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Reisebericht vomm 25.01. – 29.01.2007Einleitung:A ...

Reisebericht vomm 25.01. – 29.01.2007


Einleitung:

Am 09.01.2007 buchte ich per Telefonat bei der Reiseagentur Bright Sky Travel in Hurghada einen Flug (25.01.07) von Hurghada nach Köln/Bonn mit Zwischenstop in München und einen Flug (29.01.07) von Düsseldorf nach Hurghada.
Da ich in El Quseir arbeite; etwa 130 km von Hurghada entfernt; blieb dies die einzig schnelle Möglichkeit.
Eine Kollegin aus unserer Zentrale in Hurghada hatte bereits einige Tage zuvor dieselben Flüge gebucht.
Am Abend desselben Tages wurden mir die Flüge per E-Mail wie folgt bestätigt:

25.01.07 Hurghada – München DE 481 14.40 – 18.15
25.01.07 München – Köln/Bonn DE 4003 20.35 – 21.45
29.01.07 Düsseldorf – Hurghada DE 1892 10.05 – 15.45

Die Bestätigung erfolgte durch Condor Flugdienst GmbH in Oberursel.

Am Abend des 24.01.07 habe ich über den Fluginformationsdienst auf der Homepage von Condor die Info „Flug on Time“ erhalten.



Der Hinflug:

Am 25.01.07 trafen meine Kollegin und ich um 12.10 Uhr am Airport Hurghada
ein. Bereits im Außenbereich warteten ca. 300 Reisende auf Einlass. Nachdem man endlich in der Halle angekommen war, wurde ersichtlich, dass dort noch einmal ca. 1500 Reisende vor der Sicherheitskontrolle warteten.
Als wir um ca. 14.00 Uhr merkten, dass wir es auf keinen Fall schaffen würden, pünktlich am Check-In-Counter einzutreffen, rief ich bei Bright Sky Travel an. Ich erhielt die Nachricht, dass dies kein Problem sei, da die Maschine ca. 3 Stunden Verspätung hätte.

Warum war nicht bereits bei Bekanntsein der Verspätung ein Vertreter von Condor oder von Bright Sky Travel vor Ort?

Endlich am Check-In-Counter angekommen, wurde den Reisenden für München die Möglichkeit zur Umbuchung nach Düsseldorf angeboten.
Nur meiner Kollegin und mir wurde dies verwehrt, da wir den Residentenstatus haben.

Dadurch ist es uns eigentlich nur erlaubt, mit Condor (3-stellige Flugnummern) nach München oder Frankfurt zu fliegen. Eine andere Gesellschaft dürfen wir nicht benutzen.
Mir ist bekannt, dass dies nach den Statuten und den Vereinbarungen der Fluggesellschaften richtig ist.

Aber warum kann in Einzelfällen nicht eine Ausnahme gemacht werden?



Die Ankunft:

Kurz vor Ankunft in München wurde durch den Flugkapitän mitgeteilt, wo die Reisenden mit einem Anschlussflug sich einzufinden haben. Es wurden die betreffenden Gates genannt. Besonders die Gäste mit Anschluss nach Dresden sollten sich besonders beeilen.

!!! Die Anschlussflüge würden auf jeden Fall warten. !!!

Nach einer ausgiebigen Sicherheitskontrolle durch die Münchener Sicherheitsbeamten um ca. 21.25 Uhr am betreffenden Counter angekommen, wurde uns mitgeteilt, dass die Maschine nach Köln/Bonn bereits abgeflogen sei.

Wir sollten uns zum Lufthansa-Schalter begeben. Dort könne man uns bestimmt weiter helfen. Condor selber hat scheinbar keine Vertretung am Münchener Flughafen. Diese hätte, nach meiner Meinung, ja bereits alles regeln können.

Nachdem wir am Schalter der Lufthansa den Angestellten; allesamt sehr hilfsbereit;
unsere Misslage geschildert hatten, wurde erwogen, eine direkte Verbindung nach Düsseldorf zu nehmen. Aber leider war zu diesem Zeitpunkt (21.40 Uhr) die letzte Maschine nicht mehr bereit zu warten.
Also eine Umbuchung auf den Flug von München nach Düsseldorf (LH 826) am nächsten Morgen um 7.35 Uhr.
Wir erhielten zusätzlich zwei Taxi-Gutscheine und zwei Gutscheine für jeweils eine Übernachtung in einem vorbestimmten Hotel.

Da nun alle Formalitäten erledigt waren; man schaffte es sogar, den bereits per Internet gebuchten Mietwagen zu annullieren; der Fahrt zum Hotel und dem dortigen Check-In, sind wir dann endlich um 0.30 Uhr auf unseren Zimmern angekommen.

Die Zimmer im Best Western Hotel kann ich empfehlen!!!



Der Weiterflug:

Um 6.15 Uhr ging dann der Transfer wieder zurück zum Airport.

Leider hat sich der Abflug dann wieder um 25 Minuten verzögert.

Um ca. 9.00 Uhr in Düsseldorf angekommen, haben wir dann vergeblich auf unser Gepäck gewartet. Also mussten wir bei der Zentralen Gepäckauskunft der Lufthansa die dafür erforderlich Formalitäten tätigen.

Da im Gepäck unter anderem Kleidung (Uniform) für die Messe (BOOT 2007) war, konnten wir nicht auf dem Messestand unseren Dienst antreten.

Ich selber unterhalte in Düsseldorf noch eine Wohnung.
Meine Kollegin hatte jedoch nur noch die Kleidung, die sie auf dem Körper trug.
Sie wird sich dazu selber an die Condor wenden.



Gepäck:

Nach mehreren Telefonaten und Internetabfragen wurde mir dann am Sonntag (28.01.07) gegen 9.30 Uhr mitgeteilt, dass das Gepäck innerhalb der nächsten drei Stunden angeliefert würde.
Gegen 16.00 Uhr traf es dann endlich ein.
Dadurch konnte ich noch nicht einmal das Haus verlassen.

Nach dem Öffnen des Gepäcks musste ich dann feststellen, dass das Gepäck am Morgen um 4.32 Uhr in München von Beamten geöffnet worden war.
In der beiliegenden Information wurde die Entnahme und Sicherstellung von zwei Unterwasserlampen bestätigt, da diese angeblich gegen geltende Sicherheitsbestimmungen verstoßen würden.

Im Koffer, in einem separaten Rucksack, befanden sich insgesamt drei defekte Unterwasserlampen der Firma Kowalski.
Die Schalter und die Brenner waren demontiert. Die Akkupacks sind defekt.
Aus dem beiliegenden Reparaturauftrag war dies alles ersichtlich.

Warum wurden aber nur zwei der drei Lampen konfisziert?
Sind die Kontrollen doch nicht so genau wie sie sein sollten oder wird sogar geschlampt?

Auf Nachfrage bezüglich des Transports defekter Lampen im normalen Gepäck vor dem Abflug wurden von den Sicherheitsbeamten am Flughafen Hurghada keine Bedenken geäußert.
Auch dort wurde schließlich das Gepäck genau kontrolliert.

Diese Diskrepanz in den Aussagen ist nicht nachzuvollziehen, da ja angeblich alle im internationalen Transportwesen tätigen Airlines und Flughäfen sich an dieselben Regeln und Richtlinien zu halten haben.

Dazu aber weiter unten noch mehr.

Der Koffer meiner Kollegin war beschädigt. Auch dazu wird sie sich selber mit Condor in Verbindung setzen.



Die Rückreise:

Da wir (zu dem Zeitpunkt zu viert) einen Grossteil des Messestandes wieder mit nach Ägypten nehmen mussten, gestaltete sich das Einchecken wieder einmal besonders schwierig.
Dies wurde auch dadurch verstärkt, dass zunächst nur 3 Schalter besetzt waren.
Es waren 8 Schalter für alle Condorflüge gekennzeichnet. Zwischenzeitlich wurden dann zwei Schalter geschlossen, um dann wieder auf drei Schalter zu erweitern.
Nicht gerade ein Zeichen vom Dienst am Kunden.

Insgesamt mussten wir dann fast 300,-€ für Übergepäck bezahlen.

Bei der anschließenden Sicherheitskontrolle dann das nächste Problem.

Da wir uns für unsere Tauchbasen 5 neue Unterwasserlampen zum Messestand haben schicken lassen, wollten wir diese im Handgepäck mit nach Hurghada nehmen.
So wird es bisher von allen Lampenherstellern auch beschrieben. Seit Jahren ist mir das auch nur so bekannt.

Nun musste ich mich am Flughafen Düsseldorf von Sicherheitsmitarbeitern und Polizeibeamten belehren, das dem nicht so sei.
Man muss die Lampen angeblich im normalen Gepäck transportieren.

Mittlerweile habe ich mich bei verschiedenen Stellen bezüglich dieser Thematik informiert und bestätigt bekommen, dass nur der Transport im Handgepäck erlaubt ist.

Warum werden die Sicherheitsmitarbeiter für diesen Bereich nicht besser geschult?



Resümee:

Dieser Kurztrip war alles andere als angenehm.
Wenn man die Werbung von Condor sieht (Fliegenpreise), haben wir richtig einen mit der Fliegenklatsche bekommen.

Bis zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht klar, ob uns für die ausgefallene Mitarbeit auf dem Messestand Urlaub berechnet wird.
Außerdem muss ich noch abwarten, ob die Autovermietung mir Stornierungs-Gebühren berechnet.
Auch die zusätzlichen Portokosten für den Versand der Lampen von München nach Düsseldorf; dies führt die Gepäckausgabe nur unfrei aus; stehen noch zur Diskussion.

Deshalb muss ich mir weitere Regressforderungen noch vorbehalten. Auch die Zuhilfenahme eines Rechtsbeistandes ist noch möglich.

Ich denke, wenn Condor sich kurzfristig eine Ausnahmegenehmigung geholt hätte,
damit wir direkt von Hurghada nach Düsseldorf hätten umbuchen können, wären viele Unannehmlichkeiten vermieden worden und die zusätzlichen Kosten nicht entstanden.
Wenn aber kein direkter Ansprechpartner vor Ort ist, muss man einfach damit rechnen, dass etwas schief geht.
Oder wird hier einfach anders kalkuliert?

Werden die eingesparten Kosten für zusätzliches Personal (Ägypten, Deutschland, ???) gegen die eventuell entstehenden Mehrkosten (Taxi, Hotel, Regress) gegeneinander aufgerechnet?

Dabei bleibt garantiert die Kundenzufriedenheit auf der Strecke.
Mein ganzes Berufsleben arbeite ich in der Dienstleistung. Dabei konnte und kann ich mir ein solches Geschäftsgebaren nicht erlauben.

Mit Grauen denke ich daran, dass mein Arbeitsvertrag noch länger läuft und ich dieses Jahr noch zwei Mal von Hurghada abfliegen muss.

Ihr unzufriedener Kunde.