Hier können alle Fragen zum Thema Tauchausbildung ausgiebig diskutiert werden. Verbandsübergreifend kann hier nach allem gefragt werden was zum Bereich Aus- und Fortbildung gehört - moderiert von erfahrenen Tauchern.
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GIKPADI/NACD/IART/TMX

Tauchen nichts für Junge? Warum?

In der Tauchbranche kann man es gut beobachten. Es gibt mehr ältere Taucher als Nachwuchs.

Was sind die Gründe das Tauchen nur was für „Alte“ ist?

Ist es zu aufwendig?
Es ist Ausrüstungsintensive und braucht ein Fahrzeug anders als nur ein Tennisschläger oder Kletterfinken im Rucksack. Die Verbände möchten jeden als Taucher, besser zum Ausbilden aber dann besser nicht ins Wasser, viel zu gefährlich dafür jeden Monat in den Service mit der Hardware und Wöchentlich ein EKG und CT mit sieben Stempeln. Mit allzu vielen Vorschriften wird alles eingeschränkt. Es ist soooo gefährlich, dass man fast zum Arzt ausgebildet wird damit man bunte Fischli sehen darf besser alles und jeden reanimieren kann und muss. Zum Tauchplatz nur mit Defibrillator im Holster

Ist es zu modisch?
Natürlich ist das meist elegant, modische Schwarz nicht gerade der letzte Schrei für die Schickimicki-Welt aber es gibt ja auch noch den neongelben Oktopus. Leider ist auf keinem Ausrüstungsgegenstand weder das bekannte Krokodil, den schwarzen Puma, eine Treibstoffsorte oder das unumgängliche Check-Zeichen zu finden… das kann man nicht tragen! Das die Nassanzüge nicht bis in die Knie lampen ist wohl das kapitalste Vergehen, so kann man nicht rumlaufen.

Ist es zu technisch?
Die zwei Knöpfe am Inflator sind leider nicht interaktive. Auf den gängigen TC’s ist der Game und Downloadmodus zum klauen jeglicher Filme und Musik so versteckt, dass man diesen nicht finden kann. Ohne Netz und Touchscreen und nutzlose APS ist der Elektronikschrott nicht interessant.

Ist es zu teuer?
Wenn man sich fürs Tauchen entschieden hat ist es nicht teurer als Skifahren, Windsurfen oder vergleichbare Materialintensive Sportarten über einige Jahre gerechnet. Weiss der Junior noch nicht weiss ob er nun Fussballstar, Kletterguru oder Trimixrekordhalter werden will ist es natürlich günstiger einen Ball oder ein Seil zu kaufen als das Tauchgerödel das er kaum schleppen kann.

Nun was schlägt die Tauchergemeinschaft vor damit die Jugend mehr Freude am Tauchsport hat als am Kampfsaufen, Kiffen oder Rumhängen?

Hoffe auf eine angeregte Diskussion alle Pädagogen und Schulmeister

Gruss aus den Philippinen GIK
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08.10.2011 08:16
Die Überschrift und den Anfang fand ich ja echt interessant. Warum danach nur Klischeeabgeklatsche?

Wie definierst du junge Leute?

Wenn ich mir überlege wie ich zum tauchen gekommen bin wundert es mich nicht das ich nicht früher angefangen habe. Ich bin nie an einem heimischen See vorbeigelaufen und dachte "cool da mal reintauchen das wärs doch".
Abgesehen davon ist es nicht grade günstig und eher aufwendig. Zudem praktisch nur am Wochenende machbar.

Wieviele "junge" Leute gehen wandern?

Außerdem finde ich den Altersschnitt gar nicht dramatisch hoch. Die knapp 20 Leute die letzten So. am See gewesen sind waren vom Alter her mehr oder weniger bunt gemischt von mitte 20 bis ü50. Wobei ich jetzt aufgrund meiner Erfahrung auch nicht so den Überblick habe wie das wo anders aussieht ...

Gruß
Dominik (mitte zwanzig)
FotohaieDM / TDI Rebreather (Triton)
08.10.2011 10:28
....kann es sein dass Tauchen einfach kostspielig ist, und deswegen der Altersdurchschnitt eher im Bereich derer ist, die genug Geld dafür auf der Seite liegen haben?
oktoTL / 1850 TG
08.10.2011 12:26
@Fotohaie, solange man für Handy,Spielekonsolen, Designerkleidung,piercing etc. hunderte Euros ausgeben kann, für das Unterstellen eines Pferdes (Hobby reiten) 300-400 Euro monatlich ausgibt (kenne genügend Jugendliche die reiten)finde ich das Tauchen erstmal nicht zu teuer. Es ist vielleicht nicht "cool" zu sagen ich war am Baggersee tauchen, Südafrika mit weißem Hai getaucht wäre bei weitem cooler aber da wirds dann teuer.
@ all Grüßle Okto
08.10.2011 12:52
Ich denke es liegt einfach an der regionalen Lage. In den Küstenländern weltweit sieht der Altersdurchschnitt wohl anders aus. Als junger Mensch möchte man dem Hobby so oft wie möglich nachgehen. Das ist aber in D nur in wenigen Regionen möglich.
Luke90GUE,TDI,IANTD,NACD
08.10.2011 12:59
Weil tauchen augenscheinlich langweilig ist ich habs damals mit 14 mit Wandern verglichen das macht man für sich selbst es gibt keine wettbewerbe oder dergleichen (ausgenommen orientierungstauchen ) ich hab damals mit dem JOWD wohl begonnen wel ich ANDERS sein wollte als die mainstream jugend. Kenne eigentlich keinen anderen Jugendlichen aus meinem umfeld darunter 5 Taucher ebenfalls mit 14-15 begonnen aber nur Urlaubsmäßig die das Hobby so intensiv betrieben haben wie ich mit 100Tg im Jahr und Ausrüstung im zweistelligen 1000€ berreich. 3 Hosen ,1 Paar Schuhe und 8 T-Shirts dafür einen Trockentauchanzug und den neuesten Tauchcomputer! Zurück zum anfangspunkt! Wer bei uns im deutschsprachigen raum ernsthaft taucht genießt doch einfach nur die ruhe unter der wasseroberfläche und die zeit in sich selbst zu gehen, den jeder flusbarsch und hecht wird nach spätestens 50 tauchgängen langweilig!
ag2908PADI Staff Instr.
08.10.2011 13:12
Meiner Meinung nach ist es nicht das Geld, das die jüngeren Leute abhält. 20 Euro Eintritt für die Disco oder Hunderte für Markenklamotten halten auch niemand vom Kauf ab. Der Jugend geht es durchschnittlich finanziell sehr gut.
Wenn ich am See mit Jugendlichen ins Gespräch kam, dann war oft das Interesse sehr schnell geweckt und so kam ich zu vielen meiner Tauchschüler.
Das Problem sehe ich eher darin, dass Jugendliche heute extrem viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung haben. Natürlich ist dies insgesamt ein Vorteil, aber die einzelnen Sparten leiden darunter.
Ich finde dass hier hauptsächlich die Vereine gefordert wären, da bei ihnen die Möglichkeiten am besten gegeben wären, profesionell auszubilden und Nachwuchs zu werben. Dass dies bei Vielen (nicht Allen) so ist, das ist nicht die Schuld der Jugenlichen sondern die der Vereine selbst.
Die Vereine sind nicht nur beim Tauchen auf dem absteigenden Ast. Sie hätten wirklich grosse Chancen, aber die meisten begnügen sich damit, alten Zeiten nachzutrauern.
Es sollte aktiv auf Menschen zugegangen werden und nicht gewartet werden bis es draussen an der Tür klopft. Wieso gehen Vereine nicht in Jugendzentren, Schulen oder geben regelmässig kostenloses Schnuppertauchen

Wenn dann doch mal jemand Interesse haben sollte, dann wird ihm oft erst mal Theorie um die Ohren gehauen als dass man mit ihm erst mal ins Wasser geht und ihn Blut lecken lässt. (Ich bekam damals als Anfänger gleich den Ehm vorgesetzt.)
Wenn doch jemand einen Kurs macht dann zieht man die Ausbildung ewig in die Länge und die Leute sind öfters beim "Um die Wette schnorcheln" zu finden als beim Tauchen am See. Wenn Vereine merken würden, dass sich die Zeiten geändert haben, man auf Jugentliche zugehen muss und dass Tauchen Spass machen sollte, dann würden sie bestimmt wieder Zulauf bekommen.
Ich hatte die meisten meiner Schüler in Deutschland im Alter zwischen 16 und 25 Jahren und ca.70% waren Mädchen. Meine Leute hatten jede Woche ein bis zwei Mal die Möglichkeit mit mir an den See zum Tauchen zu gehen und nutzten dies auch.
Heute muss auf Jugendliche zugegangen werden. Früher kamen sie von selbst, weil sie nicht die Möglchkeit hatten über die Dorfgrenze raus zu kommen.
Die Zeiten ändern sich und wer mit der Zeit geht, wird auch mithalten können.

Gruss Fred
haitaucherinSSI-AOWI,IAC,CMAS**M
08.10.2011 14:11
@GIK: es gibt genug junge Leute, die tauchen lernen, aber....
heute tauchen, morgen wieder was Neues...
ich habe den Eindruck bekommen, dass im Eilzugstempo eine Trendsportart nach der anderen abgearbeitet wird - nach dem Motto, je mehr desto anerkannter bei den Freunden...den "Jungen" fehlt einfach die Ausdauer, bei etwas länger zu bleiben..sie eilen rastlos von einer Trendsportart zur anderern..Schein machen, erledigt, abgehackt...die nächste bitte...
wir "Alten" betreiben einfach viel intensiver unsere Hobbies....
ein Zeichen der Zeit?!
lg
ramklovApnoeTL, TL**
08.10.2011 14:12
Die Altersstruktur beispielsweise im VDST weist tatsächlich eine "Delle" zwischen 20 und 40 Jahren auf. Bei den Jugendlichen ist der VDST übrigens mit sehr vielen Aktivitäten sehr stark vertreten. Die "Altersdelle" zwischen 20 und 40 scheint mir eher dadurch verursacht zu sein, dass die Leute in dieser Zeit an Familie und Karriere arbeiten. Nach 40 sind die Kinder alt genug und die finanzielle Lage istauch besser.

@ ag2908,

danke, dank Dir, einem fernab aller Vereine und fernab von Deutschland in einem Drittweltland freelancenden gewerblichen TL, kennen wir nun endlich die Schuldigen, nämlich die Vereine in Deutschland, in denen zahlreiche ehrenamtliche Taucher und Tauchausbilder ihre Freizeit in den Tauchsport und nicht nur die Ausbildung der Jugend investieren. Weißt Du, solche Ausführunge wie Deine am 08.10.2011 - 13:12 machen es mir schwer bis unmöglich, einem gewerblichen Kollegen wie Dir den unter Tauchern und Tauchausbildern üblichen Respekt entgegen zu bringen.

gruß ramklov
08.10.2011 14:41
@ramklov
Es ist dein gutes Recht, dich vor die VDST-Vereine zu stellen, aber es wäre konstruktiver gewesen, wenn du insbes. ag2908 in mindestens einem Punkt ins Unrecht gesetzt hättest als hier unter die Gürtellinie zu schlagen.
So aber haben eigentlich alle Vorposter Recht: Die Jugend hat sich stark verändert, und die Vereine haben ein Problem, weil sie darauf noch nicht richtig reagiert haben.
Gruß Rainer
ag2908PADI Staff Instr.
08.10.2011 14:45
@ramklov
Ich komme auch ohne deinen Respekt sehr gut über die Runden.
Ich finde aber schon, dass in Deutschland Vereine ein sehr grosses Potenzial haben, aber oft nicht erkennen dass man sich darum auch bemühen muss. Vereine könnten besser als jede gewerbliche Tauchschule auf Wünsche und Ansprüche der Jugendlichen eingehen.
Dafür muss man aber aus seine Schmollecke kommen und aktiv sich der Neuzeit anpassen.
Ich hätte kein Problem mit Vereinen an sich. Aber ich machte in der Vergangenheit immer wieder die gleiche Erfahrung mit Vereinen, egal ob Tauchen, Angeln oder was auch immer.
Wenn ein Verein gute Jugendarbeit leisten würde, dann würde dies dem Tauchsport in Deutschland bestimmt viel Zuwachs bescheren.
Aber dafür müssen sich die Vereine ändern und nicht die Jugendlichen.

Gruss Fred




ramklovApnoeTL, TL**
08.10.2011 16:08
@ ddiver,

"..wenn du ... in mindestens einem Punkt ins Unrecht gesetzt hättest" -> habe ich doch im Bezug auf die Jugendlichen, bei denen der VDST stark vertreten ist. Für Dich mal eine Statistik: http://www.htsv.de/upload/11/rudi.pdf

Was hältst Du eigentlich davon, wenn jemand die Vereinsarbeit für sich selbst ausdrücklich ablehnt und in Richtung Vereine ohne irgendwelche Begründungen Formulierungen liefert wie: "... die Schuld ... der Vereine", "auf dem absteigenden Ast", "die meisten begnügen sich damit, alten Zeiten nachzutrauern", "dann zieht man die Ausbildung ewig in die Länge" oder "muss man aber aus seine Schmollecke kommen"? Pardon, Dein Vorwurf meine Antwort wäre unter der Gürtellinie geht an der Realität vorbei.

Auch Sätze wie "Wieso gehen Vereine nicht in Jugendzentren, Schulen oder geben regelmässig kostenloses Schnuppertauchen" zeugen nur davon, dass der Autor dieser Hetze nicht weiß, dass genau dies von den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern in den Vereinen getan wird. Hier wird aus der Entfernung ohne Ahnung von der Materie einfach auf eine ehrenamtliche Arbeit eingedroschen, die der Urheber selbst nicht bereit zu leisten ist. Das ist hier die Lage.

gruß ramklov
milkywayUnvollendet
08.10.2011 16:18
Hallo!

Gründe wird es viele dafür geben. Ein wichtiger ist bei den Jugendlichen zum Beispiel Zeit.

ich bin gleichzeitig Vorsitzender eines recht großen Breitensportvereins (>3.000 Mitglieder). Wir kämpfen gerade im Bereich der Jugendlichen mit der geringen Zeit, die die Schüler heute haben. Aufgrund der Umstellung auf G8, mehr Ganztagsschulen etc. ist die Schule momentan ein großer "Konkurrent". Es verbleibt einfach nicht mehr genügend Zeit, um viele Hobbys abdecken zu können. Ergo wird sich eines ausgesucht, welches auch einfacher betrieben werden kann. Tauchen kann man nun einmal nicht überall, ist ausrüstungsintensiv und langwierig (Anfahrt, Aufrödeln, Abfahrt, Säubern).

Gewinnt man aber nicht die Jugendlichen, so wird es mit den Erwachsenen genauso schwierig, da sich viele Hobbys im Teenager-Alter prägen. Hinzu kommt die mangelnde Zeit, da man mit dem Berufseinstieg genauso beschäftigt ist wie mit der Gründung einer Familie. Erst später sieht es so aus, dass man sich wieder anderen, neuen Sachen widmen kann. Tauchen betrifft es genauso wie viele andere Sportarten auch. Ich sehe beim Skifahren im Anfängerbereich entweder Kinder oder ältere Erwachsene. Alles dazwischen ist rarer vorhanden.

Wir brauchen uns also nicht immer zu fragen, was mit den Vereinen oder dem Tauchen im Allgemeinen los ist. Es trifft fast alle Sportarten, es sei denn, sie sind gerade Kult, wie es z.B. das Tennisspielen mal war (Boris und Steffi sei Dank). Nun ist es nicht mehr up to date und die Tennisclubs ringen um Nachwuchs und werden immer älter. lediglich Fußball als Dauerbrenner kann sich hier etwas von los lösen, ist aber auch nicht vor dem Zeitmangel gefeit.

CU Oliver
koelle76VDST TL**
08.10.2011 17:49
@ ag2908:
Ich hatte ja die Hoffnung, dass sich deine blinde PADI-Gefolgschaft ein bisschen legt, wenn du nun auch CMAS-TL bist. Und in der Tat scheinst du da mittlerweile einen minimal differenzierteren Blickwinkel entwickelt zu haben. Leider ist mir schon seit längerem aufgefallen, dass dein neues Steckenpferd das Vereinsbashing zu sein scheint. Mit gewohnt pauschalen und undifferenzierten Aussagen kloppst du nun auf die Vereine drauf. Hast du so große Angst vor der ideellen Konkurrenz, oder woher kommt das? Ich meine klar: kaum ein Taucher, der im Verein ausgebildet wird, bezahlt deine Brötchen. Aber kann das wirklich der profane Grund für deinen Standpunkt sein?

PS: Stichwort Schnorcheln, Schwimmbad und langsame Ausbildung: Den Sinn eines Sportvereins, und als solches versteht sich ein Tauchverein, hast du auch noch nicht ansatzweise erfasst, oder?
08.10.2011 18:37
Ohje- jetzt wird`s ja richtig deutschtümelnd und oberlehrerhaft ;-(
In D habe ich auch die Erfahrung gemacht, daß Vereine (bspw. Kanu) einfach keine Jugendlichen mehr anziehen.
Im Urlaub habe ich diesen Eindruck weniger: wenn eine Tauchschule vor Ort ist und etwas Anwerbung betreibt, gibt`s interessierte Jugendliche die Menge; da wird der Altersdurchschnitt - gerade im Vergleich zu den Vereinen- ganz kräftig nach unten gezogen.
Zurück in D kommt dann der Frust: null Sicht, kalt, dunkel..
Damit kann man nicht viele vorm Ofen weglocken
Also Vereinsarbeit: warme Seen, Filteranlagen, guter Fischbesatz...
luziemilFischgucker
08.10.2011 20:18
Hi,
@ Eps:
Haste recht, ich hatte gerade vor, einen, Deinem, sehr ähnlichen Beitrag zu posten, kann ich mir ja jetzt sparen.
Ich war mehrmals auf Utila/Honduras, wo ich mit überwiegend europäischen, jungen Leuten tauchte, die mochten einfach die tropischen Tauchgegebenheiten und das "Unterihresgleichensein" wenn sie gerade mal nicht tauchten. Desweiteren waren die meisten für mehrere Monate/Jahre dort, um sich, teilweise bis zum Instructor fortzubilden, nicht zuletzt auch wegen der äußerst moderaten Preise, was Aus-und Fortbildung anbelangt!!! Das "Problem", wenn man es denn als solches sehen mag, scheint offenbar in den örtlichen Gegebenheiten hier in D zu liegen, die meisten jüngeren Leute haben wahrscheinlich einfach null Bock auf Vereinsmeierei, bzw. sich in nordeuropäischen Tauchgewässern, bei schlechter Sicht, den Arsch abzufrieren, was ich sehr gut nachvollziehen kann.
In diesem Sinne...
08.10.2011 21:07
Zur nachlassenden Attraktivität der Vereine: Stimmt das denn überhaupt? Nach meiner Erinnerung hatte der VDSt von ca. 15 Jahren rund 40.000 bis 50.000 Mitglieder. Heute sind es mehr als 70.000.

Grundsätzlich: Wollen wir überhaupt, dass es immmer mehr Taucher gibt? Die Tauchlehrer wollen das natürlich, sofern sie davon leben, Taucher auszubilden.

Aber wir, die Mehrheit der "normalen" Taucher, die das Tauchen als Sport betreiben: Wollen wir, dass es an den bekannten und attraktiven Tauchplätzen bald doppelt soviele Taucher gibt wie in der Gegenwart? Ich will das nicht!
08.10.2011 21:40
@GWS:
macht doch nix: uns bleiben ja immer noch die heimischen Gewässer. Die bleiben ja anscheinend vom Massenansturm etwas verschont- je Winter, desto mehr
ag2908PADI Staff Instr.
08.10.2011 23:14
@koelle
Ich habe die negativen Erfahrungen mit versch. Vereinen jahrelang gemacht, da ich in Deutschland bei einer kleinen Gemeinde beschäftigt und täglich damit konfrontiert wurde.. Es sollte kein Bashing sein, sondern vielmehr ein Anstoss an die Vereine endlich mal auf die Wünsche der jungen Generation einzugehen. Diese jungen Leute sind die Zukunft und werden einfach ignoriert. Sie werden sich nicht dem Verein anpassen sondern der Verein muss sich auf ihre Bedürfnisse einstellen, oder er wird eben auf Dauer untergehen.
Eps+Luziemiel
Ich war schon auf der ganzen Welt tauchen u.a.asiatischer Bereich, Honduras/Guanaja und jetzt eben in Ägypten. Deutsche Gewässer haben ihren ganz besonderen Reiz und das einzige was mir hier fehlt ist mal wieder ein TG im Bodensee. Da kommt auf Dauer kein anderes Gewässer ran

Grüsse aus Ägypten
koelle76VDST TL**
09.10.2011 00:51
@ag2908:
Es ist doch total hirnrissig, eine Urlaubsaktivität im Urlaub und einen vereinsmäßig betriebenen Sport miteinander vergleichen zu wollen. Das ist in allen Sportarten so und ist nicht tauchspezifisch. Im Urlaub ist Tauchen eine von vielen möglichen Freizeitaktivitäten, die die meisten Leute mal ausprobieren. In einem Urlaub ist es Surfen, im nächsten Tauchen und im übernächsten Kiten. Die Entscheidung, sich ernsthaft mit einer Sportart auseinanderzusetzen und einem Sportverein beizutreten, ist eine ganz andere Baustelle. Auch das ist nicht tauchspezifisch.
Ich bin der Meinung, dass der Tauchsport gut auf die massenhaft mit großem, Werbeaufwand zum Tauchschein bequatschten Gelegenheitstaucher in den Urlaubsgebieten verzichten kann. Denn um richtig betrieben zu werden erfordert diese Sportart ein zu hohes geistiges und finanzielles Engagement und viel zu viel Übung, um es ab und zu mal als Urlaubs-Fun auszuüben.
Du, Fred, magst aus deiner jetzigen Situation heraus die jungen Leute, die am Pool zu einem Schnuppertauchen oder gar einem OWD überredet werden als Nachwuchsförderung für den Tauchsport sehen. Ich tue das nicht. Denn von diesen Spaß-Event-Taucher bleiben nur die wenigsten dauerhaft bei der Stange. Und wenn nicht mindestens 28°C Wassertemperatur, Haie, Schildkröten und Mannas locken, sehen die auch eher keinen Anlass, tauchen zu gehen. Erst recht nicht in einen deutschen See, in dem es außer Steinen, Schlamm und grauen Fische kaum was zu sehen gibt, dafür aber unterhalb von 20 Metern ganzjährig 4°C Wassertemperatur herrschen und kein Bespaßer hinter mir her läuft und den Cheerleader macht und mich motiviert, tauchen zu gehen, ich nicht hinter einem Guide her tauchen kann, der mir das Denken abnimmt und mir keine unterbezahlten Analphabeten aus ländlichen, strukturschwachen Inlandsgebieten meine Ausrüstung hinterhertragen und hinterher waschen. All das bietet das Tauchen in Deutschland nicht. Tauchen in Deutschland bietet im Vergleich zum Urlaub relativ wenig, kosten viel und ist anstrengend. Insofern ist es kein Sport, mit dem man die eventorientierte Jugend massenhaft begeistern könnte. Aber das ist auch gar nicht das Ziel. Ich kenne viele Tauchvereine, die eine gute, nachhaltige und erfolgreiche Nachwuchsförderung machen. Klar: natürlich wird im Verein, gerade in der Kinderausbildung, erst einmal lange nur geschnorchelt und Apnoe getaucht und der sportliche Aspekt steht, in deutlichen Gegensatz immer auch im Fokus. Aber noch einmal: Tauchvereine sind Sportvereine. Leute, die in Tauchvereine gehen, wenn sie denn dort richtig sind, sehen es nicht als Nachteil an, wenn sie lange für ihren Tauchschein brauchen und eine solide Ausbildung bekommen. Kommerzielle Tauchausbildung und Vereinstauchsport sprechen völlig unterschiedliche Zielgruppen an. Natürlich gibt es Schnittmengen. Natürlich kommt es vor, dass jemand feststellt, dass er in der falschen Schiene begonnen hat und wechselt dann.
Ich sehe jedenfalls nicht diese Diskrepanz und den Nachwuchsmangel. Ich stimmt Fred zu, dass Vereine, die keine Nachwuchsarbeit machen, keine Zukunft haben. Aber ich sehe gerade in Vereinen die Möglichkeit, nachhaltige Nachwuchsarbeit zu leisten und dauerhaft Leute für den Tauchsport zu begeistern. Und zwar nicht als eine Urlaubsaktivität von vielen sondern als ein ernsthaft betriebenes Hobby. Sicher leisten hier in Deutschland auch einzelne kommerzielle Tauchclubs ähnlich gute Nachwuchsförderung. Und sicher lecken auch einige Urlaubs-Event-Taucher genügend Blut, dass sie sich hinterher auch für den ernsthaften Tauchsport in Deutschland begeistern.
chrisfussSSI IT, IANTD CCR, TMX Instructor
09.10.2011 04:40
@koelle76
Super! Ganz toll! Jemanden der Hirnrissigkeit bezichtigen und dann sowas...

"Ich bin der Meinung, dass der Tauchsport gut auf die massenhaft mit großem, Werbeaufwand zum Tauchschein bequatschten Gelegenheitstaucher in den Urlaubsgebieten verzichten kann."

Das gieng wohl voll in die Hose...

Wie du dann am Ende deines Beitrags doch noch zugegeben hast: Wieviele Urlaubstaucher sind mit der Zeit auch "Heimtaucher" geworden und wieviele die ein DSD gemacht haben, zum begeisterten ganzjahres Taucher? Natuerlich gibt es viele, die wieder abspringen, aber ohne diese anfaengliche Urlaubstaucher oder DSD wuerden viele diesen schoenen Sport erst gar nicht kennenlernen...
Denn mit Verlaub ich kann durchaus verstehen dass man eher an einem schoenen Urlaubsort auf die Idee kommt Tauchen einmal auszuprobieren als zu Hause in Deutschland...
Muss man dann die Urlaubstaucherei so abfaellig kommentieren?

Und ich habe verdammt nochmal nichts gegen Urlaubstaucher, die 1-2x im Jahr an einer schoenen Urlaubsdestenation eine handvoll schoener entspannter Tauchgaenge machen wollen.
Ich finde auch die Ausbildungssysteme nach PADI & Co sehr gut um dem durchschnittlichen Hobby Taucher das noetige Mindestwissen um genau solche Urlaubstauchgaenge durchzufuehren zu vermitteln. Wer mehr will kann sich jeder Zeit weiterbilden... Es fallen meiner Meinung nach auf den Booten und Basen dieser Welt nicht mehr Urlaubstaucher negativ auf als "Hardcore Taucher" aus Deutschlands kalten Seen.

Aber vielleicht ist die Delle bei 20 - 40 jaehrigen im VDST zumindest auch teilweise damit zu erklaeren, dass es immer wieder genau solche Spassverderber gibt, die staendig mit erhobenen Finger am See steht und ermahnen dass man mindestens 1x die Woche im Schwimmbad Schnorcheln gehen muss um Tauchen gehen zu koennen. Oder vielleicht mit der Kenntniss von EN Nummern prahlt um zu verschleiern dass er "nur" TL Assistent ist?
(Fuer alle die den Sarkasmuss an dieser Stelle nicht verstehen, es ist als solcher zu verstehen!)
Tauchen muss gerade in diesem Alterssegment vorallem Spass machen und dabei dem Anspruch den jeder persoehnlich an diesen Sport hat gerecht werden.
Nicht jeder hat ein technisches Interesse und begeistert sich fuer Rebreather und nicht jeder moechte sich eben mit Urlaubstauchen zufrieden geben und nicht jeder moechte Schnorcheln im Schwimmbad...

@koelle76
Oder vertrittst du auch die Meinung, dass jeder Radfahrer der im Sommer Sonntags mal eine Radtour machen moechte, sich ein Rennrad zulegt und mind. 1x pro Woche eine GA1 Ausfahrt macht? Die Strasse ist uebrigens gefaehrlicher als das Urlaubstauchen...

Und bei den Anfang 20ern ist das denke ich schon eine Geldfrage, denn ich haette als Student nicht auf Disco Besuche mit meinen Freunden zugunsten von Tauchen verzichten wollen. Und dass alle jungen Leute hohe Handyrechnungen haben ist auch ein Klischee und Generalisierung. Man hat in diesem Alter i.d.R. einfach deutlich weniger zur Verfuegung und kann nicht alles machen, da heisst es abzuwaegen und nein ich waere auch nicht zu KIK, C&A o.ae. gegangen um tauchen gehen zu koennen, ich wollte auch schoene Klamotten haben. Ich bin damals auch weniger getaucht und konnte damals einfach weniger Geld ins Tauchen stecken als heute.

Bei den 30-40 jaehrigen kommt dann noch dazu, dass das vielleicht gerade die Zeit ist, in der man Kinder bekommt. Wir sind ein tauchendes Paar, wenn wir jetzt ein Kind bekaemen wuerde das Tauchen deutlich eingeschraenkt werden, mal sehen vielleicht lassen wir dann den Kinderwagen zu Gunsten des Rebreathers zu Hause Oder wir muessen unsere Haushaelterin mit in den Urlaub nehmen. UND NEIN ICH WILL NICHT NUR ZU HAUSE TAUCHEN! Abgesehen davon dass ich in der 23Mio Stadt in der ich Wohne ausser im Aquarium keine Moeglichkeit dazu habe.

Mit 40 hat man dann eben wieder Zeit und Geld fuer aufwendigere Hobbies...

Fuer mich ist diese Delle durchaus nachvollziehbar.
Und Kommentare wie von @koelle76 sind mittlerweile glaube ich ohnehin nurnoch von den ewig Gestrigen zu hoeren, ich habe den Eindruck das viel zitierte Bashing hat sich in der letzten Zeit deutlich gebessert.
Streitereien wuerden jedenfalls keines Weges der Attraktivitaet des Sports beitragen.

Gruesse aus Asien

Christian
koelle76VDST TL**
09.10.2011 08:48
@ chrisfuss:
Ich freue mich, dass ich dir als Projektionsfläche und Feindbild dienen konnte. Leider bist du da völlig auf dem Holzweg. Vielleicht habe ich mich da missverständlich ausgedrückt. Die Aussage, auf die ich reagiert habe, war: In Tauchvereine gehen immer weniger junge Leute, wohingegen die jungen Leute in den Urlaubsgebieten in die Tauchbuden strömen. Darauf war meine Reaktion: "Ich bin der Meinung, dass der Tauchsport gut auf die massenhaft mit großem, Werbeaufwand zum Tauchschein bequatschten Gelegenheitstaucher in den Urlaubsgebieten verzichten kann." Du hast das jetzt so verstanden: In der Taucherei haben Urlaubstaucher nichts verloren. Gemeinte war: Den Vereinen, also dem TauchSPORT, bringen die Leute, die in den Urlaubsgebieten am Pool oder sonstwo zum Schnuppertauchen überreden wurden keinen Zulauf. Und auch damit sind eben nicht passionierte Urlaubstaucher gemeint, sonder eben wirklich Leute, die von sich aus nie auf die Idee gekommen wären, mit dem Tauchen anzufangen.
Um bei deinem Fahrrad-Beispiel zu bleiben. Ich fände es genau so hirnrissig, zu argumentieren: Diese ewig gestrigen Radsportvereine müssen mal von ihrem hohen Ross herunter kommen! In Zeeland haben die Radverleihe auch keine Probleme, Fahrräder zu vermieten Schon Kinder rennen ihnen die Bude ein. Aber die Leute haben halt einfach keinen Bock auf auf diese schmalen Sätteln und wollen auch nicht immer nur Kilometer auf der Landstraße fressen.

"Und ich habe verdammt nochmal nichts gegen Urlaubstaucher, die 1-2x im Jahr an einer schoenen Urlaubsdestenation eine handvoll schoener entspannter Tauchgaenge machen wollen.
Ich finde auch die Ausbildungssysteme nach PADI & Co sehr gut um dem durchschnittlichen Hobby Taucher das noetige Mindestwissen um genau solche Urlaubstauchgaenge durchzufuehren zu vermitteln. Wer mehr will kann sich jeder Zeit weiterbilden."
100% Zustimmung! Ich habe diesen Aussage selbst schon oft getroffen. Auch ich habe mitnichten etwas gegen Urlaubstaucher. Ich habe nur etwas dagegen, wenn so getan wird, als ob in den Urlaubsdestinationen die große Nachwuchsgewinnung des Tauchsports betrieben würde und die Leute dann in den Vereinen mit sinnlosen Forderungen wie regelmäßigem Schwimmbadtraining verschreckt werden.
Aber um es noch einmal zu sagen: Ihr vergleicht Äpfel mit Birnen: Ihr vergleicht eine kommerzielle Dienstleistung mit der Mitgliedschaft in einem Sportverein. Das sind einfach in allen Sportarten zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Genauso ist das eine halt eine Urlaubsbeschäftigung und das andere eine Sportart. Beides hat seine Berechtigung, beides hat seine Berechtigung und sicher gibt es Fluktuation. Aber dennoch sind die Herangehensweisen einfach anders. Tauchen war nie eine Massenbetätigung. Zwar versuchen die kommerziellen Brevetierungunternehmen, immer mehr Menschen für diese Tätigkeit zu gewinnen, aber das wird daran nichts ändern. Und Tauchen als Sportart mit Vereinsmitgliedschaft, regelmäßigem Training und ehrenamtlichem Engagement ist erstrecht kein Massensport und wird das auch niemals werden. Und das ist in meinen Augen auch völlig in Ordnung so.

PS: Entschuldige meine "Protzerei" in meinem Profil! Wie konnte ich da in dem Feld "Ausb. Stand" nur meinen Ausbildungsstand eintragen. Ich hätte da ja so gerne "DOSB Fachtrainer-C Breitensport Tauchen" hineingeschrieben, aber das passte da nicht rein.
ag2908PADI Staff Instr.
09.10.2011 13:35
@koelle76
Ich wüsste nicht, Urlaubs- und Vereinstaucher miteinander verglichen zu haben.
Ich habe aber viele Leute ausgebildet und auch nur so beim Tauchen kennengelernt die als Urlaubstaucher begannen und danach sehr viel Spass an deutschen Seen hatten. Ich persönlich hatte meine schönsten Tauchgänge ausschliesslich an deutschen Gewässern. Aber ich denke das ist von Mensch zu Mensch verschieden.
Du sagst:
"Ihr vergleicht eine kommerzielle Dienstleistung mit der Mitgliedschaft in einem Sportverein. Das sind einfach in allen Sportarten zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe."
Nein, ich verglich nicht Padi mit einem Verein Ich bemängelte die fehlene Bereitschaft vieler Vereine, egal ob Tauch-,Angel- oder Sportverein, auf die Bedürfnisse der Jugend einzugehen. Ob CMAS, Padi oder SSI ist mir dabei völlig egal. Tauchen kann man bei allen gleich gut oder schlecht lernen.
Wenn der Ausbilder Spass an der Ausbildung hat, dann rückt der Verband an die zweite Stelle. Wichtig ist aber dass die Leute auch regelmässig an den See kommen und nicht nur im Schwimmbad planschen. Ich hatte sehr viele Anfänger von deutschen Vereinen übernommen, weil sie beim Verein in der Warteschleife hingen und erst mit mir dann regelmässig an Wasser zum Tauchen kamen.
Weiterhin sagst du:
"Ich bin der Meinung, dass der Tauchsport gut auf die massenhaft mit großem, Werbeaufwand zum Tauchschein bequatschten Gelegenheitstaucher in den Urlaubsgebieten verzichten kann."
Aus Gelegenheitstaucher werden eben manchmal Taucher die regelmässig tauchen. Ein Grund für das Sterben der Vereine ist sicher, dass sie deine Meinung in diesem Punkt vertreten und lieber darauf warten dass jemand an der Tür klofpft und undertänigst um Ausbildung bettelt. Dabei hätten es die Vereine in der Hand das Ruder herumzureissen, auf die heutige Zeit flexibler zu reagieren und wirklich gute Arbeit zu machen. Wenn dies so wäre , dann hätte mich nichts daran gehindert im Verein zu bleiben.


Grüsse aus Hurghada
09.10.2011 13:56
Es ist die Gesellschaft:

Früher war man Handballer, Taucher oder Ringer.

Heute hat jeder ein Auto, geht regelmäßig ins Kino oder auf die Bowlingbahn und übt gleich mehrere Sportarten aus - das ist ein enormer Kostenfaktor. Zudem sind alle Konsumsüchtig, und so dürfen Apple-Produkte, Spielekonsolen und andere Artikel, die dem Status präsentieren, nicht fehlen.

Zeitgleich sinken gerade bei jungen Leuten die Festeinstellungen, und so geht man immer länger studieren, arbeitet über Leiharbeit oder bleibt dann direkt zu Hause.

Da ist kein Platz für einen Kostenintensiven Sport wie Tauchen. Rechnet man mal die Ausbildung, die regelmäßigen Flaschenfüllungen, die Wartungskosten und die Seegebühren zusammen, kommt richtig was zusammen.

Ich behaupte mal, das jeder 2te Atemregler am See den Wartungstermin überschritten hat, weil die Leute nicht investieren wollen in etwas, was auch ohne Investition funktioniert.
koelle76VDST TL**
09.10.2011 13:58
@ag2908:
Belege doch bitte mal das von dir proklamierte "Sterben der Vereine".
ag2908PADI Staff Instr.
09.10.2011 14:19
@koelle76
Bei der Gemeinde bei der ich arbeiete, hatte jeder Verein sehr grosse Nachwuchssorgen. Bei meinem Tauchverein war das noch krasser. Wenn Vereine fast nur noch aus Leuten über 40 bestehen, dann sollte es einem schon zu denken geben.
Wenn Vereine auf die Ansprüche der Jugend eingehen würden, wäre der Zulauf bestimmt auch grösser.
Wieso sollte z.B. das wöchentliche Treffen des Vereins nicht auch mal ab und zu in einer Kneipe stattfinden in der die Jugend verkehrt, sondern muss immer in der altmodischen Bauernwirtschaft stattfinden wie vor 30 Jahren??
Das wäre nur ein Beispiel.

Gruss Fred
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