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Matahari Beach Resort & Spa, Pemuteran

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Wir waren im September 2006 im Matahari Beach Res ...

Wir waren im September 2006 im Matahari Beach Resort & SPA - Obacht, es gibt in Bali noch weitere Unterkünfte, in deren Namen ´Matahari´ vorkommt - bitte nicht verwechseln. Von einigen (sehr großen) mietbaren Villen abgesehen ist dies die wohl nobelste und teuerste Urlaubsunterkunft im touristisch noch wenig erschlossenen Nordwesten Balis.

Das Matahari liegt ca. 20 Geh-Minuten oder 5 Boots-Minuten vom vielfach in dieser Datenbank beschriebenen ´Pondok Sari´ entfernt, das Dive-Center im Matahari wurde früher vom Hotel selbst betrieben, inzwischen ist es ein Ableger der ´Werner Lau´-Basis im Pondok Sari - siehe separate Kritik in der Basen-Datenbank.

Was bekamen wir (für den rund 3 fachen Preis eines Zimmers im Pondok Sari) alles geboten?

Das Resort ist mit 16 Doppel-Bungalows recht klein, es waren stets freie Liegen am (feinsandigen Lava-)Strand oder am (bis zu 3.3m tiefen) Pool verfügbar - inklusive hübsch zusammengerolltem Pool-Handtuch mit Blütenschmuck. Selbstverständlich bekommt man auch zu Tauchausfahrten immer gern ein extra-Handtuch mit.

Überhaupt ist der Service spitze - mindestens zweimal am Tag kümmert sich das Personal um die Zimmer und hinterlässt dabei jeden Tag einen Teller mit frischen Früchten und abends ein wechseldes ´Betthupferl´.

Die Anlage ist sehr stilvoll und aufwändig gestaltet, mit dutzenden Steinskulpturen (selbst die Pool-Duschen sind Skulpturen...) und einer prachtvollen Gartenanlage, deren Pflege gewiss reichlich Arbeitskräfte beschäftigt.

Die Bungalows sind in ´traditionellem balinesischen Stil´ gebaut - sieht toll aus, ist in manchen Details etwas unpraktisch - eine Flügeltür mit Vorhängeschloss oder ein Bett, das so hoch ist, dass man einen Beistell-Tritt braucht, um hinaufzusteigen... da wäre dem Pragmatiker ein ´form follows function´-Design dann doch lieber.

Schon die ´normalen´ Bungalows sind geräumig, wer noch mehr ausgeben will kann zwei noch größere Varianten mieten. Die Inneneinrichtung ist sehr stilvoll, dunkler Parkettboden, aufwändig beschnitzte Möbel, Bilder an der Wand, Marmor im Bad, auch die zimmereigene Aussendusche ist wieder eine Skulptur - kommt optisch gut. Die schummrige Beleuchtung setzt das ganze auch wunderschön in Szene, nervt aber, wenn man sich mal helleres Licht wünscht - z.B. zum Lesen. Abhilfe können die in einem Schrank verstauten Halogen-Schreibtischlampen bringen - die sind dann aber natürlich überhaupt nicht mehr ´stilecht´.

Was mich ernsthaft gestört hat: Weder Fenster noch Türen verfügen über Fliegengitter. Ich habe in mehreren Hotels in Südostasien hervorragend integrierte Fliegengitter als praktisch perfekten Schutz vor Moskito-Attacken schätzen gelernt - hier gab es sie nicht, und da ich nicht zu jenen gehöre, die ihr Zimmer auf skandinavische Temperaturen herunterkühlen wollen, waren folgerichtig jede Nacht Moskitos im Zimmer. Immerhin wurde mir auf meinen Wunsch hin prompt ein Moskito-Netz über dem Bett angebracht - das beseitigt das Problem, durch Gesumme um den Schlaf gebracht zu werden, im Rest des Zimmers wird man aber immer noch gestochen.

Apropos Klimaanlage: Dieser gebührt ein großes Lob. Ich bin sehr empfindlich, was Geräusche angeht, aber die Klimaanlage im Bungalow verrichtete ihren Dienst fast unhörbar und dennoch sehr effizient. Wer sich die Mühe macht, die Fernbedienung aufzuklappen, kann die Klimaanlage auch in jeder sinnvollen Beziehung steuern.

Das Matahari sieht seine Zielgruppe offenbar besonders in Menschen, die im Urlaub Abstand vom restlichen Weltgeschehen wünschen - es gibt weder Fernseher auf den Zimmern, noch (verständlichen) Radioempfang, selbst die Zeitungen im Foyer sind meist älteren Datums. Es gibt einen Fernsehraum, in dem zu frechen Wucher-Preisen auch ein InterNet-Zugang angeboten wird, wer wie ich gelegentlich mal Nachrichten sehen möchte, sollte sich aber sicherheitshalber 5 Minuten vor Beginn beim Portier melden - bis der den Raum aufgeschlossen und die mit mancherlei Tücke aufwartende Sattelitenempfangsanlage eingeschaltet hat, könnte die Sendung ansonsten schon vorbei sein. GSM Mobil-Telefonie ist im gesamten Areal über die Anbieter TelkomSel und proXL möglich. Die Zimmer verfügen über eine kleine Kenwood-Kompaktanlage, die CDs und MP3-CDs abspielen kann, theoretisch auch Radio empfängt (war aber kein Sender reinzubekommen) und Kasetten abspielt (hat jemand noch sowas?). Wer einen zeitgemäßen MP3-Player mithat, dem empfehle ich, einen 3.5mm-Klinke-auf-zweimal-Cinch Adapterkabel mitzunehmen, dann kann man seinen Player einfach an die ´AUX´-Eingänge anschliessen, wenn man Musik über die durchaus brauchbaren Boxen hören möchte, die unter dem Bett angebracht sind.

Ein Zimmersafe steht ohne Aufpreis zur Verfügung, mein 14´-16:9 Notebook passte mit trickreicher Schrägstellung gerade eben so rein.

Wer Akkus über Nacht laden möchte - Achtung: Die Steckdosen sind etwas unübersichtlich mit den Schaltern für die diversen Lampen gekoppelt, wer also Abends das Licht löscht, wird morgens vielleicht enttäuscht feststellen, dass nichts geladen wurde. Allein die Steckdose neben dem Safe schien von keinem Schalter abhängig zu funktionieren.

Die akustische Kopplung der beiden Bungalow-Hälften kann man als nahezu perfekt bezeichnen, alles andere wäre untertrieben. Wird in einem Zimmer normal gesprochen, kann man die Wörter in der anderen Bungalow-Hälfte gut verstehen. Für uns war das kein Problem, da wir zusammen zwei Hälften eines Bungalows belegten, und uns hinsichtlich wann schlafen / wann Lärm absprechen konnten. Das Hotelmanagement scheint auch bemüht, soweit möglich Gäste erst über die Bungalows zu verteilen, bevor Fremde in zwei Hälften desselben landen. Wenn es dazu kommt, möchte ich nicht Nachbar eines Gastes mit anderem Schlafrhythmus sein...

Das im Zimmerpreis enthaltene Frühstück erfüllte meine Erwartungen in Sachen Qualität und Geschmack voll - von den frisch gepressten Fruchtsäften bis zum Müsli war alles lecker - die Auswahl, insbesondere was warme Gerichte angeht, war allerdings kleiner, als ich das von etwas größeren Anlagen kenne. Übrigens: Wer Eier, Speck oder ähnliches haben möchte, muss das beim eifrigen Personal bestellen, es wird dann frisch zubereitet.

Die Qualität des angebotenen Mittag- oder Abendessens im Matahari ist über jeden Zweifel erhaben und wird dem 5-Sterne Anspruch voll gerecht. Allerdings sind die Preise üppig (Beispiele: gegrillter Fisch mittags ca. 15 EUR, 5-Gänge-Menü abends 50 EUR - ohne Getränke), die Portionen sind es nicht - als ausgewachsener Mitteleuropäer hatte ich nach einigen Essen schon das Gefühl ´leckerer Happen - und jetzt?´. Wenn mal was schief geht in der Küche (z.B. eine Suppe nicht die annoncierten Glasnudeln enthält), dann bemüht man sich umgehend um Ersatz und mehr als einmal hat sich der Chefkoch persönlich so demütig bei uns entschuldigt, dass wir schon befürchteten, er würde sich bei der nächsten Kleinigkeit rituell selbst entleiben. Ach ja, selbstverständlich herrscht auch beim Abendessen Schummer-Beleuchtung... das Personal hilft aber gern mit einer Taschenlampe beim Karte-Lesen.

Morgens und oft auch abends wird das Essen von einem Ringit-Spieler dezent musikalisch untermalt... wobei ich darauf als nicht-eingefleischter-Ethno-Musik-Fan aber auch gern verzichtet hätte. Gelegentlich spielen abends lokale Amateurmusiker in Gruppen auf, teils von Tanzdarbietungen begleitet, wer das Ringit-Pling-Pling beim Frühstück toll fand, wird sich dafür vielleicht auch begeistern können.

Wer sich mittags oder abends für viel weniger Geld richtig satt essen will, findet dazu ein paar Schritte (nach Westen) von der Hoteleinfahrt aus Gelegenheit beim ´Jubawa Homestay´ - wo zwar Ambiente oder Weinkarte keinesfalls mit dem Matahari mithalten können, aber die Küche ordentliche asiatische Kost abliefert. Weitere Gelegenheiten finden sich entlang der Strasse Richtung Westen.

Zwei kleine Flaschen Wasser pro Tag sind im Zimmerpreis inbegriffen, ich hatte aber den Eindruck, dass diese falls leer auch mehr als einmal am Tag ohne Aufpreis gegen volle getauscht werden. Die Preise von Konsumgütern aus Minibar oder Shop-im-Resort sind prohibitiv hoch, den Tante-Emma-Laden um die Ecke freut´s, dort gibt es Kekse oder Getränke extrem viel billiger.

Das ´Parwathi-SPA´ bietet - zu etwa ´europäischen´, also viel höheren als sonst in Bali üblichen Preisen - eine Auswahl von Wellness-Behandlungen an - ab 9 Nächten erhält man einen Voucher für eine 2-stündige gratis. Als großer Freund von SPAs habe ich einiges ausprobiert - ganz nett, aber auch hier gilt ´Function Follows Form´: Die stilvollen Behandlungsliegen sind einfach weniger bequem als moderne, und die verschiedenen Massagearten unterscheiden sich eigentlich nur graduell - das Äußern konkreter Wünsche und die behandelnde Person hat jedenfalls mehr Einfluss als der Name. Die 4- bzw. 6-händigen Massagen kann ich nicht so sehr empfehlen - ist zwar eine nette Idee, aber die Damen sind dann so damit beschäftigt, ihr Bewegungsschema zu synchronisieren, dass weniger Aufmerksamkeit für alles andere übrig bleibt. Am besten gefiel mir die 2 händige ´Solo´-Massage am Strand - bloss nicht bei Einbruch der Dämmerung buchen, sonst wird man zu Moskito-Futter.

Der Fitnessraum scheint selten genutzt zu werden. Von vier dort stehenden größeren Geräten schienen mir 3 definitiv defekt zu sein - ich habe das dann aber auch nicht reklamiert, da ich nur mal aus Neugier dort war.

Fazit: Wenn man sich die Bewertungen von Pondok Sari & Co ansieht, dann müsste man bei absolutem Maßstab auf jeden Fall die Bestnote vergeben. Aber ich denke, eine Bewertung sollte eher relativ und mit Hinblick auf das Preis/Leistungsverhältnis erfolgen, und da muss ich dann doch eine Flosse für die oben genannten Kritikpunkte abziehen. Wer meine Kritik des ´Merlin Resort Khao Lak´ gelesen hat, weiss, dass ich das nicht aus Prinzip tue.

Übrigens: Wem das Pondok Sari zu einfach und das Matahari zu teuer ist, sollte mal einen Blick auf das ´Taman Selini´ direkt neben dem Pondok Sari werfen, wir waren dort zwar nur mal zum Essen, machte aber einen guten Eindruck.


Pool


Blick vom Frühstück


Zimmer

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