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BelugaKringelblasen Brevet

Extra Divers /El Quseir dürfen Klinke in die Hand nehmen.

Grade eben gelelen.

So kanns gehen. Es kommt nicht immer auf die Qualität an wenn eine Tauchbasis das Feld räumen muss. Vieleicht spielt auch die Hotelklüngelei eine grosse Rolle.

Originalauszug:
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Im folgenden die Stellungnahme von Tina & Nino Farranda, Basisleiter Extra Divers El Quseir:

Liebe Gäste, Freunde und Kollegen,

leider muß ich euch heute eine traurige Nachricht senden.

Nach über vier Jahren im Radisson Blu Resort El Quseir müssen wir, die Extra-Divers El Quseir, das Radisson verlassen. Jahrelang haben wir mit dazu beigetragen, daß Radisson in der Taucher-Szene einen guten Namen als 5 Sterne Hotel für Taucher bekommen hat. Wir sind im Radisson eingezogen, als noch keine Gäste da waren, wir haben die ersten Taucher hierher gebracht. Es gab von allen Seiten nur Lob für unsere Arbeit, siehe unter Anderem taucher.net, holiday-check und unser Gästebuch auf der Homepage. In diesen vier Jahren haben wir über 2000 neue Taucher brevetiert, die uns jahrelang die Treue gehalten haben.

Auch das Radisson hat nur positive Kommentare über uns bekommen. Wir haben uns an alle Regeln des Radisson gehalten. Trotzdem ist das Radisson Resort El Quseir der Meinung, daß der am 31. März 2010 auslaufende Vertrag, nicht verlängert werden soll. Gründe wurden uns keine genannt. Es wurde auch nicht mit uns verhandelt oder gesprochen. Seit vielen Monaten bemühten wir uns um eine Vertragsverlängerung, wurden aber immer nur vertröstet. Warum sich Radisson für eine andere Tauchbasis entschieden hat ist mir und sicher auch vielen unserer treuen Gäste schleierhaft. Tatsache ist aber, daß nun hier 25 Leute, die hier immer einen hervorragenden und tadellosen Job gemacht haben, ab 1. April ihre Arbeit verlieren. Das komplette Team ist über diese Entscheidung geschockt und sprachlos. Wir werden wie räudige Hunde davongejagt.

Ob und wie es für uns alle weitergeht, werden die nächsten Wochen zeigen. Wir werden jedenfalls alles tun, um möglichst schnell für unsere treuen Gäste und Mitarbeiter wieder eine taucherische Heimat zu finden. Sobald wir etwas haben, werdet ihr natürlich sofort informiert.

Viele Grüße

Tina und Nino Faranda
elquseir@extradivers.info

ExtraDivers ist empört über dieses Geschäftsgebaren des Radisson. Wir betrachten es als Unding, dass wir ohne Angabe von Gründen mittels eines Dreizeilers davon unterrichtet wurden, dass der Vertrag nicht verlängert wird! Damit verlieren nahezu 30 engagierte und beliebte Mitarbeiter zumindest vorübergehend Ihren Arbeitsplatz!

Somit sehen wir uns einer nicht zu akzeptierenden Situation ausgesetzt, bei der offensichtlich im Hintergrund einige dunkle Machenschaften ablaufen!
Wir möchten Sie als Gäste, Partner und Freunde bitten, uns zu unterstützen und fortan das Radisson Blu in Quseir nicht weiter zu promoten und zu buchen und Ihren Unmut über die getroffene Entscheidung an das Radisson oder an Tina und Nino weiterzuleiten.

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Quelle: Homepage Extra Divers
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14.01.2010 11:35
Habe es auch gerade gelesen und wundere mich schon ein bisschen... und dann wiederum nicht. Hörte man doch auch schon von anderen Leitern von Extra-Divers Filialen, dass sich Hoteliers z.T. äußerst unkooperativ zeigen oder sich sogar zum Versuch, eine Basis zu sabotieren, hinreißen lassen. Man wird die Entwicklung beobachten müssen... aber das Radisson Blu nehme ich von der Liste für die potentiellen Last-Minute Urlaube... Solches Gebaren sollte nicht auch noch unterstützt werden.
14.01.2010 11:36
Für die betroffene Staff sicherlich bedauerlich. Aber wozu gibt es befristete Verträge??? Das Radisson wird schon seine Gründe für die Entscheidung haben, die Vertragsbeziehung nicht zu verlängern.

Vorsätzlich seinen eigenen Ruf schädigen, wird nicht die Motivation des Hotels sein.


14.01.2010 11:40
Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Ist zwar schade für Tina&Nino&Co., aber Extra Divers hätte, ohne mit der Wimper zu zucken, vor einigen Jahren 70 Leute in einer anderen Tauchbasen entlassen. Die haben aber dann die Basis selber übernommen

Das Tauchgeschäft in Ägypten ist kein Streichelzoo ...
14.01.2010 11:49
Solche Dinge zu lesen, ist sehr bedauerlich. Ich wünsche dem Team der Extra Divers alles Gute und freue mich, in naher Zukunft die Meldung über Eröffnung eines neuen Standortes zu lesen.

"daß der am 31. März 2010 auslaufende Vertrag, nicht verlängert werden soll." Solche Geschäftsgebaren sind nicht nur in Ägypten an der Tagesordnung, sondern stündlich auf der ganzen Welt "... zu unserem Bedauern müssen wir Ihnen mitteilen, dass ein anderer Bewerber noch besser auf die ausgeschrieben Position passt. .... Für Ihre weiter berufliche Laufbahn wünschen wir Ihnen daher alles Gute." Wer kennt solche Sätze nicht?! Oder auch http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/einzelhandel-eigentuemer-versetzen-arcandor-den-todesstoss_aid_406676.html , bei denen "dunkle Machenschaften" dazu beitrugen, dass nicht nur "nahezu 30 engagierte und beliebte MitarbeiterInnen", sondern ein paar tausend mehr keinen Job mehr haben....

"Money makes the world go round." und nicht "Make love - not war."
14.01.2010 11:56
Hallo,

@Niveau...

was ist daran "Gebaren"??
Man hält einen befristeten Vertrag ein!
Dann ist die Geschäftsbeziehung beendet.
Das ist der Sinn eines befristeten Vertrages, sonst hätte man ja einen unbefristeten abschließen können oder??
Sonst siehe Jasmin

Grüße
Uwe
14.01.2010 12:22
Uwe-Re

Gebaren beziehe ich auf die Aussage, dass man OHNE Angabe von Gründen und ohne weiterführende Verhandlungen einen offenbar loyalen Partner mir-nichts-dir-nichts vor die Tür setzt. Sicher wäre es interessant, beide Seiten der Geschichte zu erfahren, aber wenn kein Fehlverhalten seitens der Extradiver zur Auflösung eines Vertrags geführt hat, was dann?

Welche Ursachen kann es noch haben, dass man eine beliebte Tauchbasis einfach so vor die Tür setzt?

Bleiben eigentlich nur monitäre Gründe und da wurde laut Aussage der ED offenbar nicht einmal verhandelt. Man hat also der eigenen Basis nicht einmal die Möglichkeit gegeben, mögliche finanzielle Differenzen nachzubessern, bzw. ein neues Angebot abzugeben...

Findest du so ein Geschäftsgebaren etwa tatsächlich korrekt?
Ich nicht...
shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
14.01.2010 12:51
"Findest du so ein Geschäftsgebaren etwa tatsächlich korrekt? " -> Hm, "korrekt" ist eine Definitionsfrage. Ich würde sagen, es ist kein guter Stil, OK.
Befristete Verträge sind befristete Verträge. Aus diesem Grund lässt man sich bei entsprechendem Investment ein, zwei Verlängerungsoptionen einräumen. Bekommt man die nicht, tritt man erst gar nicht an. Oder hat einen Plan B für eine eventuelle nicht Verlängerung. Verträge sind beidseitig. Nur mal angenommen, die Basis hätte eine Bucht weiter einen neuen Vertrag abschießen können, mit besserem Hausriff, besseren Konditionen, nun, dann hätten sie vermutlich per Dreizeiler mitgeteilt, dass sie am Ende des Vertragsverhältnisses ausziehen. Oder man hätte artig formuliert: "da wir anderweitig ein für uns passenderes Angebot erhalten habe, bitten wir zu verstehen ... ". Ein Personaler hat mal vor vielen Jahren zu mir gesagt "Wenn du kündigst, mach es per Dreizeiler, denn alles, was du schreibst wird nicht aufgenommen oder akzeptiert werden. Ein Satz wie "zu unserem größten Bedauern ..." wird meist nur als Hohn empfunden. Ebenso der Satz "Schatz, es liegt nicht an dir, sondern an mir. Ich ziehe aus und die Stereoanlage von Muttern nehm ich mit" hilft dem/der Zurückgelassenen auch nicht unbedingt weiter.

Wie dem auch sei. Wir wissen nicht, welche Gründe das Hotel bewogen hat und insofern kann man die Entscheidung nicht beurteilen, lediglich, das ist richtig, die Stilfrage. Nur wie gesagt, was hätte ein dreiseitiges Schreiben mit besten Wünschen für die Zukunft geändert? Da bin ich bei Jasmin. That`s business. Nur mal angenommen, das Hotel möchte keine Basis unter SSI Flagge sondern eine Basis eines anderen Verbandes? Oder es gibt neue Verträge mit einer größeren Reiseveranstalter, der eben in Konkurrenz zu ED steht und deshalb eine eigene Basis dort sehen will. Könnte ein Grund sein, den man zwar nicht gut finden, aber letztlich akzeptieren müsste.

Apropos Stilfrage: "Wir möchten Sie als Gäste, Partner und Freunde bitten, uns zu unterstützen und fortan das Radisson Blu in Quseir nicht weiter zu promoten und zu buchen ... " -> das gilt in Business Kreisen als absolutes no go. Vertraglich hat sich das Hotel wohl nichts zu schulden kommen lassen, also ist das definitiv unlauter.

Natürlich wünsche ich dem Team alles Gute, das nutzt denen aber genau so wenig, wie eine dreiseitige Begründung, die an der Sache eh nichts ändert. Ein alternativer Plan für diesen Fall (rechtzeitig, die Befristung war ja bekannt) hätte dem Team mehr geholfen. Geschäfte führt man nicht nach dem Motto "Wird schon alles gutgehen und uns will man immer". Auch das ist einem Team gegenüber nicht "korrekt" (wusste der Bootsjunge von der Befristung, so dass er sich ein Jahr zuvor schon nach evtl. Alternativen umschauen konnte)
BelugaKringelblasen Brevet
14.01.2010 13:09
Hans, für Deinen Kommentar einen dicken fetten .
14.01.2010 13:17
Zitat von shuttle:"Apropos Stilfrage: "Wir möchten Sie als Gäste, Partner und Freunde bitten, uns zu unterstützen und fortan das Radisson Blu in Quseir nicht weiter zu promoten und zu buchen ... " -> das gilt in Business Kreisen als absolutes no go."

Sehe ich ebenfalls als schlechtes Gebaren an. Man muss mich nicht dazu auffordern. Wenn ich ein loyaler Kunde der Extradivers bin, komme ich selbst darauf, dort nicht mehr zu buchen.

Dennoch bleibt dabei ein schlechtes Gefühl im Bauch, wenn man sich mal bei einem Bier (oder Apfelschorle) mit den Betreibern mancher Basen über die seltsamen Sitten der Hoteliers unterhält.

Dass man als (ex-) Vertragspartner zum Boykott aufruft, ist wie erwähnt kein guter Stil, was mir allerdings auch wieder zu denken gibt, ob da nicht doch mehr dahinter steckt als nur die bloße Nutzung einer vorher festgelegten Befristung.

Mich würde brennend interessieren, warum sich ein Hotel, bzw. Hotelier auf das Risiko einlässt, eine ihm unbekannte neue Basis zu installieren, statt bei der bewährten zu bleiben.

Es mag ja alles sein, dass ein befristeter Vertrag irgendwann abläuft, aber wenn die Bedingungen stimmen, warum dann ein Risiko eingehen?

Warum redet ED von "dunklen Machenschaften" im Hintergrund? So etwas schreibt man nicht einfach so aus dem Bauch heraus. Das sieht mir nicht einfach so nach Ende einer befristeten Vertragsbeziehung aus... das Unternehmen ist ja nun kein "Kracherlverein", wie man in Niederbayern sagt...

Da steckt Politik dahinter... vielleicht aber auch nur persönliche Aversionen oder heftige Schmiergelder...

Zu dem Thema ist sicher noch nicht das letzte Wort gesprochen
14.01.2010 13:31
Ich könnte mir gut vorstellen, daß das Radisson nach der "Eröffnungsphase" die Miete für die Basis erhöhen wollte und der Eigentümer der ExtraDivers sich verpokert hat. Ist ja nicht das erste mal, daß dieser eine "Cashcow verdursten" lässt

Mal gucken, wer die Nachfolge antritt. Geschätztes Invest dürfte so bei 150.000 € liegen und Miete bei ca 7.000 € / Monat ...

Mit der "Bemerkung" auf der Hompage dürften sich die Manager Tina&Nino nicht gerade einen Gefallen getan haben. Die Szene vergisst sowas nicht - und die Nachfolgebasis dürfte damit kein Interesse haben, die Beiden zu übernehmen. Für die ägyptischen Jungs mach ich mir da eher keien Sorge, die kommen auch schnell wieder unter.
14.01.2010 13:36
Servus,

Warten wir mal ab,welche Company dann da einzieht

Schlechter Stil ist es allemal von Hotelbetreiberseite aus...ziemlich billig das ganze,wobei...der Preiß ist heiß,das wirds wieder mal sein.

14.01.2010 13:43
Die Inhaber der Extradivers Quseir ist Extradivers Worldwide. Dass die sich "verpokert" haben sollen, kann man erst einmal als unwahrscheinlich ansehen, denn offenbar hat man nicht einmal verhandeln dürfen. Wenn die Miete erhöht wurde, warum schreibt man das dann nicht als Grund für die Kündigung des Vertrages, statt von "dunklen Machenschaften" zu reden? Man hätte ja in dem Fall schreiben können, dass die Forderungen seitens des Hotels unannehmbar wären und dass man es ablehnt, sich übers Ohr barbieren zu lassen. Hätte sicherlich mehr Eindruck gemacht als den Beleidigten zu spielen und zum Boykott aufzurufen.

Und wieso sollte Extradivers Worldwide Tina & Nino nicht in einer künftigen neuen Basis wieder einstellen? Es sei denn, dass sich am Ende doch noch herausstellt, dass sie sich untragbaren Verfehlungen schuldig gemacht haben... Ansonsten haben sie sich ausreichend Reputation verschafft, um weiter bei EDWW zu bleiben... Da mache ich mir um sie genauso wenig Sorgen wie um die Guides und Helfer. Die werden immer gebraucht.

Übrigens: Wie kann man sich ohne Verhandlung verpokern?
14.01.2010 13:52
@Niveau...

Wie kann man sich verpokern .... äh .... kennst du den Besitzer der EDs? Ob der die Basismannschaft überhaupt informiert hat, ist fraglich.

Und immer bedenken, daß der Vertrag auslaufen wird, ist seit 4 Jahren bekannt. Da kümmert man sich mindestens 6 Monate vorher um eine Verlängerung. Ich nehme Nino nicht ab, daß er jetzt so auf die schnelle vor die Tür gesetzt wurde. Eher noch, daß er erst jetzt erfahren hat, daß die Basis keinen neuen Vertrag bekommt - wobei wir wieder beim verpokern sind. Und, nun, bei ED werden die beiden sicher wieder einen Job finden, wenn eine Basis frei wird. Aber bei anderen Basen?
14.01.2010 14:07
Hallo,

ich halte es auch nicht für einen schlechten Stil, den wenn ich einen befristeten Vertrag einhalte, muß ich über die Dinge wie Vertragsverlängerung auch nicht reden, wenn ich nicht will. Steht doch seit 4Jahren fest wann Ende ist und offensichtlich haben dies beide Seiten vor 4Jahren gerade auch so gewollt.
Für mich nur Jammern, das man vor 4Jahren den falschen Vertrag gemacht hat.
Grüße
Uwe
14.01.2010 14:09
TauchZoo:

Ich kenne die Besitzer nicht persönlich, jedoch ist laut Aussage der Geschäftsführer vor Ort die "Eigentümerin" oder Besitzerin die Firma:
Extra Divers Worldwide
Dive Center & Hotel Management AG
Pflugstrasse 30
FI - 9490 Vaduz
Liechtenstein

EDWW ist kein Franchiser sondern sie betreiben die Basen mit angestellten Geschäftführern. Soviel zu den Besitzverhältnissen. (Ich hoffe, ich habe jetzt keinen Blödsinn erzählt)

Was du dem GF der Basis in Quseir glaubst oder nicht glaubst, ist jetzt mal unerheblich. Wenn sie unverhohlen in der Öffentlichkeit diese Vorwürfe ans Hotel richten, dann werden die sich das ziemlich gut überlegt haben, denn die Homepage der Extradivers World Wide repräsentiert nicht eine einzelne Basis sondern die Firma insgesamt. Und bevor da ein Basis-GF in dieser Form vom Leder zieht, werden einige Sitzungen und Besprechungen in der Firmenzentrale geführt.

Aussage von Tina & Nino:
Gründe wurden uns keine genannt.
Es wurde auch nicht mit uns verhandelt oder gesprochen. Seit vielen Monaten (!!!) bemühten wir uns um eine Vertragsverlängerung, wurden aber immer nur vertröstet.

Welchen Grund hast du nun, diesen Aussagen keinen Glauben zu schenken? Welchen Grund hast du, anzunehmen, die GF hätten Ihre Belegschaft im Unklaren gelassen über die Situation vor Ort? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf?

Damit keine Missverständnisse entstehen:
Der Aufruf zum Boykott stammt nicht von Tina & Nino sondern von Extradivers Worldwide.

Dieser Unterschied ist nicht klein & fein sondern spricht eine ganz besondere Sprache.
14.01.2010 14:16
@Niveau...
Die von dir genannte AG in Vaduz gehört einer Einzelperson, so wie einige Tauchreiseveranstalter und ein Weinberg ... und ob der immer alle Mitarbeiter so informiert, wie diese das gerne hätten ... naja.

Letztendlich können wir nur spekulieren. Also warten wir mal, wer sich in den nächsten Tagen oder auf der Boot als neuer Betreiber outet. Schließlich muß es ja zum Saisonbeginn im Mai weiter gehen.

Warten wir einfach mal ab, wer
14.01.2010 14:20
Uwe.Re:

Soso...
Nehmen wir doch mal an, dass du bei einer Firma einen befristeten Arbeitsvertrag, sagen wir über 4 Jahre, bekommst. Du arbeitest, wie dir aufgetragen wird, die Firma entwickelt sich weiter, die Kunden sind äußerst zufrieden, loben deine Person ganz speziell und explizit. Die 4 Jahre gehen zur Neige und ein paar Monde vor Ablauf des Vertrages gehst du zu deinem Arbeitgeber und fragst nach, wie es denn mit einer Vertragsverlängerung stünde. Der bittet sich eine weitere Bedenkzeit aus und lässt dich vorerst im Unklaren.
Und obwohl du dich bei der Firma wohl fühlst, obwohl du beste Arbeit ablieferst, obwohl du beliebt bist bei Chefs und Kollegen, obwohl du dir nichts zu Schulden kommen lässt, obwohl du weniger verdienst als alle anderen Angestellten, obwohl du deinem Arbeitgeber Hunderte von neuen Kunden zugeführt hast, gehst du also los und bewirbst dich in einer anderen Firma ohne vorher zu wissen, ob du den Job, den du 4 Jahre lang mit Begeisterung und Hingabe gemacht hast, behalten kannst oder nicht...

Weißt` was... Klugscheißerei ... erzähl das deinen Enkeln... ich würde es dir keine Minute glauben.

Mag schon von mir aus "Gejammer" sein... aber voll und ganz berechtigt.

Immer vorausgesetzt, dass da etwas vorgefallen ist, was die Tauchbasis untragbar gemacht hat.
14.01.2010 14:22
Korrigierter Schlusssatz:
Immer vorausgesetzt, dass da NICHTS vorgefallen ist, was die Tauchbasis untragbar gemacht hat.
14.01.2010 14:51
@Nive...
in meinem Job sind befristete Verträge üblich und auch sinnvoll. Leute werden zeitlich befristet für bestimmte Projekte eingestellt und danach mit anderen Leuten ein anderes Projekt.
Wenn eine Seite sich nicht im Vorfeld sofort klar für eine Verlängerung entscheidet wäre dies für mich ein Zeichen sofort was neues zu suchen.
Du willst es nicht verstehen?? oder?? Beide Seiten wollten doch genau diese Befristung aus welchen Gründen es jeder für sich auch so wollte. Wenn nun eine Seite es anders will kann sie doch der anderen Seite nicht vorwerfen, das sie bei ihrer Meinung von damals bleibt.
Grüße
Uwe
FestusAOWD
14.01.2010 14:53
Für mich ist das Jammern auf hohen Niveau. Wenn Verträge nicht verlängert werden ist das nichts schlimmes und das tägliche Geschäft.
Wenn du als Angestellter bei bei einer Vertragsverhandlung hingehalten wirst und du nichts unternimmst ist das töricht.
Wenn du als Firma bei einer Vertragsverhandlung hingehalten wirst und du unternimmst nichts ist dir einfach nicht zu helfen, kaufmännisch ein no go.
Wird man hingehalten gehen bei mir alle Alarmglocken an und ich steuere dagegen.
Ist ja fast so wie das Ende einer Beziehung wo die eine Seite sagt:" Das habe ich aber gar nicht gemerkt das zwischen uns nichts mehr läuft".
LG Festus
shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
14.01.2010 14:59
Niveauregulierer: "Der bittet sich eine weitere Bedenkzeit aus und lässt dich vorerst im Unklaren."

-> also alles was Recht ist, genau dann (spätestens) beginnt man mit der Suche nach etwas neuem, wann denn sonst. Das Bedenkzeit ausbitten ist genau dieses Signal. Denn wenn alles im grünen Bereich, braucht keine Partei ein Bedenkzeit und wenn diese immer länger wird, ist das ein Warn- und Frühwarnsiganal. Egal wie sicher man sich fühlt.

Also man sucht selbstverständlich nach Alternativen und hat man die dann, spricht man den Vertragspartner an und sagt, ich musste für den Fall der Fälle Vorkerhrungen treffen, Bedenkzeit hatten Sie jetzt, gibt es eine Verlängerung? sonst muss ich aus Sicherheitsgrüden dieses Angebot annehmen.

Genau so und nicht anderes (wenn du Familie hast, wäre alles andere ihr gegenüber nicht zu verantworten).

"erzähl das deinen Enkeln" -> das erzähle ihnen bitte, das kann mal vor Schaden bewahren. Denn anscheinend hatten die Leute deine Einstellung und das scheint denn ja schiefgegangen zu sein. Also ist meine Strategie die bessere, glaub es mir (und die Enkel hoffentlich auch)
14.01.2010 15:10
Uwe:

Ich schätze, du bist derjenige, der nicht verstehen will.

Dass bei Euch befristete Verträge gang und gäbe sind, sollte dir zumindest helfen, meinen Gedanken zu folgen. Offenbar bin ich da einem Irrtum erlegen.

Nur für dich noch ein Beispiel, dann gebe ich es auf mit dir...

DU bist nun in diesem Beispiel der Arbeitgeber und du stellst einen Arbeitnehmer befristet ein. Sagen wir für 4 Jahre...
Du arbeitest ihn ein, richtest ihm einen Arbeitsplatz ein, du zeigst ihm, wo alles ist und wie alles funktioniert, zeigst ihm die Abläufe und gibst ihm genaueste Regeln vor, die er während seiner Zeit in deiner Firma einzuhalten hat...

soweit kannst du folgen? Gut...

Nun kommt der Tag, an dem du dich entscheiden sollst, ob du diesen Arbeitnehmer weiter beschäftigen willst, oder einen anderen Arbeitnehmer (ebenfalls befristet) an seine Stelle setzt.

Wohlgemerkt... NICHT einfach entlassen und Stelle NICHT neu besetzen weil das Projekt womöglich zum Ende gekommen ist, sondern den Arbeitnehmer AUSTAUSCHEN, denn das ist der springende Punkt, den du noch nicht überrissen hast. du BRAUCHST einen Arbeitnehmer an dieser Stelle. Es geht nicht ohne! Compris?

Da du auf den Erfolg und die Kontinuität deiner Firma bedacht bist: Wie wirst du dich entscheiden?

Du lässt den verdienten Arbeitnehmer gehen, der alle deine Anweisungen 4 Jahre lang befolgt hat, der deiner Firma Profit und neue Kunden gebracht hat, der alle Abläufe kennt und sich mit den Kollegen bestens versteht und mit denen er ein perfektes Team bildet und holst dir statt seiner einen neuen Arbeitnehmer, der wiederum einen befristeten Vertrag bekommt und gehst das Risiko ein faules Ei zu erwischen, das links nicht von rechts unterscheiden kann...

ODER:

Du übernimmst den Arbeitgeber (von mir aus wieder befristet) und stellst sicher, dass alles so weiter läuft wie geschmiert...

Nun? Was ist deine Wahl?
14.01.2010 15:13
Shuttle:

Im Ernst... Das, worüber wir reden ist ÄGYPTEN...

Das hat mit den Gepflogenheiten in westlichen Industriestaaten nicht viel gemein... Deine Theorie in Ehren, aber ich würde nach 4 Jahren an meiner Basis hängen und würde nicht beim ersten kleinen zweifel an der Loyalität des Hoteliers meine Koffer packen... also bitte
14.01.2010 15:24
@Niveau....

Du verwechselst da was. Es geht nicht um Arbeitnehmer/-geber.

Es geht um einen Vermieter und eine Betreibergesellschaft. Diese Betreibergesellschaft ist austauschbar. Wer nicht genug zahlt, bekommt keine Verlängerung.

Ob im Mai nun Orca, SubAqua oder Emperor einziehen, auf jeden Fall hat derjenige besser verhandelt, besser geschmiert oder bessere Beziehungen gehabt.
shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
14.01.2010 15:31
"Das, worüber wir reden ist ÄGYPTEN... " -> ich mach gerade Verträge mit China. Ziemlicher Schxxx

Du siehst die Sache zu emotional. Business geht anders. Und, nicht böse sein, du hast es immer noch nicht verstanden. Die Koffer packen würde ich auch erst zu Ende des Vertrages, aber nach Alternativen schauen, ja, würde ich beim allerersten kleinen Zweifel. Hoffnung gibt einem der Glaube und die Kirche. Und mit Hoffnung macht man keine Geschäfte. Ist so. Aber lassen wir`s, da leben wir in zwei unterschiedlichen Welten.

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