MV Royal Manta (Inaktiv)

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Erfahrungsbericht MY Royal MantaFür Safariliebhab ...

Erfahrungsbericht MY Royal Manta

Für Safariliebhaber gibt es ein neues Highlight auf den Malediven, die MY Royal Manta.
Wir waren auf der Jungfernfahrt dabei und total begeistert.
So einen Luxus hatten wir nie zuvor – ein Safariboot mit Kabinen, die einen eignen kleinen Balkon haben –toll!
Das Schiff ist insgesamt sehr großzügig vom Platzangebot.
Gegessen wird auf dem Maindeck im Salon, sehr schön eingerichtet mit viel Holz und Rundum- Fenster, damit man auch beim Essen die vorbeiziehende, teilweise kitschig schöne Insellandschaft bewundern kann.
Das Sonnendeck ist riesig und bietet für alle, wirklich für alle Gäste - auch bei voller Ausbuchung – einen eigenen Liegeplatz. Die Kabinen sind sehr geräumig, ausgestattet mit 2 Einzelbetten oder einem Doppel- und einem Einzelbett und einer Liegefläche auf dem Balkon, sofern man eine der Oberdeck- Kabinen gebucht hat.
Auf dem Balkon draußen zu schlafen ist einfach herrlich. Man hat dort seine kleine Privatsphäre, denn die Balkone sind von den Nachbarkabinen nicht einsehbar. Auch das Badezimmer lässt reichlich Platz, dass man bequem aneinander vorbeikommt. Die Duschkabine hat eine richtige Duschwand, so dass man vor dem Waschbecken oder auf der Toilette nicht im Nassen steht. Toilettenpapier kann direkt runter gespült werden. Auch an Kleinigkeiten wie Abfalleimer und Toilettenbürste wurde gedacht.
Jede Kabine hat eine individuell regulierbare Klimaanlage, einen Safe, einen eigenen Kühlschrank und sogar einen Flatscreen. Die Klimaanlage haben wir gar nicht gebraucht, denn die offene Balkontür und das offene Fenster haben in der Kabine immer für einen angenehmen Luftzug gesorgt.

Es gibt zwei Wandschränke für die Klamotten und reichlich Stauraum unter den Betten für die Koffer. Apropos Klamotten – auch wenn das Schiff einen Hauch von Luxus hat, kann man sich leger anziehen, auch zum Essen.
Schuhe braucht man nur, wenn man mal eine Insel besucht oder Male
erkunden will.
Hand- und Duschtücher werden alle 2-3 Tage gewechselt. Besonders toll fanden wir, dass es fürs Sonnendeck extra Liegetücher mit eingenähtem Kopfkissen gibt – sehr bequem.
Der Service ist ausgezeichnet. Wir waren auf der Jungfernfahrt und ganz zu Beginn ging das eine oder andere noch nicht ganz reibungslos von statten. Aber von Tag zu Tag wurde das Zusammenspiel der Crew immer besser und war zum Ende unserer zweiwöchigen Tour schon nahezu perfekt.
Barbara und Manfred, die Schiffseigner, kümmern sich ganz toll und persönlich um das Wohl ihre Gäste. Alle Sonderwünsche werden, sofern irgend machbar, erfüllt. Barbara und Manfred geben in ihrer netten aufgeschlossenen Art dem Schiff die besondere Atmosphäre. Man kommt als Gast und geht als Freund. Es macht mit den Beiden einfach richtig Laune.
Dazu trägt auch das sehr abwechslungsreiche Essen bei. Immer wird alles frisch zubereitetet. Schon zum Frühstück kann sich Eier aller Art servieren lassen. Das Brot ist frisch gebacken, es gibt auch Vollkorn.
Zu den Hauptmahlzeiten gibt es immer viel Salat und Gemüse. Der Fisch ist fangfrisch und es gibt auch richtig gute Steaks – wobei wir da nur die Beurteilung unserer Mittaucher weiter geben können, denn wir selbst sind Vegetarier. Auch als solcher wurden wir abwechslungsreich verwöhnt mit Pizza, Pasta aller Art, Currys oder Gemüsestrudel. Manfred hat uns sogar einmal unsere Leibspeise „Eier in Senfsoße mit Kartoffelpüree“
zubereitet – sehr lecker. Ein Highlight ist auch Manfreds
selbstgebackener Apfelstrudel. Einziges kleines Manko war die für unseren Geschmack etwas zu späte Abendessenszeit meist erst gegen 20:00 Uhr, da wir nach dem dritten Tauchgang gerne schon mal ein Gläschen
„Deko- Wein“ trinken und das geht schnell in den Kopf bei leerem Magen.
Der Tagesablauf startet wie auf Safari üblich mit einem wake-up um 06:00 und dem early morning dive um 06:30. Um 11:00 war dann der zweite und um 15:00 Uhr der dritte Tauchgang angesagt. Es wurden auf unserer vierzehntägigen Safari auch zwei Nachttauchgänge angeboten. Da nicht alle Gäste begeisterte Nachttaucher waren, gab es an diesen Tagen sogar vier Tauchgänge, so dass alle auf Ihre Kosten kamen.
Das Tauch- Dhoni ist wie das Hauptschiff sehr geräumig. Das Dhoni hat eine Toilette und auf dem Heck eine Handdusche. Der Kompressor ist auf dem Hauptschiff. Trotzdem gibt es nichts zu rödeln, denn die Bootscrew tauscht nach jedem Tauchgang die Flaschen und montiert die Jackets wieder. Es kann mit Nitrox getaucht werden. Bei uns waren alle 18 Gäste
Nitrox- Taucher und das ging völlig problemlos von statten. Die Guides messen unter den Augen des Tauchers das Nitrox, dann muss man nur noch den Automaten befestigen und tauchen gehen.
Wir tauchten in drei Gruppen, die der Reihenfolge nach zu Wasser gelassen wurden – natürlich immer rollierend.
Die drei Guides waren etwas unterschiedlich in der Tauchgangsführung.
Unser Guide war eher ein Tief- und Schnelltaucher, konzentriert auf Großfische, was uns nicht so entgegen kam, da wir gerne mal Kleingetier gezeigt bekommen wollen, das wir als Laien oft nicht selbst finden.
Verbesserungsvorschlag wäre hier, die Gruppen nach Tauchart und nicht willkürlich aufzuteilen.
Was uns am Tauchablauf nicht ganz so gut gefallen hat, waren die Briefings. Wenn die Glocke geläutet wurde, dauerte es oft noch sehr lange bis zur tatsächlichen Durchführung des briefings. Gut fänden wir hier ein erstes Läuten, dann zehn Minuten Zeit bis zum zweiten Läuten und dann gleich Briefing. Wer nicht da ist, will eben nicht tauchen. Die briefings selbst waren oft nur rudimentär und beschränkten sich auf die Aussage „bei incomming current springen wir hier und bei outcomming current da“. Aber man hat ja einen Guide, sofern man ihm hinter her kommt und er einem nicht davon taucht.
Nach jedem Tauchgang gab es feine frische Kokosnussstücke zum Naschen.
Auch ein guter Service: Die Anzüge werden alle 3 -4 Tage von den Jungs mit dem Schlauch gespült und am Ende der Safari im Frischwasser richtig durchgewaschen.
Wir fuhren die Tour Süd- Male, Vaavu, Ari, Nord- Male und waren teilweise erschrocken, wie groß die Beschädigung der Riffe ist. Wir waren nun das vierte Mal auf den Malediven, das letzte Mal 2008. Seitdem ist die fortschreitende Zerstörung deutlich sichtbar. Kein Wunder, wenn man sieht, was für unfähige Taucher von anderen Schiffen aus zu Wasser gelassen werden. Frequentierte Riffe wie Maaya Thila werden mit Sicherheit bald zur „Wüste“, wenn man die Taucher nicht reglementiert und das Einhalten von Naturschutz überwacht und auch das Verhalten bei Nachttauchgängen. Wer sich auf Korallen stellt oder setzt oder beim Nachttauchen Fische ständig blendet, sollte mit Tauchverboten belegt werden, auch wenn es sich um momentan zahlende Gäste handelt, denn geht der Raubbau weiter, wird der Tauchtourismus auf den Malediven langfristig keine Überlebenschance haben. Wer taucht schon gerne in Geröllhalden?
Zum Glück hatten wir aber auch noch ein paar wirklich schöne, intakte Riffe und viel Glück, denn es gab Mantas und Walhai bei guter Sicht. Das hat man ja nun nicht alle Tage. Den Walhai mussten wir uns allerdings mit nahezu hundert Schnorchler teilen, das war auch nicht wirklich toll.
Auch hier bedarf es einer Regulierung.
Haie waren rar, aber wir hatten auch nicht wirklich viel Strömung. Dafür konnte man sich die Riffe genauer ansehen und konnten Geisterfetzenfisch, Porzellankrebs, Hohlkreuzgarnelen und jede Menge Schneckle finden. Auch Schwärme von Süßlippen und Schnappern gibt es noch, wenn auch nicht mehr in der Dichte, wie vor ein paar Jahren.
Zurück zum Schiff: Es war die Jungfernfahrt und Kleinigkeiten fehlten noch, zum Beispiel gab es auf dem Sonnendeck noch keine Abendbeleuchtung und der Jacuzzi funktionierte noch nicht – für uns alle kleine, nicht ins Gewicht fallende Mankos.
Manfred sagte uns zum Schluss der Safari, dass es noch viel zu tun und zu verbessern gäbe – wir haben aber wirklich nichts vermisst und waren rundum zufrieden.
Beim Abschied flossen die Tränen. Es war so schön bei Euch, Barbara und Manfred – wir kommen gerne wieder.