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Panik & Angst

Hatte bei meinem letzten Tauchgang plötzlich auf 20m eine Panikattacke - wo ich mich gerade noch zusammenreißen konnte und mich wieder beruhigen konnten. Nun hab ich ein wenig Angst vor meinem nächsten Tauchgang !!! Gibt es irgentwo Tipps, bzw. festgelegte Standarts zum Nachlesen um bei einer aufkommenden Panikattacke sich leichter abzulenken ???
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24.08.2002 22:21
z.B. Körperkontakt zum Partner wie Händchenhalten oder Arm nehmen und langsam ein paar Meter höher tauchen.
Tümpeltaucher

24.08.2002 22:53
Lies mal diesen Artikel - Panik kommt nicht einfach so, Stress und daraus resultierende Unsicherheiten sind der Weg zur Panik. Wenn du versuchst diese Anfänge zu vermeiden, bist du auf einem guten Weg: http://www.taucher.net/redaktion/7/show.html?topic=3
25.08.2002 01:11
Hallo Tghomas

interessant wäre in dem Zusammenhang aber auch, was denn diese "plötzliche Panikattacke" ausgelöst hat, denn die wartet ja nicht irgendwo und springt dich an.
Warst du schon öfters in dem Tiefenbereich oder das erste Mal??? Plötzliche Sichtverschlechterung oder gute Sicht??? Tauchpartner verloren oder dicht beisammen??? usw. usw. die Umstände sind, zuumindestfür dich selbst, mit das wesentlichste, um dem künftig begegnen zu können entweder durch das vermeiden eben jener Umstände oder indem du sich vorher damit auseinandersetzt und für dich selbst einen "was wäre wenn" Plan aufstellst, um vorbereitet zu sein und die entsprechende Situation ohne Panikattacke in den Griff bekommen kannst.
Oliver
25.08.2002 12:27
Vom BLV-Verlag gibt es recht gutes Buch zu diesem Thema: "Tauchen ohne Angst" von Monika Rahhimi.

Vielleicht ist da der eine oder andere Typ für Dich drinnen.

Viele Grüße und noch eine Menge streßfreie TG

Christian
25.08.2002 18:50
Das Buch mit dem Theme "Tauchen ohne Angst" kann ich uneingeschrenkt empfehlen.

Ablenken von Angst ist schlecht, da sie auf diese Weise nicht besiegt oder vermieden werden kann. Ängste haben beim Tauchen meistens einen irrationalen Hintergrund. Hierüber gilt es, sich Klarheit zu verschaffen. Wenn man die Auslöser wie z.B. schlechte Sicht, Dunkelheit oder anderes als Auslöser erkannt hat, gibt es zwei Wege das Problem zu lösen.

Zum einen kann man die angstauslösenden Faktoren meiden oder man setzt sich bewust mit ihnen auseinander. Das Auseinandersetzen geschieht z.B. durch Konfrontation unter kontrollierten Bedingungen. Also durch Angsttraining.

Ängste können, wie schon oben beschrieben, zu Panikattacken führen und Ursache für einen Tauchunfall werden, den sich im nachhinein keiner mehr logisch erklären kann.
Auf jeden Fall solltest Du Dich, was Du ja auch tust, mit diesem Problem beschäftigen.
26.08.2002 09:14
... und die Panikattacken kommen doch von alleine und urplötzlich. Ich hatte schon zweimal welche. Die Umstände waren dabei jeweils gleich (was meine Aussage von oben wieder etwas relativiert). Warmes Salzwasser mit super Sicht und viel Licht, Tauchpartner direkt neben und hinter mir, flaches Wasser, so 10 bis 15 m. Es war jedesmal nach längerer Zeit Tauchen im Baggersee der erste TG im Meer. Ich kann den Zustand nur damit beschreiben, "was tue ich hier? Ich will hier weg!" In den heimischen Tümpeln habe ich so etwas noch nie erlebt, auch nicht bei Null-Sicht und Kälte.
In den Griff bekommen habe ich es während der Attacke mit Augen schließen und auf die eigene Atmung hören. Dann war`s schnell weg. Danach: Mental mit dem Problem auseinandersetzen, dem Buddy Bescheid sagen. Alle weiteren TG waren hinterher immer entspannt und schön.
26.08.2002 17:16
Hi Thomas,
wie ich deinen Zeilen entnehme hast Du noch nicht allzuviele TGs.Eins vorweg ohne eine wissenschaftliche Abhandlung daraus zu machen: Wenn Du eine Panikattacke gehabt hättest, wäre u.U. viel mehr passiert als Du schreibst. Der Begriff Panik ( gr.) bedeutet frei übersetzt kopflos,lähmend.Warst Du das wirklich? Oder war da mehr ein beklemmendes Gefühl, etwas in Deiner Umwelt stimmte nicht mehr oder ist außerhalb Deines "Machtbereiches". Alles was wir nicht beherrschen erzeugt in uns Angst, wenn wir es wahrnehmen. Das beste Beispiel ist Stefan. In deutschen Tümpel null Probleme, aber im glasklaren Wasser plötzlich Angstgefühle. Vielleicht dazu ein kleines Beispiel: Wenn Stefan seinen Buddy sagen wir im roten Meer verliert,ist dieser wirklich für ihn verschwuden. Egal um welchen Zeitkorridor es sich handelt. Andersherum im trüben Tümpel ist Stefan vielleicht gewöhnt seinen Buddy nicht unmittelbar zu sehen. Er denkt oder besser er fühlt das er da ist. Aber ist er das wirlich immer? Und wenn ja wie weit entfernt? Und,und,und... Soweit die rein psychologische Kette.
Aber es ist auch die Angst, die uns immer wieder gesund nach oben bringt. Ein gewisses Maß davon sollte man als Taucher schon haben. Und der der behauptet er hätte keine, lass lieber links liegen. Plane Deinen TG mit Deinem Buddy. Checkt Eure Ausrüstung. Lasst zwischen Ankommen und tauchen ruhig 1 -2 h Zeit verstreichen für Vorbereitung des TGs und für ganz normales Tratzschen über Gott und die Welt. Das entspannt erstens herrlich mental und zweitens werden manche Gespräche erst beendet wenn der Regler im Mund steckt. D.h. übers tauchen, bis aufs Briefing, wird in der Regel wenig gesprochen. Und dann wird halt getaucht. Entspannt und ruhig. Im Prinzip all das was Du im Tauchunterricht beigebracht bekommen hast. Und wenn doch mal etwas unvorhergesehenes passiert: Innehalten -überlegen - handeln. Einfach dazu zwingen. Der Rest läuft automatisch ab. Und je mehr Stresssituationen ihr simuliert ob über oder unter Wasser, desto besser wirst Du damit umgehen können. Ich für meinen Teil tauche gern mit Anfängern. Weil die sind noch wach und praktizieren genau das was sie gelernt haben.
Also noch viele schöne TG. Und wie gesagt ein klein wenig Angst gehört beim tauchen dazu - Sie markiert die Grenze zwischen persönlichem Limit - und persönlichem Können.
26.08.2002 21:01
Wann wird sich eigentlich endlich mal damit auseinanderetzen, daß mit allen Büchern, allem vorbereiten, aller Ausbuldung und aller Versuche mentale Stärke zu erlangen, es trotzdem Menschen gibt, die vielleicht besser Golf spielen??? Das soll auch ein schönes Hobby sein und die Preislage ist nicht sooo weit vom tauchen weg...
Es gibt Dinge, die würde ich nicht beginnen, weil ich von vorneherein weiß, daß das nix für mich ist (Bergsteigen zum Beispiel würde mir niemals so viel geben, daß ich zu solchen Anstrengungen bereit wäre) und es gibt sicherlich Dinge, die ich wieder aufhören würde, wenn ich dabei "Panikattacken" hätte!!! Leutz das ist ein Hobby, das soll Spaß machen....macht etwas Spaß, wenn ich erstmal Bücher lesen, womöglich workshops besuchen und was weiß ich noch alles, bevor ich es ohne "Panikattacken" betreiben kann???
Das wäre doch auch mal eine interessante Frage.....
Bevor jetzt das Geplärre losgeht: Das soll KEINE WERTUNG sein, wi alle vernünftigen Taucher wissen, iost es viel schwieiriger Nein zu sagen, als sich einfach von der Ruppe mitziehen zu lassen. Vielleicht wäre bei manchen einfach etwas mehr Selbsterkenntnis besser, um dann zu sagen: " ...Ich mache jetzt einen Golfkurs weil ich festgestellt habe, daß 20m Wasser über mir "Panikattacken" auslösen und ich möchte mich in meiner Freizeit lieber entspannen, als gegen sowas anzukämpfen"!!!
So, daß musste ich jetzt einfach mal sagen, nicht alles ist für jeden das richtige...

Oliver
26.08.2002 23:32
Hey Oliver -
muß mal klar stellen das ich ein Mensch bin, der meinstens das macht was ihm interessiert.....stricken hab ich z.b. nicht gelernt weil ich weiß das es nichts für mich ist - aber tauchen tu ich nunmal gerne und wenn ich vor allem halt mache, was ich nicht sofort kann bzw. jeder bei allem Halt macht wovor er Panik hat, dann würde niemand mehr neuen Fortschritt machen........ich häng mich halt rein und möchte daraus lernen !!

Ich Danke all den andren für die zahlreichen konstruktiven Vorschläge lg Tom
27.08.2002 08:47
@Thomas: Zustimm! Ich habe mal irgendwo gelesen, dass etwa 90% aller Taucher im Verlauf ihrer Tauchkarriere mindestens einmal eine Panikattacke hatten. Das geben natürlich die wenigsten freiwillig zu. Wenn man aber mal direkt fragt (habe ich getan), rücken viele doch damit heraus, dass sie schon mal die Hosen voll hatten. Es ändert aber auch nix daran, dass Tauchen für mich der schönste Sport der Welt ist, den ich um keinen Preis aufgeben werde.
@Olaf: Eigentlich lernt doch jeder, dass er mit möglichst vielen Situationen uw fertig werden sollte und zu diesem Zweck auf alles mental vorbereitet und alles im Kopf durchgespielt haben sollte, oder? Ich wünsche Dir und Deinem Buddy, dass Du dann vorbereitet bist, wenn Dich Deine erste Panikattacke packt. Ich bin`s, weil ich die Situation schon mal kennengelernt habe.
27.08.2002 09:21
@Thomas
...dann mach dir mal Geanken, über deine Formulierung...."Angst" ist etwas ganz normales und beahrt einen, wenn man drauf "hört" und damit umgehen kann meistens vor schlimmerem. Es ist so eine Art Alarmanlage "Achtung, ab hier wird es ernst" oder so...Angst hatte jeder schonmal oder auch mal öfters...ist auch nix schlimmes...kann man auch ohne weiteres "zugeben"...Angst zu haben, schärft die Sinne ganz extrem, es ist eine Unmenge Adrenalin im Blut, das dich, im Fall der Fälle dazu befähigen würde, sofort zu reagieren und auch entsprechende Leistungen zu vollbringen, die ohne eher unwahrscheinlich wären...
"Panik" (und deine Formulierung war "Panikattacke) ist etwas ganz anderes...da ist nix mehr mit "Sinne schärfen" da ist an planvolles Handeln nicht mehr zu denken.....
Wenn du nun also Angst hattest/hast in bestimmten Situationen sagt dir dein Unterbewußtsein damit eigentlich nur, daß es sich hier nicht wohlfühlt und du kannst daraus erkennen, wo du noch einen ziemlichen Übungs-/Wissensbedarf hast...denn eine bekannte Situation ängstigt aller Wahrscheinlichkeit nach nicht...
Solltest du Panikattacken haben, dann solltest du über`s Golfspielen tatsächlich mal nachdenken...damit nicht eine solche (echte!!) Panik einmal die letzte ist...
Ich meine das nicht polemisch, zynisch oder gar abfällig, wie du es wahrscheinlich verstanden hast, sondern wirklich so, wie es gesagt (geschrieben) ist...Überlege dir für dich ganz alleine..Ist es Angst...das ist ok und auch handelbar oder ist es Panik????
Oliver
27.08.2002 09:26
@Martin
falls du mit "Olaf" mich meinen solltest, wie schon gesagt, es gibt einen Unterschied zwischen Angst und Panik....Angst hatte ich schon oft beim tauchen...immer dann, wenn ich dabei war, meine Grenzen zu überschreiten, etwas neues zu machen....und ich habe es immer so gesehen, daß mir mein Bewußtsein damit so was in der Art signalisiert: " Ab hier ist es was anderes, aber ich bin hellwach und voll da und habe schonmal vorsichtshalber die Reserve auch in Bereitschaft gesetzt" hört sich alles vielleicht etwas doof an, aber so ist nunmal mein empfinden dabei....
Panik hatte ich noch niemals....

Oliver
27.08.2002 10:26
Tja, dann sind wir uns glaube ich einig. Nach Deiner Definition habe ich dann auch noch keine Panik gehabt, weil ich die Situation jedesmal im Griff behalten habe. Es war aber schon ein Scheißgefühl.
Du hast schon recht. Ich würde niemals Bergsteigen gehen, weil ich weiss, dass ich in der Höhe ganz einfach überhaupt nicht handlungsfähig wäre.
27.08.2002 10:54
@MArtin
sich mit etwas auseinanderzusetzten bedeutet auch, es differenziert zu betrachten...das hab ich eben etwas vermisst, weshalb ich das so geschrieben habe, aber schön, daß wir es klären konnten....*lächel*

Oliver
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