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Keine Luft mehr bei 70 bar auf dem Finimeter

Geändert von berndbb,
23.08.2022 01:54

Hi,

mir ist heute beim Tauchen etwas eher Merkwürdiges / recht Unangenehmes passiert.
Und ich würde gerne besser verstehen, warum dies passierte, bzw ob es irgendein Fehler von mir hat sein können.

Kurz zu mir: Ich habe einen Advanced Open Water, aber sehr wenige Tauchgänge.
Mit (zu)vielen Jahren Abstand dazwischen. Ich würde mich also immer noch als ziemlichen Anfänger bezeichnen.

Ich habe also zu Beginn meines Urlaubs einen TuneUp-Dive mit einem Lehrer gemacht.
Klappte alles soweit. Heute habe ich dann, 2 Tage danach, einen zweiten "echten", aber einfachen, Tauchgang gemacht.

Was passierte:
Der Tauchgang wir in sehr warmem Klima. Wir starteten auf 8-10m, die tiefste Stelle war ca 18m. Dauer insgesamt ca. 80 min.
Der ganze Tauchgang war für mich sehr entspannt, völlig normal und eher ruhig geatmet. Auf dem Boot zeigte mein Finimeter ca 240.
Nach ein paar Minuten nach dem Descent war ich irgendwann bei 180 (nicht ganz sicher wann ich dies durch meinen Check prüfte).
Danach ging das Finimeter langsam und kontiuierlich runter. Der Tauchlehrer war mein Buddy, ich gab ihm proaktiv immer meinen Stand durch.
Alles völlig normal und gut und wie erwartet.

Zum Ende waren wir beim Safety-Stopp auf ca 5m. Während dieser Stop ablief war mein Stand ca. 70 bar. Und es wurde immer schwerer zu atmen.
Zuerst dachte ich -- auch aus Unerfahrenheit (?) -- "wenn der Tank leerer wird kann es schon mal vielleicht mininmal schwerer werden Luft heraus zu bekommen, bleib ruhig".
Nur wurde es recht schnell immer schlimmer, in ca 1-2 min wurde es so unangenehm schwer zu atmen, dass das einfach nicht korrekt sein konnte.
Ich begann also dem Lehrer zu signalisieren a) Probleme b) keine Luft mehr. Der checkte mein Finimeter und klopfte dagegen. Zeigte immer 70 bar.
Während dies passierte bekam ich gar keine Luft mehr, 0. Ich nahm dann seinen Octo, hakte mich in seinen Arm ein und beendetete den Tauchgang normal wie alle anderen und kontrolliert. Zu keiner Zeit habe ich schneller / komisch geatmet oder hyperventiliert.
(Naja, bis wohl auf die letzten 10 sec wo gar nix mehr kam)
Als ich an der Oberfläche und später an Bord war, konnte ich durch den Inflator nix mehr an Luft ins Jacket bekommen
-- war also nicht nur mein "Gefühl" dass keine Luft da war. Finimeter immer noch bei 70.

Ich habe dann an Bord dem Lehrer den Sachverhalt genau geschildert, auch der Tauchbasis.
Mittlerweile habe ich einen neuen Regulator. Aber keine wirkliche Information, was passiert ist.

Analyse (kann ich als Nicht-Experte nicht wirklich....)

* Ich habe versucht das heute Abend zu googlen. Diverse Seiten sagen dass solche Equipment Failures eigentlich sehr, sehr selten sind (?).
Und es meist Verhaltensfehler sind. Falls dem so ist, würde ich gerne lernen was ich falsch gemacht haben könnte.

* Ich habe beim TuneUp gelernt, dass ich vor dem Start, nach dem Öffnen des Tanks eine halbe Drehung zurück drehen soll. Ich lese nun, dass das eigentlich schon lange nicht mehr Stand-der-Technik ist. Es wird ja empfohlen, ganz zu öffnen. Oder maximal eine "Haaresbreite" zurück. Kann es das gewesen sein? Am Ende vom Dive in niedriger Tiefe? Scheint mir eher unwahrscheinlich, ich wollte das aber der Vollständigkeit fragen.

Fragen:
* Ist das ein bekannter Fehler, der machmal auftritt? Kennst das jemand? Ich konnte dazu wenig finden.
* Kann ich irgendetwas besser machen? Bzw kann es an etwas von mir gelegen haben?

Grüße und Danke

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rokuAdvanced Open Track Driver
23.08.2022 06:58
Du hast keinen Fehler gemacht.
Entweder hing das Fini bei 70 bar fest und Du hast die Flasche leergeatmet oder die erste Stufe hat ab 70 bar keinen Mitteldruck mehr für Inflator und 2. Stufe geliefert.
Frag die Basis, wieviel Druck noch in der Flasche war, dann weißt Du Bescheid.
23.08.2022 07:00Geändert von Robert,
23.08.2022 07:03
Defektes Manometer oder Flasche mit uralt Restdruckventil, auch Reserve genannt.
nikvoegtliCMAS*** TX100
23.08.2022 08:23
Klingt klar nach kaputtem Fini. Ich wäre schon mal bei den 240 Bar skeptisch geworden (weisst du, mit wieviel der Guide / andere Gäste gestartet sind?). Und auch wenn das Fini über längere Zeit nicht mehr runter geht, sollte man allenfalls die Information hinterfragen.

Ungenaue Finis sind jetzt nicht so super selten, hatte ich auch mal, hing gegen Ende bei ca 40 bar fest, und ging nicht mehr weiter runter.

Was sagt die Basis dazu? Nehme an, es war Leihequipment?
Rainer215007DTSA***, Trainer C Sporttauchen
23.08.2022 08:25

Wenn die Flasche eine noch nicht totgelegte Reserveschaltung hätte, wäre das der erste Griff vom Ausbilder gewesen, das zu checken.

Ich tippe auch auf ein defektes Fini. Finis mit defektem Swivel sind z. B. garnicht so selten.

Das komplette Öffnen des Ventils hat u. a. den Sinn, dass man beim Vereisen und Schließen des Ventils sofort in die richtige Richtung dreht. Ein Ventil, das eine halbe Umdrehung wieder geschlossen wurde, macht eigentlich sonst auch keine Probleme. Viele haben es so gelernt und praktizieren es

Du hast alles richtig gemacht. Du bist ruhig geblieben, hast Deinem Buddy das Problem signalisiert und ihr habt es unter Wasser gelöst.

Die Tauchtechnik ist heute zwar sehr zuverlässig, aber es gibt keine 100 Prozent Sicherheit.

Stephan K.PADI DM, CMAS***, SSI XR, Apnoe 1, Eistauchen
23.08.2022 08:40

mal anderen Atemregler-Set an diese Flasche machen und schauen was jetzt passiert

Zeigt der Fini 0 bar und ist die Flasche leer ist dein Finimeter defekt.

Zeigt der Fini 70 bar an und kannst du mit dem andersen Set atmen, dann ist dein Regler defekt.

ggf. wäre dann im Atemregler der Sintherfilter verstopft. Dass kann passieren wenn in der Pressluftflasche Rost oder Aluminium-Oxid sich gebildet hat und in den Regler gelangt ist.

Im Regler ist ein Sintherfilter, der verhindern soll dass diese Rostpartikel die Reglermechanik beschädigen.

Also Fini, Regler und ggf. auch Flasche prüfen!

23.08.2022 08:47
Im Urlaub eine Flasche mit 240 Bar ist eine Seltenheit. Lernt man mit den Jahren. Meistens ist man gut dran wenn die 200 Bar erreicht werden. Daher tippe ich auf ein defektes Fini.
Hut ab, du hast trotz der wenigen Tauchgaenge alles richtig gemacht, bist ruhig geblieben und hast Hilfe beim Buddy gesucht. Die Finis können durchaus unterschiedliche Werte anzeigen, allerdings keine Abweichung von 70 Bar.
Den Fehler vor dem Tauchgang festzustellen ist unmöglich, wenn es Dich beruhigt lass Dir beim nächsten Tauchgang ein 2. Fini geben und vergleiche die Werte (sofern der Regler noch einen freien Hochdruckanschluss hat.
Dominik_Emind is like parachute
23.08.2022 09:36
Ich würde auch sagen gar nichts kompliziertes sondern ein defektes Fini. Das kommt bei den Dingern durchaus mal vor, dass sie dann irgendwo festhängen. Kann man nochmal ausprobieren indem man das betreffende Fini an eine leere Flasche hängt. Allerdings, beweisend ist da nichts wenn es dann keine 70bar anzeigt sondern des korrekten Wert, denn es hängt ja wenn dann nicht immer, sondern erratisch. Eindeutig hätte man es nur gehabt wenn die betreffende Flasche direkt nach dem TG mit einem anderen Fini o.ä. gemessen worden wäre. 0 = Fini defekt, 70 = irgendwas an der ersten Stufe, glaube ich aber ehrlich nicht.

Wenn es kein besonders tolles, teures ist das man realistisch reparieren (lassen) kann, würde ich das Fini einfach entsorgen.
23.08.2022 10:46

Was hat denn das Fini vor dem Tauchgang vor dem Öffnen der Flasche angezeigt? 0? Oder vielleicht da schon 70 und du hast es nicht gemerkt?
Ist jetzt gar nicht soo selten, dass Finis ab einem gewissen Alter die 0 nicht mehr finden.
Für dich eine wichtige Erfahrung mit gutem Ausgang. Immerhin weisst du jetzt, dass du in einer solchen Situation ruhig bleiben und richtig reagieren kannst.

23.08.2022 11:55Geändert von berndbb,
23.08.2022 11:57
Hi.

0. Ich danke euch für die Antworten und Mühe.

1. War es Leihequipment? Ja.

2. Was hat das Fini vor den Öffnen der Flasche gezeigt? Das weiss ich leider nicht. Ich werde mir angewöhnen, das ab jetzt zu prüfen.

3. Post Mortem beim Equipment machen. Fini an andere Flasche. Restdruck in meiner Flasche.
Nun ja. Hier bin ich ein bisserl genervt, von meiner Basis. Weil ich genau das mir gewünscht hätte. Deswegen hab ich es auch so klar angesprochen, auf dem Boot dann auf der Basis nach Rückkehr. Und mein Equipment dem TL gegeben. Ich verstehe alles was ihr hier sagt, aber als Anfänger komme ich gerade in der Sek nicht auf die korrekten Schritte.
Leider ist da bisher nicht viel passiert, und ich weiss auch nicht ob noch viel kommt. Es wurde leider sehr schnell "geraten" ohne weiter zu prüfen. "Ah, finimeter bestimmt kaputt". Ich bin nichtmal sicher, können die noch identifizieren nachdem wir vom Boot sind welches meine Flasche war? Ist das markiert oder notiert? Weil wenn nicht kann man nach dieser verpassten Chance sowieso das alles nicht mehr prüfen. Ich sehe aber ein, dass ihr diese Infos auch bräuchtet, um weiter zu überlegen
War eben auch wieder da. Diesmal wurde direkt gesagt: "du hast die Flasche bestimmt nicht richtig aufgemacht". Naja .

4. Bei 240 sollte man zu Beginn stutzig werden. Man sollte stutzig werden wenn es nicht kontinuierlich runter geht.
Beides nehme ich als sinnvolle Tipps gerne an. Das erste wusste ich einfach nicht. Das zweite ist ziemlich logisch.... ist aber so glaub ich nicht passiert. Ich checke das fini sehr viel. Und gebe den stand auch mal ungefragt durch. Das hing nicht super lange bei 70. Also ich vermute mal. A) entweder hatte ich einen sehr krassen konstantem offset im fini. Und die Flasche war leer. B) oder es war wirklich dieser kaputte sintherfilter. Ich werde mich mal genauer informieren was das ist.

5. Hol dir neues Equipment.
Ist gestern schon passiert, habe einem neuen Regulator von der Basis bekommen.

6. Ich habe mich jetzt entschieden, nachdem es die offizielle Empfehlung ist, auf das Zurückdrehen am Ende zu verzichten, sondern voll zu öffnen. Ich vermute aber, dass das für die Frage hier eher ein roter Hering ist.





Dominik_Emind is like parachute
23.08.2022 12:01
Das mit dem halbe Umdrehung zurück ist denke ich hier echt egal. Dass die Basis sagt Flasche nicht richtig aufgedreht ist nicht so nett; keiner gibt wohl gerne zu, dass das verliehene Fini wohl defekt war. Naja. Sinterfilter ist das poröse Ding das Du siehst wenn Du in den DIN Anschluss Deiner 1. Stufe schaust. Ein simpler Filter bevor die Luft in die Stufe geht. Theoretisch kann der sich mal zusetzen, aber ich glaube das hier ganz ehrlich nicht. Spricht schon einiges fürs Fini, auch wenn man jetzt keine Gewissheit mehr bekommen wird. Und ehrlich, das wäre auch nicht mega selten.

Würde mir keinen zu großen Kopf machen. Sowas passiert mal, Du hast alles gut bewältigt. Urlaub geniessen, die nächsten Finis werden besser drauf sein.
23.08.2022 12:05Geändert von berndbb,
23.08.2022 12:06
Danke. Heute ist Pause am Pool, morgen geht's weiter. Hoffentlich ohne solche Vorfälle.
23.08.2022 12:20
War mit ziemlicher Sicherheit das Fini, mit "offset" fehler, d.h. es zeigt einfach immer zuviel an.
Ventil ein Stück zurück oder nicht, da kann man drüber streiten. Guter Test ist, beim Testatmen der Regler das Fini zu beobachten, das darf sich nicht rühren. wenn das bei jedem Atemzug etwas runter (und dann wieder rauf) geht, dann ist das Ventil nicht ganz offen oder sonstwie der Luftfluss stark eingeschränkt - wie eben ein verlegter Sinterfilter. Aber das passt jetzt nicht zu dem Fehlerbild.

23.08.2022 12:30
Muss ein unbalancierter (Leih)-Regler gewesen sein, bei meinem gibts entweder leicht Luft oder nüscht. Mit dem Flascheaufdrehen hat das sicher nichts zu tun, sondern die Pulle war einfach leer. Die 240 am Anfang sind irrealistisch, habe ich noch nie erlebt. Wahrscheinlich zeigte das Fini einfach 70 zu viel an. Ich hätte auf einer Fehlersuche bestanden und einen anderen Fini an die Flasche gesetzt, schon wegen des Vertrauens in das Equipment der Basis. Auf jeden Fall richtig reagiert.
GarfiSchnorchelabzeichen
23.08.2022 12:59Geändert von Garfi,
23.08.2022 13:10
Also eigentlich sollte man das sehen, wenn der Regler nicht an der Flasche hängt. Also vor dem Tauchgang, bevor man die Ausrüstung zusammenbaut, oder nach dem Tauchgang, wenn der Regler mitsamt dem Fini von der Flasche abgenommen wird. Zeigt es dann nicht 0 an, ist auf jeden Fall etwas im argen und mit so einem Fini würde ich nicht tauchen. Alternativ kann man auch einfach ein anderes Reglerset an irgendeine Flasche schrauben, am besten an eine, die nur noch einen Restdruck von beispielsweise 50 bar hat und dann den "Problemregler" als Vergleich anschließen. Wenn deutlich unterschiedliche Werte angezeigt werden, ist alles klar. Dann ist eines der beiden Finis defekt.
Das ist übrigens auch der Grund, weshalb ich meine Ausrüstung IMMER selbst zusammenbaue. Auch an einer Basis, die es als Service bietet, gleich die zusammengebaute Ausrüstung zur Verfügung zu stellen. Ich will das alles selber gemacht haben und auch alles selber gesehen haben. Auch z. Bsp. Nitrox werde ich immer selbst messen.
Das mit der halben Umdrehung zurück kann man machen, muss man aber nicht. Halte ich hier für irrelevant.
Dass das Fini nicht schwanken darf, wenn Luft entnommen wird ist auch klar, allerdings würde ich das nicht mit ein paar Atemzügen testen, sondern gleich mit dem Inflator. Ein kurzer Check, ob der Inflator funktioniert und auch Luft ins Jacket bläst, gehört ohnehin dazu. Die Luftmenge ist dabei aber größer als bei ein paar Atemzügen. Auch hier darf sich die Anzeige nicht ändern.
Im Übrigen würde ich auch auf ein defektes Fini tippen. 240 bar zu Beginn sind zwar nicht ausgeschlossen, aber zumindest ungewöhnlich. 220 hatte ich schon ab und an, aber 240 ist auffällig.

Was mich noch interessieren würde: Wie ist denn so der Allgemeinzustand der Ausrüstung? Ist der gut und sauber, oder doch eher sehr gebraucht?
Ich war mal an einer Basis, da hat jeder 2. Tiefenmesser nicht richtig funktioniert. Das ist aber schon ein paar Jährchen her.
lo0pWarmwasserplantscher
23.08.2022 13:05
Was mir imponiert ist die TG-Dauer von 80 Minuten, das dann am Ende die Flasche leer ist würde mich jetzt nicht wundern.
GarfiSchnorchelabzeichen
23.08.2022 13:13Geändert von Garfi,
23.08.2022 13:14
"Was mir imponiert ist die TG-Dauer von 80 Minuten"

Ist aber nicht unbedingt ein Kriterium. Wenn Du überwiegend auf 10m rumtümpelst würde mein Söhnchen da auch mit einer 80cuft noch locker mit 70 bar aussteigen. Aber natürlich ist das schon ein Indiz für eine leere Flasche und ich hätte da auch keine 70 bar mehr.
lo0pWarmwasserplantscher
23.08.2022 13:30
Natürlich kein Kriterium. Ich hatte das auch schonmal, Guide und ich am Ende des TG mit 50bar Restdruck, die Dritte im Team hatte noch 140bar auf der Flasche.

Mir ging es nur darum warum keine Luft mehr kam, unabhängig davon was das Fini angezeigt hat.
23.08.2022 13:42

Mit ein paar Annahmen:

Durchschnittstiefe 12 m ("Wir starteten auf 8-10m, die tiefste Stelle war ca 18m")
80 min TG
80 cf Flasche
Startdruck 240 bar
Enddruck 70 bar

ergibt rd 11 l/min AMV. Für einen Anfänger mit wenigen TG....

IvoryAOWD DTSA**
23.08.2022 16:15
Genau sowas ist mir auch durch den Kopf gegangen. Ich vermute daher auch Fini kaputt.
lo0pWarmwasserplantscher
23.08.2022 16:23
Zumal...

"Auf dem Boot zeigte mein Finimeter ca 240. Nach ein paar Minuten nach dem Descent war ich irgendwann bei 180 (nicht ganz sicher wann ich dies durch meinen Check prüfte)"
IvoryAOWD DTSA**
23.08.2022 16:31Geändert von Ivory,
23.08.2022 16:31
Ja, aber dabei ist zu bedenken, dass man am Anfang meist einen höheren Verbauch hat, weil man während des Abstiegs immer wieder das Jacket befüllen muss um das durch den steigenden Umgebungsdruck reduzierte Volumen im Jacket auszugleichen. Zudem ist dieses Volumen am Anfang des TG maximal, da das Gewicht des Gases in der Flasche ausgeglichen wird. Wenn er da schon 10 Minuten unterwegs war und wohlmöglich sogar die 18 Meter schon erreicht hat, ist so ein Druckverlust ja erwartbar.

Möglich wäre, dass die Finimeternadel um 70 Bar verschoben war. Dann hätte er rund 170 Bar beim Start gehabt, sowas habe ich auch schon erlebt, allerdings nicht im Urlaub sondern am Baggersee Diez. Die hatten an gut besuchten Tagen Probleme den Druck in den Speicherflaschen zu halten und dann gabs beim 2. TG oft nur noch um die 180 bar und kalt dann 170.

Dafür sprechen würde der immer weiter ansteigende Atemwiderstand. Ich habe mal im Schwimmbad eine Flasche bewusst leer geatmet. Das fühlt sich in etwa wie beschrieben an.
Punkfish Divingbunte Kärtchen, einfarbige Kärtchen, egal - Hauptsache Tauchen :-)
23.08.2022 17:03
Genau dieses noch ein paar Atemzüge schwerer zu atmen halte ich auch für ein ziemlich sicheres Zeichen für Flasche leer. Das ist auch bei balancierte Reglern so, wenn der Flaschendruck unter den erwünschten Mitteldruck fällt, kriegt man schon noch ein paar Atemzüge, bis dann wirklich ganz Schluss ist (und wenn man 1-2 m hoch geht, kommt glatt noch mal ein Atemzug)
Ivory: das mit dem Gasverbrauch durch Tarieren am Anfang halte ich für eher irrelevant. Sagen wir mal, du musst 10kg ausgleichen, was unrealistisch megaviel ist - da reden wir von 30l Luft. Voll egal..... Kann man auch beobachten, wenn man eine eigene Tariergasflasche nutzt. Mit 200 bar, 1l, sind 100m mit Trocki machbar.....
23.08.2022 17:16
Hast du dich nicht bei der Tauchbasis erkundigt, was defekt war?
23.08.2022 18:10
Die Anzeige 0 vor dem Flaschenvetilaufdrehen schützt auch nicht vor Fehlern der Mechanik beim Druckabfall während des Tauchgangs. Die 240 hätten mich stutzig gemacht und hätte den Druck mit anderen verglichen. Ist natürlich auch nur ein Indiz.
GarfiSchnorchelabzeichen
23.08.2022 22:46
Natürlich ist eine Anzeige von 0 keine Gewähr für eine ordentliche Funktion. Allerdings ist eine von 0 abweichende Anzeige ein sicheres Zeichen dafür, dass das Teil eben nicht ordentlich funktioniert. Wenn man beim Zusammenbau der Ausrüstung einmal ohne Flasche einen Blick auf das Fini wirft und nach dem Aufdrehen noch einmal, dann ist das aber schonmal ein gutes Zeichen sofern das Teil in beiden Fällen sinnvolle Werte anzeigt.
Und für den Anfänger noch der Hinweis, dass man während das Ventil aufgedreht wird, das Fini nicht vors Gesicht hält um draufzusehen. Es passiert schon mal, dass das Glas abplatzt, wenn sich der Druck aufbaut.
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