Selbstbau einer LED-Tauchlampe

Hallo, möchte meine Kowalski 620 Halogen auf mit einer Hochleistungs-LED ausstatten. Habe mir auch schon was für die Wärmeableitung überlegt. Ich möchte ein Kupferrohr, von 2,5 mm Durchmesser, quer durch das Gehäuse legen, durch das dann das Seewasser fließt. Auf das Kupferrohr soll dann der Emitter gesetzt werden. Das einzige, was mir noch Kopfzerbrechen bereitet, ist die Abdichtung des Rohres, an dem Gehäuse. Was kann man da machen? Aquashure ist hässlich und irgendwie fusch. Ob es klappt, sei auch dahingestellt. Freue mich über Tipps.

VG, HV
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16.10.2012 02:19
Ps.: Ich meinte natürlich ein Kupferrohr von 2,5 cm Durchmesser
16.10.2012 07:58
Löten? Schweissen? je nach Material... macht dir jeder Kunstschlosser für wenig Teuros
16.10.2012 08:00
idealerweise Laserverschweissen, allerdings weiss ich nicht, was für ein Material du am Anfang und Ende des Kupferrohres hast und ob das überhaupt schweissbar ist.
16.10.2012 08:23
Warum so eine aufwändige Kühllösung ?
Viele Tauch- u. Videolampenhersteller verwenden das Gehäuse der Tauchlampe als Kühlkörper, indem der LED-Kopf vom Batterieteil trennbar ist.
Dafür wäre dann allerdings eine Drehbank erforderlich.

Mit Gruss



16.10.2012 09:34
Oder einfach für jede LED einen eigenen kleinen Alu-Reflektor verwenden. Das ganze in das vorhandene Gehäuse und fertig. Hab ich auch so gemacht und funktioniert bestens (4x SSC P7 in einer Lampe). Ein Kühlrohr ist zwar stylisch, aber total übertrieben!
Gruss,
Tobi
16.10.2012 11:00
Hallo,
einfach ein passendes Drehteil in den vorderen Teil der Lampe einpassen. Darauf zum Beispiel 4x XM-L U2 mit vier Optiken, einer Vierfachoptik oder vier kleinen Reflektoren im passenden Abstrahlwinkel. Das Aluteil wird mit Wärmeleitkleber oder Paste in das Gehäuse fest eingesetzt und darunter kannst du dann die obligatorische Akkuüberwachung und den Treiber auf die Andere Seite der Aluscheibe montieren. Alles andere ist zu aufwändig und du wirst es niemals dicht bekommen.
16.10.2012 14:42
Ich hab ebenfalls eine LED-Selbstbaulampe gebaut.
Auch mit 3x1,5W High Power LEDs.
Befestigt habe ich diese so ähnlich wie Sebastan_S
Nur dass ich den Kühlkörper nicht am Gehäuse angeklebt habe - sondern einfach mit O-Ring fixiert (war ne Nut eingedreht)

Weißt du schon was für Akkus du nimmst?
Ich brauch nämlich neue, denn mein alter Akkupack ist mir leider abgeraucht

Gruß
16.10.2012 15:38
Hallo, danke erstmal für die vielen Antworten. Ich werde mir ein Alu-Rohr, evtl. mit größerem Durchmesser, wegen der geringeren Wärmeleitfähigkeit, im Gegensatz zu Kupfer einschweissen lassen. Eine herkömmliche Wärmeableitung über das Gehäuse ist glaube ich bei dieser LED nicht möglich. Es ist ein CREE-Emitter mit 30 V/2800 ma, der 10.000 Lumen machen soll. Ich möchte dafür einen Lipo Akku aus dem Modellbau nehmen, den ich dann in Reihe schalte. Meint Ihr, die geplante Kühlung wird ausreichen? Das Wasser in dem Rohr hat ja meistens nicht mehr als 10° C. Der Emitter wird dann mit Wärmeleitkleber auf das Rohr geklebt.

LG, HV
16.10.2012 15:42
Ps.: Weiss jemand, ob eine Kowalski 620 eine speielle Legierung hat? Kann man auf dem Gehäuse problemlos schweißen?
16.10.2012 17:14
Hallo,

Das durchfluss dings ist wirklich nicht nötig.
Klebe mit wärmeleitkleber(Pc bereich) eine Alu oder Kupferprofil in deine Lampe so das es am Gehäuse ist. Montiere draus alles was wärme Ableiten muss und fertig. Intressieren würde mich mal deine Akku Lösung... und das in einer 620er...Und wahrscheinlich Betreibst du die LED an einem Step up Wandler oder?

Gruss
16.10.2012 17:42
Hallo Chefkoch, das Durchflussdingens habe ich mir jetzt in den Kopf gesetzt. Vor Allem, weil sich die Lampe von innen nicht so stark erhitzen darf, da der Wirkungsgrad der Akkus ab 60° C. stark abnimmt. Mit einer Alu-oder Kupferplatte würde sich das Gehäuse stark von innen erhitzen, Das Durchflussdingens würde die Wärme direkt an`s Wasser weitregeben. Ich hatte mir überlegt, wie schon erwähnt, in Reihe geschaltete Lithium Polmer-Akkus aus dem Modellbau zu nutzen. Die sind schon recht klein. Die LED möchte ich über eine KSQ laufen lassen. Hast du vielleicht eine Idee, welchen Akku ich da nehmen sollte?

Gruß
HV
16.10.2012 17:50
... macht`s nicht *BUMMMMS* wenn die LiPo Akkus mit Wasser in Verbindung kommen?
Oder ist das nur mit LiIonen Akkus so?

Ich denke, dass die Kowalskis nur eloxiert sind ... evtl. auch harteloxiert.

Aber für 30V und falls du die LED wirklich auf 2800mA laufen lassen willst brauchst schon ordentlich Saft bei den Akkus
Ob die in die kleine 620er reinpassen?!
Schonmal an ne Tanklampe gedacht?
Dann könntest fast den ganzen Platz in der Lampe für nen Kühlkörper freihalten und bräuchtest das Gehäuse nicht "zerstören"
16.10.2012 17:59
Hallo St., ja habe ich auch schon d`ran gedacht. Aber die Kosten für die ganzen Kleinteile sind so hoch, dass es sich kaum lohnen würde. Die lampe habe ich jetzt schon, die jetzigen Akkus sind tod. Von daher bietet sich der Umbau an. ...vor Allem habe ich es mir in den Kopf gesetzt ;)

Kann sein, dass die Akkus explodieren, sie sind aber wasserdicht. Sonst solltest du auch nicht mit deinem Handy durch den Regen gehen, oder in`s Wasser fallen. Ansonsten: Aus der Traum von der Großfamilie :D
16.10.2012 22:15
Hallo,

Ja an dem Durchflussteil habe ich auch schon rumgedacht aber dann bei meinem "Projekt" sehr schnell verworfen. Aber dein Projekt läuft auf eine Entäuschung heraus. Da musst du etwas ändern.
Ich habe meine Lampe mit 14.4V und einem 3800mAh NiMh Akku Betrieben und die kleinere Treblelight war Definitiv mehr als voll. Bedenke auch den Platz vom Reflektor. Und wie du auf 30V und anständige Brenndauer(also mehr als 5min) kommen willst weiss ich wirklich nicht. Schau die mal die Lampe HW80 von Heinrich Weikamp(oder so ähnlich) an. Das wäre etwa deine Liga. Vergleich seine Masse und deine...Ich würde in der gegend von 3 XML Arbeiten. Das würde sicherlich was schlauses geben. Oder die neusten Cree XPG.
siehe allenfalls www.led-tech.de inkl. Forum

Gruss und viel erfolg, egal was du dann Baust
17.10.2012 20:58
Danke für die vielen Tipps, werde die Lampe mal hier vorstellen, wenn sie fertig ist
17.10.2012 22:30
Cupfer mit Aluminium zu verschweißen ist schon ne Herausforderung. Wurde aber am Inst. f. Schweißtechnik der TUBS in den 70ern gemacht. Mit Zwischenlagen aus Aluminiumbronze.

Für ne Tauchlampe wäre der Aufwand genauso hoch, wie der Ansatz schräge ist. Lass die Finger davon, wenn du von der Materie nix verstehst. Lernen mit Lithium wird teuer. Aber vielleicht hilft Lithiumcarbonat.
18.10.2012 08:40

Würde dir anstelle der LiPos LiMn oder LiFe empfehlen.
Die sind im Gegensatz zu den LiPos eigensicher.

Und ja, die Lampenhersteller wissen, warum sie um die LiPos einen großen Bogen machen.

Falls das mit dem Röhrchen nicht klappt - würde ich den Umbau zu einer Tanklampe ins Auge fassen.
Die 620er als Akkutank mit getrenntem LED-Kopf.

Dein Durchflussteil sehe ich eher sehr skeptisch - lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

Wünsche dir trotzdem viel Glück

Mit Gruss
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