Hier können alle Fragen zum Thema Tauchausbildung ausgiebig diskutiert werden. Verbandsübergreifend kann hier nach allem gefragt werden was zum Bereich Aus- und Fortbildung gehört - moderiert von erfahrenen Tauchern.
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rescue diver

hallo,
ich überlege einen rescue scuba diver zu machen.wie ich schon in einige foren gelesen habe ist wohl ein kurs der nicht an einem wochenende abgehalten wird,sondern mehrere termine beinhaltet besser.

die tauchschule,mit der ich bereits gute erfahrungen gemacht habe, bietet einen NAUI-rescue scuba diver-kurs an.wenn ich es richtig verstanden habe ist er äquivalent zu CMAS **.aber gibt es irgendwelche gründe die für oder gegen diese oder eine andere organisation sprechen?

sind 4theorie stunden und 6freiwasserTGs ausreichend und was sollten diese in jedem fall beinhalten?auf den seiten der organisationen habe ich leider sehr wenig gefunden.

gibt es alternativen zu den EFR-kursen?und wenn ja,wer müßte mir diese attestieren?reicht da der hausarzt?
vielen dank für eure bemühungen,
gruß,v
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GrillprinzPADI DM
12.08.2010 02:06
Zu NAUI kann ich dir leider nichts sagen.

Als Alternative zum EFR-Kurs bietet sich der Erste-Hilfe-Kurs einer Rettungsorganisation an (DLRG, Johanniter, Malteser, ...). Diese sind üblicherweise umfangreicher, günstiger und vor allem durch Rettungsassistenten/-sanitäter abgehalten. Beachte hierbei, dass der 8h-Kurs "Sofortmaßnahmen am Unfallort" (für den Führerschein benötigt) NICHT ausreicht. Es muss dann schon der 16h-Kurs sein.
bikefreshTaucher i.R.
12.08.2010 07:55
Zu den Inhalten bei NAUI kann ich zwar auch nichts sagen, aber der Zeitansatz hört sich schonmal gut an.
Aus meiner Erfahrung nehmen sich die Rescue-Kurse der Orgs und Verbände nicht viel.
Wenn Du mit der Tauchschule und deren Ausbildung bisher zufrieden warst-mach es.
shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
12.08.2010 08:25
"4theorie stunden" -> bißchen knapp bemessen

"6freiwasserTGs" -> grundsätzlich OK, aber was ist mit Pool? ich finde es besser, die unterschiedlichen Techniken vor dem Freiwasser ausgiebig im Pool zu üben und dann im Freiwasser nicht mehr Techniken zu üben sondern ausschließlich Rettungsszenarien durchzuführen. Ist m.E. effektiver.

"was sollten diese in jedem fall beinhalten?"
Theorie:
- Die Psychologie des Rettens (vom posttraumatischer Stress bis .... Unfallberichte )
- Erkennen von Stress bei Tauchern
- Notfallausrüstungen (Erste Hilfe-Kit, Sauerstoffausrüstung, AED etc.pp.)
- Unfall Management (Erste Hilfe bei Deko, beinah Ertrinken ..... etc)
- Reagieren auf Tauchnotfälle (Selbstrettung – Erkennen von Rettungssituationen, Hilfeleistung und Rettung von ausserhalb des Wassers, Oberfläche und UW, Ausstiege und Nachbetreuung)
- Auf einen Tauchnotfall vorbereitet sein (Ausrüstungsprobleme, Erste Hilfe bei Verletzungen durch aquatische Lebewesen, DCS, Embolien ... etc.)
- u.v.m.
Sind bei mir 5 Theorievorträge, dafür sind 4 h m.E. zu knapp, wenn man auch Raum für Diskussionen und Erfahrungsweitergabe aus realen Situationen haben möchte

Übungen:
- Selbstrettungstechniken
- Hilfe "Ermüdeter Taucher" (Annäherung, Beurteilung, Kontakt, Beruhigen, Hilfeleistung und Transport, Entfernen der Ausrüstung ....)
- Hilfe "Taucher in Panik" (Annäherung und Beurteilung, Kontakt, Befreiungstechniken .... )
- Hilfeleistung vom Ufer, Boot oder Steg (reagierender Taucher)
- Taucher in Schwierigkeiten unter Wasser (Überanstrengung, Panik, Out of air ..... )
- Vermisster Taucher (Effektive Suche, Suchmuster .... )
- Hochbringen eines nicht reagierenden Tauchers
- Nicht reagierender Taucher an der Oberfläche
- Ausstiege mit einem nichtreagierenden Taucher
- Erste Hilfe für druckbedingte Verletzungen und das Verabreichen von Notfall‑Sauerstoff
- Hilfsaktionen vom Ufer/Boot aus – nicht-reagierender Taucher

... und das ganze in allen Feinheiten dann im Freiwasser eingebettet in Seznarien mit Rollenspielen
o.j.TL **; IAC- MI; DCSI
12.08.2010 08:33
@shuttle:



genau, so sollte es sein und bringt dem Kursteilnehmern auch wirklich was.

O.J. - aus dem Urlaub zurück
12.08.2010 09:07
Guten Morgen zusammen,
Shuttle spricht mir von der Seele.
Ein Erste Hilfe Kurs - 8 Doppelstunden- welcher von allen Hilfsorganisationen angeboten wird macht mE nur Sinn in Kombination mit einem o.a. Kurs. In einem EH Kurs werden keine tauchrelevante Bezüge gemommen, mit Ausnahmen der Lebensrettenden Sofortmassnahmen. Auch kann ich nicht erwarten, das ein EH Ausbilder sich mit DCS oder Barotraumata auskennt, da dies nicht im Lernzielkatalog steht. (Hintergrundinfo : EH Ausbilder müssen keine Rettungsassistenten-oder gar Taucher sein.) . Die praktischen Bezüge einer aktiven Rettung im Wasser fehlt bei der EH Ausbildung gänzlich.
Was wir benötigen ist "die Eierlegendewollmilchsau"-einige Organisation bekommen dieses Spagat annähernd hin.... Aber auch hier zeigt sich wiedereinmal , das jeder Kurs ohne nötige Eigeninitiative nur ein Grundstein des Ganzen ist...
In diesem Sinne
Glück Auf
thüringen-diverkann Tauchen
12.08.2010 09:35
@shuttle:

kann da nur zustimmen - was den Erste Hilfe Kurs angeht muß ich Grillprinz zustimmen - der 16 h Kurs ist mindesten zu Absolvieren - und dazu noch ein guter Tip

geh zur DLRG oder Wasserwacht die auch Einsatztaucher ausbilden - dort fragst du nach dem Erste Hilfe Theoriekurs - ( Rescue Taucher ) denn dort wird auch das Tauchspezifische mit abgehandelt

der nächste und Wichtigste Punkt aber ist - du solltest schon einige Tauchstunden haben und du solltest mit dir und deinem Gerödel zu 100 % zurecht kommen

und mahce den Rescue Kurs in der Ausrüstung in der du immer tauchst - also wenn du einen Trocki hast auch im Trocki machen

- man kann die Übungen auch mehrmals machen dabei auch in nassanzug zuerst und dann aber im Trocki und auch in voller Ausrüstung

denn es bringt dich nicht weister wenn du irgendwann im See einem Taucher helfen mußt aber nicht kannst weil du mit deiner Ausrüstung nicht klar kommst

ansonsten ist der Rescue Kurs ein sehr interesanter aber auch anstrengender Kurs

vor dem Rescue aber solltest du den Such und Bergekurs gemacht haben - damit du weist wie du überhaupt einen Taucher Unterwasser suchen musst
GrillprinzPADI DM
12.08.2010 09:57
Also ich habe das Suchen und Bergen auch im Rescue Diver-Kurs mitgemacht, kommt sicherlich auch auf den ausführenden Instructor an. Dieses aber natürlich ohne das Special-Brevet, also nur die Übungen, bevor es jemand missversteht

Meinen EH-Kurs habe ich vor ca. 2 1/2 Jahren bei der Feuerwehr-Grundausbildung mitgemacht, da bei uns aber nur innerhalb der Wehr einmal im Jahr eine Auffrischung ansteht und somit ein offizieller Nachweis (also Bescheinigung) fehlt, mache ich alle zwei Jahre zusätzlich einen Auffrischungs-Kurs bei der DLRG. Ich bin damals (im März) eher zufällig in den Kurs mit Schwerpunkt Tauchrettung geraten, da mehr als die Hälfte der Teilnehmer bei der DLRG Mitglied waren und man das dann gleich etwas spezifischer gemacht hat.

Zu meinem Rescue Diver (PADI) muss ich vom Umfang her sagen:
- 2 Tage mit Theorie vormittags, Pool-Lektionen nachmittags und Selbststudium abends
- 2 Tage mit jeweils 2 Tauchgängen als Abschlussszenarien, zwischendurch Nachbesprechung mit eventuellen Hinweisen für Skill-Verbesserung
Dies waren, wie zu sehen, vier Fulltime-Tage. Wenn wirklich nur 4h Stunden Theorie sind, dann halte ich das für etwas wenig. Vielleicht sind dort aber auch nur 4 Lektionen gemeint. Lieber nochmal nachfragen.
soylentgreenwar mal Instructor...
12.08.2010 10:01
Eine Alternative zu den klassischen EH- bzw. EFR Kursen können auch die Providerseminare von Aquamed sein. Hier wird die klassiche Erste-Hilfe Ausbildung mit tauchspezifischen Inhalten erweitert.

Wenn du mehr Infos dazu möchtest, guck mal bei aquamed nach oder schick mir ne PM.

DerGeroellheimerCMAS***/Padi Res,EAN
12.08.2010 11:59
@shuttle:


wobei es aus meiner Sicht nichts dagegen spricht, die Übungen auch im Freiwasser zu machen.
Entscheidend ist doch, dass die Themen ordentlich geübt werden.

@MannDesFeuers:
Du hast Recht, dass ein normaler EH-Kurs keine tauchspeziefischen Themen enthält. Aber daraus zu schließen, dass der Kurs ohne Rescue keinen Sinn macht ist falsch - oder tauchst Du 24h - 365 Tage im Jahr ?
bikefreshTaucher i.R.
12.08.2010 16:06
Wenn man die von shuttle aufgezählten Punkte, die in einen EFR-Kurs gehören rausrechnet, kommt man mit den 4 Stunden hin. Der EFR-Kurs muß dann natürlich zusätzlich belegt werden.
Grundsätzlich halte ich "vollwertige Erste-Hilfe-Kurse" vom DRK, den Maltesern etc. zwar auch als regelmäßige Grundlage für gut, nur fehlt da häufig der Tauchbezug.
In diesen lernt man dann aber auch die von mir "rausgerechneten" Punkte.

Bei entsprechenden Verhältnissen und Ausbildungsmöglichkeiten sind 6 Freiwassereinheiten o.k.
Normalerweise gehört aber die Poolausbildung dazu.
Ich vermute hier wird sie mit ins Freiwasser verlegt.
shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
12.08.2010 17:17
"die in einen EFR-Kurs gehören " -> nein, Frank. Die Punkte gehören in den Rescue NACH einem EFR (oder erste Hilfe) Kurs. Darauf wird tauchspezifisch aufgebaut. Ich bin noch nie mit 4h hingekommen, ausgeschlossen, nicht wenn man echten Theorieunterricht macht, was bei diesem Kurs m.E. unabdingbar ist (sofern man den Leuten wirklich etwas mitgeben will).
milkywayUnvollendet
12.08.2010 17:27
Hallo!

"Ich bin noch nie mit 4h hingekommen"...

Das die Leute auch immer so langsam reden müssen

Scherz beiseite, für normal sollte man einen Zeitraum von 6h einplanen. Hier wäre noch die Kursgröße und die Aufnahmefähigkeit der Teilnehmer zu berücksichtigen. Sonst können da nämlich ruck zuck mal 10h raus werden. Ich habe aber auch schon einmal das Ganze in knapp unter 4h erlebt. Einzelunterricht mit einem Schnellmerker.

CU Oliver
shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
12.08.2010 17:41
"Das die Leute auch immer so langsam reden müssen " -> nicht langsam, viel

OT: .... meine Frau sagt immer: du redest, wie du Gitarre spielst. Und du hörst dich gerne spielen

Scherz beiseite: Die Themen sind einfach umfangreich und laden auch zur Diksussion und zum Erfahrungsaustausch ein, und es wäre schade, da unter (selbst auferlegtem) Zeitdruck zu stehen. Deshalb plane ich großzügig. 6h = schon besser (als 4h) .
bikefreshTaucher i.R.
12.08.2010 17:41
"Die Punkte gehören in den Rescue " Yepp, aber im Zusammenhang und nicht nochmal 2 Stunden.
Ich glaube wir reden hier aneinander vorbei

Bei uns wurden der EFR-Kurs immer kurz vor dem Rescue-Kurs gehalten, da wurden die Erste-Hilfe-Anteile mit dem entsprechenden Tauchbezug mit reingepackt.
Somit ist eine ausführliche Einbindung in die Kursstruktur des Rescue-Kurses in dieser Tiefe nicht mehr nötig.
Dazu gehörten aus Deinen To-Do-Punkten z.B.:
- Notfallausrüstungen (Erste Hilfe-Kit, Sauerstoffausrüstung, AED etc.pp.)
- Unfall Management (Erste Hilfe bei Deko, beinah Ertrinken ..... etc)
-, Hilfeleistung und Rettung von ausserhalb des Wassers, Oberfläche und UW
- Erste Hilfe bei Verletzungen durch aquatische Lebewesen, DCS, Embolien ... etc

Somit entzerrt man das schon auf mehrere Einheiten.
Und bei 5 Theorievorträgen a ??? Zeiteinheiten bist Du sicher sehr ausführlich.
Aber viele Leute werden von einem Mehr an Zusatzinformationen auch überfahren.
Hier halte ich mich an die Outlines und erweitere die Ausführungen um praktische Tipps, Besonderheiten der üblichen Tauchgänge (lokal in heimischen Seen, bzw. organisierte Urlaubs-TG).
Dann komme ich mit zweimal zwei Stunden hin. Danach noch der Test.
Klar, wenn es ausführliche Diskussionen gibt, dann kann es auchmal länger werden.
bikefreshTaucher i.R.
12.08.2010 17:47
Oh, hier hat sich einiges beim posten überschnitten.
Wenn man die "ausgelagerten" Punkte mit berücksichtigt, dann komme ich bei der reinen Theorie als Mindestzeitansatz auch auf 6 Stunden, + Zeit für Diskussionen, + Abschlußtest.

Ich denke wir haben wegen etwas anderer Kursstruktur doch aneinander vorbeigeredet

Gut das wir drüber geredet haben
shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
12.08.2010 17:58
" bist Du sicher sehr ausführlich" -> richtig, und genau das schätzen die Leute an meinem Unterricht, langweilig ist es noch niemand geworden

Zum EFR: der ist nicht Voraussetzung, wenn ein TN einen beim DRK gemacht hat, ist schonmal Essig mit tauchspezifischem (z.B. erste Hilfe bei Deko, beinah Ertrinken ..... etc)

Unabhängig davon: Für mich ist der Rescue der wichtigste Kurs überhaupt und entprechend wird er auch gestaltet. Hinzu kommt, dass es der einzigste Kurs ist, in dem ich viele Teilnehmer für gut erachte. Es sind brevetierte Taucher, keine Beginner (ich nehme keine Beginner in die Recue-Ausbildung) und entsprechend höher ist der Zeitbedarf, auch in der Theorie (auch aufgrund der Diskussionen, die ich fördere).

Aber genug, meine Intention ist glaube ich klar geworden. Desweiteren ist es meine freie Zeit, die ich hier gerne einbringe, da auch mir jeder Kurs einen Mehrwert bringt. Wirtschaftlichen Interessen muss ich mich nicht beugen (wie du weißt).
bikefreshTaucher i.R.
12.08.2010 23:09
noch zwei Punkte:
1. Welche Voraussetzungen bringen die Schüler mit?
Bei mir haben sie i.d.R. das Buch durchgearbeitet, wenn sie meinen Empfehlungen gefolgt sind. D.h. das Kapitel einmal in Ruhe gelesen, danach nochmal durchgearbeitet und die Lösungen für die Lückentexte am Ende des Kapitels rausgesucht.
Dazu haben sie die DVD angeschaut (auch in Ruhe zu Hause) und damit interaktiv gearbeitet.
Somit kann man in "lockerer Runde" die Schwerpunkte durchgehen und kleinere Diskussionen zum Thema führen.
2. Da es bei uns keinen wirklichen EFR gibt, hat Cheffe mit seiner Lehrberechtigung den Erste Hilfe Kurs wie oben geschrieben ausgebaut. Diese Kombi haben auch ich schätze mal 90% der Leute genutzt, da der Erste Hilfe Kurs nicht älter als ein Jahr sein darf. Die meisten hatten ihren letzten Erste Hilfe Kurs für den Führerschein gemacht.
Gab es Teilnehmer, die extern den Erste Hilfe Schein gemacht hatten, erfolgte die Anpassung im S&R-Kurs.

Aktuell hat SSI den S&R-Kurs überarbeitet. Das Update hab ich aber noch nicht. Mal sehen was sich da geändert hat.
Früher habe ich auch die Meinung vertreten, den S&R-Kurs sollte man mit einiger Erfahrung machen, so knapp um die 50TG rum wäre gut, da man ihn ja für den MasterDiver braucht.
Mittlerweile sehe ich die Sache etwas differenzierter. Gerade bei Anfängern mit ein paar TG kommt häufig mehr Selbstsicherheit und Ruhe rein, wenn sie den Kurs besucht haben.
Gerade die Punkte Stresserkennung und -vermeidung wurden dann auf einmal bewußter "durchgezogen", was ein Plus für die Taucher brachte.
milkywayUnvollendet
13.08.2010 08:45
Hallo!

Über den richtigen Zeitpunkt, wann man den RD bzw. den S&R machen sollte/könnte, darf man trefflich streiten. Leider leider wird hier im Taucher.net auch viel zu oft darüber gestritten.

Ich würde ihn weniger an der reinen Anzahl der Tauchgänge festmachen sondern vielmehr an den einzelnen Schülern selber. Man sieht leider immer noch Taucher, die auch mit weit über 50 TGs noch nicht in der Lage sich oder ihre Ausrüstung weder über noch unter Wasser zu beherrschen. Hier wäre ein RD/S&R einfach zu früh.

Andererseits vertrete ich aber ebenfalls die Auffassung, dass ein solcher Kurs einen Taucher nur weiterbringen kann. Sehr viel weiter, als es ein AOWD etc. jemals könnte. Shuttles Aussage von oben, dass der RD der wichtigste Kurs ist, kann ich nur zustimmen. Man sollte also im Gegenzug nicht zulange warten um ihn zu machen. Ist man nach 20 TGs wirklich schon fit, so kann man starten. Als verantwortungsbewußter TL sollte man dann schon in der Lage sein, hier spezifisch auf den Schüler einzugehen oder ihm auch mitteilen, wo noch Defizite sind und diese abarbeiten. Das kann auch bedeuten, dass der RD erst einmal ausgesetzt wird.

Die Theorie kann keinem schaden, egal wie viele TGs er hat. Wissen hat noch keinen umgebracht (nun ja, manchmal schon, aber Hexenverbrennungen sind ja sowas von out).

Bleibt die Praxis. Gerade gut geplante und durchgeführte Szenarien/Rollenspiele versetzen den Schüler in die Situation, die er auch im Ernstfall antreffen könnte. Nehmen wir mal die Punkte von shuttle
- Selbstrettungstechniken
- Hilfe "Ermüdeter Taucher" (Annäherung, Beurteilung, Kontakt, Beruhigen, Hilfeleistung und Transport, Entfernen der Ausrüstung ....)
- Hilfe "Taucher in Panik" (Annäherung und Beurteilung, Kontakt, Befreiungstechniken .... )
- Hilfeleistung vom Ufer, Boot oder Steg (reagierender Taucher)
- Taucher in Schwierigkeiten unter Wasser (Überanstrengung, Panik, Out of air ..... )
- Vermisster Taucher (Effektive Suche, Suchmuster .... )
- Hochbringen eines nicht reagierenden Tauchers
- Nicht reagierender Taucher an der Oberfläche
- Ausstiege mit einem nichtreagierenden Taucher
- Erste Hilfe für druckbedingte Verletzungen und das Verabreichen von Notfall‑Sauerstoff
- Hilfsaktionen vom Ufer/Boot aus – nicht-reagierender Taucher

Viele der Punkte könnte ich sogar erledigen, wenn ich überhaupt kein Tauchgerät dabei hätte. Geht es um die Hilfeleistung im Wasser, so trennt sich schnell die Spreu vom Weizen. Aber auch einem Schüler, der seine Ausrüstung noch nicht fest im Griff hat, wird diese nach dem Kurs mehr als vertraut sein.

Kleines Beispiel. Ich hatte meinen RD nach (kurz nachgeschaut) 52 TGs. Gemacht wurde der Kurs in einem Trocki mit Frontzipp. Machte der mir anfangs beim Anziehen und Schließen des Zipps noch Ärger, so war ich nach dem Kurs in der Lage, diesen im Eiltempo anzulegen und den Zipp sauber zu schließen. Kunststück, durfte ich während der Übungen und Szenarien diesen doch gefühlte 30-mal aus und anziehen.

Ein kleiner Punkt zum Schluss. Wichtig ist hier auch, dass die Übungen nicht nur einmal gemacht werden und das war es dann. Dann haben wir ein Szenario wie den EH-Kurs beim Führerschein. Mit 18 irgendwann gemacht und nie wieder dran gedacht. Will man ernstlich was aus diesem Kurs mitnehmen, so sollte man immer wieder die Punkte des Kurses in ein paar Übungen einbauen. Das bringt einen selber weiter und kann auch für den Buddy mehr als hilfreich sein.

Just my 2 Cent

CU Oliver

P.S.: Hmm, ich hoffe, ich habe mich jetzt verständlich ausgedrückt
Kommt davon, wenn man am Morgen zuviel schreibt.
13.08.2010 10:57
Ist dieses CMAS eine zertifizierung? Da muss es doch einheitliche Richtlinien geben... Sollte doch eigentlich standards geben, nicht das da in der Ausbildung dann was verloren geht.
13.08.2010 12:08
miasu, CMAS ist keine Zertifizierung. CMAS ist die Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques, falls dir das was sagt.
Sozusagen die UNO des Tauchens.
milkywayUnvollendet
13.08.2010 12:15
Hallo!

Hmm, wenn CMAS die UNO ist, was ist dann Padi und SSI? Warschauer Pakt und Nato? Ne, passt auch nicht, die sind/waren ja nur machtorientiert, Padi und SSI sind zusätzlich auch noch gewinnorientiert.

Besser vergleichbar wäre das mit dem DGB. Ist eine übergeordnete Dach-Organisation, in der die einzelnen Gewerkschaften Mitglied sind. Verhandlungen etc. machen aber die Einzelgewerkschaften, wie bei CMAS die Zertifizierungen von den Mitgliedsverbänden durchgeführt werden. ist zwar jetzt als Vergleich nicht international, aber sinnvoller.

Nicht alles was hinkt ist halt ein Vergleich

CU Oliver
bikefreshTaucher i.R.
13.08.2010 13:08
Ich kann Milkyway nur zustimmen. Eine pauschale Beurteilung wann ein Kurs sinnvoll ist, ist nicht möglich.
Und ja auch von mir zu der Feststellung: "DER Rescue ist der wichtigste/anspruchsvollste Kurs." Auch da sind wir uns wohl alle einig.

OT: Noch besser finde ich OWD´s, die sofort nen Fotokurs belegen wollen

@milky way: Wieso sollten wir hier "trefflich streiten"? Lass uns doch einfach sachlich diskutieren, uns knuddeln und liebhaben
shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
13.08.2010 13:09
MatV + milkyway: ob diese Antworten miasu helfen?

miasu: CMAS ist ein Dachverband und hat natürlich auch Standards, wie jeder andere Verband auch. Eine Auflistung von Verbänden ersiehst du http://www.taucher.net/lexikon/verbaende.html

Was ist der Hintergrund deiner Frage? Sie ist nicht unbedingt verständlich.
milkywayUnvollendet
13.08.2010 14:04
Hallo!

@Hans
Als würde hier jede Antwort einem Fragesteller helfen
Scherz beiseite. Natürlich kann diese Antwort nicht helfen, ist doch sogar Dir der eigentliche Sinn der Frage nicht ganz klar.

@bikefresh
Stimmt, ich korrigiere auf "trefflich diskutieren". Fotos und OWDs sind so eine Sache. Scheinbar ist es Mode geworden, dass man seine ersten Erlebnisse im wasser filmisch oder fotografisch festhalten muss. Auch in meinem Fundus befindet sich seit geraumer Zeit eine UW-Kamera. Diese habe ich aber schon lange nicht mehr benutzt, da ich lieber tauche als knippse. Lernt man aber scheinbar erst später

CU Oliver
13.08.2010 14:59
hallo nochmal,
erstmal vielen dank für die vielen antworten.als erstes muss ich korrigieren.ich hatte es als 4 stunden verstanden.inzwischen sind es 5 geworden.allerdings sind es einheiten-keine stunden;) tut mir leid,wenn ich hier für verwirrung gesorgt habe.
wenn ich euch richtig verstanden habe:
1.)wenn ich die tauchschule kenne und bis dato zufrieden war soll ich den schein auch machen?
2.)optimalerweise übt man vorher im pool und macht dann ein paar freiwasserTG-nur freiwasserTGs sind aber auch ok?
3.)man sollte den kurs belegen,sobald man sein geraffel handeln kann?das kann nach 10 oder erst nach 100TGs sein.
4.)ob ich den kurs jetzt bei NAUI oder PADI mach ist vollkommen wurscht.das einzige was zählt ist wie gut die ausbildung ist(was wieder auf die tauchschule selbst ankommt) und überall gibt es schwarze schafe.also bei dem bleiben was man kennt?
5.)der erste hilfe kurs würde ausreichen,jedoch wäre es sinnvoller einen zu machen bei dem spezifischer auf taucher eingegangen wird.mal angenommen ich wäre frischgebackener arzt.muss cih das alles trotzdem noch machen?

vielen dank für eure bemühungen!
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