Alles was nicht direkt zu den obigen Foren passt, findet hier Platz. Also Fragen zu den Verbänden, Vereinen, oder einfach allem was generell tauchspezifisch ist oder sonst einen Bezug zum Taucher.Net hat.
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Stefan G.PADI RD
28.08.2019 08:27
Und Kessel 3 würde bleiben?
Das wäre schlimm, ist so schon gnadenlos überfüllt an schönen Sommertagen.
Und überhaupt alternativlos in dieser Region.
Gerade jetzt bei der Dürre, viele Seen werden immer flacher und die Wasserqualität sinkt, da ist Löbejün immer ein Garant für schönes tauchen.
Muca76Padi OWD + Nitrox
28.08.2019 08:32
Erledigt!
IvoryAOWD
28.08.2019 09:54
Done.
28.08.2019 11:39
Wie sind denn die Erfolgsaussichten einer solchen Petition zu bewerten, kennt sich da jemand aus? Immerhin ist der Steinbruch in Privatbesitz und wurde wahrscheinlich auch von privater Hand künstlich geschaffen. Auf welcher Grundlage kann man da ein öffentliches Nutzungsrecht erstreiten? Das wäre ja eine Teilenteignung mit der Begründung "ich tauche dort so gerne". Das Argument finde ich etwas zu dünn dafür.
Morgan0815CMAS **
28.08.2019 13:14Geändert von Morgan0815,
28.08.2019 13:14
Wäre schon schade wenn Kessel 1 und 2 wegfallen. Mich intererssiert ja eher die Frage nach dem Warum. Auf der Facebook Seite war bei den Kommentaren zu lesen, dass wohl unerlaubt Wasser abgepumpt wurde. Zu den Details des "Warum" schweigt man sich aber aus, nur das eine anderweitige Nutzung nicht angedacht ist war dort noch zu lesen.
IvoryAOWD
28.08.2019 15:10
Die frage ist doch, welche Schritte ein Mandatsträger einleitet, wenn er durch die Petition auf den besonderen Wert der Seen für den örtlichen Tourismus aufmerksam gemacht wird. Enteignen ist keine Alternative, aber die öffentliche Hand kann natürlich dem Eigentümer ein Kaufangebot machen. Wenn dieser keine andere Nutzung vorsieht wird er ja ein Motiiv haben, den Pachtvertrag (Einnahmequelle) nicht zu verlängern. Sofern dieses nicht "ich hasse Taucher" heißt, sollte er beim Thema Geld sicher ien offenes Ohr haben. Ich hoffe jedenfalls dass die Nummer erfolg hat, war noch nie dort, würde aber gerne mal irgendwann.
28.08.2019 20:32
Solange die Gründe für die Kündigung unbekannt sind steht doch auch nicht fest ob eine weitere Verpachtung und Nutzung als Tauchgewässer ausgeschlossen sind.
Eine Petition als Druckmittel gegen einen Eigentümer um eine bestimmte Nutzungsart durchzusetzen erscheint mir nicht unbedingt zielführend.
Was wenn die Kündigung nur dem derzeitigen Pächtergilt?
Ich weiß nix weiß einer mehr?
nandersenIANTD CCR
28.08.2019 20:43
Privatrechtlich hat eine Petition sicher keine rechtliche Relevanz- jedoch wäre es doch optimal wenn die zuständige Stelle zumindest einen Wink bekäme, daß ein gewisses öffentliches Interesse vorliegt. Vielleicht ändert es nichts- vielleicht hilft es aber auch einem Betreiber eine wackelige Finanzierung zu festigen. Wer weiss...
28.08.2019 21:37

Moin,

Fakt ist das die Kessel 1+2 zum Jahresende zurück in die Hände des Eigentümers fallen sollen. Ob durch Kündigung (des Pachtvertrages, was nicht so einfach ist) oder durch Auslaufen ist vorerst unklar. Das Tauchen soll damit nicht mehr möglich sein.

Als Begründung wird versteckt auf der Facebookseite das unerlaubte Abpumpen von Wasser angegeben. Wer abgepumpt hat ist unklar.

Ebenso, ob auch die Kletterer dadurch ihr Nutzungsrecht verlieren (müssen sich bei Herrn Diersch bzw. seinen Mitarbeitenden anmelden). Auf deren Website ist dieses Thema derzeit nicht aktuell

Das lässt viel Raum für Spekulationen. Auch die, die Canelupos in seiner/ihrer Frage zum Ausdruck brachte. Oder: Warum unterstützen so wenig Menschen aus der Region / Sachsen Anhalt diese Petition? Haben die kein Interesse an der Erhaltung?

Ich habe heute morgen/Vormittag bei der Petitionsopenerin bezüglich der Begründung angefragt um mir ein klareres Bild verschaffen zu können. Bisher habe ich keine Antwort erhalten.

LG

Martin319216Bunt ist das Dasein und granatenstark!
28.08.2019 22:08
Petition ist nett um Aufmerksamkeit zu schüren! Das war es dann aber auch schon. Letztlich kann der Eigentümer damit machen was er möchte.
Wir haben hier oben im Norden einen ähnlichen Fall. Durch eine Erbschaft hat der Erbe einen See bekommen. Die teilweise Nutzung einer Insel durch den ansässigen Golfclub, einem Angelverein und einem Campingplatz ist dem Eigentümer ein Dorn im Auge gewesen. Nach 3 Jahren und vielen Klagen war das Thema durch. Letztlich hat das Gericht bestätigt, dass der Eigentümer jegliches Recht auf seiner Seite hat.
Nur der Campingplatz ist derzeit noch in Betrieb. Dort hatte der Eigentümer die Pacht stillschweigend für 5 Jahre angenommen. Das läuft nun aber auch aus. Danach haben wir einen schönen See in der Nachbarschaft den keiner mehr nutzen kann.
29.08.2019 07:31
Info der Petitionsinitiatorin und aktuelle Mitbetreiberin der Tauch basis Jana auf meine Anfrage

Kessel 3 gehört Ihnen inzwischen und würde eventuell im Negativfall Basis einer kleineren Basis werden.

Kessel 1 und 2 wurde ihnen gekündigt.

Gründe die zur Auflösung des langjährigen Vertrages führten wurden (natürlich) nicht genannt.
Auslaufende Verträge kann man natürlich erneuern wenn es attraktiv erscheint.
Das in der Petition beschriebene öffentliche Interesse deckt sich in diesem Fall auch mit dem privat wirtschaftlichem wogegen ja nix zu sagen ist.
Morgan0815CMAS **
29.08.2019 07:59
Die Petition wurde gestern aktualisiert. Es wurde nun auch die Gründe mit angegeben. Der Besitzer hat in unmittelbarer Nähe noch einen Steinbruch aus dem aktiv abegebaut wird. Als Auflage hat er bekommen die Schotterwege zu wässern damit es nicht zu großen Staubentwicklungen kommt. Das haben die wohl mit Wasser aus Kessel 1 und 2 gemacht. Das ist wohl verboten und jemand hat den Besitzer bei den Behörden angeschwärzt.
29.08.2019 08:52Geändert von caneslupos,
29.08.2019 09:41
Dem Pächter wird auf dem von ihm gepachteten Gelände vom Verpächter illegal Wasser entnommen und deshalb wird dem Pächter jetzt gekündigt.

Bitte klärt mich auf.
Ich verstehe den Zusammenhang nicht.

Wäre Crowdfunding und Kaufangebot für Kessel 1 und 2 nicht die aussichtsreicher Alternative statt Petition?
29.08.2019 09:36

Vielen Dank für die Info Morgan0815!

Daraus erschließt sich mir nun folgendes Szenario:

Der Besitzer hat die Nutzungsrechte von Kessel 1+2 an Herrn Dietsch/Taucherkessel auf eine bestimmte Zeit verpachtet.

Damit hat der Eigentümer (außer bei Verletzungen von Vereinbarungen wie Pflege des Grundstückes) für die Vereinbarte Zeit kein „Zugriffsrecht“.

Dieses hat der Eigentümer verletzt in dem er wie es heißt unerlaubt, also ohne Zustimmung des Pächters und eigennützig zur Bewässerung von Zufahrtsstraßen Wasser (in vermutlich nicht ganz unerheblichen Maße) in einer nicht genannten Zeitspanne abgepumpt hat.

Herrn Diersch sieht durch das Abpumpen (nicht zu unrecht) nicht nur seine Existenzgrundlage gefährdet, sondern auch seine Rechte als Pächter verletzt.

Nur wird es spekulativ aber der Interessenskonflikt liegt für mich auf der Hand:

Über diesen Sachverhalt kam es zu Unstimmigkeiten zwischen Pächter und Eigentümer und zum „anschwärzen“.

(@ Caneslupos) Darauf hin ist der Eigentümer nicht mehr gewillt den Pachtvertrag über den 31.12.2019 zu verlängern. Ich kann nirgendwo lesen das es eine Kündigung ist, außer in Dettis Text zum TO.

Die Natursteine Gmbh ist mutmaßlich ein wichtiger Arbeitgeber mit entsprechendem Einfluss in der Region. Vielleicht deshalb die geringe Unterstützung aus dem direkten Umfeld (Stand jetzt 4% von den nötigen 8100 zum Quorum)?

Wie gesagt, reine Spekulation.

Ich hatte schon geahnt das hier irgendwas ganz gewaltig zum Himmel schreit...



LG

29.08.2019 09:48
@Gabs
Genauso sehe ich es auch!
Das hieße aber auch dass die Nutzung als Tauchgewässer mit einem anderen Pächter gar nicht ausgeschlossen wäre.
29.08.2019 09:50
Wenn bis dahin nicht das Wasser bis unter die Schmerzgrenze abgepummt ist....

LG
29.08.2019 10:21
@Gabs Worüber Taucher doch ganz sicher in der Vergangenheit berichtet hätten?
29.08.2019 11:52

Moin Canelupos,
wann und wie viel abgepumpt wurde ist natürlich unklar. Aber um Zufahrtswege zu „entstauben“ braucht es schon einen ganze Menge. Ich kann mir gut vorstellen, dass dies mit größtmöglicher „Unauffälligkeit“ geschehen ist. Jetzt ist es aufgedeckt und öffentlich gemacht.

Es wurde nicht gesagt, dass eine „Unterlassung angeregt“ oder von „offizieller Seite“ ausgesprochen wurde. Folglich ist es fraglich ob und wie viel Wasser bis zum Pachtende weiterhin abgepumpt werden wird. Schlüssig ist für mich allerdings das Interesse des Eigentümers mit Hilfe des „kostenfrei“ zur Verfügung stehendem Wasser an anderer Stelle Abbau betreiben zu können.

Spätestens wenn der Pachtvertrag ausgelaufen ist, kann der Eigentümer abpumpen wie er will. Für wie lange? Ggf. bis so wenig „Nass“ zur Verfügung steht, das sich abpumpen nicht mehr lohnt bzw. möglich ist.

Das kann noch eine ganze Weile dauern - oder auch schneller gehen als ich mir das vorstellen mag. Ich kann mir derzeit aber LEIDER beim besten Willen nicht vorstellen das es „zeitnah“ zu einer Neuverpachtung kommen wird.

https://geomin.de/unternehmen/

LG



Stefan G.PADI RD
29.08.2019 13:37
Ich habe mal nachgeschaut, Kessel 1 hatte mal 21 Meter maximale Tiefe. War viele Jahre ein verlässlicher Wert an der tiefsten Stelle nähe Pumpenhaus.
Letztes WE waren es nur noch 18 Meter. Ich war bei Ankunft schon sehr erschrocken über die fehlenden 3 Meter Wasser.
Die Flachbereiche mit Wasserpflanzen liegen komlett trocken, wertvolle Rückzugsgebiete für Fischbrut und Jungfisch sind verloren.
Das ist nicht allein durch die Dürre zu erklären, allerdings habe ich auch nie einen Absaugschlauch gesehen.
Die Petition habe ich unterstützt, allerdings sehe ich wenig Chancen durch diese.
An dem Eigentümer hängen sicher mehr Arbeitsplätze dran, als an der "Tauchindustrie".
IvoryAOWD
29.08.2019 13:42
So hatte ich die aktuallisierte Petition auch gelesen. Würde für mich bedeuten, es war letztlich der Schuss ins eigene Knie. Hätte man das Abpumpen tolleriert und bei zu starker Beinträchtigung vlt. noch über eine Pachtreduzierung verhandelt, hätte der Vertrag vielleicht verlängert werden können. Es ist ja nicht so, dass es das ganze Jahr über erforderlich ist zu bewässern. Und auch die Trockenperiode endet irgendwann (hoffentlich). Aus Sicht des Verpächters absolut nachvollziehbar. Nachvollziehbar aber auch, wenn man ihm anbietet, die Verträge zu verlängern, wobei er das Wasser jederzeit abpumpen darf und im Gegenzug ab einem bestimmten Pegel je Kessel die Pacht für diesen ausgesetzt wird, so wäre das für Ihn nach wie vor wirtschaftlich. Das wäre ein - möglicher Weise - tragbarer Kompromiss.
29.08.2019 18:51
Drei Meter, das ist schon eine ganze Menge....

Normaler Weise gehöre ich zun denen die sagen das Glas ist halb voll, aber hier mutmaße ich auch das mit méinem mehr an diplomatischem Geschick zumindest einer er beiden Kessel über den 31.12.2019 hinaus mittelfristig für den Tauchsport hätte erhalten werden können...

Schade.

LG
29.08.2019 19:44
... der noch-Pächter ist nicht dafür bekannt, dass sein Schwerpunkt auf diplomatischem Geschick oder zumindest rudimentären Ansätzen von Höflichkeit liegt...
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