Peponi Divers, Mombasa (Inaktiv)

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Marcus Böhm202584PADI RESCUE830 TGs

Hallo TauchfreundeDa ich die Taucher.net –Seite o ...

Hallo Tauchfreunde

Da ich die Taucher.net –Seite oft zur Auswahl der Tauchplätze und Urlaube nutze und froh bin,
dass so viele Taucher Berichte veröffentlichen, wollte ich jetzt auch einmal einen Reisebericht schreiben.
Ich hoffe damit auch einmal anderen Tauchern eine Orientierungshilfe für einen Tauchurlaub geben zu können.
Nach gut 10 Jahren Tauchen zwischen Norwegen und Ägypten bzw. Baja California und Borneo,
wollte ich doch diese Jahr endlich auch einmal einen Walhai zu Gesicht bekommen.
Es gibt ja nicht allzu viele Orte, wo man Wahlhaie zu Gesicht bekommen kann.
Man muß einfach zur richtigen Jahreszeit im richtigen Tauchgebiet sein und noch Glück haben,
da diese Giganten ja Gott sei Dank nicht angebunden werden können bzw. zu groß für einen Aquazoo sind.
Trotz Walhaigarantien von Tauchbasen und Geldzurückgarantien von Reiseveranstaltern,
entschädigen 500 € Geld zurück, welche teilweise als Lockmittel angeboten werden,
einen Taucher nicht wirklich, wenn er davon träumt einen Walhai zu sehen.
Also durchsuchte ich das Internet nach Infos, wo Walhaie so überall gesichtet wurden
bzw. wo sich zu bestimmten Jahreszeiten eine Ballung der Sichtungen ergeben haben.
Thailand, Westaustralien, Afrikanische Ostküste, Baja California kamen unter anderen in meinen Fokus.
Da ich mich aber nicht schon wieder durch 15 bis 20 Stunden Anreise und 1 Woche Jetlag nach dem Urlaub
quälen wollte, habe ich mich für Kenia entschieden,
da hier der Flug ( nur 9 ) Stunden dauert und der Zeitunterschied gerade bei 2 Stunden liegt.
Hierbei stieß ich auf die Tauchbasis Peponi Divers an der Nordküste Kenias zwischen Mombasa und Malindi.
Diese wurde auch schon von anderen Tauchern bereits als gut eingestuft
und so nahm ich per Email Kontakt zu Chris Koller dem Schweizer Leiter der Tauchbasis auf
(Der sagte Europa von einigen Jahren Good Bye und hat hier auch schon eine Familie gegründet )
und studierte die umfangreiche Homepage der Peponi Divers.
Jetzt brauchte ich nur noch eine Unterkunft.
Und siehe da die Tauchbasis war eingegliedert in das Bahari Beach Hotel, welches unter deutscher Leitung steht.
Auch das Hotel machte laut anderer Gäste einen guten Eindruck.
So beschloss ich Anfang Februar 2006 für 2 Wochen zum Tauchen nach Ostafrika zu fliegen.
Im Hotel wurde ich freundlich aufgenommen, und merkte gleich,
daß bei den vielen einheimischen Bediensteten die deutsche Sprache Einzug gehalten hat,
wobei Englisch immer noch Vorrang hat.
Die Anlage liegt einige Meter über den Meer und ist sehr gepflegt und die Zimmer haben guten Standard.
Ich hatte ein Doppelzimmer für mich alleine und über dem Bett war bereits ein großes Moskotonetz angebracht,
was dem ganzen dann ein Himmelbettcarakter Verlieh.
Moskitos habe ich zu dieser Zeit allerdings keine zu Gesicht bekommen.
Die Zimmer wurden täglich gereinigt, die Betten gemacht und mit Blüten geschmückt
( legt nicht jeder Wert drauf, aber sieht aber schön aus und verleit ein gewisses Flair ).
Ebenfalls wurde täglich in einer Termoskanne frisches ( gekühltes ) Wasser in die Zimmer gestellt,
was die Gäste bei dem warmen Klima ( 35° C ) annimieren sollte viel zu trinken, was ich gerne annahm.
Diese Kannen konnten dann an einem Wasserspender ( bekannt aus Großraumbüros ) kostenlos nachgefüllt wereden.
Das Hotel hat ein All Inclusive Service ( Frühstück, Lunch, Kaffe am Nachmittag und Dinner ),
wobei es drei Restaurants gibt ( deutscher Standard , Italieniche Küche ) und ein Meersfrüchterestaurant
dieses kostet allerdings extra.
Rund um den gepflegten Pool gibt es viele Liegen mit Sonnenschirmen.
An der Steilwand zum Strand hängen einige Hängematten,
wo man mit Sicht aufs Meer die Seele baumeln lassen kann.
Aber nur wenn man Früh aufsteht, denn auch hier hat sich eine negative deutsche Unart eingebürgert,
bereits im Dunkeln die Badetücher auf die Liegen zuverteilen, welche man über den Tag verteilt benutzen will.
Damit hatte ich persönlich kein Problem, denn ich war ja zu Tauchen hier,
aber es amüsiert mich immer wieder,
wenn sich die sonnst ruhige ältere Generation lautstark in einen Liegenstreit verfällt
und am liebsten um jede einen Zaum bauen würde mit Schild >>Mein Platz seit 10 Jahren<<.
Man kann sagen, daß das Hotel zu dieser Jahreszeit fest in der Hand der Generation 50 – 80 Jahre war.
Das ist nicht negativ gemeint, denn ich wäre auch froh, wenn ich im Alter in diesem Klima überwintern
oder wenigstens ein paar Wochen verbringen könnte.

So jetzt endlich zum Tauchen.
Die Peponi Divers um Chris Koller haben mehrere kleine Basen mit Booten zwischen Mombasa und Malindi.
Die Hauptbasis ist im Bahari Beach Hotel direkt in die Kliffwand 10 m über dem Meer gebaut
(räumlich unter dem Italienischen Restaurant).
Der Strand bzw, die Boote sind über eine Treppe zuerreichen.
Je nachdem wann Ebbe und Flut ist wird der Abfahrtszeitpunkt am Tag zuvor festgelegt.
Auf Pünktlichkeit wird verständlicherweise sehr großen Wert gelegt, denn wer will schon die Flut verpassen
(was mir entgegen kam, denn es nervt mich immer auf andere warten zu müssen).
Für die Taucher, welche in entfernteren Hotels wohnen hat Peponi einen kostenlosen Hoh-l und Bringservice eingerichtet.
In der Basis ist die Leihausrüstung und Flaschen (neuester Stand) gewissenhaft aufgehängt anzufinden.
Jeder Taucher hat dort seine Tauchkiste, wo er seine Ausrüstung verstauen bzw. trocknen lassen kann.
Hier wird auch der Tachanzug angelegt bevor man aufs Boot geht und zu den Tauchplätzen fährt.
Man muß sich um die restliche Ausrüstung wie Flasche, Jacket und Tauchamarturen nicht kümmern.
Denn ein bei diesen Klimaverhältnissen sehr angenehmer Service wird einem hier zu teil.
Bevor man zur Basis kommt um zu tauchen, hat die rege und sehr freundliche Basis-und Bootscrew,
welche Namen haben wie Festus, Jackson, Alfred, Duncan oder Macau haben
bereits für jeden Taucher alles montiert und zum Boot gebracht und verstaut.
Wobei der letzte Check der Ausrüstung beim Taucher selbst liegt, darauf wird von der Crew Wert gelegt.
Es werden 10 L und 12 L verwendet, welche normalerweise locker ausreichen,
wenn man nicht gerade ein Atmungsmonster ist,
denn die Tauchgänge betragen meistens zwischen 45- 55 Minuten.
Ein ausfürliches Breefing ist Standard, wobei ich sagen muß,
daß hier wirklich vorbildlich auf Sicherheit Wert gelegt wird und streng nach Ausbildungsstand bzw. Taucherfahrung
( PADI- Tauchtiefen ) getaucht wird.
Die Unarten, wie sie teilweise am Roten Meer praktiziert werden, OWD-Taucher mit 10 TG
an Steilwänder mit auf über 30 Meter zu nehmen gibt’s hier nicht.
Das sehen warscheinlich die Tieftauchjünger anders, aber bei Tauchanfängern finde ich das richtig.
Das bringt Sicherheit für die Crew und Easy-Diving für den Taucher.
An den Tauchplätzen, welche nach 25 bis 45 Minuten mit dem Boot erreicht werden, wird dann fertig aufgerödelt
und mit einer Rolle Rückwärts das Boot verlassen.
Nach dem Abtauchzeichen des jeweilig zugewiesenen erfahrenen Guide geht’s dann abwärts.
Die meisten Tauchplätze liegen paralell zum Außenriff leicht abfallend zwischen 8 und 25 metern.
In diesem Tiefenbereich ist ein dichter Korallengürtel der an der gesamten Küste verläuft.
Hier können Weissspitzenhaie, Muränen, Schildkröten, Blaupunktrochen, Krokodilsfische aber auch Adlerrochen
und viele Schärme von Fischen gesichtet werden. Fotographieren bis zum Abwinken ist hier möglich,
und das immer mit einer leichten Strömung, das macht Spaß.
Der Guide führt immer ein Boje an einen Reel hinter sich her,
sodaß die Jungs auf dem Boot nach dem Auftauchen nach wenigen Sekunden die Taucher aufsammen können.
Erst entledigt man sich dem Bleigurt und der Kamera, dann wird die Flasche mit dem Jacket von der Crew über die Bordwand ins Boot gezogen, sodaß man unbelastet am Heck über eine Leiter ins Boot steigen kann.
Jetzt wurden erst einmal Getränke und Obst gereicht, um die Flüssigkeitstanks des Körpers aufzufüllen.
Das gehört auch zum Sicherheitskonzept.
Nach 45 Minuten Pause und einer Fahrt zum nächsten Tauchplatz, springen wir wieder ins 28 °C warme Wasser.
Zum Tauchen reicht im Februar ein 3 mm dicker Anzug locker aus.
Nach 2 Tauchgängen geht’s dann zurück zu Basis.
Dort reinigt die Crew die Jackets und Automaten in Reinigungsbecken vom Salzwasser.
Die Anzüge etc.können dort ebenfalls gereinigt und aufgehängt werden.
Eine Dusche steht dort ebenfalls zur Verfügung.
Fotografen, welche keine großen Speicherchips in der Digitalcamera zur Verfügung haben bietet Chris den Service an, die Speicher auszulesen und auf eine CD zubrennen. Einfach eine CD von zu Hause mitbringen.
An je mehr Tauchgängen pro Woche teilgenommen wird, desto günstiger werden die Tauchpreise.
Ich habe mich hier beim Tauchen 2 Wochen lang sehr gut aufgehoben gefühlt und nicht einfach nur als zahlender Kunde.
Detailierte Infos kann jeder interessierte bei www.peponidivers.ch selber nachlesen.

Zum Schluss noch eines. Meinen gewünschten Walhai habe ich leider auch hier nicht zu Gesicht bekommen.
Auch hier sind die Riesen nicht angebunden.
Aber warum soll es mir besser gehen wie tausenden anderen Tauchern auch.
Ich war denoch sehr zufrieden und positiv über den Fischreichtum überrascht.

Gruß Marcus