Hinweis: Den nachfolgenden Bericht haben wir für ...
Hinweis: Den nachfolgenden Bericht haben wir für die Clubzeitschrift des Tauchclubs Stuttgart geschrieben, weshalb er einige Details enthält, die bereits in früheren Berichten genannt wurden.
Nach Guadeloupe (2004) und Martinique (2005) verschlug es uns dieses Jahr von Ende November bis Mitte Dezember erneut ans und ins karibische Meer. Dieses Mal hatten wir uns jedoch zur Abwechslung fürs Festland entschieden, obschon Yucatan ja zumindest noch eine Halbinsel ist.
Nachdem wir in den letzten Urlauben immer ein Häuschen oder ein Apartment in einem ruhigen Urlaubsort gemietet hatten, entschieden wir uns diesmal für ein kleines, nettes Hotel, dass jedoch mitten in der Touristen-Hochburg Playa del Carmen lag. „So schlimm wird das schon nicht werden“ hatten wir uns gesagt, mussten aber feststellen, dass der Ort nicht umsonst als „mexikanisches Ibiza“ bezeichnet wird. Ist aber auch irgendwo nachvollziehbar – es sind gerade mal zwei Flugstunden bis Texas oder Florida. Somit gab’s trotz Nebensaison einen Haufen amerikanische Pauschalurlauber, die alle hübsch ihre All-Inclusive-Armbändchen zur Schau trugen. Aber zumindest war’s nie langweilig, und dank angeblich über 200 Bars und Restaurants - wir haben irgendwann mit dem Zählen aufgehört - gab’s auch in Punkto Verpflegung reichlich Abwechslung, und das zu äußerst moderaten Preisen, verglichen mit europäischen Urlaubsorten.
Für die Tauchbasis Yucatek-Divers (www.yucatek-divers.com) hatten wir uns schon im Vorfeld aufgrund der zahlreichen positiven Berichte im Taucher.Net entschieden. Unser Hotel „Casa de Gopala“ – wie gesagt mitten im Zentrum Playas gelegen – hat uns die Tauchbasis vermittelt. Es wird von Jolanda geleitet, der Frau des Schweizer Basisleiters Jean-Yves, und verfügt über schöne geräumige Zimmer, zumeist mit Klimaanlage, Kühlschrank und Sat-TV. Durch den sehr schön bepflanzten Innenhof hat man hier trotz der zentralen Lage immer noch ausreichend Ruhe.
Nach unserer Ankunft am späten Dienstagabend ging’s am Donnerstag zum erstenmal unter Wasser. Leider verlief der erste Tauchgang alles andere als vielversprechend: Zum einen war die Gruppe mit 8 Tauchern (einige davon mit weniger als 20 Tauchgängen) und einem Guide doch recht groß, zum anderen gibt es grundsätzlich nur Aluflaschen, weswegen wir zu wenig Blei bei uns hatten. Hier wäre ein Checktauchgang hilfreich gewesen. So kämpften wir uns also die knapp 20 Meter nach unten, schließlich war der Rest der Gruppe schon unterwegs und aufgrund der relativ starken Strömung war eine Rückkehr zum Boot nicht möglich. Leider konnte auch der sehr schöne Tauchplatz und die vielen großen Schildkröten nicht über die Enttäuschung hinweghelfen.
Der zweite Tauchgang verlief – dank zusätzlichen Bleis – dann aber schon deutlich angenehmer. Und ab da wurde es quasi von Tauchgang zu Tauchgang immer besser. Am übernächsten Tag ging es zum ersten Mal in die berühmten „Cenotes“. Dabei handelt es sich um Grotten- und Höhlensysteme, die aus unterirdischen Flüssen entstanden sind, bei denen an einigen Stellen einfach die Höhlendecke eingestürzt ist. Die Eingänge in diese Grotten liegen zumeist mitten im Dschungel. Man erreicht Sie nach kurzer Fahrt – maximal eine Stunde – mit dem Van, zieht sich dann vor Ort um und versucht, möglichst schnell ins Wasser zu kommen, um den Moskitos aus dem Weg zu gehen. Auf Mücken- und Sonnenschutz sollte man vor den Tauchgängen verzichten, um das kristallklare Wasser nicht zu stark zu belasten. Faszinierend an den Cenotes sind vor allem die Lichtspiele, die man aus der Grotte heraus sieht, wenn man in Richtung Tageslicht blickt. Durch das klare Wasser sieht man auch aus großen Entfernungen noch Bäume, Wolken und Vögel am Himmel. In einigen Cenoten gibt es auch sogenannten Halocline-Schichten, in denen sich Süß- und das darunter liegende Salzwasser vermischen und man den Eindruck hat, durch eine nicht fokussierte Kamera zu schauen.
Man entfernt sich – den Sicherheitsregeln entsprechend – in kleinen Gruppen (höchstens vier Taucher pro Guide) maximal 60 Meter vom nächstmöglichen Auftauchpunkt, trotzdem hat man als Cenoten-Neuling zumindest anfangs ordentlichen Respekt vor der Tatsache, dass man meist nicht direkt auftauchen kann und es auch durchaus mal für mehrere Minuten absolut dunkel wäre, wenn man die Lampen ausschalten würde. Außerdem hätten wir uns trotz der kleinen Gruppen mit zwei ersten Stufen pro Taucher doch noch eine Spur sicherer gefühlt. Bei Wassertemperaturen um die 25°C kann man ein Vereisen zwar nahezu ausschließen, aber man weiß ja nie... Leider war das aber aufgrund der Flaschen mit Einfachventil nicht möglich.
Entlohnt wird man mit vielen wunderschönen Tropfsteinformationen, Tunneln, die in riesige Hallen münden und den bereits genannten Lichtspielen. Und wo hat man schon mal die Chance, Tropfsteinhöhlen quasi schwebend zu erleben...
Eine Besonderheit war sicherlich auch die Cenote „Angelita“. Hierbei handelt es sich um ein kreisrundes „Loch“ mit einem Durchmesser von etwa 60 Metern und einer maximalen Wassertiefe von ca. 55 Metern. Hier hat man zunächst das Gefühl in einen Baggersee zu springen, da die Sicht auf den ersten Metern alles andere als berauschend ist. Ab einer Tiefe von 10 Metern klart es aber auf, und man kann ohne Probleme von einem Ende zum anderen sehen. Das außergewöhnliche an „Angelita“ zeigt sich aber auf einer Tiefe von knapp 30 Metern: Hier liegt eine Schwefelschicht wie eine dichte, braune Wolke flach im Wasser. Aus der Mitte ragt eine Insel empor, die aus dem ehemaligen Dach der Cenote besteht. Taucht man nun seitlich an der Insel vorbei durch die ca. 2 Meter dicke Schwefelschicht hindurch, erreicht man das darunter liegende, wiederum kristallklare Salzwasser. Allerdings herrscht hier absolute Dunkelheit, da die Schwefelschicht das gesamte Tageslicht schluckt.
Aber auch das Meer hielt noch einige Überraschungen für uns parat, so wurden wir bei einem Tauchgang gleich nach dem Abtauchen von zwei Bullenhaien begrüßt. Leider wurden sie kurz darauf von einem vorbeifahrenden Boot vertrieben. Absolutes Highlight des gesamten Urlaubs war jedoch die Begegnung mit einem etwa 9 Meter großen Walhai, den wir am Ende der Oberflächenpause zwischen erstem und zweiten Tauchgang zunächst vom Boot aus sahen. Da wir ohnehin gerade wieder ins Wasser wollten, nahmen wir die Gelegenheit natürlich wahr. Eigentlich hatten wir erwartet, dass das Tier weiterziehen würde, wenn wir ins Wasser gingen, aber das genaue Gegenteil war der Fall – der Walhai schwamm wieder und wieder ganz langsam direkt auf uns zu, berührte uns mit dem Maul, drehte eine Runde, um gleich darauf wieder zurück zu kommen, gerade so, als wolle er für Fotos und Videos posieren. Einfach ein Wahnsinnserlebnis, vor allem auch deshalb, weil normalerweise um diese Jahreszeit und an dem Tauchplatz überhaupt nicht mit Walhaien zu rechnen ist.
Alles in Allem also ein wirklich gelungener Tauchurlaub.
Falls ihr auf den Geschmack gekommen seid, hier noch ein paar hoffentlich nützliche Hinweise:
Wie schon gesagt wird mit Aluflaschen getaucht. Diese haben alle Einfach-INT-Ventile. Wer also seinen eigenen Automaten benutzen möchte, sollte einen passenden Bügeladapter mitbringen.
Die Größe der Flaschen ist mit ca. 11 Litern* ausreichend, zumal auch die flachen Tauchgänge in der Regel nach 45 Minuten beendet werden.
Zu beachten ist, dass Aluflaschen dieser Größe im gefüllten Zustand etwa 1,5 kg Abtrieb, im leeren Zustand aber bis zu 1,1 kg Auftrieb haben – wichtig für die richtige Bleimenge.
Gefüllt wird bei einer externen Firma, die die leeren Flaschen nachmittags abholt um sie dann am nächsten Morgen wieder voll zurück zu bringen. Dies wird so von allen Tauchbasen, die wir in Playa gesehen haben, gehandhabt.
Von der Ausrüstung her waren die Ausfahrten alle einwandfrei: Immer war ein O2-System dabei, und das Ganze machte einen ordentlich organisierten Eindruck. Einzig die meist sehr kurzen Oberflächenpausen (max. 30 Minuten) empfanden wir als nicht ausreichend.
Sollte es trotz aller Vorsicht mal zu einem Unfall kommen, verfügt Playa del Carmen über eine Druckkammer, die von mehreren zertifizierten Tauchmedizinern betrieben wird.
* Interessant ist, dass bei amerikanischen Flaschen meist nicht das Leervolumen der Flasche, sondern das Volumen der unkomprimierten Luft angegeben wird. So werden die Flaschen z.B. nicht mit „11-Liter“, sondern mit 80CF bezeichnet. „CF“ steht für cubic feet, 1CF entspricht 28,32 Litern, demzufolge entsprechen 80CF etwa 2265 Litern. Um nun auf die Flaschengröße zurückzuschließen, wird ein Fülldruck von 3000 psi (pounds per square inch) angenommen, was ca. 207 bar entspricht. Entsprechend dem Gesetz von Boyle und Mariotte ergibt sich damit ein Flaschenvolumen von ungefähr 11 Litern.
Links:
Tauchbasis: www.yucatek-divers.com
Druckkammer: www.sssnetwork.com/pages/playahome.html
Für weitere Fragen könnt ihr euch gern an uns wenden:
Annette und Stephan Wohlfahrt (wohlfahrt@gmx.de oder presse@tauchclub-stuttgart.de)
Nach Guadeloupe (2004) und Martinique (2005) verschlug es uns dieses Jahr von Ende November bis Mitte Dezember erneut ans und ins karibische Meer. Dieses Mal hatten wir uns jedoch zur Abwechslung fürs Festland entschieden, obschon Yucatan ja zumindest noch eine Halbinsel ist.
Nachdem wir in den letzten Urlauben immer ein Häuschen oder ein Apartment in einem ruhigen Urlaubsort gemietet hatten, entschieden wir uns diesmal für ein kleines, nettes Hotel, dass jedoch mitten in der Touristen-Hochburg Playa del Carmen lag. „So schlimm wird das schon nicht werden“ hatten wir uns gesagt, mussten aber feststellen, dass der Ort nicht umsonst als „mexikanisches Ibiza“ bezeichnet wird. Ist aber auch irgendwo nachvollziehbar – es sind gerade mal zwei Flugstunden bis Texas oder Florida. Somit gab’s trotz Nebensaison einen Haufen amerikanische Pauschalurlauber, die alle hübsch ihre All-Inclusive-Armbändchen zur Schau trugen. Aber zumindest war’s nie langweilig, und dank angeblich über 200 Bars und Restaurants - wir haben irgendwann mit dem Zählen aufgehört - gab’s auch in Punkto Verpflegung reichlich Abwechslung, und das zu äußerst moderaten Preisen, verglichen mit europäischen Urlaubsorten.
Für die Tauchbasis Yucatek-Divers (www.yucatek-divers.com) hatten wir uns schon im Vorfeld aufgrund der zahlreichen positiven Berichte im Taucher.Net entschieden. Unser Hotel „Casa de Gopala“ – wie gesagt mitten im Zentrum Playas gelegen – hat uns die Tauchbasis vermittelt. Es wird von Jolanda geleitet, der Frau des Schweizer Basisleiters Jean-Yves, und verfügt über schöne geräumige Zimmer, zumeist mit Klimaanlage, Kühlschrank und Sat-TV. Durch den sehr schön bepflanzten Innenhof hat man hier trotz der zentralen Lage immer noch ausreichend Ruhe.
Nach unserer Ankunft am späten Dienstagabend ging’s am Donnerstag zum erstenmal unter Wasser. Leider verlief der erste Tauchgang alles andere als vielversprechend: Zum einen war die Gruppe mit 8 Tauchern (einige davon mit weniger als 20 Tauchgängen) und einem Guide doch recht groß, zum anderen gibt es grundsätzlich nur Aluflaschen, weswegen wir zu wenig Blei bei uns hatten. Hier wäre ein Checktauchgang hilfreich gewesen. So kämpften wir uns also die knapp 20 Meter nach unten, schließlich war der Rest der Gruppe schon unterwegs und aufgrund der relativ starken Strömung war eine Rückkehr zum Boot nicht möglich. Leider konnte auch der sehr schöne Tauchplatz und die vielen großen Schildkröten nicht über die Enttäuschung hinweghelfen.
Der zweite Tauchgang verlief – dank zusätzlichen Bleis – dann aber schon deutlich angenehmer. Und ab da wurde es quasi von Tauchgang zu Tauchgang immer besser. Am übernächsten Tag ging es zum ersten Mal in die berühmten „Cenotes“. Dabei handelt es sich um Grotten- und Höhlensysteme, die aus unterirdischen Flüssen entstanden sind, bei denen an einigen Stellen einfach die Höhlendecke eingestürzt ist. Die Eingänge in diese Grotten liegen zumeist mitten im Dschungel. Man erreicht Sie nach kurzer Fahrt – maximal eine Stunde – mit dem Van, zieht sich dann vor Ort um und versucht, möglichst schnell ins Wasser zu kommen, um den Moskitos aus dem Weg zu gehen. Auf Mücken- und Sonnenschutz sollte man vor den Tauchgängen verzichten, um das kristallklare Wasser nicht zu stark zu belasten. Faszinierend an den Cenotes sind vor allem die Lichtspiele, die man aus der Grotte heraus sieht, wenn man in Richtung Tageslicht blickt. Durch das klare Wasser sieht man auch aus großen Entfernungen noch Bäume, Wolken und Vögel am Himmel. In einigen Cenoten gibt es auch sogenannten Halocline-Schichten, in denen sich Süß- und das darunter liegende Salzwasser vermischen und man den Eindruck hat, durch eine nicht fokussierte Kamera zu schauen.
Man entfernt sich – den Sicherheitsregeln entsprechend – in kleinen Gruppen (höchstens vier Taucher pro Guide) maximal 60 Meter vom nächstmöglichen Auftauchpunkt, trotzdem hat man als Cenoten-Neuling zumindest anfangs ordentlichen Respekt vor der Tatsache, dass man meist nicht direkt auftauchen kann und es auch durchaus mal für mehrere Minuten absolut dunkel wäre, wenn man die Lampen ausschalten würde. Außerdem hätten wir uns trotz der kleinen Gruppen mit zwei ersten Stufen pro Taucher doch noch eine Spur sicherer gefühlt. Bei Wassertemperaturen um die 25°C kann man ein Vereisen zwar nahezu ausschließen, aber man weiß ja nie... Leider war das aber aufgrund der Flaschen mit Einfachventil nicht möglich.
Entlohnt wird man mit vielen wunderschönen Tropfsteinformationen, Tunneln, die in riesige Hallen münden und den bereits genannten Lichtspielen. Und wo hat man schon mal die Chance, Tropfsteinhöhlen quasi schwebend zu erleben...
Eine Besonderheit war sicherlich auch die Cenote „Angelita“. Hierbei handelt es sich um ein kreisrundes „Loch“ mit einem Durchmesser von etwa 60 Metern und einer maximalen Wassertiefe von ca. 55 Metern. Hier hat man zunächst das Gefühl in einen Baggersee zu springen, da die Sicht auf den ersten Metern alles andere als berauschend ist. Ab einer Tiefe von 10 Metern klart es aber auf, und man kann ohne Probleme von einem Ende zum anderen sehen. Das außergewöhnliche an „Angelita“ zeigt sich aber auf einer Tiefe von knapp 30 Metern: Hier liegt eine Schwefelschicht wie eine dichte, braune Wolke flach im Wasser. Aus der Mitte ragt eine Insel empor, die aus dem ehemaligen Dach der Cenote besteht. Taucht man nun seitlich an der Insel vorbei durch die ca. 2 Meter dicke Schwefelschicht hindurch, erreicht man das darunter liegende, wiederum kristallklare Salzwasser. Allerdings herrscht hier absolute Dunkelheit, da die Schwefelschicht das gesamte Tageslicht schluckt.
Aber auch das Meer hielt noch einige Überraschungen für uns parat, so wurden wir bei einem Tauchgang gleich nach dem Abtauchen von zwei Bullenhaien begrüßt. Leider wurden sie kurz darauf von einem vorbeifahrenden Boot vertrieben. Absolutes Highlight des gesamten Urlaubs war jedoch die Begegnung mit einem etwa 9 Meter großen Walhai, den wir am Ende der Oberflächenpause zwischen erstem und zweiten Tauchgang zunächst vom Boot aus sahen. Da wir ohnehin gerade wieder ins Wasser wollten, nahmen wir die Gelegenheit natürlich wahr. Eigentlich hatten wir erwartet, dass das Tier weiterziehen würde, wenn wir ins Wasser gingen, aber das genaue Gegenteil war der Fall – der Walhai schwamm wieder und wieder ganz langsam direkt auf uns zu, berührte uns mit dem Maul, drehte eine Runde, um gleich darauf wieder zurück zu kommen, gerade so, als wolle er für Fotos und Videos posieren. Einfach ein Wahnsinnserlebnis, vor allem auch deshalb, weil normalerweise um diese Jahreszeit und an dem Tauchplatz überhaupt nicht mit Walhaien zu rechnen ist.
Alles in Allem also ein wirklich gelungener Tauchurlaub.
Falls ihr auf den Geschmack gekommen seid, hier noch ein paar hoffentlich nützliche Hinweise:
Wie schon gesagt wird mit Aluflaschen getaucht. Diese haben alle Einfach-INT-Ventile. Wer also seinen eigenen Automaten benutzen möchte, sollte einen passenden Bügeladapter mitbringen.
Die Größe der Flaschen ist mit ca. 11 Litern* ausreichend, zumal auch die flachen Tauchgänge in der Regel nach 45 Minuten beendet werden.
Zu beachten ist, dass Aluflaschen dieser Größe im gefüllten Zustand etwa 1,5 kg Abtrieb, im leeren Zustand aber bis zu 1,1 kg Auftrieb haben – wichtig für die richtige Bleimenge.
Gefüllt wird bei einer externen Firma, die die leeren Flaschen nachmittags abholt um sie dann am nächsten Morgen wieder voll zurück zu bringen. Dies wird so von allen Tauchbasen, die wir in Playa gesehen haben, gehandhabt.
Von der Ausrüstung her waren die Ausfahrten alle einwandfrei: Immer war ein O2-System dabei, und das Ganze machte einen ordentlich organisierten Eindruck. Einzig die meist sehr kurzen Oberflächenpausen (max. 30 Minuten) empfanden wir als nicht ausreichend.
Sollte es trotz aller Vorsicht mal zu einem Unfall kommen, verfügt Playa del Carmen über eine Druckkammer, die von mehreren zertifizierten Tauchmedizinern betrieben wird.
* Interessant ist, dass bei amerikanischen Flaschen meist nicht das Leervolumen der Flasche, sondern das Volumen der unkomprimierten Luft angegeben wird. So werden die Flaschen z.B. nicht mit „11-Liter“, sondern mit 80CF bezeichnet. „CF“ steht für cubic feet, 1CF entspricht 28,32 Litern, demzufolge entsprechen 80CF etwa 2265 Litern. Um nun auf die Flaschengröße zurückzuschließen, wird ein Fülldruck von 3000 psi (pounds per square inch) angenommen, was ca. 207 bar entspricht. Entsprechend dem Gesetz von Boyle und Mariotte ergibt sich damit ein Flaschenvolumen von ungefähr 11 Litern.
Links:
Tauchbasis: www.yucatek-divers.com
Druckkammer: www.sssnetwork.com/pages/playahome.html
Für weitere Fragen könnt ihr euch gern an uns wenden:
Annette und Stephan Wohlfahrt (wohlfahrt@gmx.de oder presse@tauchclub-stuttgart.de)
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