@Schwob, was willst Du denn hören?
Es kann doch alles nur Spekulation sein. Auf den üblichen asozialen Medien und selbst in eher seriöser Presse lassen sich mal mehr mal weniger tatsächliche Experten zu den wildesten Aussagen hinreißen.
Eine der aus meiner Sicht wichtigsten Fragen, nämlich war der Tauchgang in die Höhle beabsichtigt oder war schon das ungeplant, werden wir aus erster Hand nie mehr erfahren. Möglicherweise weiß die Bootscrew etwas, ob sie es erzählen wird ist fraglich. Da ja von offizieller Seite das Vorliegen einer entsprechenden Genehmigung verneint wird, stünde die Lizenz ganz sicher endgültig in Frage, wenn man trotzdem einen solchen Tauchgang wissentlich zugelassen, möglicherweis gar unterstützt hätte.
Was wir vielleicht erfahren, aktuell aber noch nirgendwo zu finden ist, wie viel Gas hatten die eigentlich dabei?
Was wir auch nicht wissen, welches Gas hatten sie dabei?
Trotzdem wird wild auf eine O2 Vergiftung spekuliert. Wenn wir von Luft ausgehen als Atemgas und 70m als Tiefe annehmen, sprechen wir von einem pO2 von knapp 1,7. 1,6 wir standardmäßig in der Deko geatmet, dass fünf Menschen mehr oder minder gleichzeitig von einem 1,7er ausgeknockt werden ist wohl ebenso auszuschließen wie die Geschichte mit der Strömung, die alle absolut zielgerichtet in die Höhle gesaugt hat.
Denkbar wäre natürlich ein 32er Nitrox, dass sich für die eigentlich zulässige Tiefe von 30m absolut anbietet. Wenn man aber mal davon ausgeht, dass es sich wirklich um erfahrene Taucher handelte, dann sollte man davon ausgehen dürfen, dass sie sich nicht mit einem 32er in diese Tiefen begeben hätten. Denn, bei einem pO2 von mehr als 2 bar ist das mit der O2 Vergiftung schon sehr real, wohingegen 60m mit Luft in warmem klarem Wasser sicher nicht zu den besten Ideen zählt, aber durchaus in etlichen Teilen der Welt regelmäßig praktiziert wird.
Ohne all diese Fragen sauber beantwortet zu haben, ist jegliche Annahme über das, was wirklich passiert ist, Spekulation und hat nichts mit seriöser Berichterstattung zu tun.
Was man aber sagen kann und hier hoffe ich, dass „Offizielle“ mal dazu lernen. Einen sog. „Rettungstaucher“ ohne entsprechende Ausbildung und mit völlig unzureichender Ausrüstung hinterher zu schicken, das war absehbar was passieren würde und genau das haben wir ja auch schon in Thailand erlebt. Denn da hat Blacky recht, ein Tauchgang im klaren und warmen Ozean in eine Höhle mit 60 bis 70 Metern Wassertiefe ist, für entsprechend ausgebildete und ausgerüstet Taucher eher ein Sonntagsspaziergang, wenigstens dann, wenn man das nicht in der Absicht tut Leichen zu finden und zu bergen. Mit ner Mono 15 auf dem Rücken und ohne Wissen darum, worauf was man sich einlässt aber eben ein Himmelfahrtskommando. Von daher, mindestens für einen Toten gibt es aus meiner Sicht klar verantwortliche, das war völlig unnötig.