Och Heiko, bekanntermaßen ist ja nur betroffen, wer auch getroffen ist und da scheine ich bei Dir ja mitten ins Schwarze getroffen zu haben.
Ja, der Horizon hört nicht auf fröhlich seine 35l Gas zu fördern. Dennoch schließt ein BOV mechanisch gegen den Loop und das Gas entweicht über ZWEI! Überdruckventile. Die Aussage „sonst hätte ich Lauge geatmet…“ ist daher falsch. DU hattest Angst, dass das eventuell passieren KÖNNTE, ok, die kann ich Dir nicht nehmen und der Umstieg auf eine OC System ist ja auch nicht verkehrt, im Video stellst Du aber eben eine Behauptung auf, die eben so nicht richtig ist, DEINEN! Grund komplett auszusteigen erwähnst Du nicht.
Hier behauptest Du, der Hersteller habe ein schlecht durchdachtes Gerät auf den Markt gebracht. Steile These! Ich muss halt immer schauen, für welchen Anwendungsfall und welche Zielgruppe ist das Gerät gebaut. Genau vor diesem Hintergrund macht das Gerät einiges richtig, im Gegensatz zu einem „richtigen“ Rebreather schaffst Du es nämlich kaum, dich mit dem Gerät umzubringen. Das „bläst“ dich zu jeder Zeit mit so viel, in jedem Fall atembaren, Gas zu, das in dieser Hinsicht kaum etwas schief gehen kann. Dein Fehler? Nicht der Umstand, dass Du OC gegangen bist, aber die Aussage im Video!
Du schreibst die Deckel seien nicht dicht, im Video weist Du auf Undichtigkeiten zwischen Deckel und O-Ring hin, hier schriebst Du es lag nicht an den O-Ringen. Was denn nun? Die Aussage die Deckel seien nicht dicht würde einen schweren Produktionsmangel am Deckel bedeuten. Dann dürfte man aber immer noch davon ausgehen, die Deckel DEINES! Horizon sind undicht. Wären generell alle Deckel undicht und läge daher ein grundsätzlicher konstruktiver Mangel vor, hätte es ganz sicher inzwischen einen Rückruf gegeben. Denn in dem Fall würden ja regelmäßig alle Horizon aufgrund von Wassereinbruch absaufen und es hätte ebenso sicher auch schon eine ganze Reihe ernster Unfälle gegeben. Dem ist aber eben nicht so.
Nehmen wir weiter an, die Deckel wären aufgrund eines konstruktiven Mangels nicht dichtend auf dem Scrubberbehälter zu montieren, nehmen wir weiterhin an, das von Dir gezeigte Spiel des Scrubber in der oberen Aufnahme sei konstruktionsbedingt von Beginn an vorhanden. Dann stellt sich mir schon die Frage, wie kann man denn als erfahrener Rebitaucher mit einem Gerät das nicht dicht ist ins Wasser steigen? Nehmen wir an, diese konstruktiven Fehler bestünden von Anfang an, wie war es dann möglich vorher unfallfreie Tauchgänge zu machen? Nehmen wir an, diese Fehler seien konstruktiv bedingt, warum legt man das Gerät dann nicht einfach dem Händler auf den Tisch und reklamiert massive sicherheitsrelevante Gerätefehler?
Wenn sich eine Konstruktion in einem tausendfach verkauften und tausendfach getauchten Rebreather bewährt hat, heißt das nicht, und das habe ich auch nicht geschrieben, dass dies die allein selig machende und genau richtige Konstruktion ist. Es darf aber mit Sicherheit angenommen werden, dass diese Konstruktion genau so grundsätzlich funktioniert. Wenn es dann bei DIR nicht funktioniert, kann man eben schon mal schauen, warum klappt es tausendfach bei anderen, warum bei mir nicht?
Ansonsten empfehle ich einen kurzen Blick in diesen Link: https://www.revo-germany.de/revo-rebreather/22-warum-ein-revo/56-4-wasserfallen-neu.html
Also nur so, bevor Du wieder schreibst ich wüsste nicht worüber ich schreibe.