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QRMMSD, Full Cave

Erfahrungsstufen beim Tauchen

Hallo zusammen

Bei Ärzten kennt man vier sehr typische Erfahrungsstufen, die sich im Laufe des Berufslebens nacheinander einstellen:

1. Level, berechtigte Unsicherheit: Alles ist neu, man kennt die Technik und die Verfahren noch nicht und ist dementsprechend (berechtigt) unsicher.

2. Level, unberechtigte Sicherheit: Man hat sich mit der Technik und den Verfahren vertraut gemacht. Alles erscheint sehr einfach und man verfällt dem Irrglauben, sicher zu sein und Probleme beherrschen zu können.

3. Level, unberechtigte Unsicherheit: Man hat inzwischen mehr Erfahrungen gesammelt und hat neue Herausforderungen oder auch schon kritische Situationen erlebt. Man wird sich vieler Gefahren bewusst, die man zuvor noch nicht kannte. Obwohl man eigentlich das Können hätte, stellt sich wieder ein Gefühl der (unberechtigten) Unsicherheit ein.

4. Level, berechtigte Sicherheit: Man ist sich der Gefahren - aber auch des eigenen Könnens und der eigenen Erfahrung bewusst. Im Wissen, auch mit kritischen Situationen umgehen zu können, hat man nun das Gefühl der berechtigten Sicherheit.

Wie seht ihr das, lässt sich das auch so aufs Tauchen übertragen? Ich finde schon, dass man diese vier Erfahrungsstufen (nicht mit Brevets zu verwechseln) auch bei Tauchern findet.

Ich bin sehr auf eure Meinung gespannt!
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23.11.2010 15:30
kann man so machen wobei die meisten nach der OWD Ausbildung sofort im Level 2 sind und dieser wird auch von der großen Masse der Taucher nie verlassen, da man meist an geführten Urlaubstauchgängen teilnimmt.

Level 3-4 kann man nur über (bemerkte) Fehler in Eigenverantwortung erreichen.

Gruß,
D3
ramklovApnoeTL, TL**
23.11.2010 15:47
Ja dem stimme ich zu, auch dem was D3 geschrieben hat.

Die Voraussetzungen, "mehr Erfahrungen" "neue Herausforderungen" "kritische Situationen", des Level 3 fordern ja fast zwangsläufig, dass man eigenständig lerning by doing betreibt, also eigenverantwortlich - z.B. im Buddyteam - tauchen geht. Also das, was hier häufg dem Anfänger empfohlen wird, regelmäßig tauchen zu gehen.

Gruß ramklov
23.11.2010 17:41
Das scheint generell so zu sein bei allen Tätigkeiten.
Nur Vorsicht bei Level 4. Sich zu sicher zu sein, ist auch nicht gut.
» Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein. (Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916) « und
„Wichtig ist, dass man nie aufhört zu fragen...“ Albert Einstein
Dunkervorhanden
23.11.2010 18:45
@ barbram: Zustimmung!

Als Steigerung gibt es dann nur noch Level 5:

"Sichere Unberechenbarkeit"

= Level-4-Inhaber, die z.B. meinen, auch unter Alkohol noch alles zu können...

D.
23.11.2010 19:02
Denke auch, daß das prinzipiell für alle "neuen" Tätigkeiten gilt.

Und die Ausprägung, Intensität und Dauer der einzelnen Level ergeben sich letztendlich aus dem Zusammenhang zwischen den gemachten Erfahrungen im fortschreitenden Werdegang der Tätigkeit und dem Charakter des Ausübenden !

Also Alles wie immer und überall . . .
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23.11.2010 19:03
1: sieht glücklich aus
2: trägt schwarze Maske
3: hat lange Hose an
4: hat Stahlplatte im Kreuz
so etwa?
EuregiotaucherTaucher i.R.
23.11.2010 22:09
Im Prinzip erreicht der Taucher doch mit jedem "Tauchgang" ein neues Level .. ein Taucher der regelmässig Tauchen geht und sich um sein Hobby kümmert hat recht schnell ein gewisses "Erfahrungslevel" erreicht.

Zumindest in den Gewässern in denen er viel taucht. So behaupte ich einmal ganz frech das ein Taucher der viel in Baggerseen seiner Heimat taucht hier schnell ein echter Tauchcrack ist der aber im fernen Ägypten bei einem Bootstauchgang den er nach 200 Tauchgängen macht als "Anfänger" einzustufen wäre.

Anderrum ist der Warmwasser Ägyptentaucher - der dort 200 Tauchgänge gemacht hat wahrscheinlich geschockt in welcher Brühe der Baggerlochtaucher mit einer Sicht von 4 - 5 Metern unterwegs ist.

Ägypten - und Baggerloch Taucher lernen jedoch mit jedem Tauchgang in dem jeweilig "neuen" Wasser hinzu - sofern sie das wollen.

Pauschal zu sagen ier hat der Taucher dieses Level erreicht und da hat er dann das Level erreicht empfinde ich als ...ich will nicht Blödsinn sagen - aber ein besseres Wort fällt mir grad nicht ein ... also ist nicht böse gemeint.

Denn es gibt ja Taucher die nach dem 0-8-fuffzehn Prinzip iihren 1000 Tauchgang durchgezogen haben - aber einen Kompasskurs der von ihrer "wohlfühl route" abweicht nicht annährend gebacken bekommen.

Frei nach dem Motto: Erkläre einem Doofen das er Doof ist.

Die Levels wären natürlich sehr angebracht wenn jeder ein gewisses Verständnis für das Tauchen hat. Aber allein die Unterschiede beim Tauchen in verschiedenen Ländern sind ja streckenweise recht enorm.

Ich überlege grade wie man "Russenschubsen" im Baggersee organisiert.

Hinzu kommt natürlich bei oben genannten Level 2 und 3 das es Menschen gibt die zu beeinflussen sind.

Ich schlage als Tauchgruppenführer etwas vor - von dem ich meine das könnte der Tauchgruppe Spass machen. Die Mehrheit ist dafür - einer ist dabei den der Gedanke an diesen Tauchgang schon Kopfschmerzen bereitet - aber der sich denkt: WIRD SCHON WERDEN ... und trotz bedenken taucht er einen Tauchgang mit. Unberechtigte Sicherheit - wird schon werden. Letzten Endes besteht hier natürlich die Gefahr von Fehlern - oder gar Panik - und das nur weil der Mensch ein Rudeltier ist und nicht immer unbedingt in der Lage seine "Bedenken" zu äussen. Denn dann könnte er ja "von oben herab" beäugelt werden.

ich habe nun gar keine Ahnung welche Kriterien ein Doc erfüllen muss um seine erste Hirn OP - oder Herz OP - oder von mir aus auch seine erste Glasscherbe aus der Wunde operieren zu dürfen. Ich muss gestehen das ich immer mit fertigen Docs zu tun hatte und mich der Werdegang Doctore nie wirklich interessiert hat - bis grade - ich werd mich also mal bei Doktor OP schlau machen.

Dazu kommt das meiner Meinung nach der Übergang von Level 3 auf Level 4 sehr schleichend ist - aber auch von Tauchgang zu Tauchgang auch wieder zurück wechseln kann. Denn der Level 4 Taucher fühlt sich plötzlich nicht wirklich wohl und geht dennoch - entgegen besseres Wissen mit dem Level 2 oder besser noch Level 1 Taucher ins Wasser schon allein um diesem den Tauchgang nicht zu versauen.
(Denn er weiß ja auch um seine Anfänge)

Und schon geschieht irgendwas - das er eventuell mit Links und abblasendem Regler gekonnt hätte während er die rechte Flosse verliert und sich in der linken Flosse ein Hai festgebissen hat.

Und das bekommt er mit einer funktionierenden und sehr guten Ausrüstung nicht hin weil er einfach nach dem Streit mit seiner Frau am Vormittag mit den Gedanken woanders ist und recht schräg drauf ist.

Also auch Doktoren machen Fehler bewusst und unbewusst - Willkommen in Wegberg - es kommt nur darauf an wie fatal die Situation grade ist.

Denn auch der Level 4 Taucher - oder auch von mir aus der Level 12 Taucher lernt mit jedem Tauchgang hinzu - wie auch der Autofahrer bei jeder Fahrt lernen kann - und der Doc bei jeder OP.


23.11.2010 22:32
finde Euregios Antwort beschreibt`s sehr gut [btw irgendwie tue ich mich immer noch schwer "up" zu verwenden wenn ich `was gut finde - aber nen "gut" smiley gibt`s ja leider nicht ] : es gibt keine fixen Erfahrungsstufen sondern Erfahrungsstufen für bestimmte Bedingungen.
Und diese können auch bei von außen gleich aussehend sich noch deutlich unterscheiden (wenn`s halt grad im Taucher schiefhängt)
o.j.TL **; IAC- MI; DCSI
24.11.2010 08:38
Euregio, super Beitrag und das mit dem Dazulernen kann ich voll unterstreichen.
KormoranEN 14153-2
24.11.2010 10:20
@ faraway: Genau so!

@Euregio: Russenschubsen im Baggerteich geht so:

http://www.jochen-schweizer.de/geschenkidee/tauchkurs-see,default,pd.html
GerbsCMAS** (*** folgt)
24.11.2010 11:33
Ich kenne die 4 Stufen so:

1. Stufe - Unwissende Unwissenheit.
"Kenn ich nicht, kann aber nicht so schwer sein, oder?"

2. Stufe - Wissende Unwissenheit.
"Hab`s mir angeschaut. KBSA wie das gehen soll! Es gibt jemand der`s kann?!?!?"

3. Stufe - Wissendes Wissen
"Ist schwierig, aber mit Anstrengungen machbar!"

4. Stufe - Unwissendes Wissen
"Ist doch einfach. Mach ich 3x vor dem Frühstück. Täglich. Ohne Kaffee!"

Der unterschied zwischen dem übergang zur Stufe 3 und zur 4 ist eigentlich einfach zu beschreiben: "Der Amateur übt bis er/sie/es es richtig machen kann. Der Profi übt bis er/sie/es es nicht mehr falsch machen kann."

Gerbs
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