Alles was nicht direkt zu den obigen Foren passt, findet hier Platz. Also Fragen zu den Verbänden, Vereinen, oder einfach allem was generell tauchspezifisch ist oder sonst einen Bezug zum Taucher.Net hat.
  • 1
  • 2
bigmikeSSI Master

Was ist ein erfahrener Taucher?

Ab wann gilt ein Taucher(in) als erfahren? Auf was kommt es wirklich an? Anzahl der Tauchgänge, Süß oder Salzwassertauchgänge, Ausbildungsstand, oder ????
Bitte nur ernsthafte Antworten. Danke an alle, und GUT LUFT
Dieser Beitrag ist gesperrt
Sorry, aber du kannst diesen Beitrag nicht kommentieren.
06.09.2008 15:18
Ich denke, dass kann man an Zahlen nicht festmachen.
Erfahren ist für mich jemand, der ein kompetentes Auftreten hat, seine Ausrüstung beherrscht, sich in Stresssituationen ruhig verhält (weis man meistens erst danach) etc.
Man findet das am besten bei einem gemeinsamen Tauchgang heraus.

VG Dominik
06.09.2008 15:29
Für mich ist jemand erfahren, der Tauchgänge unter unterschiedlichen Bedingungen gemacht hat. Also flach, tief, Salzwasser, Süßwasser, Zodiak, Boot, Strand, Gruppenführung, Solotauchen, Strömung, Welle, dunkel und kalt. 500 TG unter den immer gleichen Bedingungen empfinde ich dann eher als unerfahren und der Ausbildungsstand ist je nach Erfahrungsstand dann auch nebensächlich. Viele bunte Kärtchen und dann nur 30 TG...bringt´s nicht.
Günter 05DIN EN 14153-3 , TX*
06.09.2008 16:24
Was Steffi sagt ist auch meine Meinung aber wenn der Taucher dort taucht wo er seine Erfahrung mit den 500 TG gesammelt, hat ist er in dem Gewässer
auch ein erfahrener Taucher.


Günter
06.09.2008 16:27
Steffi, dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

Wer 1000 TG in einfachen tropischen Bedingungen gemacht hat und erstmals in Hemmoor, Messinghausen, Bodensee, Fehmarnbelt taucht, ist da blutiger Anfänger.
divemecressiODABBELUESEI
06.09.2008 16:38
D-32

damit könntest du mich meinen, ich habe wirklich null Interesse, in einer der o.g. Spots zu tauchen.

Weil mich die die tropische Fauna und Flora fasziniert und die es ist, die mich antreibt.

Sollte mich vielleicht mal doch im höheren Alter das Verlangen auf Hemmoor packen würde ich sagen, ich fange bei zero an.


DMC
06.09.2008 18:15
Als AOWD ist man doch schon erfahren !!!

Nein, ich glaube eine gute Mischung aus allem was geschrieben worden ist, wichtig ist aber auch das man immer ein wenig erfahrener wird und nie die 100 % Erfahrung erreicht da das Tauchen sehr Umfangreich ist.

Wer kennt sich denn schon überall mit aus ??

SCR, CCR, Höhle, Wrack, Mischgas, Apnoe, ich kenne wenige die in einer Höhle einen TMX TG auf 87 m mit einem SCR gemacht haben aber das ist auch noch nicht das maximale.

Holger

shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
06.09.2008 18:33
scuba_Steffi und d32:

"Wer 1000 TG in einfachen tropischen Bedingungen gemacht hat und erstmals in Hemmoor, Messinghausen, Bodensee, Fehmarnbelt taucht, ist da blutiger Anfänger. " -> Jo, andersherum auch: wer 1000 TG am Bodensee macht und erstmalig einen Brandungseinstieg im Atlantik und/oder starke Strömungstauchgänge ist da wiederum Anfänger usw. usf.

Erfahren verknüpf ich in der Hauptsache damit, genau dies zu erkennen (für sich selbst), also wann ist ein Tauchgang für mich Routine, wann und wo liuegen meine Grenzen.
06.09.2008 18:38
Der Grad der Erfahrung hängt davon ab wo du grade tauchst ..

Beachte das auch Taucher in Pfützen ertrinken können - es kommt immer auf die Umstände an ..
Kölle AlaafPADI - DM,SSI-MD ...
06.09.2008 18:57
Ist dann ein Taucher, der bisher "nur" 40 TG gemacht, aber in einer bestimmten Situation seine Lehren gemacht hat, die er nun in einer vergleichbaren Situation verwenden kann, schon "erfahren"
shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
06.09.2008 19:05
Nein, das ist er nicht.
06.09.2008 19:28
zu dem genannten würde ich noch das Erleben und Meistern unterschiedlicher Situationen UW nennen.
Z.B. Buddy ohne Luft, Taucher in Panik, Buddy verloren, ...
06.09.2008 19:30
Naja - wenn du deinen Führerschein 6 Wochen hast und in diesen 6 Wochen 18 mal vor eine Mauer gefahren bist - würde es mir nicht wirklich schwerfallen dich einen erfahrenen "Vor die Mauer Fahrer" zu nennen
06.09.2008 19:40
"Erleben und Meistern" Euregio

Nur Erleben und nix draus lernen ist natürlich nicht hilfreich.

06.09.2008 19:44
erlebt davor zu fahren - gemeistert zu überleben

Nee - nix draus lernen ist immer Kacke ... gibts mal gar nichts

Von daher liege ich mit meiner Aussage die ich gerne immer wieder mal treffe - ich lerne mit jedem Tauchgang dazu - eigentlich richtig
06.09.2008 19:54
Habe gehört das ein Taucher den Reisverschluß seines Trockis von seinem Buddy öffnen ließ im hüfttiefen Wasser. Der Boden war ziemlich steinig u. er rutschte aus. (Passiert in Norddeutschland vor einigen Jahren) Der Anzug lief voll Wasser und er ertrank. Buddy war schon am Ufer. Eigentlich hätte er nur sein Jacked aufblasen müssen und es wäre glimpflich abgegangen. Der mann war übtigens ein erfahrener Taucher. shuttle u. D-32 haben gleichermaßen Recht mit ihren Antworten. Wer in der Ostsee seinen Tauchschein macht, taucht eigentlich überall. Nach 50 Tauchgängen dann in Hemmor damit ist man bestens gerüstet. Ich war danach nach meinem AOWD auf Gran Canaria tauchen. (Arinaga) Die Brandung juckte mich überhaupt nicht. Die Warnung meines Guides in Dubai -nur 5 m Sicht in 30 m. Da lachte ich doch drüber. Ich zeigte ihm mein Logbuch das unsere Wintertauchgänge bei null Sicht (manchmal Fehmarn bei auflandigem Wind) u. 3 Grad für uns nichts ungewöhnliches sind. Da sagte er nichts mehr. In Blanckeck (Howachter Bucht) hatten wir so eine Drift, daß ich wegen meines Anfängers (40 TG) den Tauchgang abbrechen mußte. Da interessierte mich der Strömungstauchgang in der Straße von Tiran dann auch nicht wirklich. Sollen die ägyptischen Guides doch mal einen Strömungstauchgang bei mäßiger Sicht in Gamel albo oder Middelfaht machen; dann verstehen die wie wir hier tauchen. Ach ja, wer dann noch in Bergseen im tiefen Bereich war, den haut dann so und so nichts mehr um. Fazit: Wer in unseren Breiten tauchen gelernt hat, der taucht auch sonst wo. Beste Grüße von der Ostsee.
06.09.2008 20:27
Stimme Steffi und Günter und D32 zu.

Klaus
06.09.2008 20:40
Nun lege ich mich mal weit aus dem Fenster, ich behaupte das 80 - 90 % der Taucher nicht Tauchen können !!!

Begründen möchte ich das auch mit einigen Beispielen:
Wenn ein Taucher seine zweiten fragt, „kannst du mal schauen ob die Maske richtig unter der Haube ist „ und diese so genanten Taucher dann schon Tariert sind ( ½ m über Grund ) aber durch ihren Flossenschlag alles aufwirbeln weil sie den Frogk. nicht können hat das mehr mit Unterwasserverwüstung und Unterwasseratmen zu schaffen als mit erfahrenen Tauchern.
Weitere Beispiele sieht man in der Gerätekonfiguration ohne Sinn und verstand werden die Ventile zugebaut mit Schläuchen u.s.w.

Holger
06.09.2008 20:59
Ich meine eine erfahrener Taucher ist derjenige, der seinen Ausbildungsstand richtig einschätzt, der seine Konstitution kennt und sich entsprechend verhält. Mit anderen Worten, derjenige der unter keinen Umständen zu einem TG ja sagt, der weit über den obigen Aspekten liegt !

Um es noch einfacher zu sagen: ein OWD hat auf 30 m Tiefe nichts zu suchen. Wenn ich nicht genügend fit bin, habe ich bei einem Strömungs-TG nichts verloren, in den Ferien sage ich nicht ja zu einem anspruchsvollen TG mit einem Buddy den ich gerade mal kennengelernt habe und von dessen Fähigkeiten ich nicht mal einen Schimmer habe usw. usw.

Ich glaube, dass jeder Taucher zuallererst sich selbst, sogleich aber auch seinem Buddy, gegenüber verantwortlich handeln muss. Das ist nicht immer einfach, aber sicher zwingend !
Castelpena
07.09.2008 00:01
Hi,

manche verwechseln "erfahrenenr" Taucher und "guter" Taucher.

Der gute Taucher, weiss, was er tut, beherrscht die Situation, in die er sich begibt, und meidet Situationen, die er nicht kennt und/oder nicht beherrscht. Das Trifft für solche mit 30 ,300 und 3000er gleichermaßen zu, es unterscheiden sich nur die Situationen.

Letzters beschreibt die Erfahrung: Ein erfahrener Taucher kennt und beherrscht mehr unterschiedliche Situationen, als ein weniger erfahrener (der Begriff Erfahrung ist für mich nicht absolut, sondern relativ). Das geht von Navigation über Gruppenführung bis zu verschiedene Gewässer, Temperaturen, Tiefen Stresssituationen u.v.m.

Grüße
Klaus
07.09.2008 00:03
...30, 300, 3000 Tachgängen gleichermaßen...


WO BLEIBT DIE EDITIERFUNKTION?
boesewichtProTEC PL5, SSI AOWI
07.09.2008 02:24
"Begründen möchte ich das auch mit einigen Beispielen:
Wenn ein Taucher seine zweiten fragt, „kannst du mal schauen ob die Maske richtig unter der Haube ist „ und diese so genanten Taucher dann schon Tariert sind ( ½ m über Grund ) aber durch ihren Flossenschlag alles aufwirbeln weil sie den Frogk. nicht können hat das mehr mit Unterwasserverwüstung und Unterwasseratmen zu schaffen als mit erfahrenen Tauchern. "

Wenn das einer kann, mit einem Körperteil ausßerhalb des Wassers zu sein - also aufrecht im Wasser zu stehen - und sich dabei mit einem Frogkick so halten kann - das ist für mich nicht erfahren, sondern sehr gelenkig ...

Ein erfahrener Taucher würde hierbei eher seine Beine stillhalten und einfach seine entspr. Tarriermittel aufgeblasen haben ...
Nur weil jemand den Frogkick beherscht, sagt nicht aus, das dieser Taucher auch erfahren ist ...
Mit manchen Flossen bekommt man auch keinen Frogkick hin ...

Probleme bekommen, diese bewältigen und aus den bewältigten Situationen lernen - das ist für mich Erfahrung ...
07.09.2008 05:11
Bösewicht du hast das nicht verstanden …., achte mal drauf.
Sehr viele können es nicht , es fängt mit dem Anlegen der Maske an und sie haben einen innere Unruhe wenn die Maske nicht richtig im Gesicht und unter dem Anzug sitzt denn es könnte Wasser rein kommen ( ohhhh Gott )

Was machen die wenn der Tauchpartner eine Bewegung macht und ihnen mit der Flosse ins Gesicht streift oder besser das Maskenband reist mal die meisten von denen tragen die Maske auch viel zu eng weil das ja sicherer ist ( meinen sie ).
Maske mit Unterdruck auf dem Gesicht zu halten wär mal eine schöne Übung, dabe eine Flosse ablegen und immer noch weiter zu Tauchen ohne Staub aufzuwirbeln .

Flossen mit denen man nicht richtig Tauchen kann kauft sich ein erfahrener Taucher nicht weil alle anderen Sch…. sind, Helikopter Frog, Mini Frog sollte man in verschiedenen Situationen drauf haben und sobald man einen Fotoapparat führt auch rückwärts Tauchen.

(Körperteil ausßerhalb des Wassers zu sein - also aufrecht im Wasser zu stehen - und sich dabei mit einem Frogkick so halten kann - das ist für mich nicht erfahren, sondern sehr gelenkig ...

Ein erfahrener Taucher würde hierbei eher seine Beine stillhalten und einfach seine entspr. Tarriermittel aufgeblasen haben ...)

Das hast du ein wenig Falsch verstanden !

Holger
SENSAILernt immer noch...
07.09.2008 07:36
Hallo BigMike,


also - ich finde diese Frage sehr reizvoll - wahrscheinlich, weil ich sie mir selbst auch gerade stelle.

Ich denke ein erfahrener Taucher ist jemand, dem bewußt ist, was ihm noch alles fehlt. Das ist für mich die erste Ebene des "Erfahren-Seins". Danach beginnt er wirklich zu lernen, zu lernen und noch mehr zu lernen.

Für mich bedeutet "Erfahren Zu Sein" in höchster Form, daß jemand in einer neuen und/oder plötzlich auf-tauchen-den Situation, für sich und andere vollkommen adäquat aggieren kann. Er "Re-Aggiert" nicht mehr im Affekt, sondern schaut welches die beste Möglichkeit für alle Beteiligten ist. Bis dahin ist es ein sehr sehr lange rWeg, wie wir alle wissen, oder zumindest - so wie ich - ahnen.

Dazu gehören all die Dinge, die Du in den hier schon zu lesenden Beiträgen gefunden hast. Ich finde schön, daß Du Dich dies fragst. Es bedeutet, daß Du noch weitergehen möchtest und wächst.


Liebe Grüße an alle und gut Luft


Sensai
Up & DownVergessen
07.09.2008 10:22
Es wurden meiner Meinung nach schon so ziemlich alles gesagt.

Wichtig erscheinen mir u.a. noch folgende Aspekte:

- das Einschalten des gesunden Menschenverstandes vor jedem TG, damit meine ich eine Einschätzung seiner eigenen jeweiligen Verfassung (physisch und psychisch) am Tauchtag. Dieser Punkt wird meiner Beobachtung nach SEHR oft vernachlässigt und hier gehen viele Taucher mit sich selbst (und damit auch mit ihren Buddys) nicht ehrlich und vor allem nicht verantwortungsbewusst um! Wobei auch gesagt werden muss, dass dies oftmals schwer einzuschätzen ist. Aber wer einmal "gelernt" hat zu sich selbst "nein" zu sagen, der macht einen immensen Sprung.

- wichtig erscheint mir auch zu sein, sich einzugestehen, dass man vor jedem TG (und sei es der "500te normale" TG im 10m tiefen Hausgewässer) Respekt hat und sich bewusst ist, auch hier kann mir nach XXX Tauchgängen etwas passieren. Dies schärft die Sinne und man meidet unliebsame Überraschungen. Dabei ist die Frage ob jemand den Frogkick beherrscht oder nicht, eher zweitrangig.

Schaut man sich Unfallberichte an, so saufen Anfänger eher weniger ab, als - vermeintlich - erfahrene Taucher. Und ich persönlich glaube, dass dies überwiegend aus den genannten Punkten zutrifft.

Neben all den oben von Vorpostern genannten "objektiven" Kriterien ist folgender Satz vom "boesen" noch kennzeichnend: "Probleme bekommen, diese bewältigen und aus den bewältigten Situationen lernen - das ist für mich Erfahrung ... "

Wobei man dann glücklich sein sollte, wenn man niemals ernsthafte Probleme hatte und niemals damit konfrontiert worden ist, denn dann hat man vorher schon vieles richtig gemacht. Man hat dann vielleicht nicht die allumfassende Erfahrung, aber es bleibt ja auch diskutabel, ob man wirklich jede Erfahrung gemacht haben muss.

07.09.2008 11:12
Besser als scuba-steffi es in der 2. Antwort geschrieben hatte, kann man es nicht sagen! 100% Zustimmung.

Mad Shark
  • 1
  • 2
Antwort