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Porthkerris Cove, Drawna Rocks

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Wer mal etwas ganz Anderes erleben möchte, muss a ...

Wer mal etwas ganz Anderes erleben möchte, muss als Taucher nicht unbedingt um die halbe Welt fliegen. Während uns Kroatien, Polen oder Spanien vergleichsweise wie Abwandlungen von Deutschland vorkommen können und selbst Ägypten uns mittlerweile vertraut ist, ist in England alles anders und fast schon exotisch (na ja, fast alles).
In einer Tagesreise mit dem Auto (über Dünkirchen / Dover) ist man in Cornwall. Das hat die südlichsten und westlichsten Punkte Englands und ist nur zum Tauchen eigentlich viel zu schade. England ist das klassische Land der Kaltwassertaucher, aber 17° im September würde ich nicht gerade als kalt bezeichnen. Etwa die Hälfte der Einheimischen tauchte im Nassanzug (teilweise ohne Handschuhe).
Im äußersten Zipfel von Cornwall gibt es 3 professionelle Tauchbasen, die alle ähnlich organisiert sind und ähnliche Boote haben, vor allem solche mit einem echten Taucherlift – super komfortabel. Wir hatten uns für die Porthkerris Divers entschieden. www.porthkerris.com (Die Website ist übrigens automatisch mit Google übersetzbar.)
Die Tauchbasis liegt direkt an der Küste südlich von Falmouth, der nächste Ort ist St. Keverne. Die haben immerhin das beste ´Hausriff“ (Drawna Rocks). Auch sind sie toll ausgestattet mit eigenem Schulungsraum, eigenen Unterkünften (ideal für Gruppen und Familien) und eigenem Beach-Café. Das Team ist äußerst kompetent und freundlich (wie nach unserer Erfahrung alle Engländer). Selbst unser Schulenglisch verstanden sie gut.
Man kann Küstentauchgänge machen und die reiche UW-Biologie erkunden. Strömung gibt es dort trotz der hohen Gezeitenunterschiede fast gar nicht. Die Lage ist ausgesprochen günstig vor Wind und Wellen des Atlantiks geschützt. Die Sicht lag im September bei gut 8m, kann aber zu anderen Jahreszeiten durchaus noch besser sein. Die reichhaltige UW-Welt ist für uns sehr ungewohnt, es dominieren Pflanzen wie vor allem der Kelp, der hier gut 2m hoch werden kann. Es ist eine Lust, ihn zu durchtauchen, verheddern kann man sich nicht. Kelp gibt es übrigens nur an 2 Stellen in Europa. Wenn man will, kann man auch tiefer tauchen, aber 10m genügen hier vollkommen. Das Auge entdeckt immer mehr Fauna wie zahlreiche Fischarten, Seeigel, Seesterne usw. usw.. Der Film wird schnell voll. Aus- und Einstieg sind hier sehr leicht, es geht hier nur über Kies (ideal auch für Anfängerausbildung).
Bei den Bootsausfahrten geht es entweder 2 mal ins Wasser oder mit dem kleineren Boot nur 1 mal, es kommt dann halt nach jedem Tauchgang wieder ans Land. Die Tauchgänge führen meistens zu Steilwänden oder zu einem der sehr zahlreichen Wracks. Dann kann es schon mal etwas Strömung geben, aber nicht mehr als in Ägypten. Der Skipper weiß schon wo er seinen Anker werfen muss. Und aufs Boot zurück geht es ja mit dem Taucherlift.
Was könnte man sonst noch sagen? Viel zu viel für diese Stelle! England ist ein Paradies für Bierliebhaber, und das Essen ist entgegen den Gerüchten richtig gut (und bezahlbar). Die meisten Strassen sind abenteuerlich schmal zwischen 3m hohen Hecken, aber das hat auch seinen Reiz- versprochen. Die Engländer sind höflich und wohltuend rücksichtsvoll, das macht einen Urlaub in jeder Hinsicht angenehm.
Wer nun mehr wissen will kann sich auch gerne an mich direkt wenden: mail(at)r-ising.de.
Viele Grüße
ddiver

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