Dive Samana, Las Galeras (Inaktiv)

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Brigitte201593PADI DM450 TGs

Dominikanische Republik, Samana 21.05.-04.06.2005 ...

Dominikanische Republik, Samana 21.05.-04.06.2005
Basis Dive Samana, Las Galeras
Hotel Ahmsa Marina Bay (ehemals Casa Marina Bay)

Ich war Ende Mai 2005 für zwei Wochen in der Dominikanischen Republik. Als begeisterte Sporttaucherin und aktive PADI Divemasterin habe ich es in so ziemlich allen Meeren der Welt (und den schönen kalten Bergseen) auf inzwischen fast 450 Tauchgänge gebracht. Ich denke, dass ich darum ganz gute Vergleichsmöglichkeiten habe. Sowohl was die Basis, als auch was die Tauchplätze angeht. Und in diesem Fall ist es mir wirklich ein Bedürfnis, einen Bericht ins Netz zu setzen, da ich der Meinung bin, dass nach Wechsel der Basisleitung die Dinge wirklich anders stehen als noch vor drei Monaten, und das Bild unbedingt zurechtgerückt werden sollte, damit die Basis in der neuen Besetzung eine Chance bekommt. Denn die hat sie meiner Meinung nach verdient.

Die Basis steht neuerdings unter italienischer Leitung. Einer der Basisleiter ist Andrea Raimondi. Seinen Compagnon habe ich während meines Aufenthalts nicht kennen gelernt. Leider spricht Andrea nur Spanisch und Italienisch. Das ist bei der Vielzahl deutscher Gäste bedauerlich. Normalerweise sind jedoch immer mindestens Petra oder Ramon anwesend. Petra ist eine sehr engagierte und dynamische, deutsche Tauchlehrerin, die mit ihrer herzlichen, offenen Art die Seele des ganzen ist. Ramon, der dominikanische Guide, spricht prima Deutsch und hat für jeden ein freundliches Lächeln. Man fühlt sich gleich wohl bei dieser Truppe.

Was diesen Urlaub anging, so war er von mir von vorn herein nicht als reiner Tauchurlaub geplant. Wir wollten uns auch per Jeep und Pferd das Hinterland anschauen, da es landschaftlich sehr viel zu bieten hat. Reine Tauchurlaube mache ich am liebsten mit unserem Verein, dem Fundiver e. V in Erlangen. Dort habe ich super nette Leute, ein umfangreiches Programm an Tauch- und anderen Aktivitäten rund um den Tauchsport und ich weiß, ich habe optimale Bedingungen und die größtmögliche Freude an meinem Sport. Natürlich sind auch die Reiseziele dann speziell auf das Tauchen zugeschnitten. (Siehe auch www.fundiverev.de - auf unserer homepage findet Ihr eine Auswahl meiner Urlaubsfotos von „Dive Samana“. Basis, Staff und UW. )

Für einen „Allround“ Urlaub, in dem man nicht nur tauchen will, sind allerdings Basis und Hotel ausgezeichnet geeignet und aufgrund des flachen Wassers in der Bucht auch sehr für Familien mit Kindern zu empfehlen.

Wer im atlantischen Teil der Dominikanischen Gewässer (wie Samana) tauchen will, der darf natürlich auch nicht mit ägypischen Vorstellungen anreisen. Die UW Landschaft ist definitiv nicht so vielseitig und farbig wie in Ägypten; das weiß man vorher, wenn man sich informiert. Aber sie ist lebendig, recht abwechslungsreich (sowohl Felsformationen mit Steilwänden als auch Korallengärten) und durchaus sehenswert. Man sollte es nicht machen, wie ein französischer 3 Stern Taucher, der uns auf einem TG begleitete. Er hatte sich „Ägypten“ vorgestellt……..tja, da ist er wohl in den falschen Flieger gestiegen. Sein Problem! Dass es ihm nicht gefallen hat, lag aber mit Sicherheit nicht an der Qualität des Tauchplatzes („Golden Eye“). Denn der war aufgrund der rauen Felsformationen direkt unterhalb eines riesigen Felsbogens wirklich einzigartig. Und wir sahen bei diesem Ausflug einen Manati und einen Ammenhai! Also was…..?? .

Die Basis „Dive Samana“ liegt am Rand des Hotelstrands des „Ahmsa Marina Bay“.
In vier Räumen sind Ausrüstung, Kompressor, Briefing- und Empfangsraum und ein Büro untergebracht.
Alles macht einen sehr ordentlichen, professionellen Eindruck. Ich habe auch nie eine Klage gehört.
(Ich selbst war mit meiner eigenen Ausrüstung da.)
Die Ausrüstung wird gespült und im Freien aufgehängt. Der Staff räumt sie dann abends in die Hütte. Morgens vor dem Tauchgang findet man schon Flasche, Lungi und Jacket fertig zum Montieren vor! Das ist wirklich Service!

Seit 2004 hat sich insgesamt wohl einiges getan. Es sind inzwischen zwei Tauchbecken sowie eine Frischwassertonne für die Automaten vorhanden. Das Wasser wird mindestens ein mal täglich gewechselt und ist schön sauber. Die Ausrüstung ist ordentlich untergebracht. Tauchtaschen kann man während des gesamten Urlaubs in einem separaten, verschließbaren Hinterraum unterbringen.

Es werden offiziell täglich drei Ausfahrten angeboten; sowie einTagesausflug zu einem Süßwasser Hohlensystem (Tropfsteinhöhlen). Leider war ich (mindestens in der zweiten Woche) in der Nebensaison da. Und so wurde aus der zwei bis drei möglichen TG der ersten Woche dann nur noch einer in der zweiten Woche. Schade. Auch die Höhlengeschichte kam mangels Masse nicht zustande. Hab ich sehr bedauert. Aber das ganze soll sehr lohnenswert sein. Das haben mir andere deutsche Taucher berichtet.

Um auf einen der vorhergegangenen Berichte aus 2004 Bezug zu nehmen:
Mit den beiden Booten gab es während meines Aufenthalts keine Probleme.
Allerdings stimmt es, dass es an Bord keinen Funk oder Sauerstoff, sondern nur ein handy gibt.
Wobei ich sagen muss, dass ich das auch aus Südafrika, Kuba, Jamaica, Mauritius etc. nicht anders kenne. Was natürlich auf keinen Fall heißen soll, dass es nicht wichtig wäre. Aber ich selbst habe es noch nie erlebt. Außer bei größeren Booten oder Schiffen, die weiter rausfahren. Wir hatten immer nur 10 Min oder 20 Min Fahrtzeit.

Das Schnuppertauchen im Pool und ein geführter TG im Meer sind nach wie vor möglich. Und eine prima Sache. Ebenso wie die komplette OWD, AOWD Ausbildung in Deutsch.

Aber wenn im Freiwasser ein „Schnupperer“ dabei ist, besteht die Gefahr, dass der guide ihm zeitweilen seine komplette Aufmerksamkeit schenken muss, und man dann, wie es mir passiert ist, u. U. einen Teil des Tauchgangs selber führen muss. Was für mich allerdings kein Problem war, da ich damit vertraut bin und der guide das wusste. Im anderen Fall hätte man die Gruppe in dieser Konstellation wohl hoffentlich nicht ins Wasser gelassen. Kann ich mir eigentlich auch nicht vorstellen. Wir hatten einen OWD Schüler (4. TG) und einen „Schnupperer“ sowie zwei Taucher mit je 17 TG dabei.
Damit ist, wenn sich der Neuling sehr unsicher fühlt, und quasi an der Hand gehalten werden muss, ein einzelner guide einfach überfordert. Dazu muss aber gesagt werden, dass ich beim briefing gefragt wurde, ob ich „ein Auge drauf“ haben könnte und auch zugestimmt habe. Auch wenn’s dann halt mit einem „Auge“ nicht getan war…. Ich denke es empfielt sich aber, besonders für unerfahrenere Taucher, - wie immer und überall - sich anzuschauen, mit wem man da ins Wasser geht und gegebenenfalls rechtzeitig Bedenken anzumelden, damit ein zweiter guide mitgeht, wenn man der Meinung ist, dass ein guide für den TG nicht ausreicht. Dem wird dann sicher Rechnung getragen.


Briefings, die 2004 offenbar nicht stattfanden, werden jetzt immer gemacht. Sie sind in Deutsch und entsprechen absolut dem Standard.

Während meines Aufenthalts machte ich (leider nur) 10 sehr unterschiedliche, doch alles in allem lohnenswerte Tauchgänge. Bis auf 2, bei denen die Sicht nur ca. 8 Meter betrug, alle bei 30 Meter Sicht.
Intakte Korallengärten („Fonton“), Steilwand, Tankerwrack, alles vorhanden. Leider etwas wenig Schwarmfisch.
Aber wir hatten Ammenhaie, sahen regelmäßig große Barrakudas (auch im Schwarm), Adlerrochen, Langusten und einiges mehr. Ich war sehr zufrieden. Hätte weniger erwartet. Leider musste ich gegen Ende der zweiten Woche wegen Ohrenproblemen mit dem Tauchen aufhören. Ich hätte sonst gerne noch ein paar TG gemacht.

Die Wassertemperatur lag bei 26 Grad. Ich war im neuen 5 mm Anzug unterwegs und habe nicht ein einziges mal gefroren, obwohl wir ein paar mal auf 30 Meter waren.

Preislich fand ich es soweit o.k. Das Zehnerpaket lag bei 250 EURO. Und im Hinblick auf die Organisation, die Tauchplätze etc waren die TG das auch wert. Sehr gefallen hat mir dabei, dass man sich nicht von vornherein binden musste, sondern am Ende des Urlaubs das, was tatsächlich getaucht worden war, abgerechnet wurde. Fair. Und leider nicht überall Praxis.

Fazit:
Absolut empfehlenswerter Spot für Familien, bei denen nicht alle Familienmitglieder tauchen. Taucherisch was den Atlantik angeht in jedem Fall sehenswert (hat mir besser gefallen als meine 2 x Punta Cana) und die Betreuung an der Basis ist ausgesprochen aufmerksam und freundlich.
Hier könnte ich mir auf jeden Fall vorstellen, in ein paar Jahren wieder vorbeizuschauen!
Am liebsten mit ein Tauchfreunden von daheim. Dann finden alle Ausfahrten statt und es passt optimal mit den buddies. Na, mal seh’n………..!

Brigitte