bin, wie schlecht der TO wirklich tariert. Der Hinweis, dass der Computer meckert, kann halt auch von zu schnellen Armbewegungen kommen - also, ob das wirklich so eine Vollkatastrophe ist oder sich nur für ihn so anfühlt, das müsste man mal jemanden fragen, der schon mit ihm im Wasser war. Ich höre oft von Schnuppertuchern, die absolut erstaunlich perfekt im Wasser lagen, wie schwierig sie das doch mit der Tarierung fanden, weil sie eben noch ein bisschen hoch und runter sind und sie auch mal jemand einfangen musste... also, wie sich das anfühlt und wie das aussieht, sind zwei Paar Schuhe...

01.02.2024 15:33Geändert von AlT,
01.02.2024 15:35

2 Anmerkungen noch von mir: ich trainiere wirklich viel. Die Spasstauchgänge zwischen den ganzen Trainings sind es aber, die mich immer enorm voranbringen. Einfach weil ich einfach nur tauche und der Kopf frei ist.


Das andere: in Ägypten habe ich, leider zu wenige aber immerhin, Taucher gesehen die trotz Leih BCD und kurzer 15L Pulle etc wie ein Brett im Wasser lagen. Auf der Stelle,... so wie man es sich wünscht. Soll heissen: schlechte Ausrüstung schützt nicht vor gutem Tauchen.

Üben, Erfahrung, Zeit und ein guter Wille sind dafür nötig.

IvoryAOWD DTSA**
01.02.2024 17:17
AlT: Da stimme ich dir absolut zu. Wenn du Tarieren kannst, kannst du es, egal wo mit du tauchst. Trimm ist natürlich nochmal was anderes, aber das kann man ja in einem Checkdive alles so herrischten, wie man es braucht.

Punkfish: Genau das meine ich ja. Keiner der Tipps hier ist immer richtig oder generell falsch. Atre01 muss selbst überlegen, was ihm am ehesten zusagt. Ich wette, dass ich ihn nach wenigen Tauchgängen so weit hätte, dass er für sich sicher genug damit ist. Obwohl ich weder TL bin noch irgendwelche Ambitionen in diese Richtung habe, habe ich mir schon manchen Buddie nach dem Kurs rangezogen. In Unserem Verein gibts noch eine Reihe anderer erfahrener Taucher die Anfänger weiter bringen können, aber du musst halt auch Glück haben, es kostet Zeit und ist am Ende, wenn du jedes mal Leihausrüstung brauchst auch nicht wirklich mit 50 EUR bezahlt. Ich würde ihn ja zu dir schicken, aber ihr seit leider nicht um die Ecke.

Ich will das wirklich nicht zu negativ darstellen, ich bin gerne im Verein und auch im VDST und halte grundsätzlich viel von der Ausbildung. Was mich da stört ist einfach, dass es bei uns gefühlt mehr als bei anderen vom TL abhängt. Ich kann ja sowieso nur immer wiedergeben, was meine Erfahrung war und was ich so um mich herum wahrnehme.

Dominik_Emind is like parachute
01.02.2024 18:16
Es ist auf jeden Fall wahr, dass man genau sowas auch mit erfahrenen Buddies ausserhalb eines Kurses super lernen kann. Vielleicht wohnt Ivory ja sogar in der Nähe? ;)
01.02.2024 22:18
Ich bin Ausbilder in einem VDST-Verein 😉 baeh
PaulquappePADI OWSI
02.02.2024 16:23Geändert von Paulquappe,
02.02.2024 16:24
Tarieren ist eine fundamentale Fertigkeit fürs Tauchen, die sich mit zunehmender Erfahrung und Praxis verbessert. Ich konnte nach dem OWD auch nicht vernünftig tarieren. Das stellte sich erst ab ca TG 30+ bei mir ein. Was ich meine, geh tauchen! mit deinem Buddy und trainiere es zu Beginn des TG und zum Ende des TG jeweils 5-10 min. Man muss nicht alles in einem Kurs lernen, wenn man etwas Geduld und das nötige Kleingeld für Zusatzkurse nicht hat. Klar geht's schneller im Einzeltraining mit nem TL (was aber letztenendes auch von dessen Motivation abhängt) kleiner Tipp, Infflator und TC immer ain der linken Hand führen und beides ständig im Blick behalten. Mit der Zeit stellt sich das Gefühl für den Auf und Abstieg ganz von selbst ein.
PerkedderCMAS**/DTSA**
02.02.2024 16:42
Ich habe aus diesem Grund den Tauchcomputer am rechten Hangelenk/Unterarm, so kann ich ihn auch im Auge behalten, wenn die linke Hand hoch geht um den Inflator zu bedienen.
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