Ab wann ist ein Tauchgang ein Tauchgang - oder: Warum Tauchgangsanzahl und nicht Stunden?
nachdem ich beim Stöbern im Internet über ein öffentlich zugängliches Logbuch gestolpert bin, in dem "Tauchgänge" mit knapp 3 bis knapp 5m Tauchtiefe und vor allem 4-13min als solche ausgewiesen wurden, stellte sich mir mal wieder die Frage: Welchen Wert hat heute noch die Aussage: Taucher A hat X Tauchgänge?
Als ich vor einigen Jahren im Ausland meine Tauchausbildung genießen durfte, hieß es noch: Weniger als 5m Tiefe und weniger als 15min sind kein Tauchgang, das sollte man dann gar nicht im Logbuch eintragen - alle Ausbildungstauchgänge dauerten sowieso bis Flasche bei 50bar => der kürzeste war bei mir 33min. Das waren zumindest noch Mindeststandards...
Ich weiß aus Rettungstaucherkreisen, dass dort oftmals Tauchstunden geloggt werden und nicht die Anzahl der Tauchgänge. Warum hat sich in Sporttaucherkreisen so sehr die Tauchgangsanzahl als Erfahrungskriterium durchgesetzt? Bei Piloten wird ja auch die Flugstundenzahl geloggt und evtl. die Anzahl an Starts und Landungen.
Generell hätte man doch über die Tauchstunden einen viel besseren Vergleichsmaßstab - es ist in meinen Augen schon ein gewaltiger Unterschied, ob ein Taucher mit 100 Tauchgängen 30 oder 100 Stunden unter Wasser verbracht hat.
Ich für meinen Teil werde mir vor diesem Hintergrund bei unbekannten Tauchbuddies mal wieder etwas ausführlicher deren Logbücher zu Gemüte führen...
Was meint ihr dazu!? Wünsche eine angeregte Diskussion!
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