@Schaffel:
"Wenn viele Mücken da sind, würde ich auf jeden Fall Malarone nehmen, wenn keine da sind eben nicht und auf die dort vorhandenen, mit Malaria sehr erfahrenen Ärzte im Notfall vertrauen."
Das klingt ungefähr so, wie die Aussage: "Wenn die Strassen sehr holperig sind, würde ich mit Helm Motorrad fahren und wenn nicht, dann ohne."
Wer auf solche Aussagen vertraut, ist m.E. selber schuld. Ausserdem widersprichst Du damit Deiner eigenen weiter oben getätigten und korrekten Aussage "Fazit: Man kann sich nicht darauf verlassen, ob es gerade gefährlich ist oder nicht." Das stimmt in der Tat!
"Ich würde Malarone in Kenia kaufen, es gibt dort alle Medikamente an jeder touristisch erschlossenen Ecke."
Das mag zwar sein, nur, wer gibt Dir die Garantie, dass es sich dabei auch um das tatsächliche Medikament in der originalen Zusammensetzung handelt. Tatsache ist, dass auch in Afrika Medikamentenfälschungen im Umlauf sind. Schliesslich kann man damit ja gute Geschäfte damit machen...
In diesem Zusammenhang verwundert es schon sehr, wenn Leute, die bereit sind, für eine Fernreise geschätzte 2000€ und mehr zu bezahlen, ausgerechnet bei Ihrer eigenen Gesundheit so rumknausern.
Zu Deiner Anmerkung: "... nur Vorbeugung wird idiotischerweise nicht bezahlt.":
Tja, dass die Kosten im Gesundheitswesen explodieren, dürfte eigentlich jedem mittlerweile bekannt sein. Warum sollte dann eigentlich die Gemeinschaft der Versicherten auch noch für das Privatvergnügen einiger, und das sind Fernreisen in exotische Länder nun mal, aufkommen?
"... Original-Packung Malarone [...] war etwas billiger als als zuhause."
Mal ganz ehrlich, wieviel hättest Du denn nun wirklich gespart (wenn Dir nicht unrechtmässiger Weise die Kasse und somit die Gemeinschaft der Versicherten die Kosten erstattet hätte)?
Damit Du mich jetzt bitte nicht falsch verstehst: ich habe nichts gegen Sparen, aber doch bitte nicht an der falschen Stelle, nämlich der eigenen Gesundheit!
LG, Doktorfisch.