Tauchen ist ein schöner, aber auch ein gefährlicher Sport. Um Dir auch die Gefahren dieses Sports aufzuzeigen, gibt es die Tauchunfallseite, auf der aktuelle Tauchunfälle aus der ganzen Welt aufgezeigt werden.

Österreichische Taucherin in Indonesien tödlich verletzt 23.4.

Eine 35jährige Taucherin aus Österreich ist am Montag vor der Insel Nusa Lembogan beim Auftauchen von einem Boot schwer verletzt worden. Sie starb wenige Stunden später im Krankenhaus.

Die Taucherin war von einem Boot aus zum Tauchen aufgebrochen. Als sich der Tauchgang dem Ende neigte setzte sie eine Boje, um ihrem Boot ihre Position zu signalisieren. Als das Boot die Taucherin aufnehmen wollte, näherte sich ein zweites Boot und verletzte die Taucherin mit dem Propeller.

Der Kapitän des Bootes wurde festgenommen.

Quelle: http://www.nachrichten.at/nachrichten/chronik/OEsterreicherin-beim-Tauchen-in-Indonesien-toedlich-verletzt;art58,2879487

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Geo Tags: Indonesien, Bali, Nusa Lembongan
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25.04.2018 12:00
Dieser Unfall zeigt auf tragische Weise wie wichtig es ist, sich nicht darauf zu verlassen , dass man durch das setzen der Boje gesehen wird, sondern beim Auftauchen immer auch das Geschehen an der Oberfläche zu beobachten.
Also wie beim OWD gelernt: nach oben schauen und einen Arm nach oben strecken.
kwolf140614413-1; Nitrox**
25.04.2018 19:12
Arm als Schutz vor einem Propeller nach oben strecken, ist, wie die Aktentasche über den Kopf halten bei einem Atombombenangriff...

Schrauben hört man. Und man bleibt solange weit unten, oder geht wieder runter, bis man das Boot sieht, seine Position, Kurs und Verhalten beurteilen kann. Wenn der Skipper so dämlich ist, die Boje mit zu reißen, hatte man hoffentlich vorher die Leine nur locker und weg vom Körper gehalten...
DonPedrotaucht autonom
25.04.2018 20:35
Und mit erhobenen Arm haltest ein Schnellboot auf ?
Überlegst Du bevor du so einen Schwachsinn schreibst ?

Das war ein tragischer Zwischenfall eines "blinden" Bootsführers.
26.04.2018 00:39
Ja, ich überlege...dass nämlich die Überlebenschancen, wenn die Schrauben den Arm treffen gegenüber des Kopfes ungleich grösser sind. Die Verletzung wäre natürlich immer noch fatal und sicherlich ohne sofortige Hilfe auch lebensgefährlich. Wenns allerdings den Kopf trifft, hast Du gar keine Chance mehr...

Zudem schrieb ich als wichtigsten Punkt, sich nicht darauf zu verlassen gesehen zu werden, sondern selbst darauf zu achten was an der Oberfläche los ist. Dann kann ich Geräusche und Schatten einordnen und mein Verhalten anpassen.
Daher ist es ja so wichtig nach oben zu sehen! Um eben gegebenenfalls unten bleiben zu können bis das Boot weg ist oder etwas entfernt auftauchen zu können.
Das war das Hauptanliegen meines Posts.

26.04.2018 00:51
Zudem hatte ich das Strecken des Armes nach oben weniger als Schutz vor dem Boot gesehen, als viel mehr auch als eine Unterstützung die Aufmerksamkeit hin zur Oberfläche zu lenken statt auf den Tauchcomputer, das Spool oder anderes.

DiverTomPADI OWSI
26.04.2018 11:38
@wkolf1406: Du weisst aber schon, dass der Schall UW sich anders Verhält als Geräusche an der Oberfläche? "Man geht runter bis man das Boot sieht, seine Position..." Ist wohl als Scherz gedacht? Wie soll der/die Taucher/in dann das Boot sehen? Mit einem Periskop?

Wäre schön, erst zu denken und nicht gleich in die Tasten zu hauen.....

Der Unfall ist leider tragisch genug
mario-diverRD,EAN<40,Deep, SRD, UW/Schiffsarchäologie I (VDST),
26.04.2018 16:05
Ich lese den Artikel so:
Das Tauchboot der dann Verunfallten hatte ihre Boje gesehen und war wohl ziemlich nah dran, sie aufzunehmen. Sie wurde von dem 2.ten Boot am Kopf getroffen, war also unmittelbar unterhalb der Oberfläche oder bereits aufgetaucht.
Ohne natürlich die Situation vor Ort kennen zu können,
Aber:
Mal Hand aufs Herz, wie oft ist es einem jeden passiert in der Auftauchphase, gerade auch, wenn die Boje mal nicht optimal befüllt wurde, dass sie nicht durchgehend richtig auf Zug ist, an der Oberfläche abknickt oder auch nur zT rausschaut; oder wenn man bereits an der Oberfläche ist, sein Tauchboot auf sich zukommen sieht und dabei die Boje nicht mehr "stramm" aufrecht hält, sie ggf. als Schwimmhilfe quer vor sich hat? Lokalisiert man -konzentriert auf "sein" herannahendes Boot- wirklich jedes weitere Schraubengeräusch? Klar sollte man sich auch umschauen...aber gegen Unachtsamkeit, auch als Augenblicksversagen beschrieben, ist wohl keiner gefeit, weder Taucher noch Bootsführer.

Beispielhaft dazu Februar 2018, Riffe vor Cozumel/Mexico:
An manchen Tagen/Zeiten kreuzten mehr als 20 Boote/Schiffe am Riff, um ihre jeweilige Gruppe nach den Drift-Dives wiederzufinden/aufzunehmen. Dichtes beisammenbleiben der Gruppe mit möglichst 2-3 hochgereckten Bojen war usus, um nicht über den Haufen geschrammelt zu werden....hat bei uns auch immer geklappt....war bei manchmal kabbeliger See aber ganz und gar nicht ohne.

Die Weisheiten des Aulostomos werden dem tragischen Unglück leider gar nicht gerecht. Insbesondere ist die Verortung von Schraubengeräuschen nur auf wirklich kurze Distanzen ungefähr möglich, hat man gerade den Kopf über Wasser, Wind pfeift, Wellen wabbern, Buddies quatschen schon, evtl. gar mit Kopfhaube, dann hört man von annahenden Booten oft gar nichts.

gr3yw0lflife is better in fins
26.04.2018 16:12
@DiverTom

ich denke, was kwolf meinte, war "bis man das boot von unten sieht"....
alles andere wäre eher sinnlos......
moeAOWD 140TG
26.04.2018 18:28
Ich lese den Bericht auch so, dass die Verunfallte bereits aufgetaucht war und kurz vor der Aufnahme durch ihr „eigenes“ Boot stand und dabei von einem anderen Boot verletzt wurde
kwolf140614413-1; Nitrox**
26.04.2018 22:37
@ DiverTom, wenn” man das Boot dann sieht, ist Konjunktiv, denn die Sichtverhältnisse können schlecht sein. Es ging ums Auftauchen, da ist man unter Wasser. Die Schallrichtung kann man unter Wasser nicht wahrnehmen. Deshalb bleibe man unter Wasser und schaue nach oben. Ich kann in Urlaubsgebieten gegen Ende des Tauchgangs Boote in meiner Nähe meist von unten sehen.

Meine Erwiderung bezog sich auf den falschen allgemeinen Ratschlag von Aulostomus, zum Auftauchen eines Gerätetauchers. Diese tauchen dagegen auf den letzten Metern in waagrechter Haltung langsam auf. Nur Schnorchler, die schnell auftauchen, nehmen den Arm hoch - nicht wegen möglicher Bootspropeller, sondern wegen möglicher Schwimmer oder Hindernisse. Das beschriebene Unglück ließ sich leider nicht mit der einen oder anderen Taktik der Taucherin verhindern, als sie bereits an der Oberfläche in ihr still liegendes Boot steigen wollte und ein fremdes Boot sie unter vorheriger Mißachtung aller Regeln dabei über den Haufen fuhr.
MySig... Hit and Run ...
27.04.2018 09:48
Wir waren letztes Jahr auf Zakynthos. Da sind auch sehr viele Cowboys unterwegs... vor allem Leute ohne Bootsschein und absolut OHNE Ahnung wie man sich richtig verhält wenn man eine "Tauchflagge" sieht. Nicht nur einmal ist ein Boot mit Höllentempo über uns weggepfiffen obwohl unser Tauchboot gleich in der Nähe war und dort eigentlich "Sperrzone" hätte sein sollen.

Lösung: Wir sind immer an der Ankerkette bzw. ganz nah am Felsen aufgetaucht. Selbst wenn es eine "fremde" Ankerkette war. Ist immer noch besser als direkt vor einem Cowboy aufzutauchen. Das Pfeifen der Schrauben unter Wasser hören hilft dir genau Nüsse wenn das Boot mit Highspeed daherfliegt.

Auf Bojen kannst du dich auch nicht verlassen (Grund wurde bereits oben erklärt). Wenn die Boje auf dem Wasser liegt bringt sie nichts. Am ehesten noch Arm gestreckt vorraus. Das wäre für mich aber persönlich die zweite Variante wenn keine Ankerkette in der Nähe ist. Zuerst Ankerkette suchen.
alexacemanPADI Staff OWSI EFRI IT
18.05.2018 15:47
Hab auch schon in Indonesien getaucht ist mir auch oft passiert, dass sehr oft SMS Signalboje ignoriert wird und mit höllentempo dran oder drüber vorbei

Ich nutze dieses Beispiel um meinen Schülern zu erklären, daß die SMB allein nicht vertrauen sollen UND klar arm nach oben nicht um sich vor dem Boot zu wehren sondern um darauf zu achten was um einem herum passiert, hört man was
Abwärts und warten
kwolf140614413-1; Nitrox**
22.05.2018 00:36
Ich krieg’ den Arm aber nicht nach oben...
MiLieAOWD
08.07.2018 18:00

das Boot hat sie am Kopf verletzt, hätte sie den Arm oben gehabt hätte das Boot sie am Arm und Kopf verletzt.

Arm hoch hilft bei laufender Schraube absolut nichts.

ich schaue auch kurz vor auftauchen nach Booten, aber wenn ich bei 2 oder 3m meinen Rundblick mache, heißt das nicht, dass bei 20cm auch kein Boot da ist. Wenn dort viel Bootsverkehr war, waren die Mootorgesäusche wahrscheinlich ständig vorhanden.

01.10.2018 21:32
Hallo Leute,
bin auf Bunaken / Nord Sulawesi Anfang des Jahres gewesen.


wir waren das einzigste Tauchboot unter unzähligen Booten mit Chinesen in Schwimmwesten.
Die Bootsführer dieser asiatischen Touristen fuhren Kreuz und Quer durch die Schwimmer.
Hatten sie ihre Gäste wieder an Bord, wurde mit Vollgas abgefahen.

Ich bin Gast in einem 3. Weltland. Ich kann die nicht belehren, sondern muss alles erdenkliche dafür tun um meinen Tauchgang sicher zu beenden. Denn ich möchte doch gerne gesund und unversehrt nach Hause kommen.

Eine Sicherheitsgarantie gibt es nirgendwo. Es liegt doch bei jedem einzelnem für seine eigene Sicherheit zu sorgen.

In diesem Sinne,
taucht immer wieder auf ... ... ...
11.03.2019 21:40
Ich war in Thailand Tauchen, oben in der Bucht bei Patthja (scheußlich da, war aber eingeladen). Der Guide sagte, man darf niemals eine Boje setzen, bevor man oben ist. Die Cowboys auf den Jetski nehmen die Bojen als Zielmarkierung und donnern genau daraf zu. Wenn man oben ist und dann setzt, fahren sie vorei.
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