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Vernagter Stausee

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Am vergangenen Wochenende waren wir zu fünft am V ...

Am vergangenen Wochenende waren wir zu fünft am Vernagter Stausee um den dort überfluteten Kírchturm zu betauchen. Vorab haben wir uns die notwendigen Tauchgenehmigungen schon bei Tatjana (team@dive-emotion.com) besorgt, die wir per Mail zugesandt bekommen haben.

Der Stausee ist zur Zeit ziemlich voll, sodass der Turm zwischen 20 und 30 Metern liegt. Durch den hohen Wasserstand braucht man zur Zeit die Tauchsachen nicht ganz so weit zu tragen, dafür ist der Weg zum antauchen relativ weit. Aufgrund der Tauchplatzbeschreibung die wie von Tatjana bekommen haben, unserer Navigationsfähigkeiten und ein bischen Glück haben wir den Turm beim ersten Tauchgang punktgenau gefunden. Bei den beiden weiteren Tauchgängen haben wir unser Glück aber nicht mehr so strapaziert und sind an der Oberfläche bis zur am Turm befestigten Boje geschnorchelt.

Also der Turm ist wirklich sehenswert! Man kann auch unten bei der Tür reintauchen und senkrecht oben raus tauchen (ca. 12 Meter). Dazwischen sind kleine Fenster, aus denen man nett rausfotografieren kann. Der Turm ist innen sehr eng, man kann sich zwar um die eigene Achse drehen aber nicht wieder nach unten tauchen (ca. 1 x 1 Meter würde ich schätzen). Für korpolentere Taucher nicht geeignet, aber der Turm ist auch von außen sehenswert. Ein metallenes Kreuz ist auch droben, aber wegen dem Eis im Winter nach unten gebogen.

Helmuth der Seewart hat uns nach unserem zweiten Tauchgang beim Brückenpfeiler aufgefunden. Nach einigen Erzählungen über den See hat er uns geholfen, unsere Flaschen den Hügel zu den Autos raufzutragen!!! Da wir unsere Pension direkt am See gebucht hatten und die Füllstation im Tal in Naturns ist, war Helmuth so nett und hat unsere Flaschen runter ins Tal gebracht, füllen lassen, und hat sie uns am Abend wieder gebracht. Echt super Service! Obwohl er eigentlich ein wenig Stress hatte, blieb er trotzdem noch einige Zeit bei uns um uns so manche Geschichte zu erzählen und Tips für den nächsten Tauchtag zu geben.

Untergebracht waren wir für zwei Nächte in der Pension Leithof direkt am Vernagter Stausee. Diese Pension ist absolut empfehlenswert! Herr Rainer der Besitzer ist super freundlich und weiß so manche Geschichte über die überfluteten Häuser. Die Zimmer sind groß und sehr schön. Unsere Tauchsachen haben wir im Skikeller zum trocknen aufhängen dürfen. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist einmalig, im Zimmerpreis ist Frühstück und Abendessen beinhaltet welches sehr gut und sehr viel war. Gerade wenn man nur so wie wir für 2 Nächte bleibt ist es einfach kamot, direkt am See zu nächtigen. Von der Pension zum Tauchplatz sind es mit dem Auto nicht mal eine Minute. Und am Abend ist man vom Tauchen so müde, dass man froh ist, das Abendessen in der Pension zu bekommen.

Zusammengefasst kann man sagen, dass dieser Tauchplatz ein Muss für jeden Taucher ist. Der Turm ist wirklich was besonderes und das ganze Schnalstal mit dem Stausee einfach wunderschön. Für nichttauchende Begleitpersonen gibt es auch genug zum unternehmen wie z.b. wandern oder ganzjähriges Skifahren.
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Toni_FTL **

Wir waren eine der ersten Tauchgruppen, die Geleg ...

Wir waren eine der ersten Tauchgruppen, die Gelegenheit hatten, im Vernagter Stausee zu tauchen. Der See liegt in Südtirol, ca. 30 km von Meran entfernt im Schnalstal auf 1680m Höhe.

Der See ist seit diesem Jahr von den Behörden unter Auflagen zum Betauchen freigegeben. Die Tauchgenehmigung ist ausschließlich an die Tauschschule Dive-Emotion erteilt worden. Alle Details hierzu findet auf der Website:

http://www.dive-emotion.com/poolundsee/see/index.html

Vor beabsichtigten Tauchgängen muß mit der Tauschule Kontakt aufgenommen werden, damit vor Ort vom Seewart die Tagesgenehmigungen ausgestellt werden können.

Wir hatten ein ganzes Wochenende eingeplant und waren von München aus mit 10 Tauchern angereist. Die durch Dive-Emotion vermittelte Unterkunft (Hotel Kreuzwirt in Naturns) war ein landestypisches 3-Sterne Hotel mit einfacher, aber kompletter Ausstattung. Die hoteleigene Küche ist sehr empfehlenswert und besteht aus einer für Südtirol typischen Mischung aus Tiroler- und italienischer Küche. Es ist sehr zu empfehlen, Halbpension zu buchen. Die Preise hierfür sind nach deutschen Maßstäben mehr als in Ordnung.

Die beiden Verantwortlichen (Inhaberin der Tauschule sowie Seewart) waren vor Ort und haben uns bereits am Freitag Abend im Hotel in Empfang genommen. Dabei erhielten wir in geselliger Runde die ersten Informationen zur Umgebung und zum See.

Am nächsten Morgen bekamen wir im Anschluß an das Frühstück ein sehr ausfühlriches Briefing mit Ausgabe eines mehrseitigen Flyers mit allen Fakten. Die Tauchgenehmigungen wurden pro Person ausgestellt und müssen am Seeparkplatz grundsätzlich gut sichtbar im Auto ausgelegt werden. Die Fahrt vn Naturns zum See dauert ungefähr 20 Minuten und führt durch das landschaftlich beeindruckende Schnalstal. Manch einer mag das vom Wintersport her kennen (Schnalstaler Gletscher).
Tatjana und Helmuth haben uns dann beide noch tatkräftig und völlig unkompliziert beim Transport des Equipments vom Parkplatz am See zum eigentlichen Ufer geholfen (Wo erlebt man das sonst noch?), welches ca. 200 Entfernungs-Meter und (zum damaligen Zeitpunkt) 50 Höhen-Meter entfernt liegt.

Der See selbst ist ein Mitte des letzten Jahrhunderts angelegter Stausee, der zur Energiegewinnung durch die Etschwerke dient. Der Wasserspiegel kann sehr stark schwanken - sowohl jahreszeitlich als auch niederschlagsbedingt. Als wir dort waren, fehlten zum maximalen Wasserstand noch ca. 20-25 m. Wenn der See voll ist, hat er an der tiefsten Stelle ca. 65m.

Interessant sind allerdings in dem See die Überreste eines Dorfes, das beim Aufstau aufgegeben wurde. Heut steht davon noch der Kirchturm, der allerings wasserstandsbedingt nicht bis zur Oberfläche reichte. Im See befinden sich weiterhin alte Mauerreste der Höfe sowie ein paar später eingebrachte Skulpturen.

Leider war am ersten Tauchtag die Sicht recht bescheiden, sodaß wir den Kirchturm nicht finden konnten. Das war allerdings auf die heftigen Regenfälle der vorangegangenen zwei Wochen zurückzuführen und ist nicht der Normalzustand.
Am zweiten Tag setzten Tatjana und Helmut dann eine Markierungsboje (die wußten ja ziemlich genau wor der Turm steht), sodaß wir alle dieses historische Denkmal betauchen konnten.

Was mir persönlich besonders erwähnenswert erscheint, ist die überaus herzliche und persönliche Art, wie wir vor Ort betreut wurden. Ich habe vergleichbares vorher noch nicht erlebt. Man fühlt sich sofort wohl und fast wie zuhause bei Freunden.

Wir werden daher im Herbst unsere nächste Exkursion an den Vernagter Stausee unternehmen und uns wieder vom Südtiroler Ambiente, der Landschaft, der Küche, den Menschen und natürlich dem besonderen Tauchgebiet verwöhnen lassen.
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