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Schlimme Erfahrung beim OWD in Ägypten

Geändert von Alex B,
14.11.2022 00:24

Hallo liebe Taucher,

Ich bin neu hier und habe mich angemeldet, um über meine erste Erfahrung beim OWD-Kurs in Ägypten zu berichten. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr vielleicht Feedback hättet, denn ich mag Tauchen noch immer und würde es gern im nächsten Jahr erneut angehen.

Mein Sohn (16) und ich haben Urlaub in Ägypten gemacht. Viele unserer Freunde haben bereits den PADI OWD gemacht und haben uns dazu geraten, diesen Kurs auf jeden Fall zu machen. Gesagt, getan. Vor Ort habe ich dann im Hotel einen Kurs für uns beide bei unserem Reiseleiter gebucht. Die Bewertungen für die Tauchschule sahen gut aus und mir wurde zugesagt, dass ein deutschsprachiger Tauchlehrer vor Ort sein würde.

Am nächsten Morgen wurden wir abgeholt und zur Basis gebracht. Hier wurden uns die Bücher verkauft und wir haben Anzüge anprobiert, die wir dann in eine nummerierte Kistw tun sollten. Wir hatten unsere eigenen Schnorchel und Flossen dabei.

Dann ging es direkt aufs Boot und ich habe gefragt, ob wir als komplette Anfänger nicht erstmal im Pool oder an Land üben sollten. Hier wurde nur gesagt, ich soll mich beruhigen, alles kein Problem. An Bord kam dann ein deutschsprachiger Mann zu uns, der sich auch nicht vorgestellt hat und erklärte uns, dass es Probleme mit den Büchern gibt, er kein deutsches mehr hat und er uns dann irgendwann englische besorgt. Wir sollen uns reinsetzen und Videos gucken. Das haben wir dann auch gemacht. Wir haben es bis Lektion 4 geschafft, als wir dann wohl am Ort des Geschehens ankamen.

In der Zwischenzeit wurde klar, dass außer uns noch ca. 30 weitere Menschen an Bord waren, die meisten wollten schnorcheln. Es waren auch zwei weitere Deutsche darunter, eine Dame, die Schnuppertauchen wollte und ein Herr, der den AOWD machen wollte. Die Dame mit dem Schnupperkurs wurde mit uns vor den Laptop gesetzt. Plötzlich wurden wir gerufen und sollten uns ganz schnell umziehen und fertig machen. Leider waren die Anzüge aus der Basis nicht mehr in den jns zugewiesenen Kisten. Uns wurde die gesamte Ausrüstung angelegt und ein englischsprachiger TL tauchte auf und sagte, er nimmt uns jetzt mit ins Wasser.

Wir wurden dann mehr oder weniger ohne weitere Anweisung ins Wasser geschubst. Der TL klemmte sich einen links, einen rechts unter den Arm und schwamm los. Nach so 7 Minuten bekam mein Sohn Angst. Ich wusste nicht was los war und habe den Tauchlehrer losgelassen und erstmal gewartet, was nun passiert. Mein Sohn tauchte panisch auf, der TL hinterher und drückte ihn dann immer wieder unter Wasser. Ich bin dann hingeschwommen und habe mich zwischen die beide positioniert und erst den TL, dann meinen Sohn beruhigt. Mein Sohn hat eine Zahnspange und hatte Probleme, die Lippen richtig über dem Mundstück zu schließen und konnte das nicht richtig auf Englisch erklären. Also habe ich übersetzt. Der TL schrie daraufhin rum, was ihm einfällt, einfach aufzutauchen und was das soll, wir müssen jetzt zurück und zwar tauchend. Um uns herum waren in der Zwischenzeit noch 4 andere Tauchboote mit jeweils mindestens 30 Gästen angekommen, also hatten wir auch kaum eine Wahl, als zurückzutauchen. Haben wir dann auch gemacht.

An Bord beruhigte sich mein Sohn wieder und der TL kam dann zu uns. Er hat sich nicht vorgestellt und ich habe später dann erst erfragt, wie er eigentlich heißt. Er war sehr aufgebracht und schimpfte und sagte, dass wir hören müssen, da er ja für unsere Sicherheit verantwortlich sei. Habe ich eingesehen. Mein Sohn bekam ein anderes Mundstück, mit dem es deutlich besser klappte. Wir sollten dann weiter vor den Laptop, das ging aber nicht, weil der Platz für das Mittagessen gebraucht wurde. Bücher hatten wir zu der Zeit auch nicht.

Also haben wir gegessen uns gewartet mit der Schnuppertaucherin, deren erster Tauchgang deutlich besser lief. Sie machte uns Mut. Zum zweiten Tauchgang wurden wir wieder ganz plötzlich gerufen, aber diesmal war der TL an Bord und nicht schon im Wasser.

Dann wurden wir wieder gerufen und der TL zeigte uns wie man die Ausrüstung zumsammenbaut und erklärte die einzelnen Teile. Also Flaschen, Druck, erste Stufe, Weste und Bleigurt. Er sagte dann, dass wir beim zweiten Tauchgang folgende Übungen machen: Maske mit wenig Wasser drin auspusten, Maske komplett voll auspusten, Maske abnehmen, wieder aufsetzen und auspusten, Regler rausnehmen, festhalten und einsetzen und Regler wegwerfen, finden und wieder einsetzen. Sollte noch Zeit sein, würden wir auch gleich Buddyatmen probieren. Zeit für Fragen war nicht wirklich, denn die Schnorchelgruppe kam zurück. Dann sollten wir uns anziehen und wieder ins Wasser. Hier sagte er noch, dass wir unsere Masken nicht benutzen sollen, sie gefallen ihm nicht. Jetzt sollten wir also erst an einer Leine runtertauchen und dann hinter ihm her schwimmen. Es sollte auf 7m Tiefe gehen. Ich hatte erst ein wenig Probleme mit dem Druckausgleich, es ging dann aber indem ich ein Stück hoch bin, da den Ausgleich gemacht habe und dann langsam wieder runter gegangen bin und eben öfter einen Druckausgleich gemacht habe.

Wir schwammen eine ganze Weile und ich hatte so einen Tiefenmesser an meinen Finimeter. Wir waren teilweise auf 8 m. Er suchte sich dann einen sandigen Platz am Grund in 7m Tiefe. Wir sollten im Kreis um ihn knien. Hier führte er dann unter Wasser die oben genannten Übungen vor und zeigte auch, wie man mit der Weste tariert.

Nacheinander sollten wir dann die Übungen machen (übrigens auch unsere Schnuppertaucherin). Wir fingen mit den Reglerübungen an. Hier passierte mir dann ein Unglück. Ich habe es gut hinbekommen, dass Mundstück rauszunehmen, festzuhalten und wieder einzusetzen, aber als ich es wegwerfen musste, lief die Stufe wohl voll Wasser. Ich wusste das nicht, habe vorne die Taste gedrückt und dann ganz tief eingeatmet. Leider habe ich bei der Aktion wirklich viel Wasser eingeatmet und Panik bekommen. Ich wollte auftauchen, aber der TL hielt mich fest und guckte mich an. Ich habe gezappelt und Angst gehabt, er hat mich nicht auftauchen lassen. In der Zeit war das Wasser dann auch weg aus der Stufe und ich konnte wieder atmen. Meine Lunge brannte wie Feuer. Wir haben dann trotzdem noch alle Übungen fertig gemacht und ich habe wirklich noch alles hinbekommen, Maske auspusten abnehmen und auspusten, etc.

Dann sollten wir zurück. Auf einmal sah ich dann, dass unsere Schnuppertaucherin von ihm festgehalten wurde und sie dann seinen Oktopus bekommen hat. Oben angekommen, schrie er wie verrückt auf Arabisch die Crew an. Es kam raus, dass ihr Tank nicht richtig gefüllt war und sie keine Luft mehr hatte.

Wir haben uns dann umgezogen, die Ausrüstung auseinander gebaut und verstaut und waren dann froh, einfach ausruhen zu können. Der TL kam dann zu uns und hat gesagt, er wäre halt sehr streng aber dass das ja alles kein Problem gewesen wäre. Ich hab ihn dann mal gefragt, wie er eigentlich heißt und ihm gesagt, dass ich richtig Panik hatte und es toll gefunden hätte, wenn ich vorher eine genauere Erklärung oder die Möglichkeit zum Üben bekommen hätte. Er erklärte daraufhin, dass er ein wirklich guter Tauchlehrer sei und dass jemand, der so Panik bekommen hätte wie ich, eigentlich aus dem Kurs fliegen müsste und ich soll halt besser auf ihn hören. Morgen würden wir dann die Westen ausziehen und unsere Schnuppertaucherin soll doch bitte auch den OWD machen, sie hat das gut gemacht mit dem Buddyatmen. Mein Sohn hat den zweiten Tauchgang auch prima geschafft.

Dann sind wir zurück gefahren, haben noch zwei gebrauchte, englische Bücher in die Hand gedrückt bekommen und wurden verabschiedet.

Abends tat mir dann bei jedem Atemzug die Lunge weh, aber ich wollte das nun doch irgendwie durchziehen, auch wenn ich so meine Zweifel bekommen habe. Mein Sohn sagte, er passt sich mir an und wenn ich nicht mehr will, ist er nicht traurig. Also sind wir am nächsten Tag früh aufgestanden und haben da mit unseren Sachen gestanden und gewartet. Nach 30 Minuten war dann klar, dass uns der Fahrer vergessen hat. Wir sind also auf unser Zimmer gegangen und sind dann fast eine Stunde nach Abholzeit angerufen worden und gefragt worden, wo wir denn sind. Wir hatten natürlich an der Rezeption Bescheid gesagt. Ich habe dann gesagt, dass mir das zu spät ist, weil ich ja auch wusste, dass das Boot in 20 Minuten ablegen will und sonst hätte auf uns warten müssen.

Irgendwie hat mir das den Rest gegeben und ich habe den Rest des Kurses dann abgesagt. Einmal hatte ich Sorge, dass es dann noch stressiger werden würde wegen dem Zeitdruck und je länger ich Zeit hatte, um nachzudenken, umso weniger sicher habe ich mich bei dieser Tauchschule und dem Tauchlehrer gefühlt. Unsere Schnuppertaucherin sagte zu mir, dass sie sich weg drehen musste, als ich so Panik hatte. Es sah wohl ganz furchtbar aus.

Meine Fragen nun an euch:

Soll das so ablaufen?

Habe ich übertrieben reagiert, weil ich den Kurs dann abgesagt habe?

Wie erkenne ich eine gute Tauschule? Englisch oder Deutsch ist mir eigentlich egal, denn ich spreche beides fließend.

Meint ihr, ich kann mich nochmal an einen OWD wagen? Ich habe richtig Angst, weil ich denke, ich könnte wieder in so eine Situation kommen.

Vielen Dank, wenn ihr diese lange Story gelesen habt. Wie gesagt, ich bin Anfänger und habe mit Sicherheit Begriffe durcheinander gebracht, sorry dafür! Ich habe das Ganze am Handy geschrieben - wer Tippfehler findet, darf sie behalten

Geo Tags: Ägypten, Ägypten (allgemein)
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SeraphinCMAS**
14.11.2022 00:30
Vorweg, ich hab meinen Tauchschein im Verein gemacht und nicht auf einer kommerziellen Basis. Diesbzgl. kann ich also keine Erfahrung geben, die von dir geschilderten Situationen lassen mir jedenfalls die Nackenhaare zu Berge stehen. So soll garantiert kein Anfänger Tauchkurs statt finden.

Für mich hört sich das nach einer Fließband Geschichte an, kein Eingehen auf euch als Tauchschüler, gerade auch bei Problemen statt findet. Eine Out of Air Situation wegen zu wenig gefüllter Tauchflasche bei einer Schnuppertaucherin ist für mich nicht nur ein No Go, sondern abgrundtiefes Versagen der beteiligten Verantwortlichen.

Der Tauchlehrer selbst massivst gestresst und überarbeitet, oder schlimmerenfalls einfach nur ein selbstgefälliger aber nicht mit Kompetenz überzeugender Mensch.

Ob der Tauchlehrer bzw. das Setting was taugt, stellt sich leider erst oft im direkten Kontakt heraus, wobei namentliche Empfehlungen der Person vermutlich die zuverlässigere Empfehlung sind, als nur die Basis: da können die Tauchlehrer ja auch ziemlich wechseln ...

Solche Erfahrungen wie die deine Geschilderte: Hut ab, dass du dabei weiter dran fest halten und dich nicht unterkriegen lassen willst.

Ich kann dir da nur empfehlen, einen neuen Anlauf zu nehmen, und zwar mit Tauchlehrer die sich Zeit für eure Ausbildung nehmen und auf eure Sorgen und Probleme eingehen können.

Wie ihr konkret auf diesen Kurs reagieren könnt, sollen andere beantworten. Dem Hörensagen nach habe der Verband PADI zwcks Qualitätssicherung auch hier offene Ohren und es soll Möglichkeiten geben, den Kurs an anderer Basis wieder aufzunehmen. Aber da werden sich sicher noch besser Informiertere dazu äußern können.
14.11.2022 08:53
Hallo,
aus meiner Sicht war es richtig abzubrechen. Hier ist zu viel falsch gelaufen, die sogar gefährlich waren. Ich würde mir hier mindestens da Geld zurückholen. Und bei PADI melden.

Gerade Urlaubstauchen ist sehr sicher. Lass dir eine gute Tauchschule empfehlen und fang noch mal an.

VG



14.11.2022 09:06
es gibt meines Wissens nach auch die Möglichkeit, hier die Theorie und Bad-Einheiten zu machen, und nur mehr die Freiwasser-TG im Warmen zu machen. Da bekommt man vielleicht auch eine empfehlung, wo...
Jedenfalls hut ab, dass ihr es überhaupt so lange durchgehalten habt, ich hätt nach dem ersten TG den Hut drauf geworfen und jedenfalls eine Beschwerde an den Verband geschrieben.

Vielleicht mal veratmen, entspannen und, Zähler nochmals auf Null drehen und nochmals probieren...
IvoryAOWD DTSA**
14.11.2022 09:17
Ich würde das auch bei PADI melden. So darf das nicht ablaufen. Auch wenn die Tauchausbildung in Tourismusgebieten häufig nicht sehr individuell und gründlich ist, glaube ich, dass das was ihr da erlebt habt, eine besonders haarstreubende Ausnahme ist. Zumindest hoffe ich das. Ich habe meinem PADI OWD bei einer kommerziellen Tauchschule hier in Deutschland gemacht. Am Anfang standen mehrere Abende mit Theorie und erst nach der kompletten Theorie ging es zum See. Alle übungen wurden an Land besprochen. Insbesondere wie man einen Automaten ausbläst und wiedererlangt oder auch wie man eine Maske ausbläst wurde nicht nur sehr ausführlich besprochen, sondern auch an Land trocken geübt. Das sind halt kritische Dinge die man wissen muss, bevor man es versucht.

Es wäre Schade wenn ihr aufgrund dieser beschissenen Erfahrung das Tauchen aufgebt. Mein Rat. Sucht euch eine Tauchschule oder einen Verein hier in Deutschland. Ich würde da auch gar nicht den nächst besten nehmen. Sprecht vorher ausführlich mit dem TL über eure Erfahrung, damit er weiß, wo er euch abholen muss. Wenn ihr nach den Gesprächen ein gutes Gefühl habt, legt los, ansonsten geht zum nächsten. Die Chemie muss stimmen und der TL muss eine gewisse Vertrauenswürdigkeit ausstrahlen. Mit mehr Ruhe und Zeit ist Tauchen wirklich gut im Rahmen so eines OWD oder CMAS 1 Stern zu lernen. Ich denke, dass schlimmste habt ihr hinter euch.
AnkouVielleicht
14.11.2022 09:29Geändert von Ankou,
14.11.2022 10:52
Immer die Arschbacken zusammen und melden. Melden macht frei........
Streichen wir mal die subjektive Betroffenheit und die Empörung raus und gehen davon aus, dass die Story so stimmt. Das ist natürlich nicht der richtige Weg. Man kann durchaus Schnuppern im Freiwasser anbieten, dort wo es nicht tief ist und die Möglichkeit besteht den Zögling subito aus dem Wasser auf das Boot zu zerren. Wenn ich das Meer vor der Haustüre habe, nehme ich nicht den blöden Pool.
Zum first try gehört eine ausführliche Einweisung und m.E. einen 1:1 Betreuung, die einen können es sofort, manche sind langsam, einige springe aus dem Wasser. Kann man vorher schwer einschätzen.
Ich würde mir hier ein Tauchschule, Verein, Club suchen, bei dem dir die Menschen gefallen und es erneut versuchen.
Das mit dem melden, gähn, interssiert keine Sau, weil im Zweifel der Schwager gesehen hat, das du schuld warst....
Dominik_Emind is like parachute
14.11.2022 09:33
Also, erstmal, es ist auf jeden Fall schade, wenn die ersten Erfahrungen so ausgehen!

Es ist, und das bitte nicht missverstehen, für mich jedenfalls aber auch unmöglich, wirklich sicher zu sein wo Dinge als schlimm empfunden wurden, wo Dinge wirklich schlimm waren, was Standardverstöße ( = "Darf der Tauchlehrer auf keinen Fall") gewesen sein könnten, und was vielleicht einfach seltsam aussah.

Einen guten Eindruck von der Tauchschule bekomme ich aus Deiner Schilderung jedenfalls nicht. Genau klären würde es wenn dann PADI können, die haben ja auch eine Qualitätssicherung.

Ob das Tauchen für Dich etwas ist würde ich nicht an dieser Erfahrung festmachen. Probier es andernorts nochmal, mit wenigen Leuten, erkläre vorher in Ruhe, dass Du vielleicht nicht zu den entspanntesten gehörst. Wenn es dann Spass macht, prima! Wenn aber nicht, ich würde es halt nicht "wegen des Sohnes" mit machen, die Kinder finden auch alleine gut zu den Hobbies.

Ich drücke die Daumen, dass es dann viele gute Erfahrungen gibt!
PerkedderCMAS**/DTSA**
14.11.2022 10:15
Hier wird bei weiterführenden Kursen Richtung TEC gerne empfohlen, sich erst den Tauchlehrer anzusehen und erst, wenn man meint, mir dem klarzukommen, den Kurs zu buchen.

Das gilt meiner Meinung nach aber auch für Anfängerkurse. Vielleicht sogar noch mehr, weil hier ja erst einmal alles neu ist.

Deswegen schaut euch hier in Deutschland um, wenn euch diese Erfahrung nicht die Lust aufs tauchen genommen hat.


Ich bin für die Ausbildung im Verein, weil da kein Zeitdruck ist. Wobei es da bestimmt auch Tauchlehrer gibt, mit denen der eine oder andere nicht klarkommt.

Zumindest bei uns im Verein wird das sehr gründlich gemacht, was dann auch etwas Zeit kostet. Aber besser als eine "Schnellbleiche" im Urlaub ist das allemal.
AnkouVielleicht
14.11.2022 11:00Geändert von Ankou,
14.11.2022 11:02
Ich sag mal so, wir arbeiten in der Ausbildung nicht rentabel, weil wir Spaß daran haben, Menschen tauchen beizubringen. Das Entgelt kann man nicht als Deckunsgbeitrag betrachten, allensfalls als Beitrag zum Deckungsbeitrag. Die gewerbliche Tauchbude um die Ecke hat das mit so called VIP Kursen gelöst, wobei ich glaube, auch das ist nicht kostendeckend. Der Zögling hat am Ende des Tages eine vollständige Ausrüstung und macht den nächste Kurs. Im Idealfall einen Tec-Kurs. Beides sagt aber nichts darüber aus, ob du mit den handelnden Personen klarkommst. Schau dich einfach in deiner Umgebung um, geh mal zum Probetraining in einen Verein und halte einen Schwatz beim gewerblichen Kollegen.
14.11.2022 11:02Geändert von CaptnSlow,
14.11.2022 11:10

Moin Alex

Das ist, in der Tat, eine sehr unschöne Erfahrung. Und nein, auf keinen Fall sollte das so ablaufen, auch nicht in Ägypten.

Ich habe im März dieses Jahres den OWD zusammen mit meiner Freundin in Ägypten Hurghada nach SSI gemacht und war sehr zufrieden, dennoch würde ich das nicht mehr tun. Auch dort war trotz Nebensaison alles ein bisschen auf «schnell, schnell» getrimmt, was ein hohes Stresslevel mit sich gebracht hat und beim Tauchen sehr nachteilig ist. Es hat uns im Vorfeld zwar geholfen, dass wir in einem Tauchclub in der Heimat (dem wir nun auch beigetreten sind) an einem Schnuppertauchen mitgemacht haben und dort bereits einige Basics mitbekommen haben, auch haben wir uns bereits mit der Theorie beschäftigt, was uns die ganze Lernerei im Urlaub etwas einfacher gemacht hat.

Im Sommer hatten wir auf Malta nicht so viel Glück mit der ersten Tauchbasis (abgerockte, schlecht funktionierende Leih-Ausrüstung und ein Dive-Guide aus der Hölle) und haben diese umgehend gewechselt, wir sind mit der zweiten Tauchbasis so glücklich gewesen, dass wir im Herbst gleich nochmals hingeflogen sind und viele großartige Tauchgänge gemacht haben.

Unsere Learnings daraus:

  • Tauchclub in der Nähe suchen, Mitglieder um Tipps nach guten Tauchbasen im Ausland fragen
  • Im Tauchclub die Ausbildungen machen
  • Internetrecherche und Gute Bewertungen sind oftmals irreführend
  • Vor Ort die Basis anschauen und mit den Inhabern und Mitarbeitern quatschen:
    • Wenn sie dir zeigen, wo/wie das Material gelagert wird, wo die Flaschen befüllt werden und das ganze einen sauberen symphytischen & professionellen Eindruck macht = Jackpot
  • Kurse machen wir eigentlich nur noch bei uns in den heimischen Seen = Tauchgänge im Urlaub sind dann erholsamer und schöner

Vielleicht helfen dir meine Learnings weiter und du findest Anschluss an einen netten Tauchclub, wo du deine Ausbildung gemütlich abschliessen kannst.

Liebe Grüsse

14.11.2022 11:50Geändert von kwolf1406,
14.11.2022 11:59
Man kann wohl nicht ganz beurteilen, was wirklich von außen betrachtet abgelaufen ist, aber deine Schilderung gibt dein Erleben wieder und das ist unterirdisch! So darf es nicht gehen. Aber wie gesagt, man müsste auch die Gegenseite mal anhören. Auf jeden Fall aber muss die Basis/der Tauchlehrer erkennen, was das Bedürfnis des Schülers(=Kunden) ist und das hat Vorrang und muss im Rahmen des Machbaren(!!) immer abgeklärt werden.
Ich will nicht auf Details eingehen, denn ich hoffe, dass ihr es noch besser kennenlernen werdet!
Ich will auf einem essentiellen Grundsatz eingehen, den ich meinen Anfängern vom ersten Tag an predige:

Jeder Taucher, auch jeder Tauchschüler, hat das Recht, jederzeit den Tauchgang abzubrechen. Immer.

Was heißt das? Es heißt, der Tauchschüler oder der am wenigsten Erfahrene ist der Chef des Tauchgangs, der die Grenzen bestimmt. Auf ein Unwohlsein oder Problem muss von den anderen so eingegangen werden, dass es im Sinne des Tauchers gelöst wird. Selbst, ja gerade in der Ausbildung auch dann, wenn das Problem eigentlich ein Anfängerfehler, Überforderung, Unwissenheit oder Unvermögen ist. Das zu lösen ist ja Sinn und Zweck der Ausbildung! Wenn das in der konkreten Situation scheitert, muss zur eigenen Sicherheit der Tauchschüler den Tauchgangsverlauf/Übungsvelauf ändern oder ganz abbrechen.
Abbrechen heißt auf keinen Fall, einfach an die Oberfläche schwimmen oder die Gruppe verlassen, sondern Zeichen geben, dass Schluss ist: Arme vor der Brust kreuzen und Daumen nach oben. Dann muss der Gruppenführer/Tauchlehrer den geordneten und kontrollieren gemeinsamen Rückzug/Aufstieg durchführen.
Diesen Grundsatz gebietet die Sicherheit jedes einzelnen Gruppenmitglieds, auch im Ausbildungstauchgang.
Dann kommt später das Debriefing, in dem das Geschehen aufgearbeitet wird, mit allen Konsequenzen. Z.B. ggf. auch der, dass man sich für immer trennt. Aber meist kann man die Probleme verarbeiten und hat zum Schluss sogar viel gelernt (auf beiden Seiten) und macht gestärkt weiter.

Oben hat einer gesagt, auch ein Anfänger sollte sich den TL aussuchen. Das ist leichter gesagt, wenn man ja ganz neu in dem Metier ist. Aber man sollte sich fragen, ob man das Vertrauen in die Person hat, dass dieser oben formulierten Grundsatz auch lebt. Ruhig auch mal konkret fragen, wie eigentlich ein Tauchgangsabbruch erfolgt. Die Antwort lässt schon einige Schlüsse zu.
14.11.2022 13:56

Ich würde auch vorschlagen, den Vorfall bei PADI zu melden. Wenn so geschehen wie geschildert, dann wird auch PADI nicht viel davon halten und entsprechende Maßnahmen einleiten. Wichtig ist, dass Nachfolgende diese Erfahrung nicht machen müssen.

kwolf1406 hat das hervorgehoben, das sehr wichtig ist: Wenn jemand einen Tauchgang abbrechen will/muss, gibt es keine Diskussion: Dann wird - geordnet - abgebrochen. Der Tauchlehrer sollte das wissen.

Ergänzend: Nur weil in der Überschrift Ägypten erwähnt wird und hier auch wieder "Verein vs. Kommerziell" genannt wird: Sowas kann überall passieren, in jedem Land, ob Verein oder kommerzieller Verband, weil: Menschen. Als kompletter Anfänger fehlt da der Überblick - man muss diese Erfahrung selbst machen und ist erst hinterher schlauer. Dafür gibt es die Verbände, aber man kann dennoch Pech haben...

14.11.2022 14:06
Das klingt alles sehr unschön. Ich würde dir empfehlen den OWD hier in Deutschland zu machen. Dann hast du keinen Zeitdruck, keine Sprachbarriere und kannst im Urlaub dann just for fun tauchen. Ich habe das va aus letzterem Grund so gemacht und kann es nur weiterempfehlen. Eine gute Tauchschule hier sollte dir auch ermöglichen weitere Pooleinheiten zu bekommen, wenn du mit irgendeiner Übung Probleme hast und einfach mehr Zeit brauchst. Aber auch der normale Kurs wird da nicht so stressig ablaufen. Ich habe meinen OWD im November begonnen und dann im Sommer den Freiwasserteil fertig gemacht. Das war in Retrospektive super, weil die Kurse im Winter weniger besucht sind. Da ihr jetzt schon eine negative Erfahrung habt und von einer ruhigen Umgebung profitieren würdet, würde ich dir das auch so empfehlen. Sieh zu, dass die Gruppe klein ist und der TL entspannt. Schreib doch mal wo ihr wohnt. Du bekommst hier sicher Empfehlungen für gute Tauchschulen oder -vereine.
14.11.2022 15:18
Vielen Dank für eure Antworten!

Mir persönlich hilft das schonmal sehr weiter. Mein Sohn wollte gar nicht unbedingt tauchen, das kam eher von mir. Ich mag das Wasser und finde die Unterwasserwelt einfach toll. Ich schnorchle gern. Dabei gebe ich gern zu, dass aus mir niemals ein hochtechnischer Taucher wird, aber ich war und bin bereit, alles notwendige zu lernen, damit ich zu einem sicheren Freizeittaucher werden kann.

Natürlich bin ich vermutlich zu naiv an die Sache herangegangen. Freunde von mir haben jeweils einen Kurs in Tunesien und Asien besucht und waren begeistert. Mir wurde geraten, auf jeden Fall einen PADI-Kurs zu machen und darauf zu achten, dass die Tauchschule zertifiziert ist. Darum habe ich mich auf meinen Reiseleiter und dessen Beratung verlassen. Es wurde mir zugesichert, dass es deutschsprachige Tauchlehrer geben wird und dass die Tauchschule zertifiziert ist. Da lag vermutlich mein Fehler, ich hätte mich selbst besser informieren sollen.

Aus heutiger Sicht würde ich mir eine Tauchschule vorher ansehen und dann auch nur noch vor Ort buchen, nachdem ich die Chance hatte, die Schule und natürlich auch den Tauchlehrer selbst kennenzulernen. Ich würde auch nach dem ersten Tauchgang direkt abbrechen, aber als ich auf dem Boot stand und gerade in der Situation war, war das alles nicht so einfach, wie man sich das so vorstellt. Einmal wollte ich mich auch nicht so 'anstellen', denn gerade bei Sportarten, die ein Risiko bergen, kann eine Ausbildung nunmal nicht immer mit Samthandschuhen erfolgen, eben weil es um Sicherheit geht. Dennoch ist ein schreiender Tauchlehrer einfach nicht gut. Vor allem, wenn es vorher keine richtige Einweisung gab.

Die Sprachbarriere war mehr ein Problem für meinen Sohn. Wir haben Familie in den USA und ich spreche seit meiner Kindheit Englisch genauso gut wie Deutsch. Es stellt aber ein Problem dar, wenn die Crew und die Mitarbeiter auf dem Schiff sich nur rudimentär auf Englisch verständigen können. Es bleiben dann einfach automatisch Fragen auf der Strecke, was zu Frust auf beiden Seiten führen kann.

Auch wenn ich die Ereignisse hier natürlich nur aus meiner Sicht schildern kann, kann ich nur sagen, dass mich das Ganze doch sehr mitgenommen hat im Nachhinein. Mir ist bewusst geworden, wie wenig ich eigentlich über den Sport und die Ausrüstung weiß und wie sehr ich mich darauf verlassen können muss, dass die Crew und auch der Tauchlehrer für Sicherheit sorgen. Aus meiner Sicht gehört jetzt da eben auch zu, dass man gerade als Anfänger jederzeit den Tauchgang oder eben auch die Situation abbrechen kann, vor allem wenn man vorher nicht 'trocken' geübt hat und auch keine Einweisung bekommen hat. Eure Hinweise hierzu sind wirklich hilfreich.

Wir kommen aus Berlin und ich werde mich gern mal umsehen und dann entscheiden, ob ich die Ausbildung erstmal hier machen möchte, um dann im Urlaub hoffentlich viele tolle und entspannte Erfahrungen zu sammeln.

Melden oder nicht melden -ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher. Habe ich einfach einen schlechten Tag erwischt und war das nur ein Tag, der eben besonders voll war und war es deshalb so stressig? Das Erlebnis meines Sohnes und meins war vielleicht aus Sicht von erfahrenen Tauchern nicht so schlimm (auch wenn es das für uns war). Am schlimmsten fand ich wirklich, dass unserer Schnuppertaucherin die Luft ausgegangen ist. Das darf einfach nicht passieren, gerade nicht mit Anfängern. Wie hier außerdem auch einige geschrieben haben, lässt sich durch meinen Bericht kein guter Eindruck von der Tauchschule gewinnen, weil es eben auch nur ein Ausschnitt mit meinen Erfahrungen ist.
IvoryAOWD DTSA**
14.11.2022 15:59Geändert von Ivory,
14.11.2022 16:02
Ich kann das gut nachvollziehen, dass du nicht alles hingeschmissen hast auf dem Boot. Dir fehlten die Erfahrung und die Zeit um zu reflektieren, was da gerade schief läuft.

Mal eine Idee wie du zum Ziel kommen kannst:

Deinen Ausführungen entnehme ich, dass Tauchen in Deutschland (kalte Seen) eher nicht dein Ziel ist. Trotzdem kannst du in einem heimischen Tauchverein durchaus finden was du suchst. Wir haben viele reine Urlaubstaucher im Verein. Es besteht die Möglichkeit beim VDST den Grundtauchschein (neu GDL Pool Diver) zu machen. Du lernst bei einem deutschen TL die Theorie und machst danach die Pooleinheiten. Dabei lernst du die Ausrüstung kennen und die Grundlagen. Das ganze kann dann auch bei bedarf im Training so oft wiederholt werden, bis du dich sicher fühlst. Anschließend kannst du die Freiwassertauchgänge für das Upgrade auf den CMAS 1 Stern (Äquivalent zum OWD) bei einer beliebigen CMAS Basis im Urlaub machen. Das wäre zwar nicht mehr PADI, aber der Verband spielt hier keine überragende Rolle.

Daraus resultieren noch so einige Vorteile. Du lernst andere Taucher kennen, und kannst dir Tipps auch was eigene Ausrüstung angeht abholen. Außerdem bieten Tauchvereine selbst oft Tauchreisen mit dem Verein an. So bekommst du auch Tipps für gute Urlaubsbasen und kannst auch später, wenn du dann mal Taucher bist, Anschluss behalten.


Wenns unbedingt PADI sein muss, kannst du aber auch da zumindest die Theorie schon hier in Deutschland online machen. Es empfiehlt sich bereits von hier aus Kontakt mit der gewünschten Basis aufzunehmen und dann mit denen alles vorab zu besprechen.
14.11.2022 16:23
Man kann die Ausbildung im begrenzten Freiwasser machen. Direkt vom Boot ohne vorherige Trockenübungen ist sehr ungewöhnlich. Kann man als Anfänger aber nicht wissen. Und das man sich auf die Empfehlungen von dem Reiseleiter verlässt ist auch nicht falsch.
Ihr habt einfach Pech gehabt und ich wünsche Dir, dass Du eine Tauchschule oder einen Verein findest, wo Du mit der notwendigen Zeit das tolle Hobby erlernen kannst.
Melden würde ich es bei PADI trotzdem, damit nicht noch mehr Leute diese Erfahrung machen müssen.
PerkedderCMAS**/DTSA**
14.11.2022 16:38Geändert von Perkedder,
14.11.2022 16:39
Wenn Du in der Nähe vom Großen Wannsee lebst, schau doch mal beim DUC (Deutscher Unterwasser Club) Berlin vorbei.

PADI ist zwar weit verbreitet, aber mit CMAS oder DTSA hatte ich noch keine Probleme, das wurde immer anerkannt. (Okay, sooo weit bin ich noch nicht herumgekommen )
14.11.2022 16:43

"Melden oder nicht melden -ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher."

Wenn Deine Beschreibung oben zutrifft: melden! Nur so kann es geklärt werden.

Es hilft niemandem, wenn man solche Dinge verschweigt. Der nächste Kunde wird sich "bedanken".

Die Verbände sind darauf angewiesen, dass sie über solche Dinge informiert werden. Wie soll sonst gewährleistet werden, dass die Standards eingehalten werden?

"Natürlich bin ich vermutlich zu naiv an die Sache herangegangen"

Nein. Du möchtest Tauchen lernen und hast jemanden gefragt, der sich angeblich damit auskennt

Da kann man Pech haben und ich würde das nicht persönlich nehmen, denn es gibt in Ägypten ganz ganz viele Tauchschulen, die es bestimmt besser machen.

PerkedderCMAS**/DTSA**
14.11.2022 16:51
Falls Du das noch nicht kennst: https://taucher.net/forum-schlechteste_tauchlehrer_erfahrung-ioz92922
14.11.2022 17:04
Ich hake nochmal betreffend Ivory's letztem Absatz ein: du kannst bei Padi Theorie + Pooleinheiten in Deutschland machen und dann open water im Urlaub. Sollte auch bei anderen Verbänden gehen, denke ich?! Oder eben See auch noch hier. Geht beides.
14.11.2022 17:19
Wow, was für ein furchtbarer Tag, Deine Erfahrung tut mir wirklich leid für Euch.
Auch ich habe meinen OWD in einer "Fabrik" im Ausland absolviert, mit 7 oder 8 weiteren Tauchern ABER: wir hatten neben der Theorie im Klassenraum und Pool-Training zwei Tauchlehrer, die uns auch zwischendrin Fragen beantwortet haben, bevor es überhaupt ins Freiwasser ging. Auch die hatten etwas Zeitdruck, aber zu zweit haben sie sich abgesprochen, einer der den unsicheren zuwendet und Extra übt, während der Rest der Gruppe eine andere Übung macht, so habe ich es in Erinnerung.

Wie erkenne ich eine gute Tauchschule? Ist für das Erste Mal nicht einfach, aber das Zwischenmenschliche sollte stimmen - wenn ich den Eindruck habe ungerechterweise angeschrien zu werden, ist dies keine Geschäftsgrundlage. Er sagt, er sei für die Sicherheit verantwortlich? Dann soll dem Schüler die Chance, das zu verstehen und dem TL zu vertrauen vorher gegeben werden.
Alex B - was machst Du beruflich? (rein rhetorisch gefragt, musst nicht antworten) aber überleg mal, was bei Dir im Job los wäre, wenn Du Deine Kunden so behandelst oder diese Situation bei einem Kollegen miterlebst. Keinen Kundenkontakt? OK, übertrage dies auf eine Autowerkstatt oder Supermarkt - wenn ein Kunde unbewusst Fehler macht oder nicht auf Anhieb korrekt reagiert, ist das Unternehmen auf Vorkehrungen zur Vermeidung zuständig.
Da wäre aber ganz sicher eine dicke Beschwerde drin und mindestens ein Gespräch beim Chef angebracht. Für ein Verhalten, bei dem das Wohlfühlen und somit die Unsicherheit der Schüler schlicht ignoriert oder mitverursacht wird, ist auch ein schlechter Tag oder eine stressige Tour keine Entschuldigung. Schließlich kann der TL nicht erwarten, dass der Tauchschüler dem Ausbilder den Workload sofort ansieht und alles perfekt aus dem Ärmel schüttelt, damit der TL weniger Stress hat.
Ein solches Verhalten seitens des TL ist, wie Du als Kunde bemerkt hast, unangenehm und sollte in Zukunft von dem Unternehmen vermieden werden. Melde ihn bitte, vielleicht ist tatsächlich im Laufe der wiedererstarkten Saison nach der Covid-Flaute einfach durch Stress das Ausbildungsziel aus den Augen geraten. Das kann man aber verbessern: Deine Kritik, sachlich und konstruktiv geäußert, hilft dem Unternehmen (wenn sie es ernst nehmen).
14.11.2022 17:31
Es gibt übrigens auch große Tauchverbände mit Sitz in Deutschland!

Einer aus Franken zum Beispiel bietet hervorragendes e-learning und Tauchlehrer müssen an ein Center angebunden sein.
Dominik_Emind is like parachute
14.11.2022 20:04
Einfach nur als kleine Ergänzung: "Jederzeit abbrechen" sollte aber natürlich nicht einen unkontrollierten Panikaufstieg bedeuten (denn der in sich selbst bietet ein Risiko von Verletzungen), sondern einen langsamen, kontrollierten Aufstieg zur Oberfläche. Diesen einzuleiten ist aber definitiv Aufgabe des TL, wenn der Tauchschüler nicht mehr unter Wasser sein will.
14.11.2022 20:26Geändert von marc_giros,
14.11.2022 20:27
Theorie hier machen, vielleicht sogar ein paar Hallenbadtauchgänge schon hier machen. Dann den OWD ganz entspannt mit 4 Freiwassertauchgängen bei den Bluewater Divers in Hurghada oder den Duck's Divers in Quseir abschliessen. Das geht auch ganz anders. Ich hätte den 2. TG schon gar nicht mehr mitgemacht.
BergtrollAOWD, Nitrox
14.11.2022 20:40
Das war ja schon eine Heftige Nummer.
Ich hab meine Karten auch in Ägypten gemacht. Hatte aber einen echt guten Tauchlehrer meiner Meinung nach. Ruhig gelassen hat sich soviel Zeit genommen wie ich gebraucht habe, alles gut erklärt. Hat viel Wert auf Tariegung gelegt usw usw. Bin echt sehr zufrieden gewesen. Wir sind jetzt noch in Kontakt per WhatsApp und Facebook. Bei AOWD waren wir zu zweit bei ihm. War auch super. Da hat sich beim AOWD auch eine Freundschaft entwickelt zwischen meinen mit Schüler und mir.
So das wir im Dez noch mal zusammen da hin fliegen zum Tauchen. Wir beide freuen Uns schon wieder mit ihm zu Tauchen. Wen es interessiert Euro Divers Masar Alam Tauchlehrer war Yazi.
Gruss Björn
21.11.2022 09:36

Meine Fragen nun an euch:

Soll das so ablaufen?

NEIN!



Hi.

Ich bin zwar eine ganz frische anfängertaucherin, habe meinen OWD in Kreta gemacht, aber so ein chaos ist m.m.n. unverantwortlich.

Ich war vor kurzem auch in Ägypten und hatte da bei meinen 1 Tauchgang nach dem OWD der 6 Monate her war, probleme mit meiner Maske. Als Kontaktlinsen Trägerin habe ich in 10 m tiefe panik bekommen. Maske bekam ich nicht leer, habr nichts gesehen, augen haben gebrannt und dann war ich auch schon oben kopfpatsch
Mein Tauchbubby, TL Khalid, war direkt oben, hat gefragt was ist, mich beruhigt, mich schauen lassen wir tief wir waren und gesagt, wir müssen wieder runter, sofort.
Alles ganz ruhig.

Also wieder runter und weiter getaucht.
Wir sind am Ende auch ziemlich langsam aufgestiegen. Er meinte hinterher,das alles in Ordnung sein wird.

Wenn er noch geschimpft hätte, wäre das mein letzter Tauchgang gewesen dort. Ich denke, gerade mit Kind, war deine Erfahrung nicht sehr positiv. Ich persönlich würde mit meinem Sohn nur in D einen Tauchkurs machen im Pool. Einen Anfänger auf 8 meter zu setzen um dort die Übungeb zu machen, halte ich für Fahrlässig. Das habe ich in 3 Meter Tiefe beim Schnupperkurs gemacht in Spanien. Zwar vom Boot, aber in einer Flachen ruhigen Bucht. Und mit vorheriger Instruktion. Beim OWD in Kreta ebenfalls in sehr geringer Tiefe.

Lasst euch die freude nicht nehmen bitte, Ihr hattet da leider Pech meiner Meinung nach. Gut das nichts passiert ist.

Mfg

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