Um hier mal etwas Leben reinzubringen: Ich bin ja jetzt seit 20 Jahren hauptberuflich Tauchlehrerin, eigene Basis, Dekotheorie-Nerd und so...
Aber angefangen hat das so, dass wirklich niemand das hätte ahnen können. Reise durch Mittelamerika, Backpacker, immer in den billigsten Absteigen, abends aber in irgendeiner Kneipe, auch die waren recht günstig. War noch nir schnorcheln, konnte nur so geht so schwimmen, habe geraucht wie ein Schlot, und irgend so ein Typ in einer Kneipe in Antigua Guatemala hat mir erzählt, wie geil Tauchen ist, und das man das voll einfach lernen kann. Meine größte Sorge war das rauchen, ich dachte, das geht gar nicht zusammen - geht aber. Ist hier ja nun auch bekannt.
Also bin ich über mehrere Tage und Zwischenstationen Richtung Utila, Honduras weitergezogen und habe mich einfach in der Basis, die der Typ empfohlen hat, völlig blind für den OWD angemeldet. Ich erinnere mich an Stunden in so einem Klassenzimmer, wo wir all die PADI Videos sehen mussten, in denen das erklärt wurde, was auch in dem Buch stand, das ich natürlich direkt verschlungen hatte, und danach hat uns einer genau das dann noch mal erklärt. Na ja. Im Wasser war es aber voll geil, lauter bunte Fische, und Angst hatte ich nicht. Wir haben ziemlich sicher alle Übungen korrekt gemacht, erinnern kann ich mir vor allem an den Notaufstieg, da wurde ein ziemlicher Tanz drum gemacht. Und was ich nicht konnte: Flossen bewegen. Bin ja noch nie mit so Dingern geschwommen. Muss also ziemlich ämmerlich ausgesehen haben, hat aber funktioniert, und so kam der AOWD direkt hinterher, und die fixe Idee, dass ich noch mal kommen und Rescue und Divemaster machen muss. Was dann auch passiert ist....
Gerade diesen Weg zum Divemaster würde ich heute echt niemandem mehr empfehlen, aber damals wusste ich es halt nicht besser. Am Ende habe ich irgendwann ja trotzdem tauchen gelernt
Und die Grundausbildung war definitiv völlig in Ordnung.