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Scott´s Head et. al.

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Nach intensiver Recherche, unterstützt auch durch ...

Nach intensiver Recherche, unterstützt auch durch dieses Forum, habe ich im Juni 3 Wochen auf Dominica (West Indies) verbracht. Wer wegen der Puderzucker-Strände in die Karibik fährt ist hier sicherlich falsch. Aber wer sich für Land und Leute interessiert, gern wandert und wundervolle, entspannte Tauchgänge erleben möchte, für den ist es perfekt.

Ich habe mir 2 Nächte in der Hauptstadt Roseau zur Akklimatisierung gegönnt und in Ruhe die Insel nach der für mich richtigen Basis abgeklappert. Entschieden habe ich mich für ‚Dive Dominica’ in Castle Comfort (http://www.castlecomfortdivelodge.com) und war damit sehr glücklich. Sauber, kompetent, außerordentlich hilfsbereit und ... Spaß!

Nach 35 Tauchgängen kann ich nur sagen: Sollte man gesehen haben. Ich habe vier Nachttauchgänge mitgemacht und drei Mal haben wir anschließend jeweils einstimmig beschlossen, dass das der ‚best night dive ever’ war. Soviel zu Superlativen. Was es zu sehen gibt? Vielleicht ist es anders herum einfacher: wenig Großfisch. Ja, eine Gruppe hat einen Riffhai gesehen und es gibt Barracudas und Jacks, aber für große Brocken gibt es bessere Spots auf der Welt.

Schier unglaublich ist dagegen die Vielfalt an Korallen, Gorgonien und dem bunten Gewusel dazwischen. Ich habe die vielen (und zum Teil riesigen) Schildkröten geliebt, Seepferdchen, flying guinards, scorpion fish, reef squid, octopus ... you name it. Schöne Fotos findet man auf der Homepage der Basis (www.divedominica.com) als auch bei Lee Penn (http://www.dlpco.com), einem passionierten Taucher aus den USA.

Die Organisation kann man nur loben, sowohl Leihausrüstung als auch Boote sind in sehr gutem Zustand. Los geht’s am hauseigenen Steg, getaucht wird 2 x vormittags, so dass man rechtzeitig zum Lunch zurück ist und den Nachmittag für Ausflüge oder einen shore dive nutzen kann. Die Tauchplätze sind übrigens alle sehr nah, so dass die Anfahrt nur kurz ist (10 – 15 Min.) und zahlreich sind sie auch, so dass eine Beschreibung den Rahmen hier sprengt. Wer wissen möchte, was sich hinter Scotts Head Point, Soufriere Pinnacles, Champagne, Coral Gardens, Dangelben’s North oder Pointe Guinard verbirgt, dem sei ‚Diving & Snorkeling Dominica’, Lonely Planet, ISBN 0-86442-764-6 empfohlen. Alternativ schreibt ihr mir einfach eine eMail . Briefing ist immer ausführlich, Sicherheit hat hohen Stellenwert, wichtig ist aber auch der Spass – und die Kombi ist hier absolut stimmig. Außerdem gibt es wohl keine Kreatur, die den Jungs Unterwasser entgeht: notfalls wird zur Lupe gegriffen. Und wer irgendwelche skurrilen Geschöpfe entdeckt (z.B. eine ‚Ufo’-Krabbe, die mit Schwämmen und Korallen bewachsen war – decorated crab), der wende sich vertrauensvoll an big Dave (Hi Bumba!), das zweibeinige ‚creature book’.

Wer USD 50 übrig hat, gönnt sich einen Nachmittag ‚Whale Watching’: Wir haben 8 Pottwal-Fluken als Pixel komprimiert und insgesamt 13 Wale gesichtet. Wundervoll. Ach ja, die Delphine habe ich noch nicht erwähnt, oder? Nun ja, die sieht man mit ein wenig Glück schon beim Rausfahren oder Reinkommen vom Tauchen... Weiterhin gehören zum Pflichtprogramm wenigstens 2-3 Wasserfälle (z.B. Trafalgar Falls, Middleham Falls, Titou Gorge) und einige Abenteuer-Trips in den Regenwald. Wer fit ist, sollte sich den Boiling Lake nicht entgehen lassen, auch wenn’s schweinsanstrengend ist.

Nachtleben gibt es übrigens auch, zum Glück aber ‚island style’ und es findet komprimiert am Freitag und Samstag statt. Die Insel ist noch immer sehr ursprünglich, die Menschen offen und interessiert. Ich habe noch nie so viel in so kurzer Zeit über mein Urlaubsland gelernt, aber hier lieben die Bewohner ihre Heimat und möchten sie einem nahe bringen.

Zum Abschluß nochmal zur Basis: Ginette und Derek Perryman sind tolle Gastgeber, die sich ihre anspruchsvolle, hauptsächlich amerikanische Klientel wirklich verdient haben. Rezeption (Anne-Marie, Verna, Michelle), Service (Rosalyn), Tauch Crew (Billy, you guys are doing a great job): Ich kann sie wärmstens empfehlen.

Darum auch: 6 von 6 Flossen, denn mehr geht nicht.
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