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Erstes WingJacket m. Backplate, worauf achten ?

Geändert von Den!s,

Hallo ihr lieben,

ich überlege mir in naher Zukunft mein erstes Wing Jacket zuzulegen.

Ich habe von der Materie bisher 0 Ahnung.

Mich interessiert einfach mal, worauf man beim Kauf achten sollte, was für Unterschiede es gibt, was für Ausstattungsmerkmale es gibt, bzw. welche Wichtig und welche weniger wichtig sind.

Teilt mir dazu bitte mal Eure Gedanken mit


P.S. Was ich derzeit nicht suche sind konkrete Kaufempfehlungen a La: " Kaud Jacket X / Y bzw, und auch nicht welches Ihr habt"

Mich interessieren einfach Eigenschaften die evtl. nur manche Hersteller bieten, wie z.B. V-Blei, Tragegriff etc. halt Eigenschaften, welche nur manche Jackets haben aber eben nicht alle.

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ChiemseetaucherHauiSDI Masterdiver
GUE Fundamentals Tec
07.07.2026 14:03
Hi Denis,

grundsätzlich hat da natürlich jeder ein anderes Augenmerk, aber am weitesten verbreitet sind die Systeme im DIR - Style, also mit durchgehender Bebänderung.
Das ist am Anfang ein kleiner Aufwand zum einstellen, aber dann passt es für immer und du musst nichts mehr rumstellen.
Wenn du Kaltwasser tauchst würde ich dir eher zu einer Backplate aus Edelstahl raten. Das Gewicht brauchst du dann sowieso.
Ich persönlich finde die meisten Standard Bebänderungen zu hart, da lohnt sich für mich das etwas teurere von Halcyon
Ein Wing in passender größe ist auch wichtig. Es gibt welche mit Bungees drum, welche versprechen dass man sie von der Mono 10 bis zur Doppel 20 benutzen kann (Ich übertreibe etwas
Kompromisse sind ja bekanntlich meistens nichts, deshalb würde ich dir da auch ein Monowing für Monoflaschen und ein Doppelwing für Doppelflaschen empfehlen.

sonst fällt mir gerade nichts ein.
blackraiderOC TX Plus / CCR Helitrox
07.07.2026 16:23Geändert von blackraider,
07.07.2026 16:53

Generell kannst Du da gar nicht so viel falsch machen, wenn Du dich an altbewährte Standardbauformen hältst.
Zur Bebänderung lässt sich sagen, dass es da grob drei Varianten gibt.
Klassisch DIR ist die durchgängige Bebänderung die man einmal einstellt und die dann fix ist.
Alternativ gibt es dann Verstell-Systeme wie das Chinch System von Helcyon oder das Smart Stream von OMS. Beides arbeitet trotzdem mit durchgängigem Gurtband ist aber eben an den Schultern zu lockern, um leichter rein und rauszukommen.
Außerdem gibt’s dann noch Comfort Harness das mit Schnallen aufgebaut ist. Das ist wohl die umstrittenste Form von allen. Du solltest Dir Gedanken machen, was Du möchtest.
Ich lasse das mal vollkommen wertfrei stehen.

Bei der Backplate gibt es manchmal (X-Deep) irgendwelche komischen Sonderformen, ausgefräst und was weiß ich… Alternativ eben klassisch.
Man sollte sich überlegen, warum man ne schwere Backplate tauchen möchte (Bleimenge) und warum es dann Sinn machen sollte, dort Material auszufräsen!?
Beim Material stellt sich die Frage: Edelstahl / Alu / Carbon…
Wenns nicht nur Tropen Urlaubstauchen ist stellt sich die Frage aber wieder weniger, denn dann ist Edelstahl das Mittel der Wahl.
Bei der klassischen Bauform kann man noch auf die Anzahl der umlaufenden Bohrlöcher achten, es gibt Hersteller, die sparen da etwas. Das macht das Befestigen von Akkus oder Tariergasflaschen unter umständen etwas unflexibel… Würde ich also auf die variante mit mehreren Löchern achten.

Für Monopullen stellt sich die Frage, ob man nen Singletankadapter nutzen will oder sogar muss oder ob das ohne geht. Die meisten Wings bieten Stabilisierungen für die Flasche und können durchgegurtet werden. Da braucht man dann keinen Adapter.
Bei der Wing Größe ist es wieder so eine Frage, was man macht…
Nur Tauchen reichen auch die kleinsten Versionen wohingegen man schon, was um die 17 Liter wählen sollte, wenn man das Gerät auch mal ablegen muss (gerade, wenn es fürs Trockentauchen bebleit ist) und es noch schwimmen soll.

Beim Gewichtssystem ist es etwas Geschmackssache, was Du willst, zusätzlich kann man mit nem P-Weight arbeiten. Schau Dir bei YouTube ein paar Vorstellungsvideos von z.B. Divesupport an, da kannst Du einen gewissen Überblick bekommen, was der Markt so hergibt.


Edit:
ich ging instinktiv von einer Monoflaschenconfig aus, da eben nach dem ersten gefragt wurde.
Beim Doppelgerät braucht es ne andere Blase, ob überhaupt noch Bleitaschen ran sollen / müssen hängt dann wieder davon ab, ob Blei abwerfbar sein muss oder nicht. Gerade Doppelgerät & Nassanzug ist da ein Thema.
Tankadapter braucht es dann eh nicht, da alles verschraubt wird dann.
Beim verbauten Blei hat man dann die Wahl zwischen P-Weight und V-Weigth.

07.07.2026 16:29Geändert von kwolf1406,
07.07.2026 16:35
Die Frage ist auch, ob du mit schwerem Doppelpack D12 und im Trocki tauchst. Dann ist eine Stahlbackplate gut. Damit aber im HT/Nass-Neoprenantzug zu tauchen, kann dich in Probleme bringen, wenn das Wing defekt geht und die Luft entweicht: Dann hast du kaum oder kein Gewicht mehr zum Abwerfen. Mit dem Trocki hast du dagegen einen Auftriebskörper zur Reserve.
Um Gewicht im HT abwerfbar zu machen ist ein Alubackplate ratsam und/oder kleinere Flaschen, wie D7 oder M12-15, damit du Blei in die Taschen bekommst. Ganz grob solltest du auf Tiefe nicht mehr als 5k Abtrieb nach Bleiabwurf haben, damit du noch nach oben strampeln kannst.
AlpöhyHat ein Herz für Baggersee-fraktionisten.
07.07.2026 19:54

Was willst Du damit?


Nur ab in den Urlaub im Reisegepäck und nass tauchen, oder Trocki, oder in Richtung technisches Tauchen?

Antwort