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Taucher für Datenrettung am Main gesucht!

Geändert von MathiasBock,

Hallo,

ich hoffe ich bin hier halbwegs in der richtigen Kategorie gelandet um meine Frage zu stellen. Ich selbst bin kein Taucher und das ich mal einen bräuchte hätte ich auch nicht gedacht. Und zwar habe ich dem Nachbarsjungen, dem ich bei der Ausbildungssuche geholfen habe, einen Stelle in der Binnenschifffahrt vermittelt. Lange rede kurzer Sinn, ich hab ihm meine externe Festplatte ausgeliehen da er dort Daten draufziehen wollte die er in Würzburg für einen Termin bei seinem Arbeitgeber bräuchte.

Aus irgend einem Grund den ich bis jetzt immer noch nicht nachvollziehen kann, ist er anschließend Kajak mit seinen Kollegen im Landkreis Miltenberg gefahren, wo er laut seiner Aussage eine Flasche Cola aus seiner Tasche kramen wollte und dabei sei die Festplatte nahe des Ufers rausgefallen.

Ich habe leider alle meine wichtigen Daten und Fotos dort drauf, und bin leider schon über 10 Jahre aus der Schule weswegen die wiederbeschaffung meiner Zeugnisse Problematisch wäre. Gott sei Dank konnte ich wenigstens einen Spezialisten finden der auf die Datenrettung von verbrannten Geräten oder solchen die lange Zeit unter Wasser war wieder herstellen kann.

Jetzt fehlt mir nur noch ein Taucher, da ich selbst nicht der beste Taucher bin und zudem das Tauchen ohne Atemgeräte am Main untersagt ist will ich weder mein Leben riskieren noch mich Straffällig machen.

Da die Daten sehr wichtig für mich sind, würde ich den finanziellen Aufwand so gut es geht erstatten, jedoch weiß ich nicht an welche Adresse ich mich für sowas wenden kann. Deswegen frage ich hier wohin ich mich wenden kann, oder ob es hier jemanden aus der Umgebung gibt der mir Helfen könnte.

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IvoryAOWD
04.11.2019 16:38
Sofern Sporttauchen dort erlaubt und praktikabel ist, würde ich bei der nächsten Tauchbasis/Schule oder einem ansässigen Verein nachfragen, ob die das ggf. gegen eine Spende in die Vereins-/Kaffekasse machen. Anosnsten würde ich die ansässige DLRG fragen, die dürfen auch schon mal dort tauchen, wo es für Otto Normal Sporttaucher nicht gestattet ist. Vielleicht wollen die ja mal wieder eine "Rettungsübung" dort machen, wobei das Auffinden (Suchraster etc.) von Etwas oder Jemandem auf jeden fall eine sinnvolle Übung ist. Auch Polizeitaucher kann man fragen. Die dürfen überall rein und für die ist sowas auch eine schöne Übung. Ich würde jedenfalls nicht allzuviel Zeit verstreichen lassen, da gerade bei fließenden Gewässern schnell Schlamm über die Sache gewachsen ist.
04.11.2019 16:50Geändert von T.Afkam,
04.11.2019 16:53
Soweit ich mich erinnere, ist der Main kein glasklares Gewässer. Wie tief kannst du hineinsehen (besser: Sichtweite)? Ich vermute Sichtweiten im 1m-Bereich?
Da wird die Suche, wenn du nicht sehr genau weißt, wo die Festplatte liegt, fast unmöglich. Erst recht bei fließendem Gewässer (weggetrieben schon beim reinfallen, eingesunken/Sand).
Was soll denn jemand für einen Preis für eine stundenlange Suche mit sehr unsicherem Erfolg aufrufen?

Wenn du es aber sehr genau weißt: Festplatten (klassische) sind aus Stahl und magnetisch...
("externe" womöglich nicht, je nach Bauart.)
kwolf140614413-1; Nitrox**
04.11.2019 17:23Geändert von kwolf1406,
04.11.2019 17:26
DLRG, Feuerwehr, Polizei - würde ich auch zuerst fragen. Dann kann man natürlich auch einen Berufstaucher beauftragen. Den müsstest du im Branchenverzeichnis finden. Freizeittaucher wären eher nicht geeignet, weil sie da nicht dürfen und man auch nicht weiß, wie gut derjenige suchen kann. Unter Wasser ist etwas schnell gänzlich verschwunden.
arureusCMAS-TL**, Nitrox**
04.11.2019 18:51Geändert von arureus,
04.11.2019 18:51
Wenn Du den Verlustort nicht genauer als circa 10-15m eingrenzen kannst, kann man die Sache vergessen! Ein Kreisdurchmesser von 15m ergibt schon knapp 180m2 die mittels Leinensuchtechnik und "per Hand im Schlamm/Kies" bei mehr oder weniger Nullsicht abgetastet werden müssen.
Als ehemaliger Polizei- und Feuerwehrtauchlehrer und -einsatzleiter (und natürlich selbst -taucher) habe ich während 12 Jahren viele diverse Such- und Bergungseinsätze in Rhein/Main/Neckar usw hinter mir. Der Aufwand bei einer Genauigkeit größer 15m steigt extrem.
Im Main braucht man die Genehmigung des Wasser- und Schifffahrtsamtes, was grds. kein wirkliches Problem ist für DLRG und Unternehmen.
Ich biete mittlerweile Bergungen gewerblich an hier in meinem Umfeld. Aber auf Rechnung kostet die erste halbe Stunde bis 5m Tiefe und wärmer als 10 Grad schon 250,-€ jede weitere angefangene halbe Stunde 125,-€ plus plus plus.......
Das lohnt sich selten! Und das ist auch gut so.
Übrigens, die Story mit Kanufahrt in Miltenberg und Colaflasche hört sich eher nach "Räuberpistole" an. Wahrscheinlich hat er die Platte sonst irgendwie geschrottet.
Naja und ne Festplatte ohne backup hergeben........es gibt wohl Erfahrungen, die mann machen muss.
Viel Erfolg, wer immer Dir auch hilft!
Achja, Firma Maritime in Babenhausen wären was für Dich. Aber deren Stundensatz beginnt vierstellig.
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