Ich war zuletzt im Nov./Dez. 2025 für drei Wochen in Sabang bei den Cocktail Divers. Das sollte zumindest reichen, um einen ganz guten ersten Eindruck zu bekommen. Moalboal und Malapascua kenne ich ebenfalls, allerdings ist das bei mir schon ein paar Jahre her.Vom Tauchen her ist Sabang entspanntes Easy Diving mit wenig Strömung. Die Korallen sind in einem guten Zustand und nach meinem persönlichen Empfinden deutlich besser als auf Malapascua. Großfisch gibt es eigentlich null, der Fokus liegt ganz klar eher auf Makro. Mit größeren Fischschwärmen ist das auf den Philippinen meiner Erfahrung nach generell so eine Sache, egal ob Moalboal, Malapascua oder eben Sabang.
Ob sich die Reise für DICH lohnt, kann ich natürlich nicht beurteilen. Das ist immer sehr subjektiv und hängt davon ab, was man erwartet. Ich fand es eigentlich ganz gut, wenn man mit realistischen Erwartungen hinfährt und weiß, worauf man sich einlässt. Für 'ne gute Woche kann man Sabang aus meiner Sicht auf jeden Fall machen.Es gibt drei Tauchgänge am Tag und bei Bedarf noch einen Nachttauchgang am Abend. Nach jedem Tauchgang geht es mit dem Zodiac zurück zum Resort.
Was mich etwas genervt hat: Die Guides zeigen unter Wasser sehr wenig bis eigentlich gar nichts. Dafür kannst du den Tauchgang mit deinem Buddy selbstständig beenden, wenn ihr bei 50 Bar angekommen seid. Boje sollte man dann natürlich dabeihaben.
Der Service rund ums Tauchen ist ebenfalls eher spärlich. Du baust deine Ausrüstung selbst zusammen, rödelst dich komplett mit Flasche an und läufst damit ca. 100 Meter durchs Resort. Danach noch eine Treppe runter und ab ins Boot, das übrigens keinen Sonnenschutz hat. Nach dem Tauchgang das ganze Spiel wieder zurück: Ausrüstung schleppen, waschen und für den nächsten Tauchgang wieder zusammenbauen.
Etwas merkwürdig fand ich allerdings, dass sich das schlagartig geändert hat, als eine Reisegruppe aus China angekommen ist. Plötzlich hat das Personal die Ausrüstung der Chinesischen Gäste zusammengebaut und zum Boot getragen. Da hat man dann gesehen, dass man "Service" doch kann. 
Zum "extrem ausgeprägten Rotlicht-Milieu"
Das fand ich persönlich gar nicht so störend. Wenn du nicht gerade in die einschlägigen "Bars" gehst, bekommst du davon meiner Meinung nach relativ wenig mit.
Klar siehst du immer mal wieder Touristen mit Filipinas herumlaufen oder im Restaurant sitzen, bei denen relativ offensichtlich ist, dass das jetzt nicht unbedingt die Freundin oder langjährige Partnerin ist. Und ja, es gibt eine Barstreet, in der sich die entsprechenden Bars konzentrieren.
Aber ganz ehrlich: So etwas findest du in vielen touristischen Orten auf den Philippinen. Für mich gehört dieses etwas Chaotische und leicht "Dirty" irgendwie auch zum Flair und Charme solcher philippinischen Kleinstädte dazu.
Unterm Strich: Sabang ist sicher nicht jedermanns Sache. Wenn man aber weiß, was einen erwartet, Makro mag, entspannt tauchen möchte und keinen großen Wert auf Rundum-Service legt, kann man dort aus meiner Sicht durchaus eine gute Woche verbringen.
Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich hier gerne melden.