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Kalt war´s an Bord, bitter kalt...Natürlich ist i ...

Kalt war´s an Bord, bitter kalt...

Natürlich ist in Ägypten auch irgendwann mal Winter und allzu optimistisch mit dünnen Shirts und einem 3mm Halbtrocken ausgestattet, bin ich am 5.1.2012 in Hurghada gelandet. Als ob ich es auf der Stirn tätowiert hätte, erkannte mich der Abholer der Sea Serpent Fleet zielsicher in der Menge der ankommenden Touris und wollte mir an Ort und Stelle ein Visum verkaufen... Nickxs da, ich hole mir mein Visum am Bankschalter. Tat aber der Freundlichkeit des Zeitgenossen keinen Abbruch... die gesamte Zeit, sogar im Sicherheitsbereich wich er mir nicht von der Seite und brachte mich wohlbehalten zur M/Y Dreams, die in der neuen Marina auf seine Gäste wartete.

Da die Reise eigentlich mit der wesentlich größeren Sea Serpent geplant war, kam beim Anblick der 28 Meter ´kleinen´ M/Y Dreams (man musste wegen der geringen Anzahl der gebuchten Gäste umswitchen) ein wenig Zweifel darüber auf, ob ich die richtige Entscheidung getroffen hatte, aber a) war die Auswahl an Safaris zu diesem Zeitpunkt verschwindend gering und b) zeigte sich im Verlauf der Safari, dass alle Bedenken unnötig waren. Im Gegenteil!

ganze 8 Taucher fanden sich an Bord ein. Eine Gruppe aus und um Stuttgart, zwei Saarländer und ein Pärchen aus Russland sollten mir diese Woche Gesellschaft leisten und trotz einiger Verständigungshürden war die Truppe ein Volltreffer.

Die Tauchplätze sind vermutlich allen bekannt, die eine Nord- bzw. Wracktour buchen (wollen). Abu Nuhas, Thistlegorm, Dunraven, Ras Mohamed, Yolanda Reef, Shark Reef, Alternatives, Siyul Soraya, Sha´ab el Erg, Poseidon Reef, Umm Gamar, Fanous East... nichts außer der Reihe also aber natürlich sehenswert und teilweise überaus beeindruckend, vor allem, wenn man das mal zum ersten mal erlebt.

Das Schiff ist nicht das neueste und man versucht gar nicht erst es zu verbergen. Dennoch muss man keinen Zweifel darüber haben, dass man dort sicher aufgehoben ist. Es ist zwar alles etwas enger als auf den großen Pötten, in meiner Kabine im Bug so eng, dass man sich nicht vorstellen kann, diese Kabine mit zwei Leuten zu belegen... musste man auch nicht. Jeder bekam, sofern er wollte, eine Kabine für sich, so war das Platzproblem nur noch ein halbes. Nicht immer ist die Dusche warm, nicht immer riecht es frisch wie eine Frühlingswiese, die Klimaanlage habe ich lieber auch nicht angerührt und der Ablauf im Fußboden reicht auch nicht immer aus, um das Duschwasser komplett abzuleiten. Aber es liegt alles in einem absolut erträglichen Rahmen und es gibt wirklich keinen Grund, sich über irgendetwas zu beklagen - außer vielleicht, dass der Houskeeper Haled sich zum Ziel gesetzt hatte, uns alle zu mästen, bis wir platzen. Es gehörte schon eine gehörige Portion Selbstbeherrschung dazu, die Gewichtszunahme an Bord im Rahmen zu halten. Es ist wirklich erstaunlich, was die Smutjes in der kleinen Küche alles anrichteten, damit es uns kulinarisch an nichts fehlte...

Überhaupt reißt sich die Crew der M/Y Dreams ein Bein aus, um es den Tauchern recht zu machen. Ich würde mir wünschen, bei einer zukünftigen Safari, dass die Jungs wieder an Bord sind. Und wenn nicht, dass sich die anderen auch so emsig und eifrig um die Taucher kümmern, wie es diese Mannschaft getan hat.

Ja, es war kalt, aber es war ein echt tolles Erlebnis mit tollen Taucherkollegen, einem tollen Guide und einer tollen Crew auf einem tollen Schiff.


Die M/YDreams vor der Abfahrt in Hurghada


eine starke Truppe


Zeitgeschichte Live - Kriegsgerät auf der Thistlegorm


Sonnenuntergang bei spiegelglatter See


Spielkameraden beim allerletzten Tauchgang

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