Bundesrecht, Landesrecht, kommunale Verordnungen. Und damit nicht genug, viele weitere Gesetze erleichtern oder besser erschwerden uns das Tauchen. Probleme dazu können in unserem Rechtsforum diskutiert werden, kompetente Moderatoren sind vorhanden.

Unterwasserfunde: wem gehört's, was melden?

Geändert von Thrawns,

Hi,

ich beziehe mich jetzt auf Gewässer "der Allgemeinheit" und nicht auf Privat-Kiesgruben und dergleichen.

Läuft es nach dem Motto: wer findet, dem gehört's (wenn der Besitzer nicht ersichtlich ist)?

Und was ist mit Funden z.B. aus dem Zweiten Weltkrieg. Ich nehme an Granaten, Bomben usw. sind meldepflichtig!? Aber was ist mit kleineren Sachen, wie Munition oder z.B. Helmen?

Gibt es sonst noch wichtige Infos für den Fall, dass ich mal was finde?

Mich würde v.a. die rechtliche Lage in Österreich interessieren, wobei Deutschland vielleicht auch Anhaltspunkte bietet.

AntwortAbonnieren
14.09.2020 22:23
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Fundrecht_(Deutschland)
FlunderstecherForschungstaucher
21.11.2020 19:53

Kampfmittelfunde, kampfmittelverdächtige Gegenstände und Munition sollte man auf alle Fälle dem KRD oder der Polizei melden (wenn man denn ein braver Bürger ist) und nicht anfingern. Bei ollen Helmen ist dann eher die Archäologie gefragt, denen man solche Zufallsfunde vorlegen sollte (wenn nicht, dann kann das ggf. Fundunterschlagung sein). In den meisten Fällen ist das uninteressanter Schrott, den man dann nach Registratur wieder mitnehmen und behalten darf. Wenn man Pech hat, gerät man an den Falschen und der kassiert alles zwischen 1933-45 aus politischen Gründen ein.

Natürlich geht man immer das Risiko ein, dass wenn man was brav meldet, dann einem zum Dank der See wegen Kampfmittelbelastung oder aus Denkmalschutzgründen abgesperrt wird. Da muss man sich überlegen, ob man nicht lieber die Schnauze hält.

17.12.2020 15:20
Ich habe nie etwas wirklich Wertvolles gemacht.Ein Freund von mir hat auch etwas aus dem 2. Weltkrieg gefunden und es dem Museum gemeldet. Ich warte immer noch auf meinen Moment, vielleicht im 2021.
gr3yw0lflife is better in fins
18.12.2020 05:36
hm...
onkel google macht es auch einfach.
klick mich
wobei ich bei unterwasserfunden vorsichtig wäre, was munition oder sprengmittel angeht, und die nicht wirklich selbst zur polizei bringen würde. diese sachen können dir echt den tag versauen und das würde ich den leuten überlassen, die dafür ausgebildet wurden.
AnkouVielleicht
18.12.2020 06:53
Phosphor versaut dir nicht nur den Tag........
18.12.2020 12:51
bei Munition immer den KMRD rufen....Helme usw kannst mitnehmen,Interressiert keinen! Hab schon Erkennungsmarken im See gefunden, die dazugehörige Behörde in Berlin will sie nur wenn Gebeine ,sprich Knochen dabei sind!
mika69AOWD
02.01.2021 21:11
Flunderstecher....
Thrawns wollte die Rechtslage wissen.

Du schreibst die ganze Zeit nur .... sollte man... ....vorlegen sollte....
Ist das jetzt ein man muss, oder kann oder auch nicht.

Die Rechtslage wird ja genau definiert sein, mit... muss man oder halt ... muss man nicht. deal

Und bevor du fragst, nein ich weiss es nicht. Aber ich antworte auch nicht auf den Fragensteller, wenn ich es nicht weiss. Mutmaßen würde ich übrigens genauso wie du baeh
03.01.2021 00:28
Mit OWD/* man sollte auch nicht tiefer als 18m tauchen und man sollte auch nicht den Finger in die Steckdose stecken....
03.01.2021 13:45Geändert von kwolf1406,
03.01.2021 13:45
Also, über * können wir mal separat sprechen...
mika69AOWD
04.01.2021 00:25
@MichaelP
was haben diese Beispiele mit der Frage von Thrawns zu tun? headscratch
04.01.2021 11:43
Auf die Rechtslage (für DLand) hat kwolf1406 schon im ersten Post hingewiesen; Mein Kommentar hat damit zu tun, dass man manchmal einfach seinen Kopf/Verstand nutzen sollte (bzgl. z.B. Mun anfassen oder Relevanz einen alten, rostigen Stahlhelm zu bergen und ins Regal zu stellen) - ist ungefähr so wie mit Geschwindigkeitsübertretung: die Rechtslage ist klar, die Praxis weicht eventuell davon ab
FlunderstecherForschungstaucher
16.01.2021 15:11

@Mika69: "Sollte", weil eben jede Handlung oder Nicht-Handlung seine eigenen Konsequenzen nach sich zieht. Man kann gerne 100% gesetzestreu handeln, hat aber am Ende ggf. mit einem Tauchverbot wegen "gemeldeter Kampfmittel" zu rechnen oder bekommt eine archäologische Schutzzone, die man absolut nicht gebrauchen kann. Dann sind die Gesichter lang, man ärgert sich über sich selbst und die Tauchkollegen ggf. über Dich, wenn man sich anstelle eines "Fein gemacht!" eine "Kommst hier net rein!" einhandelt.

16.01.2021 22:57
Dennoch, wenn die Rechtslage gefragt ist, sollte(♤) man schon genau zwischen Recht und Empfehlung unterscheiden.
Antwort