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Narvik, NORDIC-Dive

8 Bewertungen
Anfahrt / Anreise:
Eigene Anreise mit PKW durch Schweden oder Norwegen Mit dem Flugzeug von Deutschland nach Oslo und weiter nach Evenes/Harstad www.norwegian.no www.sas.no
Örtlichkeit / Einstieg:
Wasser:
Salzwasser
Erreichbarkeit:
Beides möglich
Max. Tiefe:
alles
Schwierigkeit:
Für Profis
Tauchgangstyp:
Wrack-TGStrömungs-TGHöhlen-TGBergseetauchgang
Nächste Füllmöglichkeit:
Mobile Basis von Norway-Team-Frank Offersoy-Feriesenter evtl. Feuerwehr evtl. örtliche Tauchklubs
Tauchregulierung:
Kilbotn nur mit Tauchgenehmigung nicht im Hafenbereich, in der Nähe einer Lachszucht, Militärgebiet
Nächster Notruf / Kammer:
Ambulance 113 Militärbasis Ramsund
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Nachdem wir uns im Jahr 2009 bei einer kleinen Ex ...

Nachdem wir uns im Jahr 2009 bei einer kleinen Expedition nach Scapa Flow, einigen Hinterlassenschaften aus dem I.WK widmeten, war es das Ziel unserer diesjährigen Tour, einige Überbleibsel aus dem II.WK zu erkunden. Unser Ziel befand sich im hohen Norden. Die Tour führte uns nach Narvik, eine Hafenstadt nördlich des Polarkreises in Norwegen. Man kann sich fragen, was es damals so Wichtiges gab, daß diese kleine Stadt in den Brennpunkt deutscher Interessen gelangte. Ein Blick in die Karte und ein paar Kenntnisse der Historie führen schnell zur Erklärung. Unweit der Hafenstadt befinden sich auf schwedischem Territorium große Eisenerzlagerstätten. Um den Nachschub für diesen leidvollen Krieg zu gewährleisten, besetzten deutsche Truppen in der Unternehmung „Weserübung“ das Gebiet um Narvik, dem Verladehafen für das Erz. Dabei stießen sie aber auf den Widerstand britischen Streitkräfte und norwegischer Truppen, so daß diese Auseinandersetzung eher zu Ungunsten der deutschen Flottenverbände ausfiel. Nur durch den Abzug der britischen Schiffe konnte die Hoheit über das Gebiet erlangt werden, allerdings um den Preis einiger Verluste an Menschen und Material. Auf die Einzelheiten der versenkten Schiffe will ich nicht weiter eingehen, da diese in den vorherigen Beiträgen schon erläutert wurden. Vielmehr will ich etwas über Vorbereitung und Organisation der Reise schreiben.
Da man bei der Planung auf keine kommerzielle Unterstützung vor Ort bauen kann, war es ein Angebot des Unternehmens NORDIC-DIVE & NATURE, welches die Reise ermöglichte. Die beiden Betreiber, Frank und Andre, haben die notwendige Erfahrung und auch die nötigen Beziehungen, die man zur Planung der Tour haben sollte. Es ist gar nicht so einfach, in der touristisch wenig erschlossenen Region im Norden von Skandinavien ein Boot zu organisieren, welches zum Tauchen geeignet ist, die Füllogistik zu organisieren und die Unterkünfte zu reservieren.
Unsere Anreise erfolgt mit dem Flugzeug, da wir keine Lust auf mehr als 3000km Autofahren (einfache Strecke) hatten. Die Flüge zu buchen war dabei unsere Aufgabe, dank diverser Internetanbieter aber kein Problem. Der Flug von Frankfurt a. M. nach Evenes kostete ca. 360€ plus 50€ für das Tauchgepäck. Dadurch ist es allerdings nicht möglich, die komplette Tauchausrüstung mitzunehmen, aber auch da kann NORDIC-DIVE & NATURE helfen. Mit einer D10 und einer Stage als Leihausrüstung, waren wir in der Lage auch anspruchsvollere Tauchgänge zu realisieren. Alternativ können eigene Flaschen durch NORDIC-DIVE & NATURE transportiert werden.
Untergebracht war unser Team in einigen der typischen Ferienhäuser im Norden, kein Luxus aber alles vorhanden was man braucht. Wenn ich hier von einem Team schreibe, so ist dies auch so gemeint. Anfallende Arbeiten wurden von der gesamten Mannschaft erledigt, so daß die Tauchlogistik, Essenszubereitung etc. nicht zur Last wurden. Getaucht wurde zwei Mal am Tag. Einstiege erfolgten vom Boot aus oder auch von Land, wobei diese nicht immer einfach waren. Die Tauchprofile sind typische Rechteckprofile, beim Wracktauchen nicht ungewöhnlich. Sehr von Vorteil war bei einigen Wracks die Möglichkeit zur Dekompression mit einer Stage EAN50. Dadurch konnten wir etwas mehr Grundzeit an den Wracks verbringen, was sich auch lohnte. Die Wracks selbst sind in einem dem Alter entsprechenden sehr guten Zustand, was sicherlich auch an der geringen Zahl der besuchenden Taucher liegt. Um nicht nur die Wracks in Narvik selbst zu betauchen, hatte NORDIC-DIVE & NATURE drei verschiedene Unterkünfte organisiert. Bei den Fahrten dahin, immerhin waren es 2500km vor Ort, konnten wir auch die Landschaft in Norden Norwegens etwas kennenlernen. Unserem Zeitmanagement kam zu Gute, dass die Reisezeit in die Mittsommernachtsphase fiel, Dunkel wurde es nie. Eine merkwürdige Erfahrung für uns. Einer der vielen Höhepunkte war sicherlich auch der Tauchgang im Trollfjord, einem der Wahrzeichen im Norden Norwegens. Möglich wurde dies durch einen zweitätigen Törn mit einem Basisschiff, der M/S Sjøblomsten.
Um ein Resümee zu ziehen: dieser Tauchurlaub war sicherlich einer derjenigen, den ich nicht so schnell vergessen werde. Gerade die betauchten Wracks sind mir als sehr authentisch in Erinnerung geblieben.
Vielen Dank nochmals an NORDIC-DIVE & NATURE von Frank und Andre für Organisation und Durchführung.
Wer also einmal selbst die Wracks in Hohen Norden erkunden will, sollte sich auf jeden Fall einmal mit den Beiden unterhalten, zum Beispiel bei einem Besuch auf der Boot 2012.
Weitere Infos findet man auch im Internet unter www.nordic-dive.com.
Thomas T, Darmstadt


Trollfjord

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NARVIK – Der große Wrackfriedhof von NorwegenWie ...

NARVIK – Der große Wrackfriedhof von Norwegen


Wie schon in den vergangenen Jahren, stand im Juni 2011 wieder eine 10 tägige Nordnorwegen-Tour an. NORDIC-DIVE & NATURE (die mobile Tauchbasis von NORWAY-TEAM-FRANK/Dive&Adventure) betreute die Gäste vor Ort. Alles war im Vorfeld geplant und organisiert

Am Freitagabend kamen die Gäste per Flugzeug am Airport Evenes/Harstad an. Erste Station war Narvik, wo wir für 4 Tage unseren Ausgangspunkt hatten. Am Abend, beim Begrüßungsbier, es war so 23.30 Uhr, saßen wir draußen bei 24Grad Celsius – ja, 24 Grad, Helligkeit, Sonne und keine Wolken am Himmel. Diese Wetter sollte uns 10 Tage begleiten. Der Zeitplan wurde abgestimmt und dann konnte es losgehen.

Narvik war 1940 der Schauplatz zweier Seeschlachten, wo am Ende div. Schiffe versenkt wurden. Heute kann man die Wracks von 4 dt. Zerstörern, 4 Erzfrachtern, 2 Flugzeugen betauchen. Eine Sondergenehmigung ist erforderlich, die aber generell erteilt wird.
In der weiteren Umgebung (zwischen 1-3 Std. Autofahrt) findet man ein U-Boot, Dampfer, Frachter, Vorpostenboot und vieles mehr.

Diese Region ist so weitläufig, dass man dort 3-5 Monate verbringen kann, um die Geschehnisse der Vergangenheit zu suchen, zu besichtigen und zu betauchen.

NARVIK – Immer wieder eine Tauchreise wert !

Eingewöhnungstauchgänge von Land
Mit dem Trocki im Kaltwasser zu tauchen, dass haben schon viele Taucher im Logbuch zu stehen. Mit der Ausrüstung einen kleinen Fußmarsch zum Wrack „Herrmann Künne“, anrödeln und dann bei Ebbe über Steine klettern und den Tauchgang starten, dass haben aber wenige hinter sich. Alles lief optimal und nun können wir zum Hartvikvatn den Tag mit einem TG an der JU-52 beenden. Der See hatte durch die spät einsetzende Schneeschmelze Hochwasser, d.h. 1,5m über Normal. Das erschwerte dann beim durchqueren eines Baches zwar ein wenig den Rückweg, dafür war der Hinweg einfach – nur zum See mit der Strömung treiben lassen. 3 Grad Wassertemperatur, 25 Grad Aussentemperatur, dass konnte den Tauchern nicht wirklich etwas anhaben. Abschlussgrillen mit der Bergkulisse dieser Gegend, ließen diesen Tag viel zu schnell vergehen und die ersten Eindrücke wurden am Lagerfeuer ausgewertet.

Wir bereiten uns auf die TG’s im Hafen von Narvik vor. In den nächsten Tagen betauchten wir die dt. Zerstörer „Anton Schmitt u. Wilhelm Heidkamp“, die Erzfrachter „Stråssa“ und „Martha Hendrik Fisser“. Der Abschluss der Narviktauchtage war Tauchen im Rombaksbotn. Im „Tal des Todes“, so benannt nach der Versenkung von 4 dt. Zerstörern (Georg Thiele,Wolfgang Zenker, Bernd v.Arnim und Hans Lüdemann), die aufgrund Munitionsmangels keinen Ausweg sahen, durch die Besatzung ihre Schiffe aufzugeben, auf Grund zu setzen und zu sprengen. Georg Thiele liegt mit dem Bug am Land und ist heute als Mahnmal an diesen unsinnigen Krieg geblieben. An diesen Wracks herrscht Tauchverbot.

Einzige Ausnahme: die DO-26. Wir springen ins Wasser, gleiten in einer Sandbucht den Hang hinunter, miserable Sicht, nur 4-5m, na das kann ja was werden, doch plötzlich bei 20m haben wir super Sichtweiten, die uns schnell die Überreste der DO-26 ausmachen ließen. Viele Details sind gut zu erkennen und auch scharfe Munition (was in Norwegen nichts Neues ist) ist noch vorhanden. Immerhin war die Versenkung im Mai 1940.

Wir müssen weiter, der Zeitplan ruft. Nun ist Harstad unser Ziel, um TG’s am U-Boot „U-711“ und dem Wohnschiff der Besatzung „Black Watch“ durchzuführen. 2 Tage mit guten Sichtweiten, optimalen Wetterverhältnissen, sind der Garant dieser TG’s.

Was ist so Besonderes an diesen Tauchgängen? Diese Frage hört man immer wieder von den interessierten Tauchern. Als erstes sicherlich die Tatsache, dass beide Wracks noch 4 Tage vor der Kapitulation Deutschlands angegriffen und versenkt wurden. Die „Black Watch“ wurde Opfer mehrerer Bombentreffer und liegt heute beschädigt unter Wasser. Doch 100m Länge wollen erstmal abgetaucht werden.
Nun aber der wichtige Tauchgang: ein fast intaktes deutsches U-Boot des 2.Weltkrieges, dass in einer betauchbaren Tiefe (50-55m), lässt jedes Herz eines Wracktauchers höher schlagen. Ein anspruchsvoller Tauchgang, der nicht für jeden Taucher geeignet ist. Es sind fast 50m Abstieg am Seil, es wird dunkler, du siehst Nichts und dann plötzlich sind die Konturen des Turmes erkennbar. Es geht los zum Bug, 360 Grad Wende und zum Heck, nun wieder zum Turm und dann der lange Aufstieg mit den Dekostops.
An der Oberfläche fangen die Tauchpartner sofort an den TG auszuwerten und man hört immer wieder „hast du das gesehen“, „konntest du dies erkennen“ usw. usw.

2 Tage gehen schnell vorbei und die Gruppe wollte weiter bleiben. Leider war es nicht möglich, denn ein Safarischiff war gechartert und es waren Sightseeing und Tauchen die nächsten Programmpunkte. 2 Tage mit einem Safarischiff unterwegs, d.h. heißt dann auf kleinem Raum wohnen und auf gutes Wetter hoffen. Natürlich war der Wettergott uns wohlgesonnen, so dass die Fahrt zum Raftsund, Tauchen am Hurtigrutendampfer „Nordstjernen“ und die Weiterfahrt zum Trollfjord mit einem Tauchgang, zu einem unvergesslichen Erlebnis wurden. Übernachtungen auf dem Schiff, bei Top-Wetter Fahrt durch Raftsund, vor der gigantischen Kulisse der Bergwelt der Lofoten und die Mitternachtssonne beobachten, runden diese Tage ab.

Letzte Stationen einer 10 tägigen Wrack-Rundreise sind Svolvær (Wrack „Siw-Aina“) und die Bucht von Gratangen (Wrack „Dronning Maud“). Die Tauchpause bis zum Rückflug wurde mit dem Besuch des Kriegsmuseums von Narvik genutzt, wo eindrucksvoll die Geschehnisse der Vergangenheit wiedergegeben wurden.

Die Teilnehmer waren sich einig, eine eindrucksvolle Zeit, mit abwechslungsreichen Wracktauchgängen, Tauchen mit Abenteuer, Wetter von der besten Seite und eindrucksvoller Landschaft. Diese Region in Nordnorwegen ist eine Reise wert und zu empfehlen.

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Abenteuerurlaub 2009 !!?? Oder ein Traum wurde ...

Abenteuerurlaub 2009 !!?? Oder ein Traum wurde war.

Nach einem Jahr intensiver Vorbereitung und Planung ging es am 10.Juni endlich los. Von Aschaffenburg über Hamburg - Frederikshaven – Oslo – Trondheim – am Polarkreis vorbei - Narvik .

Kurz gesagt: nach 2730 km und 3 Tage Fahrzeit war es geschafft.
Angekommen in Offersøy, wo wir 10 Tage verbrachten.

In einem großen Haus mit allem was das Herz begehrte .
Mancher fragt sich nun, wie ist das Wetter gewesen?
Auf der Fahrt durchwachsen:
Regen – Sturm – und auch Sonne
Dann klarte es auf, und wir hatten von nun an sommerliche Temperaturen bis 32 Grad.

Durch die Mitternachtssonne war es vollkommen egal, wann man was machen wollte, es war ja immer hell.

Tauchen; wandern oder einfach nur die Gedanken hängen lassen und sich auf die nächsten Tauchgänge freuen .
Ja, es war traumhaft. Gute Sicht und faszinierende Wracks ( DO-26 ; Haakon Jarl ; MS Hamburg ; D/S Karmøy ; JU–52 ; Wilhelm Heitkamp ), Fischschwärme, Schweinswale, Seeadler, nichts haben wir suchen müssen. Es war einfach da.

Unsere weitere Fahrt führte uns über Saltstraumen, weiter zur Basis von Flatanger Vannsport in Höhe Namsos und zurück nach Göteborg.
Hier erlebten wir die Mitternachtssonne in einem unbeschreiblichen Farbenspiel.
Tauchgänge in absolut klarem Wasser zwischen den Skjæren und einer prächtigen Tierwelt über und unter Wasser.
Neben dem Haus, waren nicht nur Seeadler und Elche zu sehen, auch gehört diese Landspitze zu einem Naturpark für seltene Tier und Pflanzennarten.

Durch die Hilfe und Unterstützung, die wir von NORWAY-TEAM-FRANK erhalten hatten, war dies Tour nur möglich. Alleine die guten Unterkünfte und die Möglichkeit die Flaschen zu füllen , da wäre man ohne eigenen Kompressor und Ortskenntnisse aufgeschmissen .

Bei den Recherchen im Internet und Fachbüchern, stößt man immer wieder auf Seiten, die von Leuten geschrieben werden, die wohl nie dagewesen sind oder einfach sich im Kopf eine Tour zusammenträumen.
Hier wurden Wracks angeboten, die schon seit Jahrzehnten gehoben und abgewrackt sind.
Was soll so was, frage ich mich da nur.

Nochmals vielen Dank auch an die Taucher, die uns mit realen Tip’s und Info´s sehr viel geholfen haben.

Die gesamte Strecke der Reise: 10. Juni – 5.Juli 2009 betrug 6740 Km und Gesamtzeit im Auto: 96 Stunden.
Für 100 Km in Norwegen, solle man 2 Stunden Fahrzeit rechnen, weil durch LKW´s und manchmal doch schmale Straßen hier Zeit verloren geht.
In diesem weitläufigen Land, ist der Weg das Ziel und die Natur dein ständiger Begleiter.
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