Tauchen ist ein schöner, aber auch ein gefährlicher Sport. Um Dir auch die Gefahren dieses Sports aufzuzeigen, gibt es die Tauchunfallseite, auf der aktuelle Tauchunfälle aus der ganzen Welt aufgezeigt werden.

Sharkwater-Produzent Rob Stewart nach Wracktauchgang auf Islamorada vermisst 31.1.

Der durch die Doku "SharkWater" bekannte Rob Stewart wird nach einem Nachttauchgang Dienstag abend in den Florida Keys vermisst.

Aktuell sucht die Küstenwache und andere Einheiten nach ihm.

Am Ende eines Wracktauchgangs tauchte die aus 4 Tauchern bestehende Gruppe auf. Nachdem das Boot drehen musste, um Stewart aufzunehmen, war dieser nicht mehr an der Oberfläche auszumachen.

Quelle: http://www.cbc.ca/news/canada/toronto/rob-stewart-missing-1.3961210

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Geo Tags: USA, Florida, Islamorada
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04.02.2017 01:35

Rob Stewart ist tot.

Wie der "Miami Herold" berichtet wurde seine Leiche in 250 Meter Tiefe und 300 Meter abseits der Auftauchstelle gefunden.

Am Ende eines Wracktauchgangs tauchte die aus 4 Tauchern bestehende Gruppe auf. Nachdem das Boot drehen musste, um Stewart aufzunehmen, war dieser nicht mehr an der Oberfläche auszumachen.

RIP Rod

Quelle: http://www.miamiherald.com/news/local/community/florida-keys/article130649199.html

04.02.2017 18:25

Der Richtigkeit halber: Stewart wurde in einer Tiefe von 220 Fuß, was 67m entspricht und ca. 300 Fuß (gute 90m) entfernt von seinem letzten bekannten Standort gefunden.

SelindaCMAS*
07.02.2017 12:48

Er wurde in 65 Metern Tiefe gefunden! Während die Crew sich um den Buddy von Rob kümmerte, dem es nicht gut ging, verschwand Rob von der Oberfläche........ 

07.02.2017 13:22

Ich habe mal versucht, mich im Dickicht der Pressemeldungen durchzulesen um heraus zu bekommen, was an Fakten erreichbar ist. Zunächst klingen die deutschsprachigen Zeitungsmeldungen sehr ähnlich im Text. Das lässt darauf schließen, dass hier die Meldung aufgrund der Bekanntheit der Person interessant war aber im Wesentlichen nur Agenturmeldungen übernommen wurden.  Bei Spiegel-Online wird auf einen Artikel eines Outdoor-Magazins verwiesen „https://www.outsideonline.com/2154621/rob-stewart-obituary  .

Die Mitarbeiter dieses Magazins haben offenbar in der Sache recherchiert.  Aber auch hier bleiben offene Fragen. Nach deren Recherche ergibt sich eine Chronologie der Ereignisse. Die Journalisten berufen sich dabei auf Facebook-Seiten, die zwischenzeitlich gelöscht wurden.

Danach hat Rob Stewart am 19.12.2016 auf Facebook die Suche nach einem Rebreather für ein Vorhaben ab Mitte Januar für einige 300ft (ca. 100 m)Tauchgänge gesucht. In diesem Zusammenhang scheint er Kontakt zu einer Tauchbasis/Tauchgeschäft in Ft. Lauderdale geknüpft zu haben.   Diese Basis hat ihn am 27.1.2017 nach einem  Tri-Mix-Kurs zertifiziert.

Unklar an dieser Stelle ist, ob Rob Steward absoluter Neuling als Rebreather-Taucher war und quasi in einer „Hau-Ruck-Aktion“ vom Anfänger bis zum Tri-Mix-CCR geschult wurde.

Am 31.1.2017 ist dann der tragische Unfall geschehen. An diesem 31.1.2017 war als Buddy auch sein Tauchlehrer dabei. Am 31.1.2017 haben er und sein TL 3 Tauchgänge tiefer al 60 Meter durchgeführt. Es wird in diesem Zusammenhang auch berichtet, dass es Stewarts überhaupt ersten Tauchgänge in so großer Tiefe waren. Als Fakt wird beschrieben, dass das Team beim letzten, also dem dritten TG aus 4 Tauchern bestand. Sein TL und er waren zum Ende des TG an die Oberfläche zurückgekehrt und hatten das OK-Zeichen gegeben. Wo die anderen beiden waren besagt der Artikel nicht. Einig ist man sich auch darüber, dass der TL als erster an Bord ging und dann ohnmächtig wurde. Während sich die Crew um den Mann kümmerte gehen die Informationen darüber auseinander, was mit Rob Stewart geschah.

Einerseits wird berichtet, dass sich die Crew um den Verunfallten TL kümmerte. Als sie sich wieder zu Rob Stewart umsahen, war dieser verschwunden. Die andere Variante, die berichtet wird besagt, dass Er beim Besteigen des Boot von der Leiter zurück in Wasser gefallen und sofort unter gegangen ist. Ein Crewmitglied soll sofort in Wasser gesprungen sein, ihn aber nicht gefunden haben.

Dass ein paar Tage später der Leichnam gefunden und geborgen wurde ist bekannt. Die Ursachen nicht.

Mehr habe ich dazu nicht gefunden. Da der Bericht Lücken aufweist, verbleibt großer Spielraum für Spekulationen, zumal in vielen Berichten das Stichwort „Rebreather“ und keine „Erfahrung“ verwendet werden.

Fakt ist:

Keiner der „Umstehenden“ weiß, welche Vorausbildung und Erfahrung Rob Stewart als Rebreather-Taucher hatte. Daher sind hier auch Spekulationen unangebracht.

Als Tri-Mix-Taucher wurde er erst vier Tage vor dem Unfall zertifiziert. Hier darf zu Recht davon ausgegangen werden, dass dieser Ausbildungsgang frisch war und zum Zeitpunkt des Unfalls wenig Erfahrung vorlag. Er war allerdings in Begleitung deines TL´s, der ihn ja auch während seinen Ausbildungstauchgängen in dieser Tiefe und auch am 31.1.2017 begleitet hat.

Fakt ist allerdings auch, dass er mit relativ wenig Erfahrung an einem Tag DREI anspruchsvolle Tri-Mix-Tauchgänge durchgeführt hat. Da die Unfallursache aber bisher nicht geklärt ist, sollte man hier mit Spekulationen vorsichtig sein. Es gibt viele mögliche Ursachen. Vielleicht erfahren wir ja in den kommenden Tagen das Ergebnis der Obduktion und weitere Klarheit.

24.02.2017 11:20

Ich habe mal aktuell die Presselandschaft auf eine weitere Berichterstattung durchgesehen.

Die Florida Key´s News (FLKEYSNEWS) berichteten am 17.02.2017 weiter über den Tauchunfall von Rob Stewart.

Zuständig für die Untersuchung des Falls sei der U.S. Coast Guard Investigative Service. Nach Aussage des Monroe County Medical Examiner Dr. Thomas Beaver befinde man sich in einer komplexen Untersuchung. Die Untersuchung des Falls könnte noch Monate dauern.

Auf einer Pressekonferenz der US Coast Guard vom 23.2.2017 wurden keine neuen Erkenntnisse berichtet.

Mehrere Medien berichteten in den letzten Tagen in Artikeln über die Trauerzeremonie für Rob Stewart

nandersenIANTD CCR
07.03.2017 22:49Geändert von nandersen,
09.03.2017 14:05

In der RB Datenbank taucht dieser Unfall nun auf.

Als Ursache wird der für die CE Zertifizierung zugrundeliegende EN Standard verantwortlich gemacht, somit dann natürlich auch das Gerät.

Auch hier wird berichtet der TL sei bei Verlassen des Wassers bewußtlos geworden und Rob von der Wasseroberfläche wieder verschwunden.

Dies läßt den Schluß zu, daß

1. Rob keinen Auftrieb hergestellt hat nach dem Auftauchen

2. Möglicherwiese ein identischer Umstand beiden Tauchern zum Problem wurde.

Falls es eine offizielle Untersuchung gibt, und Jemand hierauf Zugriff erlangt, würde ich mich über eine PN freuen.

nandersenIANTD CCR
03.04.2017 10:24

Minor Update zu dem Fall Stewart:

Es wurde zu diesem tragischen Unfall mittlerweile die rechtliche Seite betrachtet, eine Anklage gegen die Betreiber von Addhelium eingereicht, der nun zunächst stattgegeben werden muß.

Im Prinzip gibt es was die öffentliche Recherche angeht den obigen Ausführungen von trialrider kaum Nennenswertes hinzuzufügen.

nandersenIANTD CCR
01.09.2017 01:24

Major Updates zu diesem Fall:

Keysreporter berichtet in seinem Artikel vom 7. August von der erfolgten Obduktion. Hierzu sei anzumerken, daß der zuständige Gerichtsmediziner Dr. Thomas Beaver aufgrund des Vorwurfes inofffizieller Verstrickungen den Obduktionsbericht nicht veröffentlichen will.

Mir liegt eine Kopie vor, per PN sende ich gern eine Privatkopie- sie ist auf den Nachrichtenportalen nicht mehr verfügbar.

Im Großen und Ganzen kommt die Untersuchung des Leichnams und der Ausrüstung zu folgendem Ergebnis:

---

1) Das Bailout enthielt 18% CO2 über Toleranz

2) DIL war noch befüllt

3) O2 war entleert (Anm.d.Übs.: Das CMF Ventil würde den Behälter bis zur Bergung entleert haben)

4) Das Mundstück des Loops war geöffnet

5) Die im Computer programmierten Gradientenfaktoren waren 90/90

6) Beide Computer waren mit einem fHe 20% programmiert

7) DIL und der eingesetzte Liftbag wurden einer Gasanalyse unterzogen. Beide lagen bei einem fHe von etwa 50%, fO2 wurde mit 10% analysiert. (Anm.d.Übs. woraus sich ein Tx10/50 ergibt)

....

10) (...) die (auf den fehlerhaft programmierten Gasen) Computer zeigten keine Dekoverletzung an

11) Die Auftauchgeschwindigkeiten waren oberhalb Standards

12) Die schnelle gleichförmige Sinkgeschwindigkeit (nach dem unfreiwilligen abtauchen) ließen keine Selbstrettung erkennen.

Der Gerichtsmediziner geht in seiner These nun davon aus, daß der TL keine DCS erlitten hätte und O2 Gabe seinen Zustand rasch besserten ließe darauf schließen, daß es dem Opfer ebenso erging. Daher geht er von Hypoxie als Grundursache der Bewußtlosigkeit aus und attestiert Unfalltod durch Ertrinken.

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Meiner persönlichen Ansicht nach muß man in dieser Angelegenheit den enormen Öffentlichkeitsdruck in dieser Sache etwas distanziert betrachten. Faktisch ist es sehr ungewöhnlich daß Taucher auf derart anspruchsvollen Wiederholungstauchgängen ihre Computer 'austricksen' und mit falschen Gaseinträgen und einem GF90/90 eine völlig verfälschte Berechnungsgrundlage zu einem TG verwenden.

Ebenso eigenartig ist der enorm hohe CO2 Anteil im Bailout. Geht man davon aus RS habe keine Gelegenheit gehabt es zu nutzen (Offenes Mundstück) spielt diese Tatsache jedoch eine untergeordnete Rolle.

Als erwiesen sehen sowohl NEDU als auch alle von mir bisher gesichteten Berichte die Unfallmechanik 'Auftauchen, Bewußtseinsverlust, Gasverlust aus Loop mit Verlust der pos. Tarierung, Ertrinken' als Unfallmechanik.

Als persönliches Fazit stelle ich für mich fest, daß sowohl der obligatorische O2-flush zu TG-Ende auf 6m als auch das sofortige Herstellen pos. Tarierung mittels Anzug/Jacket diesen Unfall ggf. hätten verhindern oder zumindest abmildern können und werde in Zukunft hierauf besondere Sorgfalt anwenden.

01.09.2017 11:10

IANTD hat inzwischen den TL (Peter Sotis) für zwei Jahre suspendiert, weswegen er jetzt IANTD verklagt.  Die Klageschrift enthält auch noch Infos zum Unfallhergang, sowie den Schriftverkehr mit IANTD.  Siehe: sotis-vs-iantd-pdf.421629/

chrisfussIANTD TMX Instructor
13.09.2017 18:10

Da ja der Öffentlichkeitsdruck schon genannt wurde noch ein paar Fakten die zum Druck der Oeffentlichkteit auf Peter Sotis beitragen:

Peter wurde in der Vergangenheit wg bewaffneten Raubueberfalls zu 5 Jahren Haft im Bundesgefaengniss verurteilt

Das FBI ermittelt gegen ADD Helium (Peter ist Gruender und Teilhaber) wegen der Faelschung von Zulassungsdokumenten fuer Carbon Tauchflaschen.

Das FBI ermittelt gegen ADD Helium wg, entgegen des durch die Behoerden zuvor ausdruecklich untersagen Verkauf von Ausfuhrbeschraenkten Artikeln an mutmassliche Lybische Terroristen. Sowohl die Zahlung der Lybier als auch dier Versandten Artikel wurden von den Behoerden beschlagnahmt.

Peters Partner in Kaizen Ltd. der Holding von unter anderem Add Helium und Rebreatherworld, hat seine Anteile in Bar von den Konten der Firmen abgehoben, das Geld auf ein gerichtilliches Treuhandkonto eingezahlt und Peter Sotis wg. obiger Vorfaelle wg. geschaeftschadeigen Verhalten verklakt. Mehrfache Antraege von Peter Sotis, das Geld an die Firmen zurueck zu fuehren wurden durch das Gericht abgelehnt.

Gegen Peter Sotis wurde bereits 2015 Insolvenzverfahren eroeffnet und Insolvenzverwalter bestellt.

Auf der IANTD Meldung zum Vorfall sind alle Angaben zu Gasen mit "?" beantwortet, Peter gibt also an, dass er weder seine noch Robs Gase kannte.

Alles nachlesbar 

https://www.browardclerk.org/Web2/CaseSearch/Details/?caseid=OTcyNTE5OQ==-3FqBZmJJ9hc=&caseNum=CACE17013936&category=CV

https://www.open-public-records.com/court/florida-15003857.htm

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