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Tauchen im Hevizsee - ein besonderes Erlebnis1. V ...

Tauchen im Hevizsee - ein besonderes Erlebnis

1. Versuch Oktober 1999: Telefonische Absprache mit György Kovacs 4 Wochen, bevor wir nach Heviz fahren wollten. Daraufhin erhielt ich Info-Material zugeschickt und den Termin bestätigt. Drei Tage vorher rief ich sicherheitshalber noch einmal an. Plötzlich gab es keine Tauchgenehmigung. Deshalb Abbruch des ersten Versuchs.

2. Versuch Oktober 2001: Da sowieso ein Ungarn-Urlaub geplant war, entschloss ich mich, diesen in Heviz zu verbringen und rief wieder bei György Kovacs an. Auch diesmal bekam ich den Termin bestätigt, und wir wollten uns vor dem Haupteingang des Bades treffen. Während der ersten Urlaubstage sah ich beim Baden im Hevizsee Taucher. Ich fragte György Kovacs, ob unser Termin am Freitag klar gehe. György verlegte unseren Treffpunkt zur bekannten Amphora-Tauchbasis. Endlich war Freitag. Und ich suchte die "allseits bekannte" Tauchbasis. Zu finden ist diese auf dem Weg zum Campingplatz. Parallel zu dieser Straße zum Campingplatz fließt ein Kanal aus dem Hevizsee. Von der Hauptstraße zum Campingplatz sind es etwa 500 m. Entlang dieser Straße stehen jede Menge Händler. Die Tauchbasis befindet sich gegenüber des Parkwärterhäuschens und ist durch eine kleine Tür in der Bretterwand zu erreichen. Diese sieht man allerdings kaum, weil sie von den Händlern verbaut ist.


Jetzt öffnet man diese Tür und steht direkt vor einer riesigen Druckkammer.


Jetzt beginne ich daran zu glauben, dass ich tatsächlich heute im Hevizsee tauchen werde. Nachdem ich gemeinsam mit György Kovacs eine Stunde auf einen weiteren Tauchgast gewartet habe, bekommen wir eine ausführliche Tauchgangsvorbesprechung. Dabei werden die besonders langen Dekozeiten sowie der Tauchgangsablauf exakt besprochen. Außerdem wird das Ganze durch Fotos unterstützt. Nun machen wir uns endlich auf den Weg, ziehen uns in den Umkleidekabinen des Bades um und müssen uns in voller Montur durch die staunenden Badegäste kämpfen. Endlich können wir ins Wasser gehen. Wir sind jetzt vier Taucher, zwei Gäste, György Kovacs und eine Sicherungstaucherin.

Uber die Treppe am Badehaus mitten im See steigen wir ein. Die Sicht beträgt etwa 2m, ändert sich aber täglich. Jetzt ist alles genau wie wir es erklärt bekommen haben. An einem Seil steigen wir bis auf ca. 35m ab und treffen auf den Gang der zur Höhle führt. da es etwas eng ist taucht György voran dann wir beiden Gäste und die Sicherungstaucherin hinterher. Zuerst taucht György mit dem erste Begleiter in die Höhle, ich warte draußen. Es ist jetzt völlig dunkel, aber das Wasser ist sehr klar. Endlich bekomme ich das Zeichen und darf auch in die Höhle eintauchen. Der Eingang besteht aus einer Bretterwand in der eine kellerfenstergroße Öffnung ist (60 mal 90 cm ).Durch diese Öffnung strömen aber ca. 400 l Wasser pro Sekunde. Ich lege mich mit völlig entleertem Jacket auf ein Brett und versuche mich durch die Öffnung zu Quetschen, verflucht ich hänge fest was jetzt? Oder ist die Strömung so stark? Ich ziehe kräftiger und weiter geht`s. Nach etwa 2-3m ist noch so ein Kellerfenster, diesmal in einer Metallwand. das zweiter Fenster geht schon besser und jetzt knie ich auf einer Plattform und kann den Blick in die Höhle genießen. Das wasser ist etwa 40°C warm und glasklar, die Höhle hat die Form wie eine Kuppel. György schwimmt eine Runde mit mir und wir tauchen in einer Gasblase auf. Jetzt auf keinen Fall den Automat rausnehmen denn das Gas ist alles andere als Luft. Wir tauchen noch eine Runde und erkunden die verschiedenen Quellspalten. Nach 20 Minuten wird es Zeit für den Aufstieg, also zurück zu den Kellerfenstern, Jacket leer und los geht`s die Höhle spuckt uns förmlich aus. Jetzt beginnt der Aufstieg: die erste Dekopause erfolgt bei 9m für5, die zweite bei 6m für10 und die dritte bei 3m für 15 Minuten.
Das mag lange klingen aber der Tauchgang führt bis auf eine Tiefe von 48m, wenn man aufgrund erschwerter Bedingungen noch 4m Sicherheit dazurechnet und die Dekopausen anhand einer CMAS-Tabelle errechnet, sind diese bitter notwendig. Alles in allem war das ein absolut geiler Tauchgang und die Mühe allemal wert. Aufgrund der sehr genauen Vorbereitungen ist dieser Tauchgang für geübte Taucher sehr leicht zu bewältigen und man spürt, dass man bei György in kompetenten Händen ist.
Wie kann ich in Heviz tauchen und was brauche ich dazu?
Mir ist niemand bekannt der im ersten Anlauf erfolgreich war, also nicht entmutigen lassen und evntl. ein zweites Mal versuchen.

Buchungen laufen über:

AMPHORA TAUCHCLUB
H- 1027 Budapest
Varsanyi I. utca 33
Basisleiter: György Kovacs (Berufstauchmeister)
Tel.: 0036-1-277-7513 ( auch Anrufbeantworter )
Mobil: 0036-309-900-608
Fax: 0036-1-277-7513 Achtung nur György spricht deutsch.
http://www.poseidondiver.hu
diver1@ax.hu

Der Preis beträgt EUR 40.-
Eine gültige ärztliche Untersuchung ist Pflicht und der Tauchgang ist erfahrenen Tauchern vorbehalten. Eine genaue Brevetierungsstufe gibt es scheinbar nicht also nachfragen.

Die Pflichtausrüstung besteht aus:

-Neoprenanzug als Hitzeschutz ( 40°C )
-Pressluftflasche min 15 Liter
-Finimeter
-Lungenautomat mit Octopus
-kleine Lampe
-Flossen
-Maske
-Zeitmessgerät
-Tiefenmesser
-Jacket
-Bleigurt

Die Flasche ( mit Monoventil ) und eine große Lampe kann man leihen, das ist aber das einzige.
Flaschenfüllungen sind möglich.