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Bonne Terre Mine

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Anfahrt / Anreise:
Mit Auto, 1 h südlich von St.Louis, Missouri
Örtlichkeit / Einstieg:
Durch den Bergwerkseingang, ca. 50 Treppenstufen und ca. 300m im Höhlensystem bis zum Holzdeck. Dort Ein- und Ausstieg wie von einem Steg: Sprung oder Stufen.
Wasser:
Süßwasser
Erreichbarkeit:
Landtauchgang
Max. Tiefe:
20 m
Schwierigkeit:
Für Fortgeschrittene
Tauchgangstyp:
Wrack-TGStrömungs-TGHöhlen-TGBergseetauchgang
Nächste Füllmöglichkeit:
Tauchregulierung:
Nächster Notruf / Kammer:
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National Geographic hat die Bonne Terre Mine als ...

National Geographic hat die Bonne Terre Mine als ein Top 10 Greatest Adventure geadelt, auch Jacques Cousteau hat schon dort gefilmt, und in einem Bergwerk waren wir noch nie tauchen: Also mussten wir (5-köpfige Taucherfamilie) bei der Fahrt durch Missouri unbedingt ein paar Tauchgänge in der Bonne Terre Mine einbauen !

Bonne Terre ist eine stillgelegte Bleimine, heute weitgehend mit Wasser vollgelaufen, ca. 1 h Fahrt südlich von St.Louis, in der man an Wochenenden geführte Tauchgänge unternehmen kann. Samstags bis zu 3 Tauchgänge, Sonntag weitere, je nach Interesse. Auf den ersten beiden TG werden stets die gleichen Routen (#1 und #2) in sehr großen Hallen genommen, nach dieser ´Grundausbildung´ werden verschiedene Routen gewählt. Statt des Buddy-Prinzips taucht die Gruppe (bei uns 12) im Pulk, während ca. 4 Guides vor/über/hinter uns im Bedarfsfall unterstützen.

Auf der einen Seite haben wir in unseren 2 TG ein paar neue, interessante Erfahrungen machen dürfen: Tauchen in Süßwasser, in einem riesigen dunklen Höhlennetz, herrliche Luftblasenkaskaden, die wie ´umgekehrte Wasserfälle´ aussehen und ein paar versprengte Utensilien aus Bergwerkzeiten.

Leider waren uns die stets konstanten 15° Wassertemperatur viel zu kalt. Die Guides trugen alle Trockis mit Fleece darunter - kein Wunder. Das Tauchen im Rudel war ebenfalls chaotisch, auf den zweiten TG verzichteten einige - auch aus unserer Familie - sodass es dann etwas geordneter zuging. Außerdem folgten wir mangels Erfahrung mit Süßwasser der Bleiempfehlung und waren hoffnungslos überbleit. Viel zu sehen gab es nicht: klares Wasser, dunkle Tiefen, wenig Überreste (2 Wagen, Presslufthammer), aber natürlich keine Fische. In a nutshell: eine interessante Erfahrung, aber ich habe keine Ahnung, wie National Geographic dies als ein ´Top 10 great adventure´ einstufen konnte.

Das Ganze ist ziemlich kostspielig: 70 $ pro TG, 100 $ Ausrüstung/Tag plus ggfs. 35 $ für ABC/Tag. Bezahlt wird im Voraus. Wer auf gebuchte TG verzichtet, erhält weder Geld zurück, noch kann er die TG auf eine andere Person übertragen.

PS: Wer dem Reiz nicht widerstehen kann: als Übernachtung würde ich statt der von BonneTerre vermittelten Unterkünfte das Motel Super8 am Ortseingang an der US67 empfehlen.
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