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Tauchen in Estland

Für das Tauchen in Estland gilt im Wesentlichen das Gleiche wie in den anderen Staaten des Baltikums: In den zwei, drei Sommermonaten kann die Ostsee wahrlich liebliche Züge entwickeln, im Winter ist sie nur etwas für Hardcorefans. Das berühmteste Wrack, die mit Mystik und Verschwörungstheorien verknüpfte „Estonia“ kostete bei ihrem immer noch ungeklärten Untergang im Jahr 1994 insgesamt 852 Menschen das Leben. Sie ist als Grabstätte ein taucherisches „No Go“.

Die letzen Reiseberichte unser Nutzer - immer einen Blick wert:

Vorneweg: MysticalDiving ist ein 1-Mann Unternehmen und keine Tauchschule im engeren Sinne. Der Besitzer, Rasmus Pruul, bietet Unterkunft, Boot und Betreuung an. Bei meinem Besuch war es so, dass die Tauchschüler/Taucher dann von anderen Tauchschulen in Tallinn kamen und ein Wochenende gemeinsam getaucht wurde. Ich war für ein Wochende vom 20-22. Juli 2018 dort und habe 4 Wracks betaucht. Das Wochenende war NICHT mit einer "normalen" Tauchbasis vergleichbar. Die Tauchlehrer und Tauchschüler hatten ihre Familien inkl. kleiner Kinder mitgebracht, es wurde gemeinsam morgens gefrühstückt, abends zusammen gegrillt und im Anschluss in die Sauna gegangen. Es war sehr familiär und hatte eher was von Familienausflug als Tauchbasis. Die "Tauchbasis" ist ein ehemaliger Bauernhof zwischen Sõru und Emmaste. Dort besteht Gelegenheit zum Campen (5€/Nacht) oder zur Unterkunft in einem Anbau des Haupthauses (15€/Nacht). Tauchgänge kosten pro Wrack 40€, bei Tauchgängen tiefer 20m 45€. Da die Wracks relativ weit vor der Küste von Hiiumaa liegen beinhaltet dieses Entgeld ca. 1-1,5h An- und Abfahrt mit einem Boot. Notfallausrüstung (Sauerstoffkoffer) war vorhanden. Die komplette Ausrüstung für das Wochende kostete 35€, hinzu kamen 15€ für die Luft für 4 TG. Rasmus arbeitet bei der estnischen Marine als Minentaucher, kennt sich vor Ort aus und hat laut eigener Aussage auch 2012 selbst ein Wrack entdeckt, welches er nun mit den Gruppen betaucht. Die Betreuung hat mir gut gefallen und man bekam Hilfe bei den entscheidenden Schritten (Flossen im Wasser an/ausziehen, Flaschen an/aufsetzen). Die Tauchgangsplanung hätte gerade weil es Wracks sind etwas umfangreicher ausfallen können, die Besonderheiten der einzelnen Wracks wurden zwar besprochen (z.B. vorhandene Geschütze, Bug abgerissen usw), aber einen konkreten Plan kannte ich zumindest nicht, sondern ich bin brav den Tauchlehrern hinterhergeschwommen. Als AOWD mit 30TG habe ich am ersten Tag Wracks auf 15-16m betaucht, am zweiten Tag waren dann Wracks auf einer Tiefe von 28-30m dran. Wer mehr Erfahrung hat kann aber auch gleich mit den tieferen Wracks anfangen, ich zumindest wurde gefragt, was ich tauchen wollte. Die Bedingungen in der Ostsee sind nicht mit typischen Touristenzielen vergleichbar. Die Wassertemperatur bei allen Tauchgängen lag bei 4-6°C, obwohl es zuvor mehrere Wochen 25-30°C warm gewesen war und die Oberflächenwassertemperatur auch um die 20°C lag. Man sollte sich also unabhängig von den Bedingungen über Wasser immer auf einen Kaltwassertauchgang vorbereiten. Die Sicht auf den ersten 10 Metern war auch wie üblich eher schlecht, vielleicht 1-2m. In eine grün-schwarze Suppe bei 4°C kaltem Wasser abzutauchen stellt doch deutlich härtere Anforderungen als ein Tauchgang im Roten Meer; wer also seine Ausbildung nur im Warmwasser bei guter Sicht gemacht hat sollte sich nicht überschätzen oder vielleicht vorher mal in einem deutschen See üben. Sobald das Wasser dann kalt wurde, war auch die Sicht besser und lag bei den Wracks so um 7m. Wer einen Trockentauchanzug hat, sollte diesen wohl mitbringen. Generell fand ich es nicht ganz einfach, zu lokalen Tauchschulen kontakt aufzunehmen. Es gibt wohl relativ wenig internationalen Tauchtourismus dort; alle anderen Teilnehmer während dieses Wochendes waren Esten. Auch gab es in den Sommermonaten (Juni, Juli, August) pro Monat nur ein Wochende, an dem getaucht wurde, man muss also etwas Planung in kauf nehmen. Wer an Wracktauchgängen in Estland bzw. auf Saaremaa/Hiiumaa Interesse hat, kontaktiert am Besten zusätzlich den Merihundi Sukeldumisklubi oder Oxygene Tallinn. Das waren die beiden Tauchschulen, die dann die meisten Instruktoren gestellt hatten. Auch Rasmus kann direkt per e-mail/facebook angefragt werden.
Vorneweg: MysticalDiving ist ein 1-Mann Unternehmen und keine Tauchschule im engeren Sinne. Der Besitzer, Rasmus Pruul, bietet Unterkunft, Boot und Betreuung an. Bei meinem Besuch war es so, dass die Tauchschüler/Taucher dann von anderen Tauchschulen in Tallinn kamen und ein Wochenende gemeinsam getaucht wurde. Ich war für ein Wochende vom 20-22. Juli 2018 dort und habe 4 Wracks betaucht. Das Wochenende war NICHT mit einer "normalen" Tauchbasis vergleichbar. Die Tauchlehrer und Tauchschüler hatten ihre Familien inkl. kleiner Kinder mitgebracht, es wurde gemeinsam morgens gefrühstückt, abends zusammen gegrillt und im Anschluss in die Sauna gegangen. Es war sehr familiär und hatte eher was von Familienausflug als Tauchbasis. Die "Tauchbasis" ist ein ehemaliger Bauernhof zwischen Sõru und Emmaste. Dort besteht Gelegenheit zum Campen (5€/Nacht) oder zur Unterkunft in einem Anbau des Haupthauses (15€/Nacht). Tauchgänge kosten pro Wrack 40€, bei Tauchgängen tiefer 20m 45€. Da die Wracks relativ weit vor der Küste von Hiiumaa liegen beinhaltet dieses Entgeld ca. 1-1,5h An- und Abfahrt mit einem Boot. Notfallausrüstung (Sauerstoffkoffer) war vorhanden. Die komplette Ausrüstung für das Wochende kostete 35€, hinzu kamen 15€ für die Luft für 4 TG. Rasmus arbeitet bei der estnischen Marine als Minentaucher, kennt sich vor Ort aus und hat laut eigener Aussage auch 2012 selbst ein Wrack entdeckt, welches er nun mit den Gruppen betaucht. Die Betreuung hat mir gut gefallen und man bekam Hilfe bei den entscheidenden Schritten (Flossen im Wasser an/ausziehen, Flaschen an/aufsetzen). Die Tauchgangsplanung hätte gerade weil es Wracks sind etwas umfangreicher ausfallen können, die Besonderheiten der einzelnen Wracks wurden zwar besprochen (z.B. vorhandene Geschütze, Bug abgerissen usw), aber einen konkreten Plan kannte ich zumindest nicht, sondern ich bin brav den Tauchlehrern hinterhergeschwommen. Als AOWD mit 30TG habe ich am ersten Tag Wracks auf 15-16m betaucht, am zweiten Tag waren dann Wracks auf einer Tiefe von 28-30m dran. Wer mehr Erfahrung hat kann aber auch gleich mit den tieferen Wracks anfangen, ich zumindest wurde gefragt, was ich tauchen wollte. Die Bedingungen in der Ostsee sind nicht mit typischen Touristenzielen vergleichbar. Die Wassertemperatur bei allen Tauchgängen lag bei 4-6°C, obwohl es zuvor mehrere Wochen 25-30°C warm gewesen war und die Oberflächenwassertemperatur auch um die 20°C lag. Man sollte sich also unabhängig von den Bedingungen über Wasser immer auf einen Kaltwassertauchgang vorbereiten. Die Sicht auf den ersten 10 Metern war auch wie üblich eher schlecht, vielleicht 1-2m. In eine grün-schwarze Suppe bei 4°C kaltem Wasser abzutauchen stellt doch deutlich härtere Anforderungen als ein Tauchgang im Roten Meer; wer also seine Ausbildung nur im Warmwasser bei guter Sicht gemacht hat sollte sich nicht überschätzen oder vielleicht vorher mal in einem deutschen See üben. Sobald das Wasser dann kalt wurde, war auch die Sicht besser und lag bei den Wracks so um 7m. Wer einen Trockentauchanzug hat, sollte diesen wohl mitbringen. Generell fand ich es nicht ganz einfach, zu lokalen Tauchschulen kontakt aufzunehmen. Es gibt wohl relativ wenig internationalen Tauchtourismus dort; alle anderen Teilnehmer während dieses Wochendes waren Esten. Auch gab es in den Sommermonaten (Juni, Juli, August) pro Monat nur ein Wochende, an dem getaucht wurde, man muss also etwas Planung in kauf nehmen. Wer an Wracktauchgängen in Estland bzw. auf Saaremaa/Hiiumaa Interesse hat, kontaktiert am Besten zusätzlich den Merihundi Sukeldumisklubi oder Oxygene Tallinn. Das waren die beiden Tauchschulen, die dann die meisten Instruktoren gestellt hatten. Auch Rasmus kann direkt per e-mail/facebook angefragt werden.
Vorneweg: MysticalDiving ist ein 1-Mann Unternehmen und keine Tauchschule im engeren Sinne. Der Besitzer, Rasmus Pruul, bietet Unterkunft, Boot und Betreuung an. Bei meinem Besuch war es so, dass die Tauchschüler/Taucher dann von anderen Tauchschulen in Tallinn kamen und ein Wochenende gemeinsam getaucht wurde. Ich war für ein Wochende vom 20-22. Juli 2018 dort und habe 4 Wracks betaucht. Das Wochenende war NICHT mit einer "normalen" Tauchbasis vergleichbar. Die Tauchlehrer und Tauchschüler hatten ihre Familien inkl. kleiner Kinder mitgebracht, es wurde gemeinsam morgens gefrühstückt, abends zusammen gegrillt und im Anschluss in die Sauna gegangen. Es war sehr familiär und hatte eher was von Familienausflug als Tauchbasis. Die "Tauchbasis" ist ein ehemaliger Bauernhof zwischen Sõru und Emmaste. Dort besteht Gelegenheit zum Campen (5€/Nacht) oder zur Unterkunft in einem Anbau des Haupthauses (15€/Nacht). Tauchgänge kosten pro Wrack 40€, bei Tauchgängen tiefer 20m 45€. Da die Wracks relativ weit vor der Küste von Hiiumaa liegen beinhaltet dieses Entgeld ca. 1-1,5h An- und Abfahrt mit einem Boot. Notfallausrüstung (Sauerstoffkoffer) war vorhanden. Die komplette Ausrüstung für das Wochende kostete 35€, hinzu kamen 15€ für die Luft für 4 TG. Rasmus arbeitet bei der estnischen Marine als Minentaucher, kennt sich vor Ort aus und hat laut eigener Aussage auch 2012 selbst ein Wrack entdeckt, welches er nun mit den Gruppen betaucht. Die Betreuung hat mir gut gefallen und man bekam Hilfe bei den entscheidenden Schritten (Flossen im Wasser an/ausziehen, Flaschen an/aufsetzen). Die Tauchgangsplanung hätte gerade weil es Wracks sind etwas umfangreicher ausfallen können, die Besonderheiten der einzelnen Wracks wurden zwar besprochen (z.B. vorhandene Geschütze, Bug abgerissen usw), aber einen konkreten Plan kannte ich zumindest nicht, sondern ich bin brav den Tauchlehrern hinterhergeschwommen. Als AOWD mit 30TG habe ich am ersten Tag Wracks auf 15-16m betaucht, am zweiten Tag waren dann Wracks auf einer Tiefe von 28-30m dran. Wer mehr Erfahrung hat kann aber auch gleich mit den tieferen Wracks anfangen, ich zumindest wurde gefragt, was ich tauchen wollte. Die Bedingungen in der Ostsee sind nicht mit typischen Touristenzielen vergleichbar. Die Wassertemperatur bei allen Tauchgängen lag bei 4-6°C, obwohl es zuvor mehrere Wochen 25-30°C warm gewesen war und die Oberflächenwassertemperatur auch um die 20°C lag. Man sollte sich also unabhängig von den Bedingungen über Wasser immer auf einen Kaltwassertauchgang vorbereiten. Die Sicht auf den ersten 10 Metern war auch wie üblich eher schlecht, vielleicht 1-2m. In eine grün-schwarze Suppe bei 4°C kaltem Wasser abzutauchen stellt doch deutlich härtere Anforderungen als ein Tauchgang im Roten Meer; wer also seine Ausbildung nur im Warmwasser bei guter Sicht gemacht hat sollte sich nicht überschätzen oder vielleicht vorher mal in einem deutschen See üben. Sobald das Wasser dann kalt wurde, war auch die Sicht besser und lag bei den Wracks so um 7m. Wer einen Trockentauchanzug hat, sollte diesen wohl mitbringen. Generell fand ich es nicht ganz einfach, zu lokalen Tauchschulen kontakt aufzunehmen. Es gibt wohl relativ wenig internationalen Tauchtourismus dort; alle anderen Teilnehmer während dieses Wochendes waren Esten. Auch gab es in den Sommermonaten (Juni, Juli, August) pro Monat nur ein Wochende, an dem getaucht wurde, man muss also etwas Planung in kauf nehmen. Wer an Wracktauchgängen in Estland bzw. auf Saaremaa/Hiiumaa Interesse hat, kontaktiert am Besten zusätzlich den Merihundi Sukeldumisklubi oder Oxygene Tallinn. Das waren die beiden Tauchschulen, die dann die meisten Instruktoren gestellt hatten. Auch Rasmus kann direkt per e-mail/facebook angefragt werden.

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