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Trinkgeld Tauchsafari

Geändert von relaxtaucher,

Hallo zusammen.Ich gehe im September das erste mal auf Safari.Meine Frage:Was ist den so an Trinkgleld für die Guides und den helfern.Vieden Dank.

Heiko

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08.09.2026 20:33
Das ist eine etwas pauschale Frage. Trinkgeld auf welcher Safari? Ägypten oder z.B. Galapagos. Je nach Land und kultureller Prägung hast Du da unterschiedliche Erwartungen, natürlich auch in Verbindung mit dem Reisepreis.
nikvoegtliCMAS*** TX100
08.09.2026 20:41
Ägypten? Da gibt es meistens eine Box für die Crew, plus eine für die Guides. Crew total 10 Euro pro Tag als Richtlinie, Guides hängt dann bei mir davon ab, wie gut sie ihre Arbeit machen. Alles in allem würde ich in Ägypten total min 10% von der Tour (ohne Treibstoff und Parkgebühren) budgetieren. Die Crew verdient eh nicht viel, wenn du es dir leisten kannst, darf es auch etwas mehr sein. Denn es gibt halt auch immer wieder Gäste, die 20 Euro für alle zusammen als genug empfinden.

Was mich dann eher stört, sind US nahe Gewässer, wenn bei 5000 USD Tour Preis dann noch ziemlich explizit 1000 USD Trinkgeld verlangt werden.
08.09.2026 20:42
Hallo Jan,Die Safari findet in Ägypten statt.
08.09.2026 20:48
Dann seh ich es wie Nik. 100 - 150 € gesplittet je nach Zufriedenheit zwischen Crew und Divestuff. Bedenke dabei wie groß die Crew auf den Dampfern jeweils ist und wie wenige Guides es sind. Daneben lasse ich es mir nicht nehmen, Leute mit denen ich besonders zufrieden bin diskret zu tippen. Aber wie gesagt besonders zufrieden.
08.09.2026 21:47
Ähnlich wie Nik, Rund 70€ für die Crew, Guides je nach Nutzung
SpaetberufenerMaster Scuba Diver
09.09.2026 08:44
Ich gebe als Faustregel etwa 10 US-$ pro Flasche die ich getaucht bin. Bei besonders gutem Service mehr, in einem Fall (White Pearl Malediven) habe ich null gegeben, aber das hatte seine guten Gründe, unter anderem die Service-Charge von 10 Prozent des Reisepreises, die automatisch abgebucht wurde.

Die Summe verteile ich unter Crew und Guides, auch da je nach Leistung in unterschiedlichem Verhältnis. Und hier und da gebe ich auch was unter vier Augen.
09.09.2026 11:21
Ich persönlich gebe nur Trinkgeld wenn mir das auch alles gefallen hat und mache mir davor keine Gedanken. Finde diese Trinkgeldpolitik mitlerweile mehr als ätzend, gerade auch in Deutschland.
09.09.2026 11:33
Ich bin über Silverster vermutlich wieder auf einem Boot, und werde das Trinkgeld persönlich überreichen, wenn ich der Meinung bin das dass Service okay war
09.09.2026 11:33

Ich bin immer etwas eher zu grosszügig mit Trinkgeld mit dem Wissen, dass die Bootshelfer meist nicht so top verdienen.

Die Guides kommen ja in der Regel von der Tauchbasis, aber auch die freuen sich über Tip

Natürlich muss aber auch der Service einfach stimmen.....

nikvoegtliCMAS*** TX100
09.09.2026 15:57
Crew verdient ca 300 Euro pro Monat meines Wissens, ist schon wenig, dazu Wochen von zu Hause weg, und Schlafen auf engstem Raum. Deshalb m.M. sollte man bei den Crew Tipps nicht sparen, wenn man zufrieden war. Guides haben schon einiges bessere Löhne und meist auch viel mehr Tipps. Ich drehe es dann immer etwas, lieber Crew grosszügig, aber Guides etwas knapper.
stb216RDiver PADI
10.09.2026 08:37
beim letzten Tauchurlaub (saba) waren es ca 10% das quasi erwartet wird, wir haben aber etwas mehr gegeben (12%. ca). Abgabe in einem Kuvert in eine Box quasi "pseudo-Anonym". Das finde ich OK, wenngleich man den Betrag schon "veratmen" muss. Mehr quasi zu verlangen finde ich auch schon frech. Bei Sea Saba war eher so kommuniziert "wenn ihr mit uns zufrieden seid, dann würden wir uns über Trinkgeld von !0% oder mehr freuen".

Diese Strategie dem Personal nur einen Schmarrn zu bezahlen und dafür militant hohes Trinkgeld zu fordern - weil die Leute ja soo arm sind - grenzt an Anstiftung zum Steuerbetrug. Mit ein Grund, warum ich nicht in Agypten Urlaub mache...

10.09.2026 10:38
@stb, sehe ich genau wie du. Die sollen den Jungs einen fairen Lohn bezahlen, dann muss niemand um Trinkgeld kommen. Man kann ja immer noch, wenn man will, Trinkgeld zustecken.
SpaetberufenerMaster Scuba Diver
10.09.2026 11:00
Das gilt nicht nur für Tauchcrews in Ägypten. Es gibt auch in Deutschland genug Jobs bei denen mit dem Trinkgeld gerechnet wird. Dann bilden sich Spiralen: viel Trinkgeld, dann kann der Lohn niedriger sein. Wie man das aber durchbrechen soll weiß ich nicht. Wenn wir aufhören würden Trinkgeld zu geben wäre das keine Garantie dafür dass die Crews mehr verdienen.
10.09.2026 15:10
Mit dem Wissen dach ich mir einen shit storm einhandle. Es hat sich halt so eingebürgert, das der dumme Tauchtourist Trinkgeld gibt, wenn man ihn nur daran erinnert.
Ich halte es für falsch, das du bei einer Safari, dann noch 10 Prozent ontop hast. Mir geht es nicht um die Kohle, sondern ums Prinzip.
Solange wir immer brav Trinkgeld geben, wird sich nichts ändern. Bei der letzten Safari haben die Guides nur auf den Umschlag gewartet, und sofort das Boot verlassen, weil es auch noch die letzte Ausfahrt war.
10.09.2026 15:27
@ Hosenmatz: thumbup

Die obig genannten Trinkgeldsätze habe ich in der Realität (gottlob) noch nirgendwo beobachtet. Das scheint mir weit überzogen, ich bin ja nicht der Elon Musk oder der Onkel Dagobert..


Ich gebe stets 70 - 100 Euro pro Person aber nur, wenn ich zufrieden bin (für 1 Woche Safari; 50 Euro für Guides und der Rest für Crew). Wenn ich in das Trinkgeldkuvert blicke, sind wir damit stets Diejenigen, die bei Weitem am meisten Trinkgeld geben, die meisten Taucher geben deutlich weniger...


LG, Wolfgang
10.09.2026 17:14
Ich glaube wir Deutschen tun uns schwer eine Summe von 100 EUR Trinkgeld auf einmal zu geben.
Auf den Safaribooten, auf denen ich bisher in Ägypten unterwegs war, waren es i.d.R. 12 Mann Besatzung. Und jeder der 12 Mann trägt seinen Teil dazu bei, dass die Woche für mich zum Erlebnis wird. Vom Koch , über den Maschinisten, über die Guides, den Servicekräften und dem Kapitän.
Wenn ich jetzt jedem von den 12 Mann am Tag 1 Euro Trinkgeld gebe, dann sind das in der Woche auch 96 EUR bzw. 100 EUR. Das finde ich nicht zuviel und in Ordnung. Ich war dieses Jahr in Mexico. Da werden ganz andere Summen erwartet. In Amerika und Mexico hat das Thema Trinkgeld eine ganz andere Bedeutung und gehört zum Lohn. Nur da wird das absolut übertrieben. Am Flughafen eine Packung Chips gekauft und mit der Karte bezahlt. Wurde dann gefragt, ob ich 10%, 15% oder 20% Trinkgeld geben wolle. Für das kassieren der Chips. Dafür habe ich kein Verständnis.

VG Torsten
10.09.2026 22:58
Leute bitte hört auf hier den deutschen oder europäischen Maßstab anzulegen. Mal abgesehen davon, dass Trinkgeld auch in Deutschland keine Steuerhinterziehung ist.

Wieviele Leute haben die letzte Woche für Euch gearbeitet? Ja es ist ihr Job aber wenn sie ihn gut machen?

In den Staaten und von denen geprägten Ländern sind die Summen über die wir reden gar nichts. Empfinde ich auch nicht als gut und vermeide es auch wenn es geht. Die Kehrseite? Niemand der in dieser Trinkgeldkultur lebt, wird uns Deutschen wohlwollend begegnen. Warum? Ja wir sind ja als Geizkragen verschrieen.

Mir wäre eine Welt ohne verpflichtendes Trinkgeld auch lieber. Dann würde ich es wirklich rein nach Leistung geben. Allerdings wenn ich nicht zufrieden bin, gibt es schon heute keines. Üblich hin oder her.
11.09.2026 08:32
Hi. Generell reden wir im speziellen Fall über Ägypten. Ganz egal, ob ihr hier Trinkgeld gebt oder nicht, der Bootbetreiber wird seinen Angestellten nicht mehr zahlen.
Man darf nicht vergessen, dass Ägypten ein Dritte-Welt-Land ist (neudeutsch Schwellenland) und die Leute auf dem Boot meist sehr arm sind. Sie benötigen ihr Gehalt schon, um zu überleben. Mit 300 bis 400 Euro kommt man da auch nicht weit, wenn der Präsident den Staat durch gigantische Bauprojekte für die Oberschicht verschuldet.
Mein Vater (aus diesem Kulturkreis) hatte mich gebeten, die Menschen mit viel Bakschisch zu unterstützen, daher gebe ich gerne großzügig.
Aber natürlich soll jeder machen, was er möchte und auch finanziell kann.
11.09.2026 09:12
Sehe bei den 100-150€ in Ägypten auch nicht das Problem, wenn zwischen Guides und Crew unterschieden wird, bekommen die Guides von mir deutlich weniger, sie haben ja eh die angenehmsten Jobs, das beste Gehalt und sind in der Regel nur zu zweit, während der Crew Tip durch 10 oder mehr geteilt wird..
Bei deutlich hochpreisigeren Safaris sehe ich aber 10%+X auch nicht ein, es soll ja eine nette Zugabe für besonders guten Service sein und kein Ersatzlohn.
Ob ich mich dann mit "nur" 300 € auf Galapagos unbeliebt mache oder nicht ist mir dann letztendlich auch egal.
SchaffelAOWD/Solo-Diver
20.09.2026 12:54

Generell sollte Trinkgeld aus meiner Sicht ein Feedback für die geleistete Arbeit während des Aufenthalts sein.

Ich gehe nach der Faustregel "pro Mann an Bord täglich den Wert eines Getränks" - ganz oft reden wir dann von rund einem Euro pro Tag und Nase - und da ist ein Hunderter pro Woche recht schnell zusammen.

Weniger gebe ich nur, wenn ich unzufrieden war - gottseidank kommt das nicht so häufig vor - wenn ich besonders zufrieden war, auch mal mehr.

Für Ägypten ist das in der Regel okay - für den amerikanischen Raum ist es zu wenig, hier wird sehr viel mehr verlangt, meist in Relation zum Reisepreis.
Das sehe ich als überhöht - bei entsprechendem Verhältnis Gäste/Besatzung verdienen dann die Leute an Bord mehr als ich - das kann es aus meiner Sicht nicht sein.

Ja, ich gebe in diesen Ländern dann auch mehr - aber auch nur, wenn ich wirklich zufrieden war.

LG Schaffel

20.09.2026 16:18
um mal Schaffels Gedanken zu unterfüttern hab ich ne typische Tour mit den US 10% durchgerechnet -> da komm ich auf 750 USD/Woche pro Crewmitglied, das ist gerne mal ein durchschnittliches Monatseinkommen
20.09.2026 17:51Geändert von derUlukai,
20.09.2026 17:53
Ja ist bei den nordamerikanischen Veranstaltern schon der Wahnsinn.

Ist jetzt nicht tauchbezogen, aber ich hab Ende Februar den Kilimandscharo erklommen und danach eine dreiwöchige organisierte Ostafrikatour gemacht.
Für den Kilimandscharo werden pro Teilnehmer etwa 250-350usd Trinkgeld erwartet. Wir waren zu viert und hatten insgesamt 15 Guides und porters die teilweise extremste körperliche Schwerstarbeit dabei geleistet haben. Die Summe wurde dann ortsüblich vom headguide aufgeteilt, der sich natürlich den mit Abstand größten Betrag gönnte, die normalen Porter sind am Ende bei glaub ich 15 Dollar pro Tag gelandet, zuzüglich zu ihren 25usd Lohn (soll auch Anbieter geben, die noch schlechter oder garnichts zahlen..). Ich hab dann nochmal etwa 15dollar extra für jeden separat dazu gegeben.
Bei der darauf folgenden Safaritour eines kanadischen Anbieters hingegen hingen die beiden Guides den größten Teil der Zeit mit uns im klimatisierten Bus ab und erzählten ab und an mal ein paar Geschichtchen zu der Gegend, halfen vielleicht Mal beim Zeltaufbau oder kochen. Aber ganz wichtig war beim ersten Briefing und auch gleich als erste Nachricht in der WhatsAppgruppe ein Bild mit den recommended tippings von 5 usd pro Tag und Teilnehmer je Guide ("it's just a recommendation you can always give more!").. auch das Mal durchgerechnet auf im Schnitt 20 Teilnehmer gab etwa 3000usd Tips pro Guide im Monat, zzgl seinem Gehalt, und das bei ostafrikanischen Lebenshaltungskosten und einem sehr entspannten Job. Da haben die Relationen aber sowas von überhaupt nicht mehr gepasst für mich und ich habe sehr deutlich unterhalb der recommendationa getippt. Aber alle anderen mit denen ich gesprochen habe, haben es gezahlt, es sei ja anscheinend so üblich und gehöre sich so.. nun denn.
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