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albbenProtec OWD&AOWD, SSI Deep Diver, PADI Enriched Air Diver

Wie wichtig ist das Logbuch?

guten Morgen

wird es zum Problem wenn kein Logbuch vorhanden ist?

Zur Aktuellen Situation ich habe wohl das Logbuch mit der TTU-Bescheinigung und den Versicherungsunterlagen anscheinen nicht wie sonst im Handgepäck sondern in den Koffer für die Tauchausrüstung gepackt, jetzt kam aber genau dieser Koffer wegen einer Flugstreichung nicht mit zum Endziel.

Jetzt habe ich aber folgendens Problem übermorgen am Montag wird die nächste Reise statt finden und tauchen steht auch auf dem Programm.

Jetzt die Frage wenn der Koffer nicht rechtzeitig ankommen sollte gibt es andere Möglichkeiten als das Logbuch?

Ich hatte eben schon ein paar mal die Situation das sich die entsprechenden Basen das Logbuch haben zeigen lassen, anscheiend weil es eben doch nicht so ganz normal ist beim Abschluss des ersten OWD Kurses letzten Mai auch jetzt schon 99 gelogte Dives zu kommen.

Das einzige was mir einfallen würde wäre die Ausdrucke vom Tauchcomputer mit zu nehmen nur bringt das was?

Der Grund warum es dieses mal vielleicht ein Problem sein könnte kommt daher das ja einige Basen bestimmte Spots nur anbieten wenn Erfahrung vorhanden ist und dann in der Beschreibung von Spot 50, 75 oder 100 geloogte Dives vorausgesetzt werden.

Gibt es also noch Alternativen als zu hoffen das die Airline das Gepäck noch rechtzeitig ranschaffen kann?

viele Grüße

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25.02.2017 08:20
Frag die Basis, was sie wollen. Hier können wir nur rätselraten. Die aktuellsten Tauchgänge auszudrucken, finde ich schonmal ne gute Idee.
shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
25.02.2017 09:25
Wenn möglich: Beginn ein neues Logbuch und lass dir den Übertrag von einem TL unterschreiben. Das Plus dein TC für die letzten TG müsste reichen
Klickeri.a.c Instructor Trainer / CMAS TL***, SSI Instructor Trainer
25.02.2017 10:29

Das Logbuch ist für die Tachbasis immer interessant sofern es wirklich vernünftig geführt wird. Aus den Informationen kann ein Guide sich schon mal ein Bild vom dem Taucher machen, wie z.B was den Luft verbrauch angeht und ob ggf. ein großerer Tank angeraten werden sollte. Wieviel Blei hat der Taucher bei welcher Anzug Variante gebraucht, das hilft beim einschätzen der richtigen Bleimenge. Dann natürlich hat der Taucher Erfahrung mit Strömung, kalten Wasser, tiefen Tauchgängen etc. Mittlerweile muss ich feststellen das immer mehr Tauchgäste kein Logbuch führen, es verloren haben oder es vergessen haben. Heutzutage gibt es möglichkeiten das Logbuch auf einem Smartphone zu führen. Ausbildungsorganisationen wie SSI bieten hier eine kostenlose App an, ein weiterer Vorteil ist hier das ebenfalls die Brevets hier gespeichert sind und sogar teilweise digitales Kursmaterial kostenlos angeboten wird. Der TL / Guide kann die TG innerhalb der App bestätigen, GPS hilft beim loggen der Tauchgänge. Auch Tachcomputerhersteller bieten inzwischen solche Apps an die mit dem Tauchcomputer synchronisiert werden können, ebneso gibt es natürlich frei Apps in den jeweiligen Apps Stores......

Generell gillt ein Logbuch sollte geführt werden und ebenso wie das Brevet mit zum Tauchen genommen werden...

kwolf140614413-1; Nitrox**
25.02.2017 10:40
Welches AMV man hatte, wieviel Blei und welche Ausrüstung, steht meistens nicht im Logbuch. Standarddaten sind Datum, Zeit, Max. Tiefe, Tauchzeit und die laufende Nummer. Was soll auch der Guide Blei bestimmen? Den Bleicheck muss jeder eigenverantwortlich können, sowie seinen Luftverbrauch einschätzen. Wer da unsicher ist, demhilft auch kein Logbuch.
25.02.2017 11:04Geändert von Hammerhai 07,
25.02.2017 11:07

@Kwolf1406 thumbup

wenn überhabt kann der Taucher es als Nachschlagewerk für Blei,Luftverbrach u.s.w. nutzen wenn er es dann und wann eingetragen hat.
Gibt natürlich Leute die das jedesmal niederschreiben, aber den Guide wird dieses nicht Interessieren.
Spreche einfach mit der Basis sage ganz erlich wie es ist. Und zeige Ihnen deinen TC und warum du ihn hast.
Habe zu den Tauchgängen auf den TC eine Story sprich wo war das und was habt ihr da gemacht und schon sollte es kein Thema sein.
Da du den TC ja auch gebraucht oder auch ausgeliehen haben könntest und somit nicht deinen Tauchgänge sein könnten ist dieses wegen der glaubwürdigkeit wichtig.
Biete noch an das wenn dein Logbuch dann entlich kommt sie es sich gerne dann auch nochmal anschauen können wenn sie wollen als beweis für deine Erlichkeit. Das kann eigentlich nur der anbieten der auch sicher ist das es so ist, sonst wäre es echt Pockern auf hohen niveau.
Einen Check Tauchgang werden sie warscheinlich so oder so machen bevor es richtig in die vollen geht. Dann merken die schon ob du 99 oder eher 10 TGs hast.
Von daher mach dir keinen Kopf das wird schon. Blätter deine TGs noch mal auf deinen TC durch und denke nach was wo ungefähr war. Und gut.
Wo geht es den hin und zu welcher Basis?

Gruss

Hammerhai07

Dive-ManUDI-CMAS TL*
25.02.2017 11:45

Ein kleiner Tip meinerseits:  Jeder soll zu  Hause Fotos  oder Scan von wichtigen Sachen  (Reisepaß, Führerschein, Schmuck, Zeugnisse, Brevet,  Einrichtung  uvm.) machen. Im Verlustfalle oder im Fall der Zerstörung (Feuer) oder des Diebstahles erleichtert das die Wiedererlangung bzw. den Beweis für den Besitz.  Im Falle des Logbuches würde ich einmal oder zweimal  im Jahr  die letzte Seite  einscannen oder fotografieren und gesichert abspeichern. Am Smartphon kann ich viele digitale Datein und Fotos auch in den Urlaub mitnehmen.

albbenProtec OWD&AOWD, SSI Deep Diver, PADI Enriched Air Diver
25.02.2017 11:58

Zur Frage wo es hingeht:

Seychellen wir werden alle der drei Inseln besuchen die Basen sind noch nicht fix mache ich aber auch eher so das ich dort verbei schaue und danach aussuche welche einen guten Eindruck macht wie die Leute sind usw.

Bei mir im Logbuch selber stehen immer folgende Angaben (neben dem üblichen wie Ort,Datum, Tiefe, Dauer):

-wenn es ein besonderer Dive war wie Nachttauchgang, Ausbildung, usw

-wenn es ein Nitroxdive war EAN und wie viel %

-Art des Anzugs

-verwendete Bleimenge

-Druck zu Beginn

-Druck am Ende

-Größe und Art der Flasche

-sonstige Bemerkungen (dort kommt rein wenn es eben Besonderheiten gab wie besonders miese Sicht, Strömungen, bissige Schildkröte, usw)

Nach dem Auslesen des Computers kenne ich dann auch noch die Durchschnittstiefe so steht beim Ausdruck neben den gleichen Angaben wie oben auch noch die AMV.  Dazu kommen dann noch die Daten aus der Cressi Software die jetzt aber wohl nicht so interessant sind.

Diese Sammlung ist auch weitgehend komplett die ersten 6 oder 7 fehlen da ich den Computer erst etwas später gekauft hab.

Die Ausdrucke habe ich in einem Ordner den werde ich dann auf jeden Fall dieses mal einpacken sind aber natürlich keine Stempel und Unterschriften vorhanden so das ich selber das natürlich nicht unbedingt als überzeugenden Nachweis sehen würde.

Grundsätzlich ist mir eben aufgefallen das ich selber nie einen Checkdive im Pool hatte der aber von anderen gefordert wurde, nur am Anfang wurde mir gesagt das wir eben erst zu einem "einfachen" Gebiet raus gehen aber das war dann trotzdem ganz normales tauchen.

Sonst ist mir eben aufgefallen das eben viele Basen eben nach dem Logbuch gefragt haben weil die Kombination aus OWD Zertifizierung 05/2016 und jetzt schon 99Dives schon etwas ungewöhnlich ist, aber da ich das Log immer zeigen konnte war es dann nie ein Problem.

albbenProtec OWD&AOWD, SSI Deep Diver, PADI Enriched Air Diver
25.02.2017 12:12

Mir ist gerade aufgefallen das auf dem Brevet für das SSI Deep vom 01/2017 sogar eine Zahl von 78Dives angegeben ist, die Zahl hat ja damals der TL geprüft die Angabe dürfte also durchaus als zuverlässig gelten?

Ansonsten hoffe ich mal das Airberlin den Koffer schnell in Düsseldorf findet noch haben sie ja heute und morgen den ganzen Tag und auch noch den halben Montag dazu Zeit

25.02.2017 12:45Geändert von Hammerhai 07,
25.02.2017 12:45

Stimmt das mach´t SSI, dann ist doch alles gut.

Mach dir nicht so verrückt. Bleibe ruhig und konzentriere dich lieber auf tauchen.

25.02.2017 14:22

Ich pflege meine Tauchgänge in der Software "SubSurface". Damit lese ich meinen Tauchcomputer aus, schreibe ein Log dazu, so dass ich mich später allein anhand des Textes erinnern kann und im Kopf den TG wiederholen kann. Das exportiere ich auf divelogs.de und drucke mir die TG's von dort als Logbuchseite aus. Da bleiben ab und zu Unterschriften aus und es interessiert auch keinen. Ich hatte erst einen TL, der sich mein Logbuch angeschaut hat, bevor er mich zu den Haien gelassen hat. Und der hat sich lediglich die Übersichtsseite angeschaut, auf der die einzelnen TG's mit Tiefe, Datum und Dauer aufgeführt sind. Sprich: Liess Deinen TG aus, drucke den Blödsinn aus und Du hast ein vollwertiges neues Logbuch. Ein Tauchgangsprofil fälsch man nicht so leicht. Und wenn jemand glaubt, Du hättest den TC gebraucht gekauft: Zeig Dein SSI DeepDive vor.

Viele Grüße,

DMDBT

albbenProtec OWD&AOWD, SSI Deep Diver, PADI Enriched Air Diver
26.02.2017 11:33

Die gute Nachricht ist ich konnte den Koffer eben vom Flughafen abholen das Logbuch kommt also morgen wie es sich gehört im Handgepäck nach Mahe.

Gibt es eigentlich Programme die besonders gut sind was das Auslesen des Computers angeht? ich nutze eben die Software die beim Computer mitgeliefert wurde, finde die ist ziemlich zweckmäßig und sieht so aus:

Aber wenn ihr Vorschläge für andere habt schaue ich dir mir gerne an

ramklovApnoeTL, TL**
26.02.2017 13:47

@ albben,

Vorschlag für Software: subsurface

gruß ramklov

albbenProtec OWD&AOWD, SSI Deep Diver, PADI Enriched Air Diver
26.02.2017 16:18

gibt es irgendwo Beispiele wie dann so eine Übersicht von Subsurface aussieht? habe in einer Blizrecherche nicht wirklich etwas gefunden und da es schon morgen los geht ja auch nicht so viel Zeit im Moment dazu

Ich hatte mal ein Beispiel von einer Software gesehen (kann aber nicht mehr sagen welche) die fand ich dann doch sehr überladen, da ist die Cressi Software doch ziemlich übersichtlich von daher würde ich etwas ähnliches wie das Beispiel zeigt bevorzugen

FrieDaJoPADI Divemaster; PADI EOP Instructor
26.02.2017 18:24

Ich logge meine TG zusätzlich noch Online mit DiveLog, hier habe ich wenn mal "alles" verloren geht von jedem PC o.ä. Weltweit zugriff auf meine Logs.

https://www.divelogs.de/

Zusätzlich kann man DiveLogs auch mit dem Smartphone synchronisieren.

Gruß

Daniel

26.02.2017 19:38

Ich logge mit der DM5 von Suunto und komme damit gut zurecht. Die einzelnen Tauchgänge lassen sich noch zusätzlich mit Movescount syncronisieren und sind dann überall verfügbar. Da ich im DM5 umfangreich Daten und Notizen machen kann, halte ich die Einträge im Logbuch eher gering.

Bei den Brevets von CMAS habe ich jeweils einen Aufkleber für das Heft und eine Plastekarte bekommen. Sollte also das Heft abhanden kommen, bleiben immer noch die Karten im Portemonnaie.

26.02.2017 19:48

SubSurface sieht so aus, kann aber umkonfiguriert werden. So weit ich weiss, kann jeder einzelne Fensterabschnitt deaktiviert und aktiviert oder maximiert werden. Es gibt noch viele zusätzliche Möglichkeiten der Datenerfassung und so weiter und so fort. Ein Menüpunkt lautet "Exportieren" wo es auch die Option "Divelogs" gibt, wo es mittels weniger Mausklicks gleich auf dem Portal ist.

SubSurface gibt es für Mac, für Windoof und wie in diesem Fall für Linux.

Viele Grüße,

DMDBT

albbenProtec OWD&AOWD, SSI Deep Diver, PADI Enriched Air Diver
03.03.2017 08:03

sorry wenn es etwas OT wird aber bei den heftigen Regenphasen hier hatte ich mal Zeit mir das Subsurface an zu schauen.

Dabei ist mir aufgefallen das ich bei einigen Dives laut Subsurface mir anzeigt es gibt eine errechnete Deko, der Computer hat bisher nur bei einem Dive eine echte Deko angezeigt.

Sonst gab es eben nur Dives die eben nah an der Nullzeitgrenze waren, oder auch 00 angezeigt wurde weil ich eben bei 2Minuten nicht rechtzeitig aufgestiegen war.

Ich hab den Leonardo von Cressi und der scheint mir im vergleich zu anderen sehr konservativ eingestellt zu sein darum finde ich das schon sehr komisch was mir die Software sagt.

shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
03.03.2017 08:50

Dabei ist mir aufgefallen das ich bei einigen Dives laut Subsurface mir anzeigt es gibt eine errechnete Deko, der Computer hat bisher nur bei einem Dive eine echte Deko angezeigt.

Dein Leonardo verwendet Wienkes Cressi RGBM mit 9 Kompartimenten, Subsurface Bühlmann ZH-16 und/oder VPM-B. Soweit mal zum Unterschied. Es wäre hilfreich, wenn du ein konkretes Beispiel (Tauchprofil) nennen würdest.

Ich hab den Leonardo von Cressi und der scheint mir im vergleich zu anderen sehr konservativ eingestellt zu sein darum finde ich das schon sehr komisch was mir die Software sagt.

Das ist subjektiv. Auch hier: welche "anderen" und bei welchen Profilen scheint dir dann der RBGM sehr konservativ(er) zu sein?

kwolf140614413-1; Nitrox**
03.03.2017 14:26Geändert von kwolf1406,
03.03.2017 14:27

Ich nutze Diving Log. Kostet ein wenig, aber es ist sehr potent. Es hat keinen eigenen Algorythmus, sondern bereitet die Daten auf, die der TC liefert. Da stimmen die Angaben auch überein. Wird ständig mit Schnittstellen zu aktuellen TCs ergänzt und auch sonst gut mit Updates gepflegt.

albbenProtec OWD&AOWD, SSI Deep Diver, PADI Enriched Air Diver
06.03.2017 23:11Geändert von albben,
06.03.2017 23:22

ich habe durch den letzten Dive ein passendes Beispiel gefunden beim Wrack hat der Leonardo nicht in den Deko-Modus geschaltet das Subsurface zeigt eine Deko an. habe die beiden Darstellungen mal angefügt.

aber ich kann noch einige andere Beispiele finden

Was mir manchmal aufgefallen ist das ich zB nur noch 5Minuten angezeigt bekam während ein Freund der mit mir tauchen war und einen anderen glaube Scuunto kann aber nicht sagen welches Modell es war noch 8Minuten hatte obwohl wir immer auf der nahezu gleichen Tiefe waren und vorher beide mehrere Tage Pause hatten aber ich werde das nächste mal genauer beim Vergleichen achten

kwolf140614413-1; Nitrox**
07.03.2017 11:01

Ja albben, suche mal nach Dekompression und Dekompressionsmodellen, sowie Anpassungsmöglichkeiten der Algorithmen. Du wirst staunen, wie unterschiedlich Dekoverpflichtungen konkreter Tauchgänge berechnet werden können - und kein Ergebnis ist "falsch" oder "richtig". Es ist eher eine Frage: Was passt besser zu mir. Das erfordert durchaus tiefere Kenntnisse der Materie und über sich selbst und Erfahrung.

Aber zur Beruhigung: Die überwiegende Mehrzahl der Taucher kann dies nicht leisten. Deshalb sind alle anfängertauglichen Computer, oder die Defaulteinstellungen der anderen so konservativ mit Reserven, dass man sich beim "normalen" Sporttauchen darauf verlassen kann (mit der Einschränkung, vernünftig und nach den Regeln der guten Tauchpraxis zu tauchen und sich zu verhalten- und dass es keine 100%ige Sicherheit gibt). Dabei ist es normal, dass unterschiedliche TC immer noch unterschiedliche Null- und Dekozeiten anzeigen. Da heißt es ganz einfach in der Tauchgruppe: Es gilt die aktuell konservativste Anzeige für alle in der Gruppe! 

albbenProtec OWD&AOWD, SSI Deep Diver, PADI Enriched Air Diver
07.03.2017 12:50

ja das mit den verschiedenen Modellen kenne ich ja auch aus den Kursen, wenn man die Protec Tabellen mit der von Padi vergleicht weil ich dort den Nitroxkurs gemacht habe, sieht man auch unterschiede aber aber insgesamt doch eine gewisse Ähnlichkeit der Wert insgesamt.

Ich hatte den Leonardo eben immer für sehr konsevativ erlebt, wie gesagt wenn jemanden die Nullzeit ausging dann war das bei mir, und jetzt hat mich eben gewundert das Subfurface eine Deko errechnet hat, wenn auch meistens dann nur kurze Zeiten wie 1-3Miinuten auf XMetern von daher habe ich mir da auch keine besonderen Gedanken gemacht fand diesen Punkt aber interessant.

Den Leonardo habe ich mir eben kurz nach dem OWD Kurs zugelegt das war der passende Computer für Anfänger der alles konnte was wichtig war und auch die Erfahrungen anderer waren, bis auf das mit der Aufstiegsgeschwindigkeit, gut von daher genau das richtige.

shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
08.03.2017 11:15Geändert von shuttle,
08.03.2017 11:23

Hallo albben,

danke für die screenshots. Du hast dich ja bislang noch nicht allzusehr mit der Dekotheorie, verschiedenen Dekompressionsmodellen etc. beschäftigt (wäre vielleicht mal ein Weiterbildungsansatz?) insofern versuche ich es einfach zu halten:

Ganz grob: im Bereich der Deko-Modelle werden Gewebemodelle (z.B. Bühlmann), Blasenmodelle (VPM, RGBM) und auch statische Modelle (Stichwort Deep-Stops) unterschieden.  Dein Leonardo verwendet wie schon erwähnt das Blasenmodell "Wienke Cressi RGBM mit 9 Kompartimenten", Subsurface (das ist einstellbar) das Gewebemodell Bühlmann ZH-16 und/oder das Blasenmodell VPM-B. Das Gewebemodell Bühlmann errechnet den Aufstieg nach einem symptomlos tolerierbaren Druck (der einzelnen Gewebegruppen, hier 16 verschiedene mit unterschiedlichen Halbswertszeiten), VPM und RGBM errechnen den Aufstieg unter Berücksichtigung vieler Faktoren (z.B. Aufstiegsgeschwindigkeit, jojo-Verhalten), mit Blick auf Blasenwachstum (reduced gradient bubble model).

Wenn man deinen TG oben nach Bühlmann mit den Gradientenfaktoren 30/75 berechnet (diese Einstellung ist auf deinem Bild ersichtlich: Gradientenfaktoren ermöglichen es, die Übersättigungstoleranzen konservativer einzustellen), ergibt sich aufgrund des Sättigungsgrades verschiedener Gewebegruppen eben die 9m Stop-Empfehlung, die Subsurface hier als "errechnete" Deko ausweist:

Nimmt man andere Gradientenfaktoren (z.B. "Bühlmann nackt" ohne Gradientenfaktoren), wird der TG als Nullzeittauchgang ausgewiesen.

Weil du Suunto angesprochen hast:

Der D9 (Wienke Suunto modifziertes RGBM) meldet bei deinem TG eine kurze Deko auf Tiefe, die sich bei deinem Aufstieg wieder abbaut, empfhielt jedoch Tiefen (Deep-) Stopps z.B. bei 11m (statisches Dekomodell)

Auch bei deinem Leonardo-Modell schrammst du übrigens an der Nullzeit herum.

Was nun? Unteschiedliche Modelle, unterschiedliche Empfehlungen. Aber eines allen gemeinsam: bestimmte Gewebegruppen sind ziemlich gesättigt, auch nach dem Auftauchen noch.

Ein Bekannter von mir (Arzt) nimmt auf jede Safari einen mobilen Ultraschalldoppler mit und misst nach jedem TG, ob Blasen vorhanden sind. Wenn ja, Tauchpause, egal, was der verwendete TC sagt. Für mich war (vor vielen Jahren) erstaunlich, wie oft insbesondere bei Safariteilnehmern bei TC regelgerechten TG'n Blasen nachgewiesen wurden.

In meinen Kursen lasse ich mir TG von Probanden geben (ausgelesen) und lese sie in verschiedene Softwartools ein und betrachte mit den Probanden die jeweiligen Gewebesättigungen. Dann simulieren wir Austauchstrategien/-Muster. Ist recht interessant, insbesondere für die Probanden. Der Blick auf das TG-Verhalten ändert sich schnell.

Ich persönlich verwende (insbesondere auf Safaris mit drei TG täglich) auch bei sog. Nullzeittauchgängen Austauchmuster: jeweils kurze Stops auf 12m, 9m und ausgedehnteres Austauchen zwischen 6m und 3- meter. Bekommt mir gut und ich hatte noch nie die Motivation (wenn noch Luft in der Kanne) so schnell wie möglich raus. Bin Schwabe, die Luft, die bezahlt wurde, wird verschnauft

Vielleicht konnte ich das Interesse, sich einmal mit dem Thema tiefer auseinanderzusetzten wecken. Und vielleicht sind diese Artikel für dich zur Einstimmung interessant.

Bühlmann zum Anfassen und Begreifen

Dekompression, das unbekannte Wesen

albbenProtec OWD&AOWD, SSI Deep Diver, PADI Enriched Air Diver
08.03.2017 18:00

Danke erstmal für die sehr ausführlichen Informationen, die sind wirklich sehr interessant und hilfreich.

Und ja es stimmt mit dem Thema Dekotheorie habe ich mich noch nicht wirklich befasst, es waren eher die Dinge die dann teilweise Teil der Kurse waren wie Notfalldeko, Tauchprofile und ähnliches.

Tiefere Dekotheorie hatte ich bisher auch noch nicht wirklich "auf dem Schirm" denn obwohl ja schon 105 Dives zusammen gekommen sind ist der OWD Kurs erst letzten Mai her, und grundsätzlich habe ich es ja bisher so gehalten maximal 2 Dives pro Tag zu machen mehr als zwei ist nur bisher einmal vorgekommen da kam eben noch ein Nightdive dazu, auch ist es eher so dass ich jeden Tag tauche, meistens ergibt sich das System Tag mit 2 Dives, nächster Tag frei dann wieder ein Tag mit zwei Dives wieder frei usw oder sogar noch größere Pausen oder das wenn es mehrere Tage hintereinander sind dann eben am Tag nur ein Dive am Vormittag ansteht und es dann an die Arbeit geht und vor dem Flug gilt 48Stunde Pause oder mehr.

Sonst ist der Plan das eben bei großen Tiefen jenseits der 30m sobald der Leonardo noch 3Minuten anzeigt es dann eben langsam ein Stück nach oben geht bis die Anzeige sich wieder erhöht und wenn Deep-Stops angezeigt werden diese auch gemacht werden.

Dazu kommt noch dass ich immer versuche der letzte zu sein der aus dem Wasser kommt so "dümpele" ich oft einige Minuten auf eine Tiefe von um den drei Metern nach dem safety stop rum bis die meisten aus dem Wasser sind weil gerade bei zeitlich festen Bootstauchgängen um die 100Bar oder mehr vorhanden sind, oder eben bei Strandvarianten langsam unter Wasser austauchen anstatt wie die meisten an der Oberfläche ans Ufer zu schwimmen.

Aber grundsätzlich werde ich mich auch etwas näher mit dem Thema Deko-Theorie und Co. befassen aber vielen Dank schon mal für die Infos

shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
09.03.2017 07:50

Sonst ist der Plan das eben bei großen Tiefen jenseits der 30m sobald der Leonardo noch 3Minuten anzeigt es dann eben langsam ein Stück nach oben geht bis die Anzeige sich wieder erhöht

Bitte kein "Nullzeitschrammeln". Damit ist genau das gemeint, was du hier bechreibst: immer dann ein wenig höher gehen, wenn der Computer das Ende der Nullzeit signalisiert. Es herrscht hier oftmals der Gedanke vor, sich so auf der sicheren Seite zu bewegen. Das ist Unsinn, respektive ungesund. Tipp: Immer, auch wenn der TC freigibt, ausgiebig austauchen (im Flachbereich, besipielsweise einige Minuten auf 9m, dann einige Minuten auf 6m und zwischen 6m und 3m noch ausgiebig Fischle anschauen, ist gesund, entsättigt gut und beugt Überaschungen vor). Dieses sich immer gerade noch in der "Nullzeit" bedeutet, dass man sich knapp an der Übersättigungslinie bewegt. Manche (sog. unauffällige DCS Unfälle) kommen m.E. genau durch diese Verhaltensweise zustande. Eine Deko ist nichts schlimmes, wenn man sie vernünftig austaucht, gerade so an der Nullzeitgrenze und dann schnell raus, ist u.U. das Übel. Also: Austauchmuster einhalten, gerne auch eine +5 Regel (Stops um 5 Minuten auf den Stufen 6m und 3m verlängern, langsame Aufstiegsgeschwindigkeiten insbesondere auf den letzten 12m, that's it

Dazu kommt noch dass ich immer versuche der letzte zu sein der aus dem Wasser kommt so "dümpele" ich oft einige Minuten auf eine Tiefe von um den drei Metern nach dem safety stop rum 

thumbup

Aber grundsätzlich werde ich mich auch etwas näher mit dem Thema Deko-Theorie und Co. befassen

Perfekt! thumbup

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