@Stb: "Und ja - die frage ist auch, welche "Qualität" der Schädigungen durch berührung kommt wie oft vor? Es ist IMHO ein unterschied, ob ich eine Tischkoralle abbreche oder in einer sandigen Ebene einen Teelöffel Sand aufwirbel - Grundkontakt ist nicht gleich Grundkontakt..."
Natürlich kann man darüber diskutieren, und natürlich sind nicht alle Kontakte gleich invasiv, aber eigentlich ist die Diskussion müssig.
Fakt ist: mehr Taucher = mehr Kontakte = mehr Schäden insgesamt.
An den typischen mainstream Urlaubsorten hat es nun mal eine bunt gemischte Auswahl an Tauchern. Das Gross der Taucher ist eher durchschnittlich ausgebildet, viele tauchen nur einmal im Jahr im Urlaub und haben allenfalls auch nie über eine längere Zeit als ein, zwei Wochen am Stück täglich getaucht. Sprich sie wurden und werden auch nie routinierte Taucher, da sie jedes Jahr wieder "reinfinden" müssen.
Dann nimm noch zu grosse Gruppen, was sehr oft vorkommt, ungewohnte Strömung, Rudelbildung bei Sehenwürdigkeiten, Kameras, die ablenken, obwohl man ohne Kamera schon zu wenig Awareness für die Flossen hat und Guides die Riffschutz nicht vorleben, alles antatschen und schon mal Kleingetier umplatzieren, für die Fotografen (geht in meinen Augen gar nicht, aber schon oft gesehen) und an viel betauchten Spots noch Kuddelmuddel durch mehrere Tauchgruppen und innerhalb von ein paar Jahren sind die Schäden unübersehbar.
Meine absoluten "Lieblingsspots" sind die Putzerstationen wo Dutzende Taucher in den Korallen hängen, um Mantas zu begucken. Meist herrscht an solchen Spots kräftig Strömung und beim Briefing heisst es: "Riffhacken einhängen und negativ tarieren", ergo auf dem Riff liegen. In Raja Ampat z.B. sind so mehrere schöne Tauchplätze innerhalb ein paar Jahre zu Trümmerhaufen geworde. Oder all die "schönen" Anfütterungsplätze für Haie... Das ist nur zum 
Und was hier noch nicht diskutiert wurde, ist der Elefant im Raum: die meisten werden wohl nicht von zuhause mit dem Segelschiff in den Urlaub fahren...