Italienische Flossen-Clip-Innovation

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27.04.2016 17:54
Kategorie: News

Flotter Flossen-Flutscher

Das Anziehen der Geräteflosse auf schwankendem Schiff oder mit dem einen oder anderen Kilo Übergewicht, wird für viele Sporttaucher zur Tortur. Nicht nur weil der Bauch spannt oder das Tauchschiff schwankt, sondern auch weil den Flossenherstellern bisher noch keine wirklich praktische und komfortable Lösung eingefallen ist.

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Diese Zeit soll demnächst vorbei sein, denn ein italienischer Tauchbasenbesitzer und Tüftler kündigt umwälzende Veränderungen beim Hineinschlüpfen in die Flossen an! Paolo Piumatti betreibt in Süditalien auf der kleinen Insel Ustica das Tauchcenter und Resort „Profondo Blu Ustica“. Mehr als 5.000 Tauchgänge hat der 49jährige Tauchlehrer, Gastronom und Erfinder inzwischen auf dem Buckel und die unbequemen Einstiege in die Geräteflossen sind ihm schon seit vielen Jahren ein Ärgernis. „Wir sehen es immer wieder, wie sich behinderte oder übergewichtige Taucherinnen und Taucher beim Anlegen der Flossen quälen. Und nicht nur die, denn wirklich bequem sind die von der Tauchindustrie angebotenen Lösungen nicht“, erläutert der Tüftler den Impuls für sein neuestes Projekt. „Finclip“ heißt seine Lösung und die hat wirklich einmal etwas grundlegend Neues in der Tauchbranche zu bieten.

Skibindungen als Impuls
Der Impuls kam aus der Skiszene, denn wer kniet sich denn heute noch, dick eingepackt und wenig beweglich hinab in den Schnee um seine Skier anzulegen? Niemand, denn die heutigen Automatikbindungen, springen einem heute ja förmlich an die Skistiefel...

Diese praktische wie geniale Lösung inspirierte den italienischen Tauch-Tüftler zu seinen Finclips, mit denen es bald kein Bücken mehr beim Anlegen der Flossen geben soll.
Die Clips sind in mehr als einjähriger Entwicklungsarbeit entstanden und nun soll ab 15. Mai mit einer Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter das nötige Geld für die letzten Entwicklungsschritte und den Auftakt zur Serienproduktion eingesammelt werden“, erklärt Paolo die letzten Schritte zur Lösung dieses leidigen Taucherproblems.

Die Technik ist einfach und die Clips sind kein technisches Wunderwerk, wohl aber das fein austarierte Ergebnis langer aufmerksamer Beobachtungen des Verhaltens von Sporttauchern beim Anziehen der Flossen und zahlreicher, detailverliebter Entwicklungsschritte des Techniker- und Designerteams, mit dem der findige Italiener zusammenarbeitet.

Der Clip wird einfach auf dem festen, offenen Fersenbereich der Flosse fixiert und die Bänderung, wie gewohnt in die zylindrische Aufnahme der Flosse geschoben. Die Kunststoff-Fersenspanne wird – der linken Fuß auf dem Flossenblatt stehend – mit dem rechten Fuß heruntergedrückt und so auf Spannung gebracht. Die eingerastete Fersenspanne „öffnet“ sozusagen den Einstieg in die Flosse und erst wenn man bis zum Spann mit den Füßlingen in der Flosse steckt, wird die Fersenspange durch ein Herunterdrücken der Ferse gelöst und dann schnellt die Bänderung hoch in die richtige, zuvor eingestellte Spannposition. Schwer vorstellbar, wie genau es funktioniert aber der Youtube-Film zeigt deutlich, wie einfach dieser Ablauf sein kann...

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Über die Haltbarkeit des Kunststoffclips, die Funktionalität der beweglichen Kunststoffteile bei Kontakt mit Sand oder die Stabilität der Flosse insgesamt bei kräftigem Betrieb in Strömung, kann man noch nichts sagen. Aber die Idee hört sich so gut an, dass ein Erfolg der Kickstarter-Kampagne ziemlich sicher scheint. Wir bleiben Paolo auf den Fersen.... (hap)

Weitere Informationen:

Web: www.finclip.cloud
Facebook: www.facebook.com/Finclip-838180326325996

Zur großen Crowdfunding Kampagne auf Kickstarter