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Welcher luftintegrierte Tauchcomputer für Low Bubble Diving?

Geändert von TaucherSebastian,

Hallo Zusammen,

seit Beginn meiner noch recht kurzen Tauchkarriere (130 TG seit 2022) tauche ich mit einem Mares Quad Air. Infolge einer DCI in meinem letzten Tauchurlaub habe ich mich auf ein PFO checken lassen und natürlich habe ich eins. Die Ärzte empfehlen, es nicht zu verschließen und stattdessen in Zukunft nach den Regeln des Low Bubble Divings zu tauchen (auch weil sie bezweifeln, dass das PFO der Auslöser war).

Jetzt stellt sich für mich die Frage, wie ich damit bezüglich Tauchcomputer umgehe. Ich könnte den Computer natürlich einfach auf Sicherheitsfaktor P1 oder P2 (aber welchen?) einstellen, bisher war der P0. Den Safetystopp kann ich aber nicht auf über 3 Minuten ändern (das müsste ich mir dann merken, was nicht unbedingt ideal ist).

Daher meine Frage: Wenn ich Low Bubble Diving machen soll (natürlich halte ich mich auch dort an die Regeln, wo der Computer nicht piept), reicht mir mein Mares Quad Air weiterhin aus, ich stelle einfach auf P1 oder P2 und merke mir den längeren Safetystop oder gibt es andere luftintegrierte Modelle, die besser geeignet wären? Ideal wäre etwas von Mares oder Scubapro, damit ich mein Divelog nicht von der SSI-App an einen anderen Ort übertragen muss, das ist aber kein KO-Kriterium.

Ich freue mich auf eure Meinungen und Vorschläge!

LG Sebastian

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PerkedderCMAS**/DTSA**
13.07.2026 14:41
Hm, ich rate mal vor mich hin .....

Irgendetwas mit Bühlmann und dann die Faktoren entsprechend einstellen. Dazu können andere hier aber sicher viel besser etwas sagen, als ich.
mario-diverRD,EAN<40,Deep, SRD, UW/Schiffsarchäologie I (VDST),
13.07.2026 15:30
Du schreibst "die" Ärzte - Zweitmeinung schon eingeholt? Arzt, der sich tauchmed. auskennt?
JG79i.a.c. Master Diver
13.07.2026 17:00Geändert von JG79,
13.07.2026 17:11

Der Scubapro Galileo G2 unterstützt Mikroblasenlevel, ja. Hab den bei mir auf L3 oder L4 eingestellt. Im Anhang ein Screenshot aus dem Handbuch, falls dir das weiter hilft.
Ich tauche aber zusätzlich noch mit Garmin Descent G1 und ZHL-16C 40/85 (mittlerer Konservatismus).
Je nachdem welcher TC sich zuerst meldet, nach dem wird getaucht.

Das Buch von Vero und Dominik zur Dekotheorie (Zeisig Verlag) nenne ich auch mein eigen und kann es nur weiterempfehlen!
Da wird sehr gut auf die unterschiedlichen Modelle eingegangen, für und wider, ...

AlbWerDiveCMAS***
13.07.2026 17:03
Konservativer stellen, "Sicherheitsstops" auf 6m und 3m ruhig verlängern, nicht an der Nullzeit langschrammeln, je flacher, desto langsamer austauchen (ab 3m 1m/min). Kannst dir ja feste Zeiten für 6m und 3m merken.
Mehr sehe ich da nicht wirklich.
mcjwrightJJCCR Normox TX, OC Hypox TMX, Cave 2, CMAS3*
13.07.2026 17:36
Nitrox mit Lufteinstellungen ist empfehlenswert
AlbWerDiveCMAS***
13.07.2026 19:55
Ergänzend zu meinen obigen Kommentar hier noch mal eine Quelle von DAN:
https://www.daneurope.org/de/medizinische-faqs/-/categories/98532?p_r_p_categoryId=98532&p_r_p_resetCur=true&utm_source=chatgpt.com

Der TC kann nur unterstützen. Bis auf konservativer stellen und Sicherheitsstops verlängern, gibt es nicht wirklich mehr Einstellmöglichkeiten. Brauchst du aber auch nicht. Plan den TG entsprechend für dich selbst.
blackraiderOC TX Plus / CCR Helitrox
13.07.2026 20:09Geändert von blackraider,
13.07.2026 20:19
Tauchcomputer mit GF wäre mein Favorit, ich würde GF High maximal 70 eher drunter tauchen.
Nullzeitschrammeln ist das schlechteste das Du machen kannst, ebenso würde ich von 3-4 TG pro Tag absehen, einen richtigen oder zwei kleine.
Keine körperliche Anstrengung direkt nach dem tauchen und mindestens zwei Stunden Oberflächenpause in deinem Fall eher mehr.
Nitrox tauchen aber Luft einstellen wäre auch nochmal eine on top Maßnahme, aber die MOD beachten, der Computer warnt logischerweise nicht wenn der PPO2 überschritten wird.
Und mit nem NX36 auf 40 Meter bei nem PPO2 von 1,8 würde ich mich nicht mehr wohl fühlen. wink
Dem Computer is es wurst, der geht ja von 1,05 aus...

Edit: Und wie die Kollegen schon sagten Austauchstrategie!
Nicht wie die ganzen irren nach dem Saftey Stop wie ein Korken hochknallen, Stopps strategisch verteilen, nach dem Minimum Dekoprinzip... Also 9 Meter 1 Minute, 6 Meter 2 Minuten, 3 Meter 4 Minuten... Nur so als Beispiel, deine Austauchkurve muss ne schöne Kurve werden. Maximal 3 Meter die Minute aufsteigen und von 3 auf 0 in 1 Meter pro Minute.
Das muss in der Regel geübt werden, ich stelle die steile These auf, dass die meisten Sporttaucher das kontrolliert nicht hinbekommen, gerade wenn das Boot mal im Freiwassef steht und man nichts großartig zur Orientierung hat.

Dann würde ich mir einen Tauchmediziner suchen, also einen Kardiollgen der auch GTÜM macht und den mal konsultieren. Normale Ärzte haben von tauchen oft leider null Ahnung ohne ihnen dabei nahe treten zu wollen.
CiccioneAdvanced Technical Mermaid
13.07.2026 20:40
Anstatt Luft am TC einzustellen und Nitrox zu tauchen kannst du einfach nur die GF sehr konservativ einstellen, dann warnt der TC auch bei hohem pO2.
GF individuell einstellen können viele TCs, die ganz billigen idR aber nicht. Schau dich einfach nach einem Bühlmann TC um, der individuelle GFs erlaubt.
Rest siehe Post von Blacki
SpaetberufenerMaster Scuba Diver
13.07.2026 20:44
Suunto bietet das RGBM-Modell. Allerdings gibt mir zu denken, dass Bühlmann nachgeschoben wurde. Ich glaube nicht, dass das RGBM "gesünder" ist. Beim Eon Steel fällt auf, dass Wiederholungstauchgänge wesentlich konservativer beim RGBM berechnet werden als bei meiner Garmin mit Bühlmann.
Prinzipiell würde ich dazu raten, die konservativste Einstellung zu wählen und zusätzlich die Nullzeit nicht voll auszunutzen. Und der verlängerte Sicherheitsstopp und vor allem ein stets langsames Aufsteigen sind sinnvoll. Sollte es trotzdem zu Problemen kommen wird's mit dem Tauchen eng. Spezialisten aufsuchen.
Sascha314SSI MD, Nitrox, Deep
13.07.2026 20:46
Ich würde auch nochmal mit eine Kardiologen mit Tauchmedizin Hintergrund nachfragen. Gibt ja noch mehr Konsequenzen / Risiken


Anyway, etwas teuer aber afaik kann mam veim Shearwater die Stop Länge auf is zu 5min stellen. Dazu per GF eine hohw Konservativität.
Du möchtest wenig Gradienten und wenig Gesamtsättigung (mehr Menge für potentielle Keime).
Also würde ich persönlich den GF Low nicht niedrig und nahe am GF Hugh stellen. Keine wissenschaftliche Herleitung, aber das bringt dich schneller hoch und du sättigst weniger mittlere Gewebe mehr auf. Allerdings sollte das für dein Fall irrelevant sein, denn du solltest auch hier weg von Deko bleiben, auch wenn es bei aggressiveren Settings keine wäre.

Wichtiger ist der High, bei Rec no deco, limitiert der die theoretische N2 Aufnahme. Konservartib wäre ich hier dann eher bei 60 bis 65,.max 70 in deinem Fall.

Eine Wahl wäre grob 55 -65 aus den Gründen, 5min Sixherveitstop und nochmal selbst bei 3m 1min und sehr langsam die letzten 3m.

Nitrox hilft, keine Anstrengung nach dem TG.

PS: Ohne Gewähr, ohne Fachhintergrund. Nur grob meine Denke und was ich nehmen würde erklärt.
Ich würde es aber schliessen lassen oder Tauchen aufgeben.
AlbWerDiveCMAS***
13.07.2026 20:59
Den GF runterzudrehen oder den Mares auf P2 stellen, führt ja nur zu konservativerem Nullzeit-Schrammeln. Alles weitere (verminderte Aufstiegsgeschwindigkeit, kein JoJo, keine Anstrengung, verlängerte Oberflächenpausen) muss man schon selbst planen bzw. einhalten.

Von daher wird da kein anderer Tauchkomputer helfen. Da kannst Mares Quad Air im Grunde auch behalten.
Sascha314SSI MD, Nitrox, Deep
13.07.2026 21:08
Naja es ist ja kein echtes Nullzeitschrammeln, sondern soll eine realistische Zielzeit ohne ständig schätzen/umrechnen zu müssen vorgeben. Und wenn du bei 70% olus minus an der Grenze bist (bei was exponentiellem) ist das ein Unterschied zu 100%
Bei GF weisst du wenigstens was ea bedeutet.


Sauberes Tauchen ist natürlich Voraussetzung.
13.07.2026 22:03
Vielen Dank für eure vielen Rückmeldungen! Was die konkrete Frage angeht, heißt das für mich ausrüstungstechnisch, dass ich beim Quad Air bleibe, ihn ultrakonservativ einstelle und auf den Sicherheitsstopp einfach selbst ein paar Minuten draufschlage. Wie Low Bubble Diving zumindest theoretisch läuft ist mir schon bekannt (https://www.aqua-med.eu/fileadmin/documents/medicine/low-bubble-diving_en.pdf), vielen Dank hier auch für die Tipps. Ich bin kein Nullzeitkratzer, tiefer 20 Meter gehe ich eigentlich nur dann wenn's da was außergewöhnliches zu sehen gibt. Ich hab's lieber hell und mit mehr Luft übrig im Tank ;).

Auch, wenn das nicht Teil meiner Frage war, müsst ihr euch keine Sorgen machen, dass ich nicht ordentlich beraten wurde. Nach der DCI war ich bei einem GTÜM-Tauchmediziner, der auch selbst passionierter Taucher ist, der mir dann zum Schluckecho geraten hat. Das war heute und danach habe ich die Rückmeldung bekommen, dass ich ein PFO habe, man es aber nicht verschließen sollte und sich die Kardiologin mit dem krankenhausinternen Tauchmediziner ausgetauscht hätte, der wohl gemeint hat, dann wäre Low Bubble Tauchen oder nicht tauchen (ganz sicher nicht) angesagt. GTÜM listet im Krankenhaus allerdings keinen zertifizierten Taucharzt, weshalb ich auf dessen Meinung erst mal weniger gebe, als auf die meines GTÜM-Tauchmediziners. Mit dem habe ich schon kurz per Nachrichten kommunizert, der sagt, dass offen lassen und Low Bubble Tauchen auch die sinnvollste Lösung wäre, wenn es keine Überraschungen im Bericht gibt.

Der Tauchmediziner im Krankenhaus weiß im Übrigen auch gar nichts von den Hintergründen (3 Tauchgänge mit kurzen Abständen hintereinander - Indonesien halt, nicht tief - 21-15m, allerdings immer nah am Rechteck, Computer zickte nicht, war nicht mal knapp, aber auch starker gewollter Gewichtsverlust in den Monaten zuvor und Antibiotika intus wegen einer überstandenen bakteriellen Darminfektion - Packung nimmt man ja zu Ende). Da muss jetzt nichts passieren bei den Hintergründen und wahrscheinlich taucht jeder Liveaboard-Enthusiast deutlich härter, aber es ist schon ein erhöhtes Risiko.

Nächste Woche spreche ich noch mal persönlich mit meinem GTÜM-Taucharzt und mache auch noch eine Tauchtauglichkeit (die letzte ist erst wenige Monate alt, war aber eben vor dem DCI), bis dahin sollte ich auch den Untersuchungsbericht haben und weiß dann hoffentlich auch, welchen Grad das PFO hat - ich vermute aber mal Grad 1 oder Grad 2 nach der Rückmeldung.

Der DAN-Taucharzt, mit dem ich während der DCI in Kontakt stand (der wohl eine Koryphäe zu sein scheint, wenn mich die Internetrecherche nicht täuscht) hätte mich grundsätzlich im Urlaub nach fünf Tagen wieder Tauchen gelassen, das war mir dann aber zu heiß (und natürlich hat er trotzdem empfohlen, nach der Rückkehr bei einem GTÜM-Taucharzt vorstellig zu werden und auf ein PFO zu checken).
Tauch_SchildkroeteMaster Diver
13.07.2026 22:46
Der aktuelle Mares Sirius taucht mit dynamischer Aufstiegsgeschwindigkeit, heißt je höher desto mehr bremst er ein. Die Gradientenfaktoren sind frei wählbar und er kann Saftey plus, deepstopp und du kannst eingeben wie du dich fühlst, wie fit etc. Je nachdem wird er dann konservativer oder nicht. Vielleicht hilfreich?!
14.07.2026 00:44
Der Sirius klingt tatsächlich sehr gut, den schaue ich mir mal genauer an. Der würde die Anforderungen eigentlich perfekt erfüllen.
SolosigiSporttaucher
14.07.2026 02:57
@TaucherSebastian
Du hast es ja eh schon geschrieben: bleib bei deinem Quad Air.
Tauche einfach konservativ so wie es Aquamed empfiehlt. Es hindert dich ja kein TC wenn du länger im Flachen tauchst.
Vielleicht noch ein Tip von mir (ich finde es "gesund"): Tauche die letzten Meter extrem langsam auf!
Ich mache es so, dass meine Austauchstufe grundsätzlich 5m ist. Ich komme also immer in 5m zum Ausstieg zurück. Und dann mache ich alle 0,5m einen Stop von mindestens 1 Minute. Das sind dann immer mindestens 8 Minuten zusätzlich. Seitdem hatte ich nie wieder Probleme mit DCS (Bends).

Und natürlich wäre es nicht verkehrt mit Nitrox zu Tauchen und den TC auf EAN21 einzustellen; wenn du an Nitrox drankommst. Aber auch da gilt: kein TC hindert dich konservativer zu Tauchen.

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