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Tipps und Tricks zum Tarrieren gesucht

Hallo Leute, ich hoffe ich poste hier richtig.

Ich habe letztes Jahr meinen OWD gemacht. Und dieses Jahr gehts wieder zum tauchen nach Ägypten.Jaja ... typischer Urlaubstaucher.

Ich hab mal einiege Fragen an Euch zum Thema Tarrieren.
Ich hab da so meine kleinen Problemchen mit.
Also generell klappt das bei mir halbwegs gut ich komm runter und halte auch meine Positione recht gut. Nur mit der, sagen wir mal Feintarrierung hab ich immer so meine Probleme. ALso es geht darum kleinere Distanzen zu überwinden. Wenn mir z.B. jemand was zeigen will und ich dazu mal einen oder zwei Meter tiefer müsste ....
Das krieg ich meistens nicht ohne grössere Paddelaktionen oder sogar Luft ablassen hin.
Andere Taucher kriegen das anscheinend problemlos hin .... die sinken und stoppen auf den Punkt.

Wie macht man so ein genauen Sinkvorgang ..... so professionell? Ich weiss .... Übung ... ja, aber macht ihr das nur übers ausatmen? Wenn ich das versuche ertapp ich mich immer dabei die Luft fest anzuhalten .... bzw. karampfhaft auszuatmen und dann anzuhalten. Die Verzögerung beim Auftrieb kann ich dabei immer schlecht einschätzen.
Und über die Lunge zu tarrieren ... naja.
Hat jemand mal gute Tipps zum üben .... ausser das Flossen pivotieren am Grund.

danke .... und bitte nicht gleich über mich herfallen.
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16.08.2006 10:27
Im Grunde hast Du Dir Deine Frage schon selbst beantwortet. Aber der Reihe nach.

Eigentlich sollte eine Tarierung mit zu Deiner Ausbildung zum Taucher gehören. Das Tarieren auf den Flossenspitzen, auch Fin Pivoting genannt, kannst Du aber auch selber rehelmässig noch einmal üben und ist dafür sicherlich gut geeignet.

Wenn Du mal ein paar Meter sinken möchtest passiert das genau wie Du es beschrieben hast. Du atmest aus; dabei ist es auch recht schwierig die Luft anzuhalten . Nachdem Du ein wenig gesunken bist musst Du ggf. Deine Tarierung wieder anpassen indem Du Luft zum Jacket zufügst.

Grundätzlich empfehle ich Dir einen Tauchlehrer Deines Vertrauens aufzusuchen, Dir die Tarierung nochmal vernünftig zeigen zu lassen, und dann tauchen tauchen, tauchen.... Die Professionalität kommt nicht in der Theorie sondern durch Erfahrung.

Also, in deinm letzten Absatz steht alles drin, versuch es nur positiv umzuseten.
16.08.2006 10:46
Tauche erst mal, der Rest kommt dann von alleine.
Bei mir (ACHTUNG DIESE AUSSAGE BESITZT KEINE ALLG. GÜLTIGKEIT) war es so. Nach ca. 20 TG hatte ich meine Atmung besser im Griff, so das ich genauso lang mit ner 10er Flasche auskam wie meine Frau. So nach und nach kam das dann auch mit der Feintarrierung über Lunge. Ich hab das aber nicht extra trainiert, ich war nur mehr tauchen. Habe nicht immer bis zum nächsten Urlaub gewartet sondern habe mal deutsche Seen aufgesucht. Erfahrung und Übung ist meiner Meinung nach das A und O.
Hast du auf deutsche Gewässer keine Lust dauerts evtl. etwas länger, oder du fährst öfters in den Urlaub.
Gruss Wolle
16.08.2006 10:51
klar kommt die tarierung mit der erfahrung, aber trotzdem denke ich dass es natuerlich bei jedem unterschiedlich einfach bissel dauert bis mans feingefuehl bekommt

mir ist auch nach meiner fahrschule, gelegentlich der wagen anner ampel abgesoffen obwohl ich es haette eigentlich lernen sollen

selbst beantwortet stimmt aber schon. du musst dich eben bissel an die atmung gewoehnen, ist natuerlich fuer nen reinen urlaubstaucher schwerer, weil immer einmal im jahr fuer 10tage wegsein, da verlernt man es schon uebers jahr hinweg. anders wärs eben wennste hier tauchst und dann die routine kommt, aber ich wuerd mir da keinen großen kopf machen oder mich gar schaemen, du hast vermutlich nicht allzuviele TGs und dementsprechend seh es noch als normal an, zu verkrampft unterwasser drauf achten wuerd ich nich, versuch die entspannung reinzubekommen, es ist oftmals alles nur eine kopfsache ;)

Gruss Massi
shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
16.08.2006 11:43
Schon mal über einen Peak Performance Buoyancy-Kurs nachgedacht? hier übst du Tarierungskontrolle, Feinanpassung der Tarierung unter Wasser, die Positionierung und Verteilung der Bleigewichte sowie Konzentrationstechniken zur Visualisierung vor dem Tauchgang.
Ist imho einer der Specialties, die wirklich sinn machen. Mancher packt nach so einem Kurs schon mal gleich ein paar Kilo Blei weg und die richtige Bebleiung ist schon mal das A und O einer guten Tarierung. Kurse gibts so ab 90 Euro und einen guten TL unterstellt, bringt das wirklich was.
Grüße
SH
16.08.2006 11:54
Hey dümpel!
das feintariern wird mit der lunge vorgenommen,
wenn man tief ausatmet, kann man problemlos 1-2
m tiefer, dann ein mal kurz aufs Knöpfchen drücken...
WICHTIG: Um richtig ausatmen zu können musst du entspannt sein!!!!!
Probier ruhig mal folgendes aus: (Im bettchen liegend, sitzend, stehend, völlig schnurz)
Atme erst ganz entspannt aus, und dann mit angespannten Bauchmuskeln, und du wirst merken,
das letzteres höchst uneffektiv ist.
Hoffe dir ein bissel geholfen zu haben...
16.08.2006 12:04
Nach meiner Erfahrung ist der Peak Performance Buoyancy-Kurs rausgeworfenes Geld, die richtige Menge Blei sollte man auch ohne den Kurs schon beim OWD gefunden (oder vom Tauchlehrer gezeigt bekommen) haben. Ich hab den PPB gemacht und danach gedacht, dass das ja jetzt wohl Geldschneiderei gewesen ist, aber der "Tauchlehrer meines Vertrauens" hatte mir den wärmstens angeraten. Tarierung, vor allem Tarierung in Perfektion, kommt nur durch Tauchen, Tauchen, Tauchen und dabei ausprobieren was denn so passiert beim Atmen... ich tariere inzwischen in der Tiefe zwischen 5-15 m eigentlich nur mit der Lunge, dann wird das Jacket angepasst und dann geht es wieder in einem bis zur 30 m Marke ohne den Inflator zu benutzen und auch wieder rauf ohne am Jacket was zu ändern. Dafür tauch ich aber auch im Jahr zwischen 150 und 200 TG. Als reiner Urlaubstaucher fehlt einfach die Routine, das ist wie beim Fahrrad fahren, verlernen tut man es nicht, aber richtig sicher ist es nur wenn man regelmäßig fährt. Mein Tip: Auch hier tauchen. Noch etwas: Ich bin PADI Taucher und habe keine Sterne, bin aber trotzdem der Meinung, dass Karten und Kurse nur Sinn machen, wenn man den richtigen Lehrer hat und ausreichend Übung (zwischen den Kursen) hat um dann die nächste Brevetierungsstufe zu erreichen.
16.08.2006 13:46
Naja ich finde der Kurs macht Sinn, wenn man wie "ÜbenÜbenÜben" auch viel taucht, da man doch den einen oder anderen Tip bekommt und auch Übungen gezeigt werden, die man auch ohne TL machen kann. ABER es bringt nix, wenn man nach dem PPB erst wieder in einem Jahr nach Ägypten fliegt und dort 10 TG macht.
Such dir nen See in deiner nähe, fahr hin und übe einfach nur. Dazu brauchst du keinen Trocki oder sonst was. Auf 5m sind auch deutsche Seen noch warm.
Wolle
16.08.2006 14:24
Ist wie mit dem Autofahren nach der Führerscheinprüfung.
Zumindest bei den meisten.......

16.08.2006 14:28
...neben regelmäßig tauchen gehen und üben ist es für die Tarierung über die Lungen wichtig, daß Du nicht überbleit bist. Dies ist die erste Voraussetzung. Beim Tarieren über den Inflator mußt Du ca. 3 sec. Zeitverzögerung einplanen, ehe Du die Auswirkungen spürst. Deshalb: wenn man merkt, man sinkt ab, sofort tief einatmen, um den weiteren Abstieg zu stoppen, vorsichtig etwas Luft ins Jacket, 3 sec. warten (oder ein großes und ein kleines Bier bestellen) ausatmen und testen, ob es genug war. Sinkt man wieder, wieder etwas Luft ins Jacket usw. usf. Wenn Du plötzlich aufsteigst, sofort komplett ausatmen und ETWAS Luft ablassen, berühmte 3 sec. abwarten und wieder vorsichtig einatmen, steigt man dann noch auf, wieder ausatmen und etwas Luft ablassen... am besten im Flachen im See erstmal üben oder im Bad, falls möglich. So instruiert und vorgeübt, schlagen selbst meine Anfänger in Hemmoor kaum ein, es sollte also auch bei Dir schon nach ziemlich kurzer Zeit klappen. Viel Spaß beim üben.
16.08.2006 14:33
...noch einen Tipp: Die Schnellablässe sind eigentlich keine Schnellablässe, sondern Notablässe. Wer nur darüber tariert, wird nie eine Feintarierung hinkriegen, also: Finger weg von den Notablässen und NUR über Inflator oder Lungen tarieren. Mit Einfüllen und Ablassen großer Luftmengen lernt man nie tarieren.
16.08.2006 15:00
Dummschwätz - ich benutze ausschließlich die Schnellablässe, glaube mir, es geht ganz gut...

Wenn natürlich Grobmotoriker ankommen, dann
16.08.2006 15:23
Peak-perf-was-Special? Was es nicht so alles gibt... Bis man auswenig weiss, wie das geschrieben wird, ist der erste Uebungs-TG schon vorbei

Also ich schliesse mich da der Meinung "Ueben" an. Ist wahrscheinlich effektiver und guenstiger...
Ob man jetzt unter Wasser "ein grosses und ein kleines Bier" zaehlt (damit einem das Wasser im Mund zusammenlaeuft) oder nur ueber den Inflator tariert ist dann auch egal.

Versuch dich beim naechsten Tauchgang ein wenig auf die von Dir angesprochenen Sachen zu konzentrieren, dann sollte es klappen.

Gruss

chrisly
(der je nach Lust und Laune auch ueber die Schnellablaesse tariert)
16.08.2006 16:13
schliesse mich der Eintragung von @und26Gäste an. Tariere auch immer nur mit dem Schnellablass

Aber für den Anfang immer schön mit dem Inflatorschlauch Luft ablassen.

LinuskoelnBarakuda TL
16.08.2006 16:25

Da alles Wichtige ja schon geschrieben wurde, nur noch eine Anmerkung:
Auch wenn Du die Tiefe beim tauchen schon gut halten kannst, bau Dir in die Tauchgänge immer wieder mal eine Art "Selbstkontrolle" ein: Einfach Flossenschlag einstellen, kaum bewegen und schau mal, ob Du dabei auch die Höhe hälst...
Manchmal kommt Tarierung über die Geschwindigkeit, sprich, Du gleichst unbewusst mit dem Flossenschlag einen evtl. Auf- oder Abtrieb aus

Aber alleine durch die Tatsache, dass Dir kleinere "Mängel" selber auffallen und Du dir Gedanken darüber machst, bekommst Du das sicher schnell in den Griff

Linus

16.08.2006 16:32
Schliesse mich ebenfalls der Meinung Ueben, Ueben, Ueben an. Ob mit Inflator oder Schnellablass ist eigentlich egal, da moderne Jackets durchaus minimalen Luftablass über den Schnellablass zulassen.
Aber, wirklich richtig tarrieren habe ich erst mit dem Fotografieren gelernt. Nach anfänglicher "Vollkonzentration", ja nirgends anzukommen und dabei noch direkt nach dem einatmen abzudrücken, und an Ort und Stelle zu bleiben, gehts nach vielem Ueben automatisch.
16.08.2006 16:54
<--- hab noch nie den schnellablass benutzt tauch seit rund 70tg nen cressi mit FCS aber das is ja auch eben wat anderes, da wird eben nur kurz an die hüfte gegriffen und dat knoepfchen "gedrueckt" hoffe meine schnellablässe funktionieren noch wenn ich sie mal brauchen werde ;)
16.08.2006 17:10
...und für die ganz chronische Tarierschwäche gibts ja bestimmt bald den "aquapilot" zu erwerben...

(das ist sowas wie die WORD-Rechtschreibekorrektur für den TN-Redaktionslegastheniker...)
16.08.2006 17:17
werte Gäste
den gab es doch schon im letzten Jahrtausend
http://www.taucher.net/redaktion/1/Quo_vadis_Aquapilot_2.html
Antwort