Loloata Island Resort (Inaktiv)

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Vorbemerkung:*****************In diesem Hotel tau ...

Vorbemerkung:
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In diesem Hotel tauchten meine Frau und ich nur einmal, da wir auf dem Rückweg nach Deutschland waren. Aufenthaltszeit war in diesem Hotel nur 1½ Tage. Daher ist ein superausführlicher Bericht nicht möglich, da aber trotzdem Impressionen vorhanden sind, möchte ich euch diese nicht vorenthalten!

Unsere Reisezeit:
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April 2002

Basenleitung:
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Die Basis wird von einem englisch-australischem Ehepaar geführt. Der Gatte ist TL und die Frau Divemaster. Beide machen den Job erst seit 3 Monaten, hinterlassen aber einen sehr kompetenten Eindruck.

Preise:
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110 Kina pro Tauchgang, inwiefern Mengenrabatt gegeben wird habe ich keine Kenntnis. Sicherlich sind aber ebenfalls Tauchpakete über die Reisebüros möglich.

Ausbildung:
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PADI

Boote:
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Loloata hat zwei große Tauchboote, sowie weitere 10 Meter lange Aluminium Schnellboote, welches maximal 10 Taucher mit 20 Knoten schnell zu den Tauchplätzen bringen.

Service:
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Der lokale Diving-Staff montiert an jedem Tauchtag die gesamte persönliche Ausrüstung im Vorfeld. Man muss sich nur Anziehen und Abtauchen. Während der Oberflächenpause wird die Ausrüstung ebenfalls auf den nächsten Tank ummontiert. Dieser Service scheint in Papua New Guinea (kurz: PNG) üblich zu sein, da es den selben Service bereits in Tufi gab.

Gratis Abholdienst vom Flughafen in Port Moresby. Der Bustransfer dauert ca. 30 min. mit anschließender rasendschneller Bootsfahrt zur Insel.

Des weiteren ist eine supermoderne Abstellkammer vorhanden. Diese wird abgeschlossen und bietet den größtmöglichen Schutz.

Die Tauchbasis verfügt zusätzlich über einen kleinen Tauchshop, in dem es kleinere und größere nützliche Dinge zu erwerben gibt. Derzeit wird auch noch an einer großen Tafel gearbeitet, damit die Taucher sich geografisch im Vorfeld über den Tauchspot informieren können.

An Bord war gratis Trinkwasser vorhanden sowie eine kleine Schlauchdusche für Körper und empfindliche Tauchutensilien.

Sicherheit:
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Nie zuvor haben wir auf einem so modernen Boot eine Tauchausfahrt gemacht. Alles was modern und gut ist war an Bord vorhanden GPS, Funk, etc. Sauerstoff war in einem gut gepflegten Koffer vorhanden.

Unterkunft:
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Das Hotel ist leider etwas „runtergewohnt“. Die Zimmer zähle ich nicht zu meinen Favoriten, zum Schutze des Hotels muss ich aber sagen, dass es noch teurere Zimmer gab, für unseren kurzen Aufenthalt haben wir den Luxus aber nicht vermisst. Zimmerservice kam merkwürdigerweise gar nicht, wir hatten es aber auch nicht bemängelt. Die Kundschaft des Hotels sind vorwiegend reiche Locals, Japaner, Amerikaner und etliche auf der Durchreise die auf einen internationalen Weiterflug warten.

Bericht:
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Loloata ist eine vorgelagerte Insel vor der Hauptstadt Port Moresby im Südosten PNG´s. Optisch ähnelt sie einer Malediveninsel, Hauptunterscheidungsmerkmal ist aber der kleine Bergrücken hinter der Hotelanlage. Dieser ist hinter der Rezeption durch eine steile Steintreppe zu erklimmen. Umrunden kann man die Insel allerdings nicht, da die andere Seite des Hügels schroff und steil ins Wasser fällt. Strand ist nicht vorhanden, dieser würde auch nichts bringen da die Insel sehr starken Gezeiten ausgesetzt ist. Diese Gezeiten spülen auch im hinteren Teil der Insel häufig Müll an den Strand.

Leider hatten mich die 23 Tauchgänge in Tufi gesundheitlich leicht angeschlagen, daher reiste ich in Loloata mit einer Erkältung und Druck auf den Ohren an. In PNG gibt es leider keine „normale“ medizinische Versorgung. Die vorhandene Taucherdruckkammer in Port Moresby ist zwar erstklassig, hilft aber nicht bei einer Erkältung...
Weder Hustensaft, Drops oder Wick MediNight sind irgendwo käuflich erwerbbar. Sich mit Kaugummis den Hals weniger „kratzig“ zu machen ist nicht gerade das Optimalste...

Die Staff vom Ressort kümmerte sich aber ganz rührend um mich. Ohne Mehrkosten besorgte man mir Zitronen um sie mir mit Honig zu verabreichen. Am Folgetag waren dann auch noch Wick Drops rangeschafft worden. Sekunden später ging es mir besser, körperlich sicherlich nicht, aber seelisch! Ich sagte mir wen interessiert´s in Deutschland ob ich in PNG erkältet war? Aber für den Tauchgang würde man sich interessieren!

Im Vorfeld hatte ich mich bereits auf der Webseite von Loloata (www.loloata.com) informiert und den wohl interessantesten Spot ausgesucht. Insgesamt hat Loloata ca. 30 Tauchspots. Wassertemperatur liegt um 30°C. Wir trugen während unseres gesamten Urlaubes aber unseren 5mm. Überhitzungserscheinungen hatten wir aber nie. Unsere Wahl fiel auf das einzige Originalwrack im Umkreis der Insel – einem amerikanischen Bomber, der A-20 Havoc. Es gibt noch zwei weitere Wracks diese sind aber künstlich versenkt und ihnen fehlt somit die Geschichte.

Die A-20 Havoc aus dem 2. Weltkrieg hatte versucht auf dem Riff Not zu landen, verfehlte dieses jedoch und rauschte frontal in das Riff hinein. Der Bordschütze im Bug des Flugzeuges starb dabei. Das hintere MG wurde später entfernt, ebenfalls die Scheiben sind nicht mehr vorhanden. Der Pilot und der MG-Schütze konnten gerettet werden. Nun liegt das Flugzeug auf 23 m Tiefe mit der Schnauze im Riff. Interessant ist, dass sich nach 50 Jahren das Heckruder in der Strömung bewegt! Dieser Tauchgang ist ein Muss für Wrackliebhaber.

Vom Tauchen selbst ist es kein Vergleich mit Tufi. Die See ist wesentlich rauer und die Sicht schlechter. Die Unterwasservegetation an unserem Spot ähnelte eher einem See als einem subtropischen Ozean.

Unangenehm fiel nur das Ende des Tauchganges auf. Das Tauchboot schwebte über dem 3 Meter tiefen Riff in der rauen See. Die ausgeklappte massive Metallleiter ragte ins Wasser bis in 1 Meter Tiefe. Des weiteren war ein separates Bleistück (!) als Sicherheitsleine befestigt. Man hatte während des Sicherheitsstops auf dem Riff regelmäßig aufzupassen seinen Kopf nicht zu verletzen, da durch die Wellen das Boot sehr stark schwankte.

Fazit:
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Die Zimmer könnten besser sein, der Service des gesamten Hotel-Staff und der Tauchleitung entschädigten aber dafür. Während unseres kurzen Aufenthaltes gab es sogar noch eine Gratistanzvorführung einer lokalen Tanzgruppe. Für einen StopOver würde ich dieses Hotel auf jeden Fall empfehlen, wer länger bleiben möchte, sollte aber auf die besseren Zimmer ausweichen.