Betriff Unfallforum Unfall durch Pressfluftflasche / Insel Vis -H
Da es jetzt mehr in die Richtung Ausrüstungsfragen geht, denke ich ist das hier besser aufgehoben als im Unfallforum.
Mantel schrieb im Unfallforum:
Antwort von Mantel-T am 27.09.2010 - 11:52
@Taucherladen-online
Jetzt muss ich einfach nachfragen.
Was sind dass denn für Flaschen, die solches Gewinde R3/4" haben?
Wie kann man sich dagegen schützen, sowas in die Finger zu bekommen?
Woran erkennt man das bsw. im Verleih?
Bislang kannte ich nur Versionen -konisches Kleingewinde (läuft aus) - M26x2 -M25x2
Der Strand der Unwissenheit wird zunehmend länger bei Grössenzunahme der Insel meines
Wissens!!!
LG
Mantel-T
Also es ist so, dass in Europa verkaufte Flaschen Gewinde nach den DIN-Normen haben, dies sind die bekannten groß und kleinkonischen Varianten und das jetzt übliche Gewinde M25X2 mit den einzelnen Varianten der Abdichtung, was schon wieder ein eigenes Thema in Bezug auf falsche Ventil-Flaschenkombination wäre.
Flaschen mit R3/4" Gewinde wurden im Bereich der EU zwar nie verkauft, aber es haben doch ein paar dieser Exoten den Weg über den großen Teich geschafft und kamen so bei uns in den Umlauf.
Das fatale dabei, ein M25X2 Ventil lässt sich da ohne weiteres rein schrauben, das Einzige was dem Schrauber dabei eigentlich auffallen sollte ist, das etwas große Spiel, sprich das Ventil kann man bevor es festgezogen wurde relativ weit hin und her wackeln. Und eben aus diesem überhöten Spiel und den zudem nicht zueinander passenden Flankenwinkeln der Gewinde ergibt sich die ungenügende Festigkeit der Verbindung, die unter Umständen auch zu dem besagten Unfall geführt haben könnte.
Wobei es ja jetzt auch nur eine Vermutung von mir ist, dass eine solche Kombination zum Unfall geführt haben könnte !!! Will da keine Gerüchte in die Welt setzen !!!
Wenn die Untersuchungen abgeschlossen sind, werden wir dazu ja dann vielleicht mehr erfahren, mal abwarten.
Wie man es erkennen kann, im Normalfall ist die Gewindeart in die Flasche eingeschlagen und auch am Ventil sollte die Angabe über das Gewinde leicht zu finden sein. Meist eingestanzt oder eingelasert.
Gab da im Unfallforum auch die Anmerkung, dass dann wenn dem so ist die Prüfstelle hierbei eine Mitschuld trägt, das kommt aber darauf an, ob die Flaschen überhaupt mit den Ventilen zur Prüfstelle gegangen sind. Weiß ja nicht wie das in Kroatien gehandhabt wird, aber bei uns ist es normal so, dass der Tauchshop in dem man die Flasche zur Prüfung abgibt die Ventilmontage übernimmt und die Prüfstelle die Ventile meist gar nicht zu Augen bekommt.
Viele Grüße
Gerhard
Mantel schrieb im Unfallforum:
Antwort von Mantel-T am 27.09.2010 - 11:52
@Taucherladen-online
Jetzt muss ich einfach nachfragen.
Was sind dass denn für Flaschen, die solches Gewinde R3/4" haben?
Wie kann man sich dagegen schützen, sowas in die Finger zu bekommen?
Woran erkennt man das bsw. im Verleih?
Bislang kannte ich nur Versionen -konisches Kleingewinde (läuft aus) - M26x2 -M25x2
Der Strand der Unwissenheit wird zunehmend länger bei Grössenzunahme der Insel meines
Wissens!!!
LG
Mantel-T
Also es ist so, dass in Europa verkaufte Flaschen Gewinde nach den DIN-Normen haben, dies sind die bekannten groß und kleinkonischen Varianten und das jetzt übliche Gewinde M25X2 mit den einzelnen Varianten der Abdichtung, was schon wieder ein eigenes Thema in Bezug auf falsche Ventil-Flaschenkombination wäre.
Flaschen mit R3/4" Gewinde wurden im Bereich der EU zwar nie verkauft, aber es haben doch ein paar dieser Exoten den Weg über den großen Teich geschafft und kamen so bei uns in den Umlauf.
Das fatale dabei, ein M25X2 Ventil lässt sich da ohne weiteres rein schrauben, das Einzige was dem Schrauber dabei eigentlich auffallen sollte ist, das etwas große Spiel, sprich das Ventil kann man bevor es festgezogen wurde relativ weit hin und her wackeln. Und eben aus diesem überhöten Spiel und den zudem nicht zueinander passenden Flankenwinkeln der Gewinde ergibt sich die ungenügende Festigkeit der Verbindung, die unter Umständen auch zu dem besagten Unfall geführt haben könnte.
Wobei es ja jetzt auch nur eine Vermutung von mir ist, dass eine solche Kombination zum Unfall geführt haben könnte !!! Will da keine Gerüchte in die Welt setzen !!!
Wenn die Untersuchungen abgeschlossen sind, werden wir dazu ja dann vielleicht mehr erfahren, mal abwarten.
Wie man es erkennen kann, im Normalfall ist die Gewindeart in die Flasche eingeschlagen und auch am Ventil sollte die Angabe über das Gewinde leicht zu finden sein. Meist eingestanzt oder eingelasert.
Gab da im Unfallforum auch die Anmerkung, dass dann wenn dem so ist die Prüfstelle hierbei eine Mitschuld trägt, das kommt aber darauf an, ob die Flaschen überhaupt mit den Ventilen zur Prüfstelle gegangen sind. Weiß ja nicht wie das in Kroatien gehandhabt wird, aber bei uns ist es normal so, dass der Tauchshop in dem man die Flasche zur Prüfung abgibt die Ventilmontage übernimmt und die Prüfstelle die Ventile meist gar nicht zu Augen bekommt.
Viele Grüße
Gerhard