Apo Island vs. Apo Reef?
Ist schwer zu vergleichen. Das Apo Reef wird nur auf Safari in einem recht engen zeitlichen Korridor angefahren, wobei die Safariboote nicht den Standard ägyptischer Boote haben.
Wegen des zeitlichen Korridors hab ich es aber selbst leider nicht geschafft, von Bekannte hab ich aber nur Gutes gehört.
Apo Island ist auch einer der TopSpots der Phillis. Letztes ? Jahr soll dort ein Taifun durchgezogen sein, der einige Spots in Mitleidenschaft gezogen haben soll. Ich hoffe GIK klinkt sich hier ein und schreibt was dazu.
Apo Island hat zwar kleine und recht einfache Unterkunftsmöglichkeiten, die aber nicht rund um die Uhr Strom und fließend Wasser haben. Die Insel wird aber von Tagesbooten (gerade aus der Ecke Süd-Negros) und bei Minisafaris regelmäßig angefahren.
Die Philippinen teilen sich in 3 große Gebiete auf: Luzon im Norden, die Visayas (Inseln in der Mitte) und Mindanao im Süden.
Für Taucher das sicher reizvollste und auch infrastrukturell am besten erschlossene Gebiet sind die Visayas.
Direkt im Norden gibt es an der westlichen Seite von Luzon die Scubic Bay, einen ehemaligen Marinestützpunkt der Amerikaner. Taucherisch gibt es dort einige Wracks und die Möglichkeit mit falschen Killerwalen zu tauchen. Allerdings sind die Sichtweiten häufig sehr schlecht. Solche Trips werden i.d.R. von Leuten aus Manila am WE oder unter der Woche für ein paar Tage gemacht, mehr lohnt sich nicht. Alternativ wird der Trip zu dem falschen Killerwalen auch von den Cocktaildivers (WetExpedition- Stand auf der Boot) aus Sabang angeboten, so als Auflockerung. Durch die recht lange Fahrt sieht man aber auch was von Land und Leuten, deshalb könnte es interessant sein.
Sabang Beach im Norden von Mindoro ist als Ort eher was für tauchende Sextouristen, recht laut, für philippinsche Verhältnisse recht teuer und eng. Aber schon ein paar Meter ins Hinterland rein Richtung Puerto Galera wird es wieder typisch philippinisch und tropisch schön.
Taucherisch ist es was für die Makro-Fan-Gemeinde (wie die Phillis generell). Die meisten Tauchplätze befinden sich in Richtung des nordöstlichen Teils der T-förmigen Halbinsel auf der Sabang ziemlich mittig liegt. Diese haben fast alle das gleiche Profil und beginnen bei ca. 30m Tiefe (ebener Sandgrund) und führen an der Schräge bis in den Schnorchelbereich.
Wenn Du Dir in Sabang ne 200-Liter-Pulle geben lässt und schön flach bleibst, kannst Du tagelang in aller Ruhe den Abschnitt abtauchen und nach Makrosachen suchen

Ich würde es jedenfalls so machen, aber 200-Liter-Pullen gibt es ja leider nicht
Daneben gibt es noch einige anspruchsvollere Spots und Spots mit etwas Abwechslung.
Lohnenswert ist auf jedenfall ein Tagestrip nach VerdeIsland (klareres Wasser, mehr Fisch, stärkere Strömung, schöne Wände).
In Richtung Batangas gibt es warme unterseeische Quellen.
Als Tagestrip für Dekotage empfielt sich ein Trip ins Hinterland oder zum Taal Vulkan im Süden Luzons. Aber ACHTUNG!!! Letzterer ist einer der aktivsten Vulkane der Welt, ein erneuter Ausbruch ist eigentlich längst überfällig, dieser Trip ist also nicht ganz ohne Risiko (wie auch ein Besuch des Yellowstone NP in den USA

).
Von den Cocktaildivers werden auch Mehrtagesfahrten zum Schnorcheln in die Bucht von Donsol auf Leythe zu den Walhaien angeboten.
Etwas südwestlich liegt die Region von Coron, ein Dorado für Wrackfreaks, auch als Little Truk Lagoon bekannt. Das kenne ich selbst aber auch nicht-leider.
Auch auf Romblon, Leythe und Guindelman kann man tauchen, aber dazu kann ich leider auch nichts sagen.
Bevor ich was zu den Visayas schreibe, nochwas zu Mindanao im Süden. Hier gibt es einige Möglichkeiten vor Davao (z.B. Pearl Farm Island Resort auf einer kleinen Insel in der Bucht vor Davao), wovon aus Sicherheitsgründen aber leider abgeraten werden muß.
Camiguin im Norden von Mindanao (kleine vorgelagerte Vulkaninsel) kann man aber (laut Empfehlungen von Bekannten) sehr empfehlen. Mit dem Chef der Action Gekkos hab ich mich auf der letzten Boot unterhalten, was sich super angehört hat. Auch das hab ich leider nicht geschafft
Die meisten Infos findest Du zu den Visayas.
Die für mich schönsten Tauchgebiete hier: Balicasac, Cabilao, ApoIsland, Sumilon, Caseres Reef
Die bester Anbindung hat man nach Cebu mit Moalboal an der Westküste (z.B. www.savedra.com) und dem Divepoint Alcoy an der Südostküste (www.divepoint-alcoy.com).
Mit einigem Transferaufwand kommt man von Cebu aus nach Malapascua (kleine Insel im Norden).
Malapascua ist für seine Fuchshaie und besonders "zutraulichen" Mandarinfische bekannt, dazu kommt Gato Island mit seinen Weißspitzenriffhaien und dem Wrack der Donna Marylin. Von den Korallen her ist es nicht so üppig, aber man entdeckt dadurch sehr viel einfacher ausgefallene Makrosachen. Mein Tipp hierzu: Hippocampus Resort und als Tauchbasis die Sea-Explorers direkt daneben (wobei die Sea-Ex jetzt auch ein eigenes Resort haben).
Malapascua wird leider immer touristischer, was man an zunehmenden Resorts sieht, die z.T. auch (zu) groß sind (z.B. Exotic Island Resort)
Hier ist eher die Low Season angeraten.
Moalboal, genauer der Pangansama Beach ist ein gewachsenes Fischerdorf, welches immer mehr zur Taucherhochburg wird (inkl. Business in den Gassen). Die Spots sind schön, aber i.d.R. hat man nach einer Woche genug. Pescador hat wohl auch keine Weißspitzenriffhaie mehr, dafür aber einen recht großen Sardinenschwarm. Sonst gefallen mir da Sunken Island (wird selten angefahren) und Marine Park ganz gut.
In Moalboal gibt es eine Vielzahl von Restaurants und kleinen Bars, als Tages-Deko-Trip bieten sich die Kawasan-Wasserfälle, Canyoning oder eine Mehrtagestour zum Mt. Canlaon (Vulkan gegenüber auf Negros) an (angeboten z.B. von Planet Action).
Unsere Lieblingsecke ist mittlerweile der Divepoint Alcoy. Das Resort befindet sich als einzige touristische Einrichtung in einem Residental Area mit netten Tauchspots direkt vor der Nase. Und Balicasac, Cabilao, Sumilon und das Caseres Reef werden per Tagesausflug angefahren. Bei entsprechender Nachfrage gibt es sogar 2-Tages-Touren mit einer Übernachtung auf Apo Island. Auch von hier kann man Tagestrips machen (Kawasan Wasserfälle und Cebu, aber auch "einfach" ins Hinterland.
Alona Beach/Bohol: Per Fähre von Cebu aus bzw. mit Inlandsflug nach Tagbilaran kommt man nach Bohol und zum Alona Beach.
Auch der Alona Beach wird immer mehr zugebaut und man hat vor fliegenden Händlern und Massagetanten + Anbietern für Dolphin Watching kaum Ruhe am Strand und der Zufahrtsstrasse. Dafür ist der Strand sehr schön (zum Baden kaum geeignet), Balicasac liegt quasi direkt vor der Tür, Cabilao wird bei Tagesausflügen angeboten, auch die sonstigen Spots sind sehr schön und abwechslungsreich (z.B. Arco Point, BBC, Pamilacan, Puntod, Doljo...).
Als Tagesausflug ist die Chocolate Hills Tour quasi Pflicht, die ist aber gerade am Lock Out bei Carmen und am Loboc River nur noch asiatisch orientiert touristisch zugemüllt
Besser mietet man sich ein Moped und fährt auf eigene Faust los (Spanish Watchtower, Tarsiergehege bei Antequerea)...
Mein Tip hier: Lost Horizon und PhilippineFunDivers
Auf Bohol gibt es aber auch noch individuelle und abgelegnere Resorts, z.B. das Biuton Beach Resort, auf das ein Kumpel schwört.
Zwischen Cebu und Bohol liegt Cabilao mit traumhaften Wänden und z.T. einem schönen Flachbereich. Die Insel ist sehr klein und was für ruhige Gemüter. Für Leute, die mehr Action brauchen wäre es aber im Rahmen von Islandhopping trotzdem was.
Negros ist vor allem durch seine Resorts an der Südküste bekannt (z.B. Sea-Explorers, Atlantis Dumaguete...) und seine Nähe zu Apo Island. Der Top Spot "The Pier" ist leider Geschichte, die Pfähle wurde voriges oder vorletztes Jahr geschält und müssen erst wieder Bewuchs ansetzen.
Tipp für Touren ins Hinterland: Twin Lakes oder einfach von Dumaguete auf der Straße Richtung Bacolod (die quer über die Insel führt).
Soweit meine groben Infos.
Wer mindestens 2 Wochen bleibt, sollte über Islandhopping nachdenken. So kann man viele Eindrücke sammeln und evtl. an den Spot, der einem am besten gefallen hat nochmal gezielt zurückkehren.
Dazu bieten sich verschiedene Möglichkeiten an:
- individuell bzw. von Veranstaltern (z.B. Tauchtours oder RogerTours) "gestrickt" mit Transfer per Fähre und Auto. Nachteil: Equipment muß trocknen (kann man aber als Dekotag mit Besichtigungen an Land überbrücken) und Transferzeiten
- als Minsafari, wie sie z.T. zwischen dem Alona Beach und Moalboal in beide Richtungen angeboten werden. Dabei übernachtet man i.d.R. in einem Resort an Land (Ecke Süd Cebu) und taucht zwischendrin. Bei ruhiger See ist das ein Traum
- Sea-Explorers: Diese haben mehrere Resorts in der Region, Kombinationen zwischen Dauin (Negros), dem Alona Beach und Cabilao erfolgen i.d.R. per Boot mit der Möglichkeit von Transfer-TG, nach Malapascua geht es aber auch hier zwingend mit dem Auto
Es gibt natürlich auch noch einige andere Ecken (westliches und östliches Negros etc.), die ich aus taucherischer Sicht leider nicht kenne.
Solltest Du noch Fragen haben, schreib mir einfach ne PN
Gruß
bike