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Notfall Sauerstoff System Einzelteile? Koffer? Stage?

Hallo zusammen,

Ich habe auch schon einige der älteren Threats hier gelesen, aber leider funktionieren die meisten Links darin nicht mehr.

wir würden uns gerne ein Notfall Sauerstoff System zulegen. Allerdings sind wir uns noch nicht ganz sicher was es werden soll. Es gibt ja doch ein paar verschiedene Möglichkeiten. Kompletter Koffer? Einzelteile? Oder doch eine Stage?

Die Flasche sollte mindestens 5l groß sein, da in der Regel ein Unfall selten allein kommt und mit einer 5l Flasche 2 Personen ca. eine halbe Stunde mit O2 versorgt werden können.

Ich denke auch das ein Demand-System Sinn macht oder meint ihre ein FreeFlow System mit Beutel macht genauso viel Sinn?

Für welche der oben genannten Lösungen habt ihr euch entschieden?

Viele Grüße

Darkie

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13.02.2017 17:19Geändert von DerMitDemBlubbTanzt,
13.02.2017 17:20

Aaaalso, ich habe mir selbst ein System zusammengestellt und es hat auch schon einmal das Leben gerettet (bzw. Folgeschäden minimiert).

Ein On-Demand-System spart Sauerstoff ein und die Flasche hat somit eine höhere Überlebensdauer. Auf der anderen Seite kann man mit einem On-Demand-System schlecht einen Bewustlosen versorgen. Ich für mich habe lieber einen höheren Sauerstoffverbraucht (Übrigens habe ich auch eine 5l-Flasche, und die reicht bis in alle Ewigkeit, nicht zu vergessen: Spätestens nach 20Minuten sollte der Rettungwagen mit O2 da sein) und kann dafür mal jemanden das Leben retten, der kein On-Demand-System atmen kann.

Es soll aber angeblich auch Systeme geben, die On-Demand-Abgänge haben und zusätzlich einen Flow-Anschluss..... Ich würde mich inzwischen aber für ein neues Komplettset entscheiden - man hat ständig die Einzelteile und überhaupt.....

Viele Grüße,

DMDBT

13.02.2017 20:20

Jepp, oder sowas: http://www.ebay.de/itm/172305448087

Bei ebay nach "Bundeswehr sauerstoff dräger" suchen, dann werden in der Regel immer wieder solche Koffer angeboten. Unter Umständen muss man eine Revision durchführen oder die Pulle tüven, aber.... who cares, wenn ich mir den Preis BW-Koffer ./. Neuer Wasserwachtskoffer anschaue

Viele Grüße,

DMDBT

congermanCMAS ***
13.02.2017 22:20

Wenn du es dir selbst zusammen stellt, sparst du eine Menge. Einfach mal im Medizinbereich suchen. Dort kosten die Teile einen Bruchteil im Vergleich zu den Tauchläden / Sets...
5L O2-Flasche ca. 150,- Euro und den Regler (konstant Flow) ca. 130 ,- Beatmungsbeutel etc. kosten kaum was, ca. 5 bis 10 Euro. Dann brauchts du nur noch eine Tasche... Und zahlst zusammen vielleicht 400 Euro. Ich habe es mir auch so zusammen gestellt. Regler, Atembeutel etc. in ein EH-Kiste, Flasche getrennt (Gewicht der 5L Flasche)

Oder du nimmst eine Stage mit O2-Regler, damit kann man tauchen und gleichzeitig Erste Hilfe leisten...

Ggf noch 3/4" zu 5/8" Adapter und du bist flexibel. Kannst also beide Regler (konstant / demand)  an beiden Flaschen nutzen...

Ich habe bisher nur 'selbst-atmende' Problemefälle gehabt. Da reicht eine Stage mit Regler aus. Aber....

arureusCMAS-TL**, Nitrox**, 2500 TG
14.02.2017 09:25

Moin zusammen,

wie in einem anderen O2Treat schon beschrieben: Wir haben uns entschieden für 7Ltr O2-Flasche mit O2-cleanem Atemregler an 2m-Miflex.

Bei Atemstillstand ist dann eben konventionelle HLW erforderlich bis Eigenatmung besteht. Ob wir als Laien (alleine) zeitnah ein komplizierteres System zusammenbauen können und mittels Ambubeutel richtig beatmen können, bezweifle ich zumindest für uns persönlich. Wir machen mindestens alle 5 Jahre einen HLW/AED-Kurs mit intensiver Praxis auf verschiedenen O2-Systemen. Für mich bleibt das Thema schwierig, zumindest allein auf einem kleinen Boot.

Daher unsere Entscheidung für das System das sehr robust und einfach/schnell ist und die Folgekosten für TÜV und neue O2-Ladung alle 2,5 Jahre sind überschaubar. Als Austauchgas benutzen wir die Flasche nicht, weil dann den O2-Vorrat ja weg ist für einen eventuellen Notfall und wir (alleine auf abgeschiedenen Inseln im Ionischen Meer) sehr sehr sicher Austauchen. Ein Deko-Unfall ist somit eher ausgeschlossen. Wir denken eher an Air-Trapping, Krampfanfall, "Herzstecker & Co" und da hilft 100% O2 sicherlich sehr beim Überleben und Minimieren der Folgeschäden.

Grüße und Alles Gute!

Arureus

14.02.2017 11:46

Vielen Dank schon mal für eure Antworten.

@DerMitDemBlubbTanzt:
Ich habe auf der Webseite von Watersaftyshop.com gelesen:
"Laut Statistiken von DAN (Divers Alert Network) sind über 90% aller Tauchunfallbetroffenen bei Bewusstsein und atmen selber."

Aber du hast recht, es deckt 10% nicht ab und im Fall der Fälle....
Die Frage ist, ob man das mit einem Tubus, an welchem das Demand Ventil gesteckt wird ausgleichen kann.

Diese Systeme die beides (also Demand und Flow) gleichzeitig haben, nennen sich Multifunktions-Druckminderer (http://www.watersafetyshop.com/emergency-oxygen-equipment-core-items.html)



@FriDaJo und @DerMitDemBlubbTanzt:
ja die BW-Kisten habe ich auch schon gesehen, aber da gehen die Meinungen sehr stark auseinenader ob die jetzt wirklich gut sind oder nicht. Hab ihr Erfahrungen mit den Kisten? Sind die zuverlässig? Mich irritiert etwas der Preisunterschied zu den DAN / VDST / Watersafty / etc. Systemen... das ist ja schon ordentlich...



@congerman und @arureus:
das ist auch ein guter Tipp! Vielen Dank!
Ja das mit der Stage und dem "normalen" Regler hab ich auch schon überlegt...
Wobei ich da auch bei den Überlegungen von arureus bin, denn wenn ich die Flasche tauche, hab ich ggf. nachher kein o2 mehr... wobei natürlich der TG nicht mehr allzulange dauert, wenn man auf 4m angekommen ist und wenn doch, dann brauchst man sie auch nicht



Ich bin mir echt unsicher welches System das bessere ist..
Ne Stage ist mit TÜV nach 2,5 Jahren fällig, eine kleine Flasche, welche nicht zum tauchen verwendet wird und im medizinischen Bereich genutzt wird, liegt beim TÜV bei 10 Jahren (hab ich glaube ich irgendwo gelesen). Wobei der O2 alle 2 Jahre ausgetauscht werden soll... Allerdings erschließt sich mir nicht so ganz warum, denn der O2 wird ja nicht "schlecht" oder so. Oder hab ich da einen Denkfehler?

14.02.2017 12:49

Ich selbst habe keine Erfahrung mit den BW-Kisten. Aber die Preisdifferenz ist klar, such mal allgemein nach BW-Artikel, die werden zu einem Schleuderpreis hinausgehauen weil sie die Privatwirtschaft nicht so schnell aufnehmen kann, wie sie die BW ausmuster. Ich bin solchen Kisten auch skeptisch gegenüber gestanden, weshalb ich mir ja mein Individualsystem zusammengekauft habe. Jedoch hat mir mein TL für den SK Tauchsicherheit&Rettung seinen gezeigt. Und der Kerl hat sein Leben lang vom Tauchen gelebt, als Berufstaucher und als TL. Und wenn der dem Ding vertraut, dann war das für mich ein Argument. Auch hat das Ding sauber ausgesehen. Wie gesagt: Einmal eine Revision und auch die Flasche will für die nächsten 10 Jahre wieder TÜV, um Deinen nächsten Zweifel gleich zu eliminieren.

Zum Thema Bewustlos oder nicht: Menschen können ja auch bewustlos sein und dennoch selber atmen. Das Problem ist, dass man ein Demandventil mit seinen Beisserchens festhalten sollte. Wie willst Du das von einem bewustlosen erwarten? Bei einem solchen Fall schliesst Du die Atemmaske am Ventil an, öffnest das Ventil und hältst den Auslass vom Schlauch in der Maske ein paar Sekunden zu, damit sich der Reservoir-Beutel füllt (Der Reservoirbeutel ist wichtig und wird der nicht einmal aufgeblasen, dann strömt das O2 an der Backe aus der Maske anstatt dass es in den Beutel geht). Dann setzt Du dem Patienten die Maske auf und wartest - den Patienten überwachend - auf den Rettungsdienst.

Viele Grüße,

DMDBT

PS: 90% der Unfälle kannst Du mit einem normalen O2-cleanen Regler abdecken. Jedoch empfehle ich Dir eine extrige 5l-Flasche. Die Stage wirst Du hernehmen und wenn Du sie hernimmst, dann ist O2 im Notfall nicht vorhanden, denn der Notfall kommt immer NACH dem TG

14.02.2017 16:32

Hallo, von den BW Set nehem ich auch eher abstand. Allenfalls die Kiste kann man gebrauchen. Den Druckminderer müsste man überholen lassen. Hol dir dann lieber einen neuen der auch mehr Flow hat.

Ich habe begonnen mit einer kleinen Stage 40 cuft/ 5,7 ltr.  Dazu O2 cleanen Atemregler. Kann man auch mitnehmen zum tauchen. Dann hat man es immer sofort griffbereit. Und nicht alle Probleme beginnen NACH dem TG. Dann kann man gleich Unterwasser beginnen mit O2 Atmung. (Anschließendes Toppen der Flasche ist selbstverständlich)

Und den nichtatmenden Fall habe ich mit einem Konstant Flow Druckminderer (150€) und Ambubeutel (40€) abgedeckt.  http://www.ebay.de/itm/GTI-Druckminderer-Rescue-25-fur-Sauerstoffflaschen-mit-Flow-bis-25-l-min-O2-/172304936866?hash=item281e2cafa2:g:Je8AAOSwawpXr3wX     Falls erforderlich kannst du es schnell umschrauben. Und mit einem zusätzichen T-Stück (50€) + Adapter (30€) auch beides synchron betreiben.

Eigenen Koffer zusammenstellen ist sicher nicht schwer und sehr viel kostengünstiger ohne Sicherheits-und Qualitätseinbußen.

Seitdem Umstieg auf CCR ist dies etwas anders geworden, da hab ich sowieso immer O2 dabei.

14.02.2017 16:53

Hier wird eindeutig von etwas anderem geschrieben. Dort wird von einem Medizinprodukt gesprochen, was sich Pulmotor nennt. Nachdem ich diesen Begriff nicht kannte, habe ich mal de.wikipedia.de/wiki/Pulmotor befragt und siehe da, es handelt sich dabei nicht um einen Sauerstoffinhalator sondern um ein Beatmungsgerät, welches aktiv den Luft aus der Lunge zieht. Der von mit verlinkte BW-Koffer ist jedoch ein Druckminderer für bis zu 4 verunfallten Personen mit Atembeutel.

Allerdings hast Du hier einen sehr interessanten Punk aufgebracht, nämlich dass man als gewerblicher Tauchlehrer nicht eine wild selbst zusammengewürfelte Mixtur verwenden darf, sondern eben ein Komplettset braucht, was man auch einmal im jahr kurz prüfen lassen muss. Gelöst wird dagegen auch die Frage, dass Sauerstoff alle 3 Jahre ausgetauscht werden soll.

Viele Grüße,

DMDBT

14.02.2017 18:00

Ja wäre zu klären ob Darkie als Eröffner des Postings privat oder gewerblich meint.

Meine Lösung war nur für den privaten Anwender gedacht.

Natürlich müssen auch dort Flaschen TüV und Atemreglerrevision beachtet werden. Und wenn man die Flasche als PTG und nicht als Speicherflasche TüVt muss sie sowieso alle 2,5 Jahre zum TüV und somit wird der O2 auch Regelmäßig erneuert.

Die BW Koffer fallen ja raus, auch wäre der Flow von 12 l pro Minute sowieso zu gering.

fischliesCMAS***
14.02.2017 19:02

Die O2 Tasche haben wir im Verein im Einsatz: http://www.vdst-shop.de/VDST-Sicherheit/O2-Rescue-Basis-Set-mit-Sauerstoff-Fuellung.html

congermanCMAS ***
14.02.2017 19:20

@ Darkie,

deshalb habe ich ja auch die 3/4" zu 5/8" Adapter und umgekehrt. So kann ich beide Flaschen für beide Problemfälle nutzen.
Die Stage zeihst du UW eh nie leer. Und die medizinische Flaschen haben 10 Jahre TÜV.

Bei den Constantflow-Reglern auf die 25 L / min achten. Die meisten haben nur 15 L / min

Nur wieso der O2 gewechelst werden soll erschließt sich mir nicht. Kommt vermutlich aus der Arzneibrache, dort muß jedes Medikament ein Verfallsdatum haben (Bürokratie ;- ) praktisch nicht nötig...

14.02.2017 20:43

@fischlies: Sehe ich das richtig, dass die Atemmaske keinen Reservoir-Beutel hat? Und was heisst "Sauerstoffmaske bei einem Flow von 25Lt/min wird eine Sauerstoffgabe von mehr als 90% erreicht.". War da nicht etwas von "100% O2 wäre wichtig"???

Viele Grüße,

DMDBT

15.02.2017 16:17

@RT08: die Nutzung soll ausschließlich privat sein.

aber ihr habt recht, die 12l/Minute die das "alte" BW-System liefert ist zu wenig. Min. 15 besser 25 sollte schon drin sein.

@fischlies: danke für den Link. Wobei das von dir verlinkte System "nur" 15l kann. Ist die Frage, ob das wirklich reicht? Ich denke im Fall der Fälle sind 25l schon besser

@congerman: ich denke das das unsinnig ist mit dem Verfallsdatum und gebe dir recht das wir, wie immer und überall Verfallsdaten per Gesetz haben müssen.
Ah also hat du immer eine 40cft Stage dabei? Und noch eine 5l Flasche im Auto?

congermanCMAS ***
15.02.2017 22:15

Die 40 cuft O2-Stage habe ich meistens dabei. (außer Plansch-TG im Flachwasser) Die 5L Med. Flasche habe ich fürs Boot gekauft. Jenach TG nehnme ich die eine oder andere mit, ggf. auch beide (also am Tauchplatz).
So ist im Notfall eine an Land und die Stage bei mir (größere Gruppe)
Wenn ich nur zu zweit unterwegs bin, reicht eine von beiden Flaschen, je nach TG...

Wenn ich am See mit angeschlossener Basis tauche, lasse ich beide zu Hause...

15.02.2017 22:45

Ein Taucherarzt, der schon so Einiges gesehen hat, hat mir empfohlen beim Tauchen immer so etwas dabei zu haben:

http://www.nofamed.de/atemwegs-management/manuelle-absaugpumpen/res-q-vac.htm

Falls ein Unfallopfer Wasser eingeatmet hat bildet sich wohl eine riesige Menge an Schaum.

16.02.2017 08:54Geändert von DerMitDemBlubbTanzt,
16.02.2017 08:57

Ja, ein TaucherARZT darf in Deinem Körper (in diesem Fall in Deinem Rachen) mit Gerät rumbohren. Wenn wir Laien das machen und ihm damit das Leben retten, kann er uns danach dennoch verklagen.....

Mein Vorgehen in so einem Fall wäre Lehrbuchartig: Atemkontrolle. Ist Atem vorhanden: Stabile Seitenlage mit O2, kein Atem vorhanden: in die Rückenlage und Pulskontrolle machen und im Zweifels Falle: Gibs ihm mit der HLW. Und immer schön daran denken: Wenn man bei der HLW Rippen bricht, bekommt man ein Lob vom Arzt, wenn man im Rachen Absaugvorrichtungen anwendet bekommt man potentiell eine Klage.

Viele Grüße,

DMDBT

Edit: Ich möchte die Gelegenheit nutzen, alle Leute nochmal darauf hinzuweisen: In Deutschland ist die 19222 keine offizielle Notfallnummer mehr und kann abgeschalten sein (Vielerorts funktioniert sie noch, aber wenn nicht sind wertvolle Sekunden dahin). Die offizielle Notfallnummer ist die Feuerwehr (112)

16.02.2017 11:56

Ok DMDBT, dann sag mal an was Du in diesem Fall machst:

Du ziehst den Verunfallten an Land und aus seinem Mund quillt jede Menge Schaum.

- HLW sagt erstmal "Atemwege frei!" Wie willst Du das anstellen? An den Köcheln fassen und ausschütteln?

- Deine constant flow Maske kannst Du in dem Fall vergessen, weil eh nichts reingeht.

Gehst Du dann ein Bier trinken, weil Du Dir sagst: "Mist, wenn mein Buddy nachher vom Kunststoffröhrchen einen rauhen Hals hat, dann verklagt er mich vielleicht."? 

FrieDaJoPADI Divemaster; PADI EOP Instructor
16.02.2017 14:49

@jamproof

thumbup

UrsusTrimix, Cave I PATD
16.02.2017 22:05

Grundlegendes: bei einer Asystolie, drücken!!!! Effektiv, Aber!!! nicht zwingend eine Rippenfraktur provozieren. Ist abhängig von der Konstitution, klar passiert es, aber nicht völlig darauf hinaus Druck ausüben. Ist eine Stammtischweisheit, mit perforierter Lunge/Pneumothorax macht sich's wieder schlechter.

Kammerflimmern.....mmhhhh hilft nur der Defi, eigentlich, dennoch drücken.....ist fur den Laien nicht zu differenzieren.

Sauerstoff: immer Mittel erster Wahl, wichtig für die Überlebenschance auf Zellebene/Zelltod.

Freie Atemwege ist Grundvoraussetzung, sollte der Pat. atmen-aber flach/kraftlos, kann evtl. die 2. Stufe nicht ansprechen, wenn Beatmung aus der Stage. Cave!! Verschluss der Atemwege durch Mundstück dann.

Aktiv, Ambubeutel wurde genannt, hier sind 15 l/min ausreichend auf Constflow. 

O2 Brille ist Schwachsinn....

LG

Ursus

17.02.2017 12:50

Wenn die Suppe aus dem Mund quillt, bringe ich den Patienten in soetwas ähnliches wie die stabile Seitenlage und achte darauf, dass der Rachen ausfliessen kann, würde je nach Situation am Bauch nach oben drücken um den oben genannten Druck und das Gefälle in Richtung Rachen in einem Schritt her zu stellen. Aber es gilt wieder: Atmung vorhanden? Stabile Seitenlage und O2. Keine Atmung vorhanden: Atemwege kontrollieren und dann gib ihm.

Wenn die Suppe aus dem Mund läuft - hast Du recht - habe ich oben nicht bedacht. Aber dennoch würde ich nie mit einem Gerät, was in die äussere Hülle des Körpers eindringt am Patienten arbeiten - einerseits aus Angst, etwas kaputt zu machen und andererseits auch aus juristischem Grund. Wäre es in D nicht so krank, dass man nach einer erfolgreichen Reanimation mit einer Klage rechnen müsste, dann würde ich wahrscheinlich auch ein solches Gerät anweden - wenn es gerade zur Verfügung stehen würde. Aber ich will nicht mit dem RTW zum Tauchen fahren.

Viele Grüße,

DMDBT

FrieDaJoPADI Divemaster; PADI EOP Instructor
17.02.2017 15:27

@DMDBT

Wo hast Du den das her ???

"Wäre es in D nicht so krank, dass man nach einer erfolgreichen Reanimation mit einer Klage rechnen müsste, dann würde ich wahrscheinlich auch ein solches Gerät anwenden...."

Solch Falschaussagen im Internet führen nur dazu, das wir irgendwann an den Punkt kommen, das keiner sich mehr traut Erste-Hilfe zu leisten !!!

Wann Du 100%ig mit einer Klage rechnen musst ist dann, wenn Du keine Erste-Hilfe leistest....um ein Menschenleben zu retten wäre mir jedes Hilfsmittel recht.

17.02.2017 16:45

Wenn Du Dich strikt an die Regeln hältst ist alles gut und das ist nicht nur die moralische, sondern sogar die gesetzliche Pflicht eines jeden. Aber informier Dich mal, was rein theoretisch passieren kann, wenn Du einem Kind im Kindergarten ein großes Pflaster übers Knie klebst, ohne den Erste-Hilfe-Kurs Spezialbereich Kinder abgelegt zu haben ...... Das ist krank!!! Und ich werde bei meinem Elterndienst im Kindergarten auch weiter Kindern ein Pflaster geben - aber lieber es der Kindergärtnerin sagen, damit die klebt.....

Viele Grüße,

DMDBT

Dive-ManUDI-CMAS TL*
18.02.2017 12:11Geändert von Dive-Man,
22.02.2017 15:21

Ich hab schon viel gelesen, aber dass Erste Hilfe  durch Laien eingesetzt, strafbar werden kann, ist mir neu. Keine Laie wird Hilfe leisten welche über sein Können hinaus geht. (z.B. Luftröhrenschnitt)
Vereinfacht: was lernt man in der Tauchausbildung. Im Unfallsfalle immer 100% Sauerstoff. Wenn die Person jedoch nicht atmet und keinen Puls hat, ist es egal ob die Luft aus der Umwelt 21% oder 100% aus der Flasche kommt.  Es gilt der Grundsatz  beim Tauchunfall 5  mal vorbeatmen und dann 30/2. 

Wichtig ist, dass man was tut. Wer nichts tut obwohl er kann, ist strafbar

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